Obwohl Objektive eine gewisse Ähnlichkeit mit dem menschlichen Auge
aufweisen, so ist doch das Auge, was die Anpassung an unterschiedliche
Helligkeit angeht, allen Filmmaterialien oder Videosystemen weit überlegen.
Es ist von großer Bedeutung, sehr präzise Licht zu messen und
entsprechend am Objektiv die Blende einzustellen, damit das Ergebnis
einwandfrei wird.
Irisblende
Genau zwischen den sammelnden und den zerstreuenden
Linsen eines Objektives ist die Blende angebracht (Aperturblende
genannt). Bei hochwertigen Objektiven ist dies in der Regel eine Irisblende.
Diese besteht aus 5-6 hauchdünnen Metallplättchen, die an ihren
Befestigungspunkten gedreht den Strahlengang enger oder weiter öffnen. Die
Stufen, in denen man die einzelnen Blendenschritte einstellen kann, sind so
festgelegt, dass sich die Lichtmenge von Blendenwert zu Blendenwert jeweils
verdoppelt bzw. halbiert. Die Blendenzahlen sind wie folgt festgelegt:
0,7
1
1,4
2
2,8
4
5,6
8
11
16
22
32
45
Der “krumme“ Faktor von 1,4 erklärt sich geometrisch daraus, dass
eine Fläche mit 1,4facher Kantenlänge (bzw. Radius)
(1,4 ist ca. Wurzel 2) den doppelte Flächeninhalt hat.
Wird die Kantenlänge (bzw. Radius der Blende) entsprechend um den Faktor 1,4
verkleinert halbiert sich der Flächeninhalt und es tritt halb so viel Licht
durch die Blende.
Das Bild zeigt 6 verschiedene Blendenstufen:
2 Unterbelichtungen,
1 richtige Blende und
3 Überbelichtungsstufen.
Katzenaugenblende
Katzenaugenblende
In einfacheren Kameras, so etwa früher in den meisten Super8-Kameras kam
eine einfacher zu steuernde Blendenart zum Einsatz, die Katzenaugenblende.
Da die meisten Super8-Kameras eine
Belichtungsautomatik hatten, ließ sich mit der Katzenaugenblende ohne
großen Aufwand ein Steuermechanismus herstellen.
Ihre Form ist jedoch nicht ideal und beeinflusst dadurch die
Abbildungsqualität, Profigeräte verwenden daher stets Irisblenden.