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Wenn der Filmton endlich gemischt ist, befindet er sich in der Regel auf
einem anderen Träger als der Film selbst. Etwa auf Perfoband, DAT-Band, MOD
etc. Um die Filmkopie mit Ton vorführen zu können, ist es also
erforderlich, den Ton in irgendeiner Form auf die Kopie aufzubringen.
Für die
Wiedergabe des Tons mit einem Projektor gibt es ganz unterschiedliche
Verfahren und Normen. Sie sind abhängig von dem Format und dem
grundsätzlichen physikalischen Aufzeichnungsverfahren: Entweder wird der Ton
als Lichtton (optical sound) mit auf den
Filmträger kopiert, oder aber ein dünnes Tonband (Magnetton) wird
auf den Rand der Kopie aufgeklebt und der Ton darauf aufgezeichnet
(Magnetrandspur/magnetic). Dieses Verfahren gibt es bei Super 8 mm und
16 mm.
Ganz gleich, welches Verfahren verwendet wird, der Ton auf einer Filmkopie
befindet sich nie an der gleichen Stelle, wo sich das dazugehörige Bild
befindet. Warum ist das so?
Nun, im Bildfenster wird der Filmstreifen sowohl bei der Aufnahme als auch
bei der Projektion nicht kontinuierlich (wie etwa ein Tonband)
transportiert, sondern ruckweise. Es wird jeweils ein neues Bild vor
das Bild bzw. Projektionsfenster gezogen, belichtet (projiziert) und dann das
nächste Bild vor das Bildfenster gezogen. Dies nennt man einen
intermetierenden Transport.
Am Magnettonkopf oder Lichttonlesekopf jedoch muss der Ton ganz
gleichmäßig vorbeigeführt werden. Es muss also der am Bildfenster noch
ruckelnde Transport in einen kontinuierlichen verwandelt werden. Hiefür ist
eine gewisse Zeit/Distanz erforderlich. Bei 35 mm etwa sind dies
genau 20 Filmbilder. Der Ton zu einem bestimmten Bild befindet sich
also 20 Felder davor (Bild-/Tonversatz).

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