Am Sonntag werden nicht nur 70000 Menschen in Frankfurt wegen der Entschärfung einer Kriegsbombe, die unweit der Goethe Universität gefunden wurde, evakuiert, auch der Hessische Rundfunk liegt mit seiner Adresse in der Bertramstraße im Gefahrengebiet.

 

Ganze 1,4 Tonnen Sprengstoff befinden sich in der auf einer Baustelle gefundenen Kriegsbombe. Während der Entschärfung muss ein Umkreis von 1500 Metern aus Sicherheitsgründen geräumt werden. Im zweiten Weltkrieg wurden unzählige solcher Luftminen über Deutschland abgeworfen. Wenn sie explodierten, wurden durch die Druckwelle im Umkreis von 100 Metern sämtliche Gebäude zerstört und noch im Umkreis von 1000 Metern Dächer abgedeckt und Fenster zerstört. Kein Wunder also, dass die Stadt Frankfurt so großangelegte Evakuierungen vornimmt.

 

Die Beeinträchtigungen für den Sendebetrieb halten sich nach Angaben des Senders in Grenzen. Vorproduzierte Sendungen werden ohnehin von der ARD Zentrale aus abgespielt. Es soll ein Sonderprogramm aus einem Übertragungswagen geben, zwei Live-Events, ein Konzert des hr-Sinfonieorchesters und eine Fernsehaufzeichnung ("Straßenstars") wurden abgesagt.

 

Das Radioprogramm, welches einen viel höheren Live-Anteil hat, wird von dem Landesstudio in Kassel aus gefahren.