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Raumtiefe
Beziehung zum Raum
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Idil Üner als „Leyla“ in „Liebe, Leben, Tod“

Die Komposition des Bildes

Ganz gleich, was auch immer das Motiv ist. Sobald es durch den Ausschnitt der Kamera begrenzt, besser gerahmt (Frame) wird, geschieht eine entscheidende Gestaltung.

Versuchen Sie einmal, ein detailreiches großes 

Foto für einen deutlich kleineren Bilderrahmen zuzuschneiden. Sie werden verschiedene Varianten probieren, den Rahmen auf dem Bild hin- und herschieben und dann einen Ausschnitt finden, der dem Gefühl nach am geeignetsten scheint.

Susanne Bentzien und Jacques Breuer
in „Liebe, Leben, Tod“

Raumtiefe

Über diese abgebildete Ebene (Bildausschnitt) hinaus bestimmen auch die Tiefe des aufgenommenen Raumes (Architektur des Drehortes) und auch die Abbildung der Tiefe (s. Optiken und Schärfentiefe) im Bildausschnitt die Komposition.

Durch Aufbau von Vorder-, Mittel- und Hintergrund, durch Verteilung von Helligkeit/Dunkelheit und oder Farbkontraste und durch diagonale Linien, die in die Tiefe führen, kann die Raumtiefe gestaltet werden. Objekte im Vordergrund (so sie scharf und erkennbar abgebildet sind) bekommen besondere Bedeutung.

Die Wahl des richtigen Bildhintergrundes entscheidet über Aussage und Wahrnehmung der Filmfiguren mit.

Beziehung zum Raum

Ein weiteres, wichtiges Element ist die Beziehung, in welche der Ausschnitt die Darsteller zum Raum stellt.

Er kann in Verbindung mit der Komposition den Raum in der Einstellung geschlossen oder offen halten.

Bei der offenen Weise bleibt für den Zuschauer die nicht im Bild sichtbare Umgebung stets spürbar. Der oder die Darsteller betreten den Bildausschnitt von außerhalb oder verlassen ihn in den nicht sichtbaren Teil des Raumes (Auftritt/Abgang).

Dorothea Fuchs in „Liebe, Leben, Tod“

Geschlossene Form

Die geschlossene Form dagegen lässt dies nicht zu, sie bleibt bei allen Bewegungen der Darsteller auf ihnen haften, folgt ihnen getreulich. Innerhalb der Bildkomposition wird der Darsteller meist in der Bildmitte gehalten.

Der Zusammenhang zwischen Raum und Filmfigur wird weniger wichtig. Wenn die Kamera ohne Änderung der Einstellungsgröße und ohne diese einen Moment zu verlieren, der Filmfigur in einer Nahaufnahme oder Halbnahen durch die verschiedensten Räume folgt, bleibt die Konzentration ausschließlich auf den/die Darsteller(in) konzentriert.

 
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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