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Geräuscheffekte (Foley)Der Originalton genügt selten den Vorstellungen der Zuschauer und überzeugt sie einfach nicht. Hier beginnt die hohe Kunst der Geräuschemacher: Schritte, das Rascheln der Kleidung beim Aufstehen, Schläge, ja sogar feurige Liebesszenen entstehen akustisch häufig in einem abgedunkelten Studio vor einer Leinwand. Der amerikanische Ausdruck für den Geräuschemacher stammt übrigens vom Erfinder dieses Verfahrens, der in den 50er Jahren in den Universal-Studios nachträgliche Vertonungen machte- Jack Foley. Mikrofone lassen sich per Scherenaufhängung oder vom Stativ möglichst nah an den Ort des Geräusches heran bewegen. Das ist wichtig, denn die Geräusche müssen möglichst präsent sein. Damit möglichst alle Frequenzen, also auch die Bässe (die machen ein Geräusch voll und kräftig) gut abgebildet werden können, verwendet man meistens Mikrofone mit Nierencharakteristik. Die Geräusche werden in der Regel in Mono aufgezeichnet und dann über das Mischpult nachträglich über den Panoramaregler akustisch in den Bildraum eingefügt. Der Tonmeister im Sound-Effects-Studio versucht außerdem, jedes Geräusch mit möglichst hohem Pegel aufzuzeichnen. Das gilt auch für Geräusche, die später im Film nur ganz zart zu hören sein sollen. Außerdem findet sich im Geräuscheffekte-Studio eine Unmenge von Gegenständen. Tabletts, Teller, leere Flaschen, Besteck, Becher, Korken, Kettchen, Kinderrasseln, Quietsche-Entchen, Türklinken, Schlösser, Ketten – ein wahrer akustischer Flohmarkt. Ganz wichtig für die Erzeugung von Geräuschen ist wie bei einem Musikinstrument der Resonanzboden. Dafür dient eine große Arbeitsplatte, auf der viele Geräusche hergestellt werden. Böden und mehrEin ganz wichtiger Aufgabenbereich der Geräuschemacher ist die Erzeugung von Schritten. Hierfür stehen in einem Sound-Effects Studio diverse Untergründe zur Verfügung um jederzeit Stein- Holz oder Kiesboden nachahmen zu können. Auch die Schuhe sind speziell präpariert, teilweise mit Metallplättchen versehen, teilweise mit Lassoband umwickelt, damit ein Geräuschemacher auch in Männerschuhen das Klacken hoher Absätze von Frauenschuhen imitieren kann. Um Wasser nachzuahmen benötigt man ein steinernes Waschbecken und einen Wasseranschluss im Studio. Porzellan- oder Edelstahlbecken erzeugen ein zu starkes Eigengeräusch, Stein hingegen hat fast keine Resonanz, übrig bleibt das reine, saubere Geräusch des Wasser, welches man dann je nach Bedarf, nach Gartenschlauch, Ruderbootplätschern oder auch schon mal Regen klingen lassen kann. Methoden zur Geräuscherzeugung
Jeder Geräuschemacher hat seine eigenen, streng geheim gehaltenen Methoden der Geräuscherzeugung. Auch auf die Gefahr hin, dass wir hier Betriebsgeheimnisse ausplaudern- hier ein paar mögliche Beispiele:
Wichtig ist vor allem die akustische Fantasie. Wer eine Ahnung davon hat, wie ein bestimmtes Geräusch klingen muss, kann es oft auf unterschiedlichste Weise erzeugen. Es gibt da diese Geschichte
vom Regisseur, der zur Vertonung einer Büroszene mühsam eine alte
mechanische Schreibmaschine ins Studio schleppte. Autor: Mathias Allary |
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