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Wie lagen die Croissants auf dem Teller und welche Zeitungsseite lag nach oben?Nur ein paar harmlose Fragen, die aber bei falscher Beantwortung verhängnisvoll werden können. Im geschnittenen Film werden Einstellungen, die Stunden, ja manchmal sogar Tage auseinanderliegen, aneinander montiert. Für den Zuschauer werden die so genannten „Anschlussfehler“ sofort sichtbar. Eben lagen noch vier Croissants auf dem Teller, wups - plötzlich sind es nur noch zwei – Der Kameramann war’s aber ausnahmsweise nicht... Früher waren die Aufgabenbereiche meist auf zwei Personen verteilt, eben Script und Continuity, heute erfordern die reduzierten Budgets meistens die Zusammenlegung. Wer bei einem Film Script/Continuity macht, sollte sich solche Dinge notieren und soweit möglich per Anschlussfoto festhalten. Dann kann nichts mehr schief gehen. Nicht nur Gegenstände, vor allem auch Positionen, Abläufe, Handhaltungen, Blickrichtungen etc. sind für einen kontinuierlichen Ablauf innerhalb einer Szene notwendig. Werden sie nicht eingehalten, bemerkt der Zuschauer unter Umständen den Sprung in der späteren Montage. Fast jedem sind schon einmal Anschlussfehler im Kino ins Auge gesprungen, auch internationale Großproduktionen sind davor nicht sicher: In Pretty Woman etwa gibt es eine Liebesszene in der Julia Roberts Herrn Gere die Krawatte abnimmt. Doch in der nächsten Einstellung hängt sie ihm wieder um den Hals... Wenn man mit Regisseuren arbeitet, die gerne improvisieren, oder wenn ständig mitten im Dreh umgeschrieben wird, dann kann der Job der Continuity ganz schnell zur kleinen Hölle werden. Dann steigt das Risiko, dass Niemand, nicht einmal Continuity durchblickt, gewaltig. Verbindliche Absprachen und Planungen sind deshalb sehr sinnvoll. Da heute an den meisten Sets eine Videocombo mitläuft bzw. ohnehin auf Video gedreht wird, kann man in Zweifelsfällen nachschauen, wie der Anschluss genau gewesen ist. Das Sekretariat am Set...Doch dies ist nur eine der Aufgaben von Script/Continuity. Es ist, was den Aufgabenbereich Script angeht, eine Art Sekretariat am Drehort, welches für die Kamera und vor allem Kopierwerk und Schneideraum wichtige Aufzeichnungen macht.
Da werden Szenennummern, Einstellungen, Wiederholungen (Takes), verbrauchte Filmmeter, gewechselte Tonspulen (oder DAT-Kassetten) und Kurzinhalt aber auch Änderungen gegenüber dem Drehbuch (Dialogänderungen etc.) notiert. Zur Vorbereitung gehört es, sich bereits im Drehbuch einzuzeichnen, welche Szenen Anschluss haben, wo also auf eine entsprechende Kontinuität (Anschluss/Continuity) geachtet werden muss. Für die Aufzeichnungen gibt es diverse, vorgedruckte Formularblöcke. Interessant für Seminaristen: Wie man die Formulare sinnig ausfüllt und was man beachten muss wird zusammen mit dem umfassenden Berufsbild ausführlich erläutert im Online-Seminar. Dort können Sie solch ein bewährtes Formular auch als Datei downloaden und selbst ausdrucken. |
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