Den
Film nur nicht gleich vergessen...
Ihr Film ist in der Planung oder auch fertig und Sie beginnen, sich um die
Verwertung zu kümmern. Um das Interesse der Presse, der Verleiher,
Einkäufer etc. zu gewinnen, benötigt man aussagekräftige Materialien, die
man zuschicken, im Kino auslegen oder auch einfach jemand in die Hand
drücken kann.
Als Standard hat sich hier die in drei Teile gefaltete A4-Seite quer
etabliert, die leicht in einen Umschlag passt und zugleich auch gut zum
Aufklappen, Wenden und Lesen geeignet ist.
Flyer werden in die Hand genommen, daher bitte nicht mit Tintenstrahlern
ausdrucken. Laser oder noch besser: Offsetdruck oder Fotokopien sind wischfest.
Vergessen Sie nicht, auf Ihrem Ausdruck zwei winzige, kaum sichtbare
Falzmarkierungen einzufügen. Dazu einfach die Seitenbreite A4 Quer durch 3
teilen, und die Marken entsprechend setzen. Falls Sie die Seiten selbst
ausdrucken und falzen müssen, werden Sie dankbar sein für diese hilfreichen
Markierungen.
Rechts: Die 1.Seite des Flyers zu „Midsommar Stories“.
Unten: Vorder- und Rückseite des Flyers „Liebe, Leben, Tod“.
Was gehört alles hinein in Ihren Flyer?
- Auf die Oberseite sollte idealerweise so etwas wie ein Mini-Plakat
mit dem Titel des Films und der Nennung der wichtigsten Kreativen.
- Im Innenteil sollten Kurzinhalt und einige Standfotos zu
sehen sein. Unter die Standfotos schreiben Sie bitte die Namen der
abgebildeten Darsteller.
- Innen oder auf der Rückseite können technische Details wie
Länge, Farbe/SW, Format etc. stehen. Auch bereits erfolgreiche Festivalaufführungen
oder Preise könnten hier genannt werden.
Hat
Ihr Film bereits Pressekritiken bekommen, können diese in Kurzform
(vorausgesetzt, sie sind gut ausgefallen) im Innenbereich zitiert werden.
Dabei sollten zwar die Zeitung und der Kritiker, nicht aber das
Erscheinungsdatum genannt werden. Wer weiß, wie lange Sie den Flyer nutzen
möchten, so etwas wirkt schnell veraltet.
Auf die Rückseite kann man die Stabliste, evtl. Coproduzenten
und beteiligte Förderungen und die Anschrift der Produktion
setzen.
Beachten Sie bitte, dass viele Förderungen vertraglich die genaue Form
und Position von Nennungen vorschreiben. Die meisten Vorschriften dieser Art
gehen von einer Nennung überall da aus, wo auch die Produktionsfirma genannt
ist. Dies gilt übrigens auch für die Filmtitel.
Aufwand
Treiben
Sie für die Flyer nur begrenzten Aufwand. Die gängigen Grafikprogramme
erleichtern Ihnen den Job mit Sicherheit. Falls der Film einen Verleih
findet, wird dieser ohnehin einen eigenen Flyer entwerfen und drucken lassen.
Denken Sie auch daran, evtl. auch eine englische Fassung zu erstellen.
Besonders bei Festivalanmeldungen ist dies sehr nützlich.
Für das Layout muss man ein wenig um die Ecke denken, da durch das Falzen
ja ganz andere Vorder- und Rückseiten entstehen. Vergessen Sie nicht,
zwischen den einzelnen Seitenteilen genügend freie Fläche zu lassen, damit
Ihre Einzelseiten auch einen Rand zu allen Seiten haben. Diese Einstellungen
sind: 3 Spalten á 86,75 mm. Abstand zwischen den Spalten:
12,29 mm.
Der abgebildete Flyer würde folgendermaßen gefalzt: 1. Linke Seite
nach hinten falzen. 2. Rechte Seite ebenfalls nach hinten über die
bereits gefalzte linke Seite.
Vorlage
Übrigens können Sie sich das Muster als Datei im Corel-Draw Format
(Version 7 und höher) downloaden und Ihre eigenen Bilder und Texte einbauen.
Das spart eine Menge Arbeit und gibt Ihrem Flyer professionelles Aussehen.
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Muster-Flyer
für Corel 7 oder höher
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