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Energie für den Dreh

Die Zeiten, in denen Kameras von Hand gekurbelt oder per Federwerk-Aufzug angetrieben wurden und das Sonnenlicht ausschließliche Lichtquelle am Set war, sind lange vorbei.

An einem modernen Spielfilm-Set geht nichts ohne Strom. Vom Akku bis zum kleinen mobilen Kraftwerk reicht die Bandbreite und man sollte die wichtigsten Geräte und Erfordernisse kennen, bevor ein Dreh geplant wird. Reicht das vorhandene Stromnetz, muss man einen Starkstrom-Anschluss für den Dreh legen lassen oder lohnt sich ein fahrbares Stromaggregat?

Um herauszufinden, wie viel Strom denn nun am Drehort durch Ihre Leitungen geliefert werden muss, gibt es Tabellen, denen man die Leistung unterschiedlicher Scheinwerfer entnehmen kann.

Eine normale Sicherung in einer Wohnung ist meist bis 16 Ampere abgesichert, in manchen Altbauten kann die Grenze aber auch schon bei 10 Ampere erreicht sein. Natürlich haben Wohnungen meist mehrere getrennte Stromkreise, man kann also, wenn man den Strom aus verschiedenen Räumen holt, die eine oder andere Filmleuchte einschalten. Wenn Sie kein Budget haben, sollte Ihre Lichtauswahl die Möglichkeiten des vorhandenen Stromnetzes berücksichtigen.

Lampensicherung

Lampe Sicherung
Leistung
(Watt)
Spannung
(Volt)
Strom
(Ampere)
200 200-250 1,0
300 200-250 1,5
500 200-250 2,5
600 200-250 3,0
650 200-250 4,0
800 200-250 6,0
1000 200-250 6,0
1250 200-250 10,0
2000 220-250 10,0
5000 220-250 25,0
10000 220-250 50,0

Starkstrom...

Wie Sie sehen, sind die Grenzen dennoch recht bald erreicht. Abhilfe schafft der Drehstrom- (oder auch Starkstrom genannt) Anschluss, bei dem deutlich mehr Leistung möglich ist.

Falls ein solcher Anschluss am Motiv vorhanden ist (z. B. Industriegebäude etc.), wunderbar. Falls nicht, können Sie einen Anschluss für den Dreh legen lassen.

Man beantragt diesen bei den Stadtwerken und beauftragt einen Elektriker, einen entsprechenden Schaltkasten anzuschließen. Die Kosten hierfür sind nicht unerheblich, da können leicht 400,- bis 500,- Euro anfallen. Das macht eigentlich nur Sinn, wenn man mehrere Drehtage am selben Motiv hat.

... oder Aggregat

Alternativ kann auch ein Selbstfahrer-Stromaggregat gemietet werden. Alle großen Filmgeräte-Verleiher haben diverse schallgedämpfte LKW- Aggregate im Programm.

Solche Fahrzeuge sind in der Miete recht teuer, erzeugen Abgase und verbrauchen zudem Diesel-Kraftstoff. Andererseits bieten Sie die größtmögliche Unabhängigkeit von den an den Motiven vorgefundenen Stromverhältnissen. Vor allem bei Drehs in der Natur, in Parks oder im Wald gibt es keine Alternative zum Strom-Aggregat.
Liste zum Stromverbrauch der Lampen

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In jedem Fall sollte der Aufnahme- oder Produktionsleiter bei den ausgewählten Motiven vorab auch die Informationen über vorhandene Stromanschlüsse einholen.

Kabeltrommel

Beliebte Möglichkeit, einen Dreh vorzeitig in s Wasser fallen zu lassen, sind die unverzichtbaren Kabeltrommeln. Durch die hohen Ströme, die durch das Kabel fließen, können diese, wenn das Kabel in der Trommel aufgewickelt bleibt, im Betrieb enorme Hitze erzeugen und das Kabel zum Schmelzen bringen. Deshalb nicht vergessen:

Kabeltrommeln vor dem Benutzen am Set stets ganz abrollen, auch wenn Sie nur wenige Meter Entfernung überbrücken müssen, die ganzen 5, 10 oder 50 Meter Kabel ausrollen, damit es keinen Kurzschluss gibt!

 

 
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