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Lichtreflektion im Auge
Wie entsteht der Reflex im Auge?
Richtige Dosierung

Lichtverhältnisse

Lichtreflextion im Auge

Für Maler und Graphiker war und ist es eine Selbstverständlichkeit, einem Portrait mit einem kleinen Tupfer Weiß in der Pupille Nähe, Lebendigkeit und Brillanz zu verleihen.

Nehmen Sie sich die Zeit und gehen Sie ins Museum. Die Gesichter auf vielen Gemälden scheinen zu leben, und wenn Sie näher heran treten, so sehen Sie ihn, den hellen Farb- oder auch Lichtpunkt auf der Leinwand.

Auch beim Film, diesem nahen Verwandten der Malerei, sind es diese winzigen leuchtenden Punkte im Auge, die einer Filmfigur helfen, näher, ja sogar schöner auf der Leinwand oder dem Bildschirm zu erscheinen.

Wie entsteht der Reflex im Auge?

Nun, wie das Wort schon selbst enthüllt, handelt es sich um Reflextion. Die Spiegelung einer Lichtquelle auf der Pupille des Auges.

Das selbe Gesicht, doch irgend etwas in den Augen fehlt: Die Lichtreflexe.

Fahren Sie doch mit der Maus mal über das Gesicht, um das Licht einzuschalten!

Sie können es selbst beobachten, im Auge spiegelt sich so einiges, das Sonnenlicht, ein Fenster, eine Lampe, je nachdem. Doch da diese Lichtquellen meist etwas weiter vom Auge entfernt sind, hinterlassen sie höchstens einen winzigen Reflexpunkt. Der erzeugt nicht den gewünschten Effekt.

Die Lösung ist ein zusätzlicher, kleiner Scheinwerfer, häufig an der Kamera montiert, dessen Hauptaufgabe es ist, jene Lichtpunkte groß und hell zu erzeugen. Das so genannte Augenlicht.

Fehlt in einer Nahaufnahme das Augenlicht (Abb.), so wirken die Augen matt, stumpf und irgendwie distanziert. Die Schauspielerin oder der Schauspieler haben weniger Präsenz. Natürlich wäre es unsinnig, für eine Halbtotale ein Augenlicht einzusetzen.

Richtige Dosierung

Solch ein Augenlicht ist relativ schwach und häufig auch im Niedervolt- Bereich (12 Volt Halogen, oder Sofitten etc.) angesiedelt. Abstrahlfläche ist ca. 5 x 10 cm groß. Wichtig ist, dass sie in der Nähe oder sogar direkt an der Kamera befestigt sind, das schafft die schönsten Effekte.

Katharina Thalbach und Jacques Breuer
 in „Liebe, Leben, Tod“

Doch auch beim Augenlicht muss der Kameramann (die Kamerafrau) auf die richtige Dosierung achten! Manche Augenlichter sind durch eingebaute Jalousien in der Helligkeit regelbar, man kann sie aber auch mit Filterfolien abschwächen.

Die Erkenntnisse, welche die großen Meister in Öl für die Ewigkeit umsetzten, sind eine reiche Quelle für Lichtstudien aller Art. Die kleinen hellen Farbtupfer in den Augen sind nur ein einfaches Beispiel, was man von den großen Malern lernen kann.
Augenlichter gehören zu den Elementen der Lichtgestaltung beim Film, die es erlauben, den Filmfiguren näher zu kommen.

Ja, und manchmal, zusammen mit wunderbaren Schauspielern, hat man fast das Gefühl, durch Augenlichter könne so etwas wie Zauber entstehen... 

 
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Titel:   Augenlicht
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