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FinalCut Pro HD

High Definition und 16:9 werden langsam auch für Semi-Profis erreichbar   

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Postproduktion

Final Cut pro HD

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Postproduktion

Die Geräte-Branche spürt Rückenwind nicht nur wegen der für High-Definition Fernsehen erforderlichen Kameras, sondern auch wegen der notwendigen Schnittgeräte. 

Auch hier bietet HDV preisgünstige Alternativen zu den noch sehr teuren professionellen High-Definition Formaten. Gleich vorab- der Speicherbedarf steigt enorm, es macht also durchaus Sinn, HD erstmal im Offline-Modus zu bearbeiten und erst später die verwendeten Takes in voller Qualität ein zu digitalisieren. Hier zeigen sich manche Schnittsysteme aber noch inkompatibel mit dem Timecode von HDV.

Insbesondere für die Postproduktion ist es auch wichtig zu wissen, dass unter MPEG nicht alle Bilder komplett aufgezeichnet werden, also I-Frames sind. Will man an einem Bild schneiden, welches kein I-Frame ist, muss der Computer erst aus diesem eines berechnen. Das kostet Rechenleistung und Zeit. Speziell wenn man verschiedene Varianten ausprobieren oder Schnittpunkte trimmen will, spürt man das.

Die Leistung der Computer auf denen HDV bearbeitet wird, kann gar nicht hoch genug sein, Dual-Prozessoren und Raid-Festplattensysteme sind durchaus sinnvoll.

Wettbewerber unter sich

Final Cut Pro HD

Das populärste Schnittprogramm auf dem Apple/Mac, Final Cut ist inzwischen in einer HD- Version auf dem Markt und benötigt, ähnlich wie die bisherige Standard-Version Final Cut 4, einen schnellen Rechner um mit der Datenmenge zurecht zu kommen. Ein Dual-Prozessor G5 sollte es schon sein und dann ist Echtzeitbetrieb weitgehend möglich, nur bei Effekten zeigt das System Grenzen.

HD Panasonic

Profi-Variante: Panasonic- High-Definition Schnittrekorder AJ HD 1700  

Standardmäßig beherrscht das Programm allerdings nur das DVCPRO HD Format, kann also von einer  Panasonic Kamera über die FireWire ohne Zusatzhardware digitalisiert werden. Will man etwa HDV von Sony einlesen, bietet das Menü standardmäßig keine Möglichkeit. Hier wird Zusatzsoftware benötigt.

Beim Einspielen in das System wird das HDV-Format in den Quicktime "Apple Intermediate Codec" umgewandelt, welcher im Gegensatz zum MPEG Format ausschließlich volle I-Frames verwendet. Das ist wichtig um jedes Bild schneiden zu können. Später, wenn man den fertigen Film wieder auf den Rekorder ausspielen will, muss dann aus dem "Apple Intermediate Codec" wieder in MPEG  encodiert werden, das benötigt dann wieder einige Rechenzeit.

Zusammen mit den der Software beiliegenden Zusatzprogrammen etwa Soundtrack (Musik zum Film, auf einfache Weise mit hochwertigen Samples selbst  zusammenstellen) oder LiveType (Schriftanimation für Titel aller Art) verfügt man so über ein vollwertiges preisgünstiges Produktionssystem, welches vor den Mitanbietern was HDV angeht, einen deutlichen zeitlichen Vorsprung hat.

Final Cut Pro 5

FinalCutPro5

Geballtes Paket mit HD-Postproduktions- Programmen  

HD war das Thema auf der NAB 2005 und auch Apple, einer der Vorreiter im HD Editing überrascht mit einem neuen Final-Cut Studio Paket.

Das Paket beinhaltet die neue Final Cut Pro 5 Version, die im Gegensatz zu Final Cut4 HD nun auch tatsächlich in der Lage ist, HDV Signale einzulesen und zu bearbeiten. Es kann HD auch unkomprimiert bearbeiten, eine entsprechende Rechenleistung des Computers (G5 Dual-Prozessor) vorausgesetzt.

Dazu erhält der Kunde zusätzlich Soundtrack Pro, ein Programm für die Tonbearbeitung und Musikproduktion mit Hilfe der überaus praktischen Apple-Loops, einer Sammlung von Samples die sich kinderleicht zu Musiktiteln kombinieren lassen.

Mit im Paket findet sich Motion 2, ein professionelles Animationsprogramm, sowie DVD Studio Pro 4, ein amtliches Authoring Programm, welches in Verbindung mit dem neuen Betriebssystem Mac OS X v10.4 "Tiger" und dem Mediaplayer QuickTime 7 mit H.264-Unterstützung auch DVDs in High Definition ermöglicht.

Final Cut Express HD

Für Sparsame ist auch eine preiswerte Version auf dem Markt, Final Cut Express HD, sie verzichtet auch einige Features der Pro Version, wie die 3 Layer Farbkorrektur oder das Vectorskop, ist aber im Gegensatz zu FC Pro4 HD bereits absolut HD-tauglich auch für HDV ohne zusätzliche Software.

Adobe Premiere Pro

Premiere

Premiere  

Auch das inzwischen erwachsen gewordene Premiere kann man, in der Version 1.5 bereits für HDV nutzen, allerdings nicht direkt, sondern über den Umweg eines Hilfsprogramms wie jenes von Main-Concept, welches den Import des Materials per Plug-in ermöglicht. 

Das Plug-in erlaubt die Bearbeitung von HDV-Material, und erlaubt auch die Steuerung der  HDV-Kameras wie die HDR-Z1 und die HDR-FX1.

Ähnlich wie andere hochwertige, professionelle Schnittprogramme, ist auch dieses recht anspruchsvoll, ja sogar etwas anspruchsvoller, was Prozessorleistung und Arbeitsspeicher angeht. Auch was das Betriebssystem angeht, erfordert das Programm Windows XP, frühere wie 2000 oder NT werden nicht unterstützt. 

Ein 3 GHz Rechner ist also mehr als sinnvoll und natürlich Festplattenspeicher satt. Die Echtzeitleistungen können auch nur auf üppig ausgestatteten Rechnern erreicht werden, ist der Prozessor zu schwach, sind ruckelnde Bilder die Folge. Stimmen die Hardwareanforderungen, erlaubt das Programm komfortables HD-Editing.

Avid Xpress DV

Leider bietet erst die teurere Version XPress Pro 5 die Möglichkeit, HDV- Aufnahmen zu bearbeiten, hier ist im Vergleich zu den Mitanbietern eine gewisse Toleranz gegenüber nicht absolut neuester Hardware vorhanden. Das Programm läuft interessanterweise entweder unter MAC OS X oder Windows XP.

EDIUS Pro 3

Das Schnittprogramm von Canopus ist ebenfalls HD-Fähig und kann HD und SD (Standard Definition, also normales 4:3 Video) problemlos auf der Timeline miteinander mischen. Es kann HDV capturen, benötigt dafür aber einen OHCI FireWire Controller bzw. eine EDIUS NX Steckkarte und das Hilfsprogramm MPEG-Capture.

Probleme macht derzeit auch noch die Übernahme der Timecode-Information beim Batch-Capturen. Die funktioniert nur fehlerhaft. Man kann das Material nur frei einspielen, damit entfällt die Möglichkeit, nachträglich Material nochmals etwa mit längerem Vor- oder Nachlauf einzuspielen. Man muss in einem solchen Fall den betreffenden Take komplett neu benennen und als neues File in den bestehenden Schnitt einfügen.

Um die Rechenzeiten durch das nachberechnen von I-Frames zu vermeiden, kann man das Material auch statt im HDV in einem eigenen EDIUS-Format einspielen, bei dem alle Bilder I-Frames sind. Damit wird der Schnitt komfortabler, allerdings erhöht sich auch die Datenmenge auf der Festplatte um den Faktor 3.

 
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