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TechnikBevor wir in die Tiefen des Drehbuchschreibens einsteigen, wollen wir ein paar Grundüberlegungen anstellen, die vor allem technischer Natur sind. Früher, bevor Textverarbeitungsprogramme und Computer zum Alltag gehörten, war die Formatierung und das Schreiben eines Drehbuchs beinahe Sklavenarbeit. SchreibmaschinenDie Schreibmaschinen ließen nur wenige Tabulatoren und nur einen Schriftgrad zu. Und wenn man etwas umstellen wollte, musste man ganze Seitenkomplexe neu tippen oder die Seitennummern überkleben. Manchmal versuchte man sich zu retten, indem man Passagen ausschnitt, neu zusammenklebte, fotokopierte. Es war die Hölle! Wer es sich leisten konnte, beauftragte Schreibbüros mit der Reinschrift, ein bis vor 20 Jahren noch florierendes Gewerbe. All dies ist Geschichte. Heute können Sie einzelne Szenen oder ganze Blöcke in der Textverarbeitung problemlos verschieben oder umstellen und mit einer selbst eingerichteten Dokumentvorlage in jeder gängigen Textverarbeitung Ihr Drehbuch absolut professionell layouten.
DrehbuchprogrammeEs gibt auch Drehbuchprogramme, welche die gleiche Arbeit erledigen und noch ein paar ergänzende Features besitzen. Sie sind allerdings unverhältnismäßig teuer und werden die Verkaufschancen Ihrer Drehbücher kaum verbessern. Die meisten bieten zusätzlich zu den Formatierungen noch eine Systematik, die Sie an die wesentlichen Grundlagen der Drehbucharbeit erinnert. Solche Programme kümmern sich neben der Formatierung vornehmlich um die Erfüllung grundsätzlicher Anforderungen an ein gutes Drehbuch, etwa die Frage nach dem Protagonisten, dem Antagonisten, ihre Ziele und zu überwindenden Hindernisse. Eine solche Liste mit den Namen der Hauptfiguren, ihren Charakterzügen und Absichten sieht recht hübsch aus, ist aber nicht wirklich essenziell für die Drehbucharbeit. Man muss sich, auch wenn man das Drehbuch mit einer klassischen Textverarbeitung erstellt, über die einzelnen Figuren und den Erzählbogen im Klaren sein. Auch wenn sich die Geister hier scheiden: Sie benötigen kein Drehbuchprogramm, um ein gutes Drehbuch zu schreiben; andererseits stört es auch nicht dabei, wenn Sie das (viele) Geld dafür übrig haben. Das LayoutDie Seiteneinstellungen sind recht einfach: Damit man das Buch vernünftig lochen kann, sollte der linke Rand breiter als der Rechte sein. 3 cm für den linken Rand sind ein guter Wert, der Rechte kann 1,5 bis 2 cm haben. Darüber hinaus sollten der obere und untere Seitenrand je ca. 2 cm betragen, abhängig davon, welchen Text Sie noch in die Kopf- und Fußzeile einbauen wollen. Eine fortlaufende Seitennummerierung sollte in jedem Fall eingerichtet werden. Drucken Sie Drehbücher immer einseitig, nicht doppelseitig! Hier ein paar Formatierungen für ein typisches Drehbuch (Formatvorlagen für Microsoft Word), die man auf jede der gängigen Textverarbeitungen übertragen kann:
Standard + Schriftart: Arial, 8 pt, Fett, Nicht Kursiv, Kapitälchen, Unterschneidung ab 14 pt, Rechtsbündig, Zeilenabstand genau 8 pt, Abstand Nach 0 pt, Absätze nicht trennen, Ebene 1, Gliederung |
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