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Der Ton macht das Bild

Ton aufnehmen

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Der Ton macht das Bild

Der Ton beim Film ist beinahe genauso wichtig wie das Bild. Ein großer Ton (nicht lauter oder aufdringlicher sondern einfach besser) erzeugt auch größere Bilder.

Im Kapitel Tonaufnahme werden wir philosophische Fragen der Tonarbeit, aber vor allem viele praktische Aspekte, sowie die Möglichkeiten und die Grenzen erörtern.

Ton aufnehmen

Wir möchten, auch wenn Sie vielleicht zum ersten Mal ein professionelles Tongerät in die Hand nehmen, dass Sie es theoretisch und vielleicht auch praktisch bedienen können.

Eine LCD-Pegelanzeige. Die Skala reicht von -64 dB bis 0 dB.

Zu welcher Art Gerät mag diese Anzeige gehören?

Zu einem analogen oder einem digitalen Aufzeichnungsgerät?

Damit sind Sie zwar noch kein Tonmeister, aber Sie brauchen

auch nicht mehr staunend oder gar rätselnd neben den Geräten zu stehen.

Vor allem aber wird es Ihnen leichter fallen, dem Tonmeister zu vermitteln, was Sie sich vorstellen und auf viele Fragen, die sich während der Dreharbeit und auch in der Postproduktion stellen werden, finden Sie leichter eine Antwort.

Außerdem werden Sie (hoffentlich) genügend Geduld und Verständnis aufbringen, dem Ton die erforderliche Aufmerksamkeit (und Zeit) am Drehort zukommen zu lassen.

Vielfach fehlt einfach das Verständnis, wenn der Tonmeister wegen Störgeräuschen, Flugzeuglärm oder Feuerwehrsirenen den Drehablauf aufhält. Auch wenn es der allgemeinen Erheiterung dient, sich ab und an über den akustisch nun mal etwas sensibleren Ton lustig zu machen, sollte man vielleicht abwägen, ob einem das Amüsement wichtiger ist, als ein einwandfreier Originalton.

Workflow

Je nach Aufnahmeverfahren und Art der Postproduktion gestalten sich die Abläufe für das Ton-Department während und nach Dreharbeiten höchst unterschiedlich. Welche Wege das am Set aufgezeichnete Tonmaterial geht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die erste wichtige Unterscheidung ist sicherlich zwischen dem analogen und dem digitalen Weg.

Analoge Aufnahme

Die klassische Vorgehensweise. Der Tonmeister zeichnet den Ton am Drehort analog mit einem synchronfähigen Tonbandgerät (zumeist Nagra oder Stellavox) in Mono oder Stereo auf Magnetband auf. Ist ein Magnetband (13cm-Spule, etwa 20 Minuten) voll, wird es zusammen mit dem Tonbericht, den der Tonmeister ausfüllt, der Produktion übergeben.

Überspielung / Digitalisierung

Je nach Schnitt- und Vertonungsplattform wird das Tonband anschließend entweder auf Perfoband (Magnetfilm) überspielt, oder eindigitalisiert. Bei der Überspielung auf Perfoband sucht der Tontechniker anhand des Tonberichts die "Kopierer" heraus und überspielt diese, anschließend kann man die Aufnahmen auf einem Schneidetisch (Steenbeck, Kem, Debrie) zusammen mit den Filmmustern bearbeiten.

Wird digital geschnitten, so wird das Original-Schmalband an einem non-linearen Schnittplatz Take für Take nacheinander eindigitalisiert. Nicht-Kopierer sollte man weglassen um nicht unnötig Datenmüll auf die Festplatten zu schaufeln, auch hier sucht der/die Schnittassistent-in die Kopierer heraus. Dann steht der Ton digital (in der Regel in 16 Bit Wortbreite) im Avid, Media 100 etc. zur Verfügung. Beim Eindigitalisieren können die Informationen aus dem Tonbericht über die Klappennummer und ggf. Drehtag gleich mit eingegeben werden, das erleichtert das Auffinden und Anlegen (Ton synchron zum Bild legen).

 
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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