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Der Wächter des GeldesDas Klischee trifft zu: Der Produzent denkt ständig an sein Budget.
Die Besetzung (Cast), ob an Originalmotiven (on location) oder im Studio gedreht wird, der Aufwand der Ausstattung etc. sind Faktoren, die der Produzent sehr genau im Auge behalten muss. Dass der Produzent nicht zwangsläufig wohlleibig, reich und
zigarrerauchend (wie in den jahrzehntealten Klischees „Marke Hollywood“
zelebriert) sein muss, erfährt man spätestens, wenn man in einer realen
Produktion steckt. Seine AufgabenDas genaue Augenmaß, zu erkennen, welche Forderungen (alle im Team fordern etwas, je kreativer, desto fordernder?!) dem Film, und welche dem Ego des Fordernden dienen (dicker Kran, doller Regisseur!), erlangt man vor allem durch Erfahrung. Überhaupt sind die Eigenheiten, Eitelkeiten, Charakterzüge aller Beteiligten, besonders häufig aber jene der Darsteller und der Regie, Faktoren, die der Produzent vermittelnd und vorsichtig steuernd berücksichtigen sollte. Versteckte Ängste und Unsicherheiten, unausgesprochene Animositäten. Der Produzent muss auf ständige Überraschungen, Veränderungen im Ablauf und zusätzliche Belastungen gefasst sein und bereit, diese auch zu lösen. In einem großen Team von 60 bis 100 Mitarbeitern sind automatisch auch 60 bis 100 Schicksale eingebunden. Menschen können erkranken, Angehörige sterben – alle Schicksalsschläge des Lebens können ein Team während der Dreharbeiten treffen. Übermüdete Teammitglieder verursachen mit großer Wahrscheinlichkeit Unfälle mit den Fahrzeugen, die sie steuern. Die Einhaltung der Arbeitszeiten gehört ebenfalls zu den Schwerpunkten, die im Auftrag der Produzenten durch den Produktionsleiter und den Set-Aufnahmeleiter durchgesetzt werden müssen. |
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