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SchwenkköpfeMan kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie die ersten Kamerabewegungen im Film gemacht wurden. Natürlich hatte man schon relativ früh Holzstative und primitive Schwenkköpfe, aber die technischen Möglichkeiten, einen ruhigen, sauberen Schwenk herzustellen, waren denkbar ungünstig. Um so erstaunlicher die damaligen Ergebnisse. Dabei hat ein Schwenkkopf bedeutende Aufgaben zu meistern. Er muss die bewegte Bildgestaltung, insbesondere das Schwenken mit unterschiedlichsten Geschwindigkeiten und Schwenkebenen ermöglichen. FriktionsköpfeNoch bis in die Siebziger Jahre (des vergangenen Jahrhunderts) hinein wurde vereinzelt mit so genannten Friktionsköpfen geschwenkt, bei denen durch bloße mechanische Reibung von Metall auf Metall und mechanische Bremsung die Hauptverantwortung für ruhige Bewegungsabläufe im wahrsten Sinne des Wortes allein in der Hand des Kameramannes (Schwenkers) lag. KreiselköpfeDiese sorgten mit Hilfe der Fliehkraft für eine gleichmäßige Schwenkbewegung. Problematisch war aber jeweils abruptes Abbremsen, denn die Fliehkraft arbeitete weiter in die eingeschlagene Schwenkrichtung. HydroköpfeDie ersten Hydroköpfe (1967) kamen noch mit nur einer festen Dämpfung daher und nicht selten konnte es vorkommen, dass die aus der Hydraulik entliehene innere Fettdämpfung undicht wurde und der Schwenkkopf leckte. Außerdem waren die ersten Hydroköpfe sehr temperaturempfindlich. Hitze oder Kälte veränderten die Dämpfung spürbar. Diese Zeiten sind schon lange Geschichte. Heutige Hydroköpfe sind permanent dicht und vom Gewicht her deutlich leichter als ihre Vorgänger. Mittels einer metallenen Bodenplatte (Keilplatte), die man unter die Kamera schraubt, und einer Schnellverriegelung am Schwenkkopf, in die diese Platte genau hineinpasst, lässt sich die Kamera ganz schnell an- und abbauen. Sie erlauben bis zu 9 konstante, unterschiedliche Dämpfungsstufen in horizontaler und vertikaler Richtung, die sich aber auch abschalten lassen, falls einmal ein extrem schneller Schwenk (Reißschwenk) erforderlich wird. Da Kameras von Ihrer Gewichtsverteilung selten ausgewogen sind, bieten die modernen Köpfe zudem durch verschiebbare Bodenplatte und verstellbare Federn im Schwenkkopf die Möglichkeit einer optimalen Balance.
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