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VU-Meter, bei dem ein Drehspulzeiger, angetrieben von einer Spannung,
einen Ausschlag auf einer Skala erzeugt. Anzutreffen bei Mehrspurgeräten,
Mischpulten und älteren Kassettengeräten.
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Im Laufe der Entwicklung unterschiedlichster Aufnahmegeräte für den Ton
wurde auch eine Vielzahl von Aussteuerungsmessern entwickelt, die im
wesentlichen alle die Aufgabe erfüllen, den Pegel des Eingangssignals
optimal an das Aufnahmemedium anzugleichen. Denn weder ein zu schwaches noch
ein zu starkes Signal ist für die Tonaufnahme erstrebenswert.
An dieser Stelle wollen wir Ihnen nicht die physikalischen Begründungen
erläutern, aber die Funktion der verschiedenen Anzeigen, damit Sie wissen,
welcher Pegel eingestellt werden sollte um optimale Aufnahmen zu erzielen.
Grundsätzlich hängt die Anzeigeart auch damit zusammen, ob Sie analog
oder digital aufnehmen. Während Sie bei der Aufnahme auf Magnetband
(analog: Schmalband, Multitrack, Kassettenrekorder) eine Skala vorfinden, die
über 0 dB hinausgeht, enden die Anzeigen digitaler Medien (DAT, ADAT,
DR 88, CD, Minidisc etc.) in der Regel bei 0 dB.
Der
Zeiger des VU-Meters sollte idealerweise möglichst hoch ausschlagen, aber
nicht über die 0 dB Marke hinausgehen. Während der Proben steuert der
Tonmeister den Pegel (mit einem Regler am Tonbandgerät oder Mischpult)
entsprechend aus, um möglichst viel Pegel aufzuzeichnen, ohne jedoch das
Band zu übersteuern. Der zumeist rot gekennzeichnete Bereich sollte Tabu
bleiben.
Achtung! Aufgrund der mechanischen Trägheit der Instrumente haben
sie einen Vorlauf, den so genannten Lead (s. Online-Seminar). Dieser
zeigt gewissermaßen mehr an, als eigentlich an Spannung anliegt und
kompensiert bei normalen, dynamischen Tonsignalen die Trägheit des
Instruments. Er führt aber, wenn man etwa einen starren Messton
(1kHz etc.) auspegelt, zu einer zu hohen Anzeige, also zu Fehlergebnissen.
Da
analoge Tonträger gewisse Toleranzen haben und auch leichte
Übersteuerung vertragen können, ist eine Aufnahme nicht unbedingt
unbrauchbar, falls der Zeiger doch in den roten Bereich hineingeraten ist.
Diesen oberen Spielraum nennen wir Headroom (Abb.: Orange). Die Skala
oberhalb der 0 dB geht daher in der Regel bis +3 oder +6 dB. Ab einem
bestimmten Punkt beginnt aber das analoge Material in einem Maße zu
verzerren, das Ihre Aufnahme unbrauchbar werden lässt. Daher bitte
möglichst unter der 0 dB Marke bleiben.
Neben den einfacher aufgebauten VU-Metern gibt es auch die aufwändigeren Spitzenspannungsanzeiger
(Modulometer). Diese sind ebenfalls Zeigerinstrumente, die aber ohne die
vorab erwähnten Trägheitsphänomene (und deren Kompensation) stets den
aktuellen Signalwert anzeigen.
Solche Instrumente finden etwa in der Nagra Verwendung. Sie geben stets
aktuelle und präzise Auskunft über die Sättigung bzw. Übersteuerung
des Bandmaterials.
Spitzenspannungsmesser gibt es natürlich auch als Balkenanzeige mit
LED oder Fluoreszenzelementen. Je mehr einzelne Elemente zur Anzeige zur
Verfügung stehen, desto genauer ist auch das Messergebnis ablesbar.
Professionelle
Peakmeter arbeiten mit ca. 200 Elementen für die Anzeige, erlauben es, die
Spitzenwerte für kurze Zeit zu speichern (Peak-Memory), damit man diese
besser ablesen kann.
Ganz gleich, welches Anzeigeinstrument Sie auf Ihrem Tongerät vorfinden.
Bei analoger Aufnahme (Magnetband) gilt grundsätzlich: Möglichst hoch
auspegeln, aber dennoch unter 0 dB bleiben.
Der Headroom oberhalb 0 dB sollte möglichst unberührt bleiben.
Ausnahmen stellen Aufnahmen dar, bei denen der Lautheitseindruck durch
gezieltes Verzerren unterstützt werden soll. |