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HDR-FX1

Erste 3-Chip HDV Consumer-Kamera: Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4X4

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Keine wirklich neue Idee

HDV-kompaktes Wunderkind

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Technik Info:  2K / 4K
Die Industrie wirft gerne mit technischen Werten um sich, die vor allem der Produktabgrenzung dienen. Mit 2 K etwa meint man eine horizontale Auflösung (Breite des Bildes) in Linien bzw. Pixeln. HDTV-Kameras mit 1920 Pixeln haben in 1000er Schritten aufgerundet 2K.

  

Auf den Fachmessen der Welt gehören sie zu den Highlights, die aktuellen High-Definition Kameras und Rekorder, stellen sie doch, was Video bzw. Fernsehen angeht, Spitzenleistungen dar. Sie bieten nicht nur das breitere Bild (16:9) sondern auch deutlich mehr Zeilen (720 oder 1080).

Formate wie HDCAM (Sony auf Basis von Digi-Beta Bändern) D9-HD (JVC), Panasonic mit HD-D5 und DVCPRO HD arbeiten mit niedriger Datenkompression. Sie glänzen mit 4:2:2 als Standard oder 4:4:4 und bis zu 12 digitalen Audiokanälen für High-End Produktionen. Bis auf HD-D5 (10 Bit) haben die vorgenannten Profiformate bisher alle 8-Bit Wortbreite.

Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass etwa das HD Format D6 als einziges Bandgestütztes HD-Format von Thomson sogar unkomprimiert arbeitet. Das können sonst nur HD-Kameras die auf Festplattenspeicher aufzeichnen.

Keine wirklich neue Idee 

HD ist gar nicht so neu, wie die Meisten glauben. Bereits Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger Jahre gab es HD- Systeme etwa von Sony oder auch von BTS in Darmstadt. Es waren analoge HDTV-Systeme, Kameras, Bildmischer und Rekorder, die sich aber, weil der Versuch analoges Fernsehen bei uns einzuführen (HD MAC), nicht verkauften. 

1989 etwa kooperierte Wim Wenders bereits mit Sony und drehte Passagen seines Films "Bis zum Ende der Welt" (1991) mit HDTV-Kameras und 1920 x 1080 Pixeln.

Seitdem ist viel Zeit ins Land gegangen, hat die Digitalisierung die Signalverarbeitung verändert.

HDV- kompaktes Wunderkind

Seit einiger Zeit aber ist das scheinbar Unwahrscheinliche, dass man noch mehr Bildinformationen auf die ohnehin schon grenzwertigen DV bzw. Mini-DV Kassetten aufzeichnen kann, real geworden. 

Was bisher den teuren Profigeräten vorbehalten blieb, drängt nun mit Macht auf den Markt der anspruchsvollen Consumer und Low-Budget Professionals. Die Unterschiede sind allerdings riesig und nicht alles, was sich HD nennt, verdient diese Bezeichnung wirklich. Grund genug, einmal etwas genauer hinzuschauen.

Auf der Basis des bewährten DV-Videosystems wurde der neue Standard HDV von mehreren japanischen Kameraherstellern 2003 verabschiedet und 2004 auch in Form erster Geräte umgesetzt. Dabei bleiben Spieldauer der Kassetten und auch die Übertragungsgeschwindigkeit der Daten (Firewire) weitgehend unverändert.

Sony 1-Chip

Sonys HDR-HC1E - Ein-Chip Kamera  

Während der erste, nur in den USA angebotene Camcorder, der hoch auflösend auf DV aufzeichnet, der GR HD1 von JVC als 1-Chip Gerät wegen technischer Schwächen noch nicht überzeugte, scheint Sony mit der 3-Chip Kamera HDR-FX1 High-Definition in 1080i endlich bezahlbar zu machen.

Im Juli 2005 hat Sony auch eine 1-Chip HDV Kamera auf den Markt gebracht, die HDR-HC1E. Aufgenommen werden kann entweder mit 1440 x 1080 Pixeln (HDV) oder 720 x 576 Pixeln (PAL). Die Kamera besitzt einen 14 bit HD DXP Analog/Digital-Wandler, aufgezeichnet wird allerdings nur in 8 Bit.

Doch auch die Verfolger stehen schon in den Startlöchern, JVC hat auf der NAB-Messe in Las Vegas ein vergleichbares Gerät vorgestellt, welches mehr und variablere Formate ausgeben kann. 

Während die Sony HD nur interlaced also in Halbbildern aufzeichnen kann, arbeitet die JVC GY-HD 100 grundsätzlich mit 720p/25 oder /30 und erlaubt mittels des eingebauten Konverters, daraus in Echtzeit die HD Formate 1080i/50 bzw. /60 zu generieren. Zudem erlaubt die JVC es, die digitalen Daten statt auf Band auch auf externe Festplatten aufzuzeichnen. Ein Wechselbajonett und Timecode ergänzen den professionellen Anspruch.

DVCPro HD

Eigentlich ein Husarenstück, was Panasonic da hingelegt hat,- die zunächst reine Public-Relation Nummer um Konkurrent Sony nicht gänzlich das Feld zu überlassen: Eine Präsentation auf der NAB 2005 sorgte dafür, dass Informationen über eine Kamera, die es noch gar nicht gab, ein Jahr lang durch die Foren geisterte (siehe externe Links im blauen Kasten), doch real verfügbar war die Kamera in NTSC erst Ende 2005 und die PAL Version wurde ab April 2006 also ein Jahr nach der Ankündigung ausgeliefert.

Panasonic

AG-HVX200  Foto: Panasonic  

Die AG-HVX200 Kamera wartet mit Features auf, die bisher nur den Schwergewichten der HD-Szene, der Varicam, der Viper und der Cine Alta, alles Kameras zu Preisen zwischen 65- und 95.000 Euro vorbehalten waren. Die Kamera soll unter 6000 Euro kosten und erfüllt viel von dem, was wir an den Konkurrenzgeräten so schmerzlich vermissen:

Die Kamera ermöglicht in High Definition variable Bildfrequenzen zwischen 4 und 60 Bildern in der Sekunde ermöglichen (das bedeutet echte Zeitlupe!) bei 720p. Die normalen Bildfrequenzen von 24, 25 oder 30 Bildern ermöglicht die Kamera in 720p Vollbildauflösung.

Die Optik kommt von Leica ein DICOMAR und ist damit ein Garant für hohe Qualität. Es hat einen Brennweitenbereich von 4.2mm bis 55mm, also 13 fach Zoom und eine Lichtstärke von 1:1,6. Das Tonsystem ist hervorragend, XLR Buchsen und Phantomspeisung sind Standard.

Da 1080p mit 100 Mbps, das ist eine viermal höhere Datenrate als bei HDV, nicht auf die Mini DV Kassette passt, kann man auf das eingebaute Laufwerk nur in Standard Definition sowie in DVCPro 50  aufzeichnen. Die DVCPro 50 Option erlaubt eine deutlich bessere Farbaufzeichnung für Standard-Definition, nämlich 4:2:2, ein großer Vorzug. 

Für die hohe Vollbildauflösung wird entweder auf P2 Memory-Cards (die mit ca. 600 Euro für 8 GB und 900 für 16 GB allerdings sündhaft teuer sind) aufgezeichnet oder über eine 1394 Schnittstelle, die auch Streaming Firewire erlaubt, auf externe Festplatte. Empfohlen werden FireStore Platten, allerdings soll es genauso gut möglich sein auf geeignete (Notebook-Platten) aufzuzeichnen, vorausgesetzt man regelt das Problem der Stromversorgung für die Platte durch einen separaten Akku.

Die Kamera wirkt wie eine etwas größere Variante der erfolgreichen DVX100 und bietet jede Menge Profi-Features. Man kann auf Festplatte gleichzeitig sogar vier Audiospuren mit aufzeichnen, hat eine direktere Schärfering und Zoomring-Übertragung. Das Klapp-Display überrascht beim ersten Anblick durch ein 4:3 Format. Wenn man dann aber das 16:9 Bild darauf sieht und in dem schwarzen Bereich darüber und darunter alle technischen Informationen eingeblendet, begreift man den tieferen Sinn.

Zaubertrick Kompression

Sony

Sonys HVR-FX1, hier im Bild mit mit Chrosziel Mattebox 4X4  

Der Trick, durch den so viel mehr Bildinformation als 4:3 Video auf die kleinen Kassetten passt, ist wie so oft in der digitalen Welt Datenkompression. Man arbeitet mit MPEG 2 Codec und der schon von Mini DV bekannten reduzierten Farbauflösung von 4:2:0. 

Der Traum von einer weltweit endlich einheitlichen Norm, was die Bildfrequenz angeht, ist wieder einmal vergebens, zwar kann man die Kameras für PAL und NTSC gleichzeitig verwenden, indem man umschaltet, aber es bleiben 30 bzw. 25 Bilder als Unterschied.

Die Wortbreite (Quantisierung) liegt bei 8 Bit (Luminanz und Chrominanz) und liegt damit in der Größenordnung von hochwertigen professionellen Kameras. Dennoch ist die Farbinformation gegenüber den Profi HD Formaten deutlich reduziert, das spürt man vor allem bei Farbkorrektur und Differenzierung der Helligkeitswerte. Da bietet HDV obwohl es ja ein höherwertiges Format zu sein scheint, nicht mehr als Standard DV (Ausnahme: DVCPro 50). 

Und eines sollte uns stets bewusst sein, Datenkompression a la MPEG 2 ist verlustbehaftet, die verlorenen Bildinformationen werden aber sehr geschickt verborgen, sodass wir sie nicht so sehr vermissen. Wer hier höhere Qualität sucht, dem ist DVCPRO HD empfohlen, wie es von Panasonic angeboten wird.

HD-Editing

Mehr Informationen zu High-Definition Schnitt finden Sie hier

 
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