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Optische WeichmacherSie sind ein heikles Kapitel, arbeiten Filmkameraleute doch eher selten damit. Schließlich setzt man im Allgemeinen alles daran, möglichst scharfe und kontrastreiche Aufnahmen zu erzielen. Doch nicht nur alternde Filmschauspieler fordern gerne mal bestimmte Effektlinsen als optische „Verjüngungskur“ ein; Weichzeichner können noch ganz andere Aufgaben erfüllen. Verwendungszweck
Da man auf künstliche Weise die Schärfe, Fehlerkorrektur und Güte der Optik verschlechtert, wollen Weichzeichner-Effekte wohl dosiert sein. Sonst stellt sich schnell der Eindruck einer Aufnahme im Dampfbad ein. Die MethodenWelche Mittel gibt es, um Film- und Videoaufnahmen weich zu zeichnen?
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Idil Üner in „Liebe, Leben, Tod“ |
Center Spots, Sand Spots bzw. Ringfilter: Diese Filter haben in der Mitte eine unbeschichtete Fläche, wodurch die Bildmitte scharf und kontrastreich abgebildet wird. Der Rand aber zeigt einen Weichzeichnungseffekt.
Eine Besonderheit sind in diesem Bereich die Zeiss Softare. Dies sind spezielle Kunststoffscheiben mit winzigen, eingearbeiteten Mini-Streulinsen. Im Gegensatz zu anderen Weichzeichner-Filtern haben diese den Vorteil, dass eine gewisse Grundschärfe erhalten bleibt. Zudem erzielen diese auch bei kleiner Blende noch Weichzeichnung, ohne die Tiefenschärfe zu reduzieren.
Bevor es die fertigen Glasfilter im Zubehörhandel gab, waren Damenstrümpfe der Geheimtipp. Man kann sie über die Frontlinse spannen, um das Bild weicher zu zeichnen. Der Effekt bei den Nylons hängt von der Dichte der Maschen im Gewebe ab. Jahrelang galten Seidenstrümpfe DIOR 10 als das Nonplusultra. Als das Modell eingestellt wurde, kaufte ein englischer Filterhersteller die Restbestände auf und verkaufte diese – auf Filterrahmen gespannt – mit hohen Gewinnmargen weiter. Inzwischen gibt es aber so vielfältige Glasfilter zum Weichzeichnen, dass man nicht mehr zwingend Strümpfe zerschneiden muss.
Welche Faktoren haben sonst noch Einfluss auf die Wirkung?
Der Sonnenstand oder die Lichtrichtung der Scheinwerfer. Wenn die Lichtlogik innerhalb des Motivs und die Kontinuität in Hinblick auf die anderen Einstellungen der Szene es erlauben, ist leichtes, gestreutes Gegenlicht optimal. Ein geringer Helligkeitsunterschied innerhalb des Motivs (Ausstattung, Kostüm, Kontrastumfang) kann den Effekt verstärken.
Die Brennweite des Objektivs. Wie wir wissen, wirken Nahaufnahmen mit längerer Brennweite einfach weicher. Je länger die Brennweite, desto größer ist auch in Kombination mit den oberen Hilfsmitteln der Effekt. Auch hier ist natürlich die Bildlogik und die Kontinuität innerhalb der Szene zu beachten.
Die Eingestelle Blende (je kleiner die Blendenöffnung, desto schwächer die Wirkung). Die Belichtung selbst sollte leicht in Richtung Überbelichtung gehen. Die Belichtungsmessung sollte man ohne Filter vornehmen und dann die erhaltene Blende um mindestens einen Wert oder falls angegeben, um den Filterfaktor weiter öffnen.
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