Von
den Anfängen auf Zelluloid bis zur heutigen digitalen Aufzeichnung.
Von MotionJPEG bis zu DNxHD. Die Kamera steht in einem ständigen
Prozess der Weiterentwicklung. Die Consumer wünschen sich
schärfere, hochauflösendere Bilder. Einen sanften und ruckelfreien
Bewegungsablauf und vieles mehr. Der Standard im Kino ist inzwischen
schon bei einer Auflösung von 4K angekommen und die Bilder pro
Sekunde werden sich in Zukunft voraussichtlich auf 48 verdoppeln.
In den letzten Jahren sind zu den großen
Herstellern, die über Jahrzehnte das Feld der professionellen
Film,- und Videokameras beackerten jede Menge, ja fast unüberschaubar
viele andere Anbieter hinzugekommen. Da waren Tüftler, die mit
Hilfe von Sensoren, Elektronik-Bauteilen und Computern lauffähige
Kameras gebaut haben, die mehr konnten, als das was die Industrie im
Angebot hatte. Da waren Bastler, die alte Filmkameras und
Fotoapparate zu Videokameras umbauten. Allein oder gemeinsam mit
Firmen die Zubehörindustrie, die sich damit zu Kameraherstellern
mauserten, brachten sie ihre Ideen auf den Markt und trieben
manchmal geradezu die großen Anbieter vor sich her.
Das atemberaubende Tempo mit dem immer mehr
User-Wünsche in Geräte gegossen werden, verdanken wir weitgehend
den kleinen, den innovativen Unternehmen ebenso den Umstand, dass
Profi-Technik immer günstiger geworden ist. Natürlich versuchen
die Anbieter weiterhin durch gezielte Einschränkungen und
Hindernisse im Workflow Unterschiede zu den hochpreisigen
Profikameras zu erzeugen, doch nicht selten haben es die User durch
clevere Work-Arounds geschafft (siehe Filmdrehs mit DSLRs) diese
Restriktionen kreativ zu umgehen.
Verschiedene Anbieter haben Lösungen, mit
denen man die Videoaufnahmen und Metadaten direkt aus dern Kameras
auf Tablet-Pcs oder Smartphones übertragen kann,- für manche eine
schauerliche Vision wenn das halbe Filmteam auf die Telefone stiert.
Spannend hingegen die Möglichkeit, umgekehrt von den handlichen Geräten
aus so manche Kameras fernsteuern zu können. Funkschärfe vom Handy
aus?
Ja und natürlich treibt man die Auflösung
voran, Japans Super Hi-Vision Fernsehen soll mit 8 K und über 20
Tonkanälen in etwa 10-15 Jahren einmal neuer Standard werden. Wer
sich allerdings einmal ausmalt, wie nah er vor einer gigantischen
Leinwand sitzen muss, um den Unterschied zu 4 oder 2 K wahrzunehmen,
als sprich dann die einzelnen Pixel erkennen zu können, kommt zu
dem Schluss, dass die Welt nicht wirklich mit Priorität auf diese
Entwicklung wartet.
Blackmagic
Pocket Cinema Camera
02. Mai 2013
Am 8. April 2013 hat
Black Magic Design in Las Vegas ihre neuste Kamera vorgestellt und
sorgte für großes
Aufsehen. Wobei der Vorgänger schon recht klein war,
handelt es sich hier um eine noch viel kleinere Variante, mit
einer sagenhaften Länge von nur 128mm und einem Gewicht von 350
Gramm.
(Foto: BlackMagic Design)
Das kleine Format
erlaubt an Orten zu filmen, wo große Kameras keine Chance gehabt
hätten und bietet somit neue Möglichkeiten des filmen. Außerdem
beinhaltet sie so gut wie alle Funktionen ihres Vorgängers und
bietet deswegen wieder einen beeindruckenden Filmlook, Präzision
und cinematische Farben.
Die Pocket Cinema
beinhaltet einen Super 16mm 1080HD Sensor, 13 Blenden und ist
kompatibel mit Mikro 3/4 Linsen. Zum Speichern wird eine SD-karte
benötigt, wobei sie mit ProRes footages von 220 Mbps, 50 Minuten
auf einer 64Gb SDXC Karte aufnehmen kann. Sie nimmtauf offenen
Formaten, wie ProRes 422 auf, die sehr gut in Final Cut Pro X,
oder Avia Media Composer funktionieren.
Das Display ist ein
3,5 inch großer LCD Bildschirm, über den man auch
leicht die Menüs bedienen kann. Alle gängigen
Standardanschlüsse wie mini jack mic/line audio in, micro HDMI
output sind vorhanden.
Man kann sagen, dass
uns bestimmt interessante Filme, besonders in Hinsicht auf
Dokumentarfilme, in Kriegsgebieten z.B. erwarten werden. Auch wird
die Blackmagic Pocket Cinema Camera, wohl für neue Filmer, die
Einsteigerkamera sein, denn mit so vielen Funktionen und so einer
Qualität findet man wohl kaum etwas Vergleichbares zu einem Preis
von gerademal US$995. Sie wird ab Juli zu kaufen sein.
Speed Booster löst Crop-Faktor Problem
16. Januar 2013
Seit vielen Jahren ist die Suche nach dem Kinolook verbunden nach dem
Bestreben, die Schärfentiefe von 35mm Film auch in der digitalen Welt zu
erzielen. Videokameras mit großen Chips sind in der Regel teuer, die
Kameras mit kleinen Sensoren dagegen liefern nicht den gewünschten
Effekt. Außerdem hat man bei den Kameras mit kleineren Chips stets einen
Crop-Faktor wenn man gängige Profi-Optiken oder klassische Kleinbild
Fotoobjektive verwendet. Das bedeutet, die Brennweite wird stets
verlängert. Aus einer 50 er Normlabrennweite wird so eher ein 85er
Objektiv. Das macht es schwierig, mit solchen Objektiven einen größeren
Weitwinkel zu realisieren, denn normale Weitwinkel wie 28 oder 35 mm sind
durch den Crop-Faktor bestenfalls Normalbrennweiten an den APS oder MFT
Kameras. Selbst die vielbeachtete Blackmagic Cinema hat dieses Problem.
Nun aber ist der amerikanische Hersteller Metabones zusammen mit
Caldwell mit seinem Speed Booster an die Öffentlichkeit gegangen und
verspricht die Lösung all dieser Probleme. Eine Art umgekehrten
Tele-Konverter (das sind optische Zwischenstücke, die man verwenden kann
um die Brennweite etwa zu vervielfachen, also aus einem 50er ein 100 zu
machen), ein Adapter-Element mit dem die Brennweite um den Crop-Faktor
reduziert wird.
Noch liegen keine technisch präzisen Messungen vor sondern nur erste
Anwendungs-Tests. Doch wenn die Qualität stimmt und keine signifikanten
Verzeichnungen etc. entstehen, so würden auf einen Schlag die Wünsche
zahlloser DSLR und Videofilmer erfüllt. Der 35mm Weitwinkel einer
klassischen Vollformat Spiegelreflex wäre dann an einer MFT Kamera genau
so als 35 mm Weitwinkel zu nutzen.
Für verschiedene Systeme (Canon EF, Sony NEX und Leica R) gibt es den
Adapter bereits und je nach Gerät werden auch Blendenwerte,
Bildstabilisator bzw. Autofocus übertragen. Ein wirklich spannendes
Zubehör. Der Preis von ca 600 USD ist stattlich, aber der Zusatznutzen
extrem hoch.
Die MPEG (Moving Picture Experts Group) hat einen neuen Standard im
Bereich der Video-Codecs vorgestellt. Anfang 2013 könnten bereits die
ersten Produkte mit dem H.265 Codec auf den Markt kommen. Der bereits im
Juli diesen Jahres verabschiedete Standard soll bei gleicher
Videoqualität die doppelte Kompression seines Vorgängers, dem H.264 von
2003, bieten. Dies würde unter anderem die Übertragung von doppelt so
vielen Fernsehkanälen ermöglichen, ohne dabei eine größere Bandbreite
zu beanspruchen. Auch Videodienste für mobile Endgeräte wären in der
Lage höhere Qualität zu liefern, was sowohl Umfang als auch Auflösung
der Angebote betrifft. Für Mobilgeräte werden erste Produkte schon im
Frühling nächsten Jahres erwartet, TV-Nutzer werden wohl noch etwas
länger warten müssen.
Derzeit entwickelt die MPEG zusammen mit der
VCEG (Video Coding Experts Group) einen Kompressionsstandard für
3D-Videos, der sogar ohne 3D-Brillen auskommen soll. Für die
Veröffentlichung wird momentan 2014 angestrebt.
"Daylight" die neue Sonnenbrille mit HD Kamera von Hyundai
kommt am 15.08.2012 auf den Markt.
Die Kamera mit HD-Auflösung von 1280 x 720 Pixeln (30 fps) und
UV-Schutz 400 wird für 99 Euro zu haben sein.
Die in der Farbe Schwarz erhältliche Hyundai Daylight wiegt 23 Gramm und
ist 158 x 152 x 42 Millimeter groß.
Der Akku reicht laut Hersteller für 70 min unter Volllast.
Die Videos landen in 4 GB großen internen Flash-Speicher im AVI-Format
und können dann via USB 2.0 auf einen Rechner übertragen werden.
Standbilder können mit der CMOS mit 5 Megapixel geschossen werden.
Mitgeliefert werden: Brillenetui, Reinigungstuch, Tasche, USB-Kabel,
AV-Kabel und eine Bedienungsanleitung.
Ein klassischer
Postproduktions-Ausrüster steht in den Startlöchern, den
Kameramarkt aufzumischen... (Foto: BlackMagic Design)
BlackMacic Cinema
5. Mai 2012
Überraschung vom Postpro-Ausrüster
Die Firma war schon immer für Überraschungen gut, vor allem wenn es
darum ging, professionelle Videotechnik preiswert unter die geneigten
Anwender zu bringen. Die Videokarten von BlackMagic haben den Markt
aufgemischt und auch der im letzten Jahr vorgestellte HyperDeck Shuttle
für nur kleines Geld war geeignet, die Welt der teuren externen
Harddsikrekorder durcheinander zu bringen.
Der neueste Coup des Herstellers ist überraschend gar eine HD Kamera,
welche in 2 K Auflösung erstaunliche Fähigkeiten einmal mehr für
kleines Geld anbietet. Die Kamera zeichnet auf den eingebauten SSD
Rekorder auf, im Prinzip die aus dem HyperDeck Shuttle bereits bewährte
Technik, kann neben komprimierten Formaten (wie beispielsweise Apple
ProRes und Avid DNxHD) auch in RAW aufzeichnen, bedient Canon oder Zeiss
Mount Objektive und wird per Touchscreen eingestellt.
Der rückseitige Touchscreen zur
Bedienung der Kamera, (Foto: BlackMagic Design)
Ganze 13 Blendenstufen Belichtungsumfang bietet die neue Kamera und
verarbeitet diese mit 12 Bit. Werden die Daten in RAW aufgezeichnet hat
man zur Farbkorrektur mit dem mitgelieferten DaVinci Resolve alle Optionen
für professionelles Arbeiten zur Verfügung. Ebenfalls im Paket
inbegriffen ist die Software Ultrascope sie liefert zur perfekten
Kontrolle Waveform, Vectorscope, Histogram etc. auf einem ggf.
angeschlossenen Notebook etc. gleich mit.
Vom Look und Feel ähnelt die Kamera eher einem Fotoapparat, aber es
wird sicher nicht lange dauern, bis entsprechende Cages von Drittanbietern
genügend Möglichkeiten zum Ansetzen von Zubehör anbieten werden.
Anwendungsfreundlich auch die Philosophie, bei den Kabelanschlüssen
durchweg auf Standard-Anschlüsse zu setzen. Mit knapp 3000 USD scheint
die Kamera das Zeug zu haben, so manch anderen hochpreisigen Player das
Fürchten zu lehren. Lieferbar ist die Kamera angeblich ab Juli 2012.
Kaum ist die C300 lieferbar, kündigt
Canon eine weitere Optimierung in Richtung Kino an,- die C500
(Bild: Canon Deutschland)
Canon EOS C500
14. April 2012
Canon legt nach
C500
Kaum ist die C300 lieferbar und erste Filme werden auf ihr gedreht,
kündigt der japanische Hersteller zwei Geräte an die in 4 K aufzeichnen.
Das Schwestermodell zur C300 heißt C500 und soll im RAW Modus für
Kinofilm geeignet sein.
Für die 4K- und 2K-Auflösung soll man mit Bildraten bis zu 120p
arbeiten können, echtes 4:4:4 (bei 2K Modus) und 12 Bit Wortbreite wird
die Bildqualität und Möglichkeiten der Farbkorrektur auf ein
Höchstniveau bringen.
Wie schon bei der C300 wird es die Kamera mit zwei unterschiedlichen
Bajonetten geben, PL-Mount und Canon EF.
Das klare Ziel heißt Kinotauglichkeit,
damit zielt Canon auf den Markt, der von Arri, RED, Sony und Co.
dominiert wird.
(Bild: Canon)
Damit steht eine große Palette an professionellen Objektiven zur
Verfügung. Doch nicht nur die Objektive
aus dem Filmbereich sind für Profis sehr interessant, auch die neu
geschaffenen Canon EF Objektive sind hochwertig.
EOS 1D-C
Auch im DSLR Bereich bringt Canon einen Fotoapparat mit Kinoqualitäten
heraus, der mit 24 und 25 B/sec die hiesigen Bewegtbild-Standards bedient.
EOS 1D-C ist die Bezeichnung, viele Features entstammen der aktuellen
5D.
Der Bildsensor wird 18 Megapixel Auflösung bieten, gespeichert wird
auf Compact Flash Karte. Damit erweitert Canon auch die Palette seiner High-End
Spiegelreflexkameras die mit Hilfe von externem Zubehör und unter
Akzeptanz so mancher Kompromisse zum HD-Filmen
verwendet werden können.
Auf der NAB 2012 ( April 16-19 in Las Vegas) , werden Prototypen zu
sehen sein. Beide Geräte sollen Ende 2012 lieferbar sein.
Mehr als drei Jahre nach der Erscheinung der 5D Mark II ende
November 2008, bringt Canon jetzt mit der 5D Mark III deren
Nachfolger. Der Nachfolger kommt mit einem Vollformat-CMOS Sensor
und einer Auflösung von effektiv 22,3 Mio. Pixeln. Einem 61
Punkte AF und Reihenaufnahmen bis zu 6 B/s. Der Motor des ganzen
bildet ein 14-Bit DIGIC 5+ Prozessor. Der ISO-Bereich geht von 100
bis 25.600 und ist erweiterbar auf ISO 50-102.400. Außerdem sind
HDR-Aufnahmen möglich, die direkt in der Kamera erstellt werden.
Was für die DSLR-Filmer aber am interessantesten ist, sind die
Neuerungen im Bereich der Videoaufzeichnung.
Codec:
Standardmäßig findet auch hier der h.264 Codec seinen Einsatz,
doch bleibt die Wahl zwischen einer Interframe und einer
Intraframe Kompression. Außerdem stehen nun auch im Gegensatz zum
Vorgänger mehr Aufnahmemodi zur Verfügung: 1.920 x 1.080 (29,97,
25, 23,976 B/s) 1.280 x 720 (59,94, 50 B/s) 640 x 480 (59,94, 50
B/s) nur Inter-Frame
Ton-Aufzeichung:
Die Tonaufnahme lässt sich nun manuell pegeln und mit Hilfe eines
Kopfhörer-Anschlusses auch direkt kontrollieren. Außerdem ist es
möglich an die 3,5mm Miniklinke ein externes Mikrofon
anzuschließen. Aufgezeichnet wird Stereoton mit 48 KHz in linear
PCM.
Video-Aufzeichnung:
Dank des schnellen DIGIC 5+ Prozessors soll die Bildqualität
verbessert worden sein, außerdem gibt es kein Line-Skipping mehr
Bildfehler wie Moiré sollen (so gut wie) verschwunden sein.
Zusätzlich wurde das Rauschen und der Rolling Shutter-Effekt
verringert SMPTE Timecode wird nun unterstützt und über den
HDMI-Ausgang wird die volle Auflösung ausgegeben, auch während
der Aufnahme. Eine saubere HD-Ausgabe via HDMI ist leider nicht
möglich. (Vielleicht bald möglich via Magic Lantern bei Canon
550D und anderen DSLR)
Die Übersicht der Technischen Daten finden sie unter folgendem
Link: hier
Erscheinen soll die Kamera gegen Ende März zu einem Preis von
knapp 3500 US Dollar oder im Kit mit dem EF 24mm - 105mm F/4L IS
USM für knapp 4300 US Dollar.
Magic Lantern sorgte schon öfters für große
Freude bei den DSLR-Filmern. So
auch in einer ihrer neusten Mitteilungen:
[…]
These functions which use DIGIC registers are found usually by
trial and
error (changing the values in these registers blindly and writing
down what
they do). There are thousands of registers (many of them unused),
so
analyzing all of them by brute force is a huge task. […]
The
following functions were implemented by changing DIGIC registers:
FPS
override, Highlight++, display saturation, display position
adjustment,
custom color palettes, and today, image filters. Other possible
functionality: clean HDMI out, moving the recorded box around in
crop mode,
custom curves applied to image, anamorphic preview... etc.
[…]
This
can unlock many things that previously were thought to be
impossible
or very hard.
[…]
Am interessantesten ist hier wohl die Möglichkeit
eines sauberen HDMI-Outputs mit den vorhandenen Canon-DSLRs. Von
Vorteil ist auch, das: “DIGIC
commands are the same on all cameras.” Man kann nur hoffen,
dass es tatsächlich gelingt, zum Beispiel aus einer 550D eine
saubere HDMI-Ausgabe zu bekommen. Das würde diverse Probleme des
Consumer-Codecs AVCHD definitiv verringern. Auch wenn kein RAW möglich
wäre, wäre ein besser Codec (DNxHD) mit höherer Bitrate und
4:2:2 ein grandioser Schritt nach vorne.
Man darf gespannt sein, was mit der stetigen
Weiterentwicklung von Magic Lantern noch alles auf uns zukommt.
Wem Magic Lantern noch kein Begriff ist, aber trotzdem ein
begeisterter Canon-DSLR Filmer ist, sollte sich schnellstmöglich
deren Seite mal genauer anschauen. Deren Hacks bringen
erstaunliche Möglichkeiten für zB. eine 550D oder seit neustem
auch einen Hack für die 5D Mark II, der Bitraten bis zu 76 mbps
(Megabit per second) zulässt. Einen Hack für die 7D gibt es bis
dato leider noch nicht. Magic
Lantern - Website
Scarlet-X
- Kaufpreis und Cropfaktoren
Seit ein paar Tagen
nun, wurden die ersten Scarlet-X ausgeliefert. Die neue Kamera aus
dem Hause RED liegt vor allem auch bei Independent-Filmern hoch im
Kurs - das auch nicht zuletzt deswegen, weil man eine sehr
hochwertige Kamera, für einen relativ niedrigen Preis bekommt.
Trotzdem sollte man einige Dinge nicht außer acht lassen.
Der Reine Body der
Scarlet bewegt sich zwischen 9.750 USD für die Canon Mount
Variante und 11.250 USD für
den PL-Mount.
Falls man vielleicht schon im Besitz diverser RED-Ausrüstung ist,
kein Problem. Falls nicht, kommt noch einiges an Kosten auf, bevor
man eigentlich mit dem Filmen loslegen kann. Für die
Starter-Packs, die eine gewisse Grundausstattung beinhalten,
legt man schon knapp 4.000 USD mehr auf den Tisch. Das bewegt sich
aber auf jeden Fall noch in einem akzeptablen Rahmen. Wer das Volle aus seiner Scarlet schöpfen will, gibt sich aber nicht mit
Full-HD oder 2K zufrieden. Wer mit 4K drehen will, muss noch mal 4.750 Dollar in eine RED-Rocket investieren. Außerdem lohnt sich
da noch, oder überhaupt im Allgemeinen die zusätzliche
Anschaffung von Akkus und Speicherkarten. Tonaci Tran, der als
erster Kunde seine Scarlet-X bekam, testete wie lange die Scarlet
im Standby-Modus mit einem vollgeladener RedVolt Akku aushält.
Ergebnis: 36 Minuten (Quelle).
Beim Starter-Set liegt eine 64GB Karte schon dabei. Für größte
Speicherkarte, die Red im moment zu bieten hat (256GB
Speicherkapazität), legt man weitere 3.200 Dollar hin. Dazu kommt dann
noch Standard-Ausrüstung wie Objektive, Stativ, Rig, etc.
Dies macht deutlich,
wie der relative niedrige Preis der Scarlet-X vonknapp 10.000 USD (Body + Canon-Mount) sich schnell mehr als
verdoppeln kann.
Ein weiterer interessanter Aspekt, den man bedenken sollte wenn man mit
niedrigeren Auflösungen filmt als 5K oder 4K. Hierbei wird
einfach die Aufnahmefläche des 5K Sensors gecroppt. So braucht
man, wenn man in 2K drehen will mit einer Äquivalentbrennweite von
circa 50mm, ein 16mm Weitwinkelobjektiv. Ein normales 50mm
Objektiv entspräche bei 2K 162mm Brennweite. Phil Holland veröffentlichte
dazu im RED-Forum ein paar sehr interessante Bilder. Die neben der
Auflistung für Aufnahmezeiten und maximalen FPS für jede Auflösung,
eben auch die Cropfaktoren und deren Auswirkungen berücksichtigt.
Den Beitrag mit den ganzen Bildern findet ihr hier.
Man sollte sich also
insgesamt Gedanken darüber machen, ob sich ein Kauf der Scarlet-X
für einen persönlich auszahlen wird. Da man, dreht man in 2K
oder Full HD, zum Beispiel, die Cropfaktoren bedenken sollte. Dreht
man mit 4K, wird einiges an Rechenleistung für einen guten
Workflow von Nöten sein. Da muss viel Geld in Leistungsfähige
Rechner hinein gesteckt werden. Außerdem kommt der Preis der RED
Rocket auch noch dazu.
Ikonoskops
A-cam dII
News von der Zwei-Mann Kameraschmiede
Ikonoskop mit Sitz in Schweden. Beide leidenschaftliche
Filmermacher, machten vor allem mit ihrer Entwicklung und
Einführung der A-cam SP-16 auf sich aufmerksam. Nun ist endlich
die seit längerem angekündigte Kamera, die A-cam dII
lieferbar.
Sensor
Die A-cam dII besitzt einen 10,6mm x 6mm
großen CCD Sensor, dass entspricht damit fast der Größe des
alten 16mm Films. Das Seitenverhältnis liegt nur knapp unter
1,78:1.
Aufnahme
Die Kamera bietet eine Auflösung von 1920 x
1080 Pixel und lässt die Wahl zwischen 1 bis 30 Bildern pro
Sekunde zu. Besonders hochwertig ist aber die unkomprimierte Raw
Aufzeichnung im CinemaDNG-Format. Die einzelnen Bilder verfügen
über eine Farbtiefe von 12 bit und sind jeweils um die 3,2 MB
groß. Die Audioaufnahme erfolgt mit 48kHz in Stereo. Ausstattung
Die A-cam dII ist recht spartanisch gehalten und besitzt nur die
wichtigste
Ausstattung
Gerade mal drei Knöpfe und zwei
Einstellräder sind auf dem Aluminium-Body zu finden. Der Farb-LCD
des Suchers bietet eine Auflösung von 640x480 Pixel. Die interne
Software dient vor allem zum Auslesen und
Speichern der
unkomprimierten Raw-Files im CinemaDNG-Format. Als Hilfestellung
ist lediglich ein Histogramm für die Kontrolle der Belichtung an
Bord. Die Kamera wird mit einem IMS-Mount ausgeliefert und bietet
so die Möglichkeit viele verschiedene Adapter an der Kamera zu
verwenden. Den IMS zu PL-Mount Adapter gibt es zum Beispiel für
300 € auf der Herstellerseite. Die Speicherung des Materials
erfolgt auf den, von der Firma selbst entwickelten Speicherkarten,
die es in einer 80GB und einer 160GB Ausführung gibt. Damit sind
Aufnahmen bis maximal 15 bzw. 30 Minuten möglich. Hier empfiehlt
es sich gleich in mehrere Speicherkarten zu Investieren, da es bis
jetzt noch kein eigenes Kartenlesegerät dafür gibt (welches aber
in Planung ist). Somit dauert es schon mal 2,5 Stunden, bis die
160GB Karte via USB 2.0 Anschluss, der sich an der Kamera
befindet, vollständig auf den Computer geladen sind.
Die A-cam dII ist mit IMS mount zu dem Preis
von 7700 € zu bekommen. Die entsprechende Memory Card kostet 590
€ für 80GB und 990 € für 160GB.
Der USB-Anschluss der Kamera macht es
außerdem möglich, mit möglicherweise erscheinenden Firmware
Updates die Kamera aktuell zu halten.
Dass die beiden Firmenbesitzer auch ihn
Zukunft nicht vom Bildschirm verschwinden werden, zeigt auch schon
die Ankündigung der Entwicklung einer Stereoskopischen Kamera.
Der A-Cam 3D
Lichtfeldkamera
wird massentauglich.
1826
wurde das erste Foto in der Geschichte geschossen, knapp hundert
Jahre Später kamen die ersten Kleinbildkameras auf den Markt und
gegen 1990 begann die Digitalfotografie ihren unaufhaltsamen
Aufstieg - Vielleicht erwartet uns schon im Frühjahr 2012 der nächste
Meilenstein der Kameratechnik.
Dann
nämlich will die amerikanische Firma Lytro ihre eigens
entwickelte Kamera auf den Markt bringen. Das Besondere: es
handelt sich um eine plenoptische- oder auch Lichtfeldkamera, die
mithilfe eines speziellen Mikrolinsengitters auf Informationen über
das Lichtfeld, also die Menge aller Lichtstrahlen durch jeden
Punkt innerhalb einer Szene zurückgreifen kann. Es entstehen
mehrere klare Vorteile gegenüber herkömmlicher Fotografie:
Anders
als bei einer herkömmlichen Kamera, kann die Lichtfeldkamera
neben den Informationen Lichtintensität und Farbe auch die
Einfallsrichtung einzelner Lichtstrahlen erfassen. Dies ermöglicht
es, in einem Bild Tiefeninformationen zu speichern. Man muss damit
vor dem Auslösen nicht mehr fokussieren, sondern legt den Fokus
später am Computer fest. Unbeabsichtigte Bildunschärfen und Auslöseverzögerung
gehören damit der Vergangenheit an. Hersteller Lytro hat auf
seiner (URL)Website(/URL) bereits Bilder veröffentlicht, bei
denen man sich selbst per Mausklick zwischen den Tiefenebenen
bewegen kann. (http://www.lytro.com/living-pictures)
Technisch gesehen istdas Prinzip keine Neuheit. Das Revolutionäre an der Kamera
von Lytro ist aber, dass das Prinzip der Lichtfeldkamera, das
lange Zeit größeren Forschungseinrichtungen vorbehalten war, mit
einem Preis ab 400 US-Dollar nun auch für den großen Markt der
Amateur- und Hobbyfotografen zur Verfügung steht.
Ein Merkmal das bei der Entwicklung der Lytro
im Vordergrund stand ist eine einfache Bedienung. Dies wird daran
deutlich, dass auf der Kamera nur 2 Knöpfe angebracht sind: Power
und Auslöser. Hinzu kommen ein Regler für den 8-fachen optischen
Zoom und ein Touch-Screen.
Das Konzept ist gerade für den
Hobbyfotografen vielversprechend. Ob bald auch der Profi-Bereich
von der Technik profitieren wirdund ob die Lichtfeldkamera eine neue Revolution in der
Kameratechnik einzuläuten vermag, bleibt abzuwarten.
Eine logische Entwicklung, die dennoch
von Canon weitgehend im Stillen vorangetrieben und nun in Hollywood
vorgestellt wurde- eine professionelle HD-Kamera für digitale Cinematographie
(Bild: Canon Deutschland)
Canon EOS C300
4. November 2011
Man hat sich schon lange gefragt, weshalb ein Hersteller wie Canon, der
sowohl digitale Videokameras als auch digitale Spiegelreflexkameras
anbietet, so lange zulässt, dass seine High-End
Spiegelreflexkameras mit Hilfe von externem Zubehör und unter
Akzeptanz so mancher Kompromisse zum HD-Filmen
verwendet werden, statt mit dem gebündelten Know-how aus beiden Bereichen
eine ordentliche High-End Videokamera herzustellen.
Nun hat Canon diese Frage nachhaltig beantwortet, mit der Vorstellung
der neuen EOS C300 in Hollywood.
Neuer C-MOS Sensor
Dieser Profi-Camcorder kommt mit einem neuen CMOS
Sensor mit über 8 Megapixeln und kann im Super 35 mm Format in 2K
Auflösung aufzeichnen. Durch die Größe des Sensors fallen die
einzelnen lichtempfindlichen Dioden größer aus und ermöglichen damit
mehr Lichtempfindlichkeit und einen größeren Belichtungsumfang.
Er ist 24.4 x 13.5mm groß und damit nah am Super 35mm Standard,
größer als das APS-C Format, aber kleiner als der Sensor in der Canon
5D. Wer mit der 5D gearbeitet hat, weiß wie schwer es bei einem großen
Sensor sein kann, mit der geringen Schärfentiefe
bei Veränderungen im Bild Schärfe zu ziehen.
Die Bildinformationen vom komplett neu entwickelten Sensor werden mit
sehr hoher Geschwindigkeit ausgelesen, dreimal für jeden Farbauszug.
Damit entfällt das aufwändige De-Bayering
und so manche Fehlerquelle. Es entstehen drei saubere RGB
Informationen.
Über die anvisierte Zielgruppe lässt
Canon keinen Zweifel aufkommen- professionelle und
semi-professionelle Produktionen sollen mit dem neuen Arbeitsgerät
drehen. Zubehör wie Follow-Focus oder Mattebox kann
selbstverständlich von Drittherstellern verwendet werden.
(Bild: Canon Deutschland)
Durch das schnelle Auslesen der Daten wird der oft kritisierte Rolling
Shutter Effekt drastisch reduziert. Verarbeitet werden die Daten in Canons
DIGIC DV III Prozessor. Die Farbtiefe im MXF Standard beträgt 4:2:2 in
der höchsten Einstellung, es kann aber auch mit MPEG
2 aufgenommen werden.
Datenströme
Die maximale Datenrate liegt bei 50 Mbps, aufgezeichnet werden kann auf
CF Karten. Hierfür stehen zwei Kartenslots zur Verfügung. Ein SDI
Ausgang erlaubt externe Aufzeichnung der Signale in höchster
Qualität. Selbstverständlich hat die Kamera ein Wechselbajonett und kann
Canon EF Objektive aufnehmen. Hier wird es dank intelligenter Steuerung
möglich, Kenndaten der Objektive (Brennweite,
Blende etc.) mit in die
Videofiles zu schreiben.
In einer zweiten Variante ist die Kamera aber auch mit PL-Mount zu
haben und wildert damit eindeutig im bisher von RED,
ARRI ALEXA, SONY
F3 und Co besetzten Gefilden.
Damit wird es möglich, auch Objektive
aus dem Filmbereich weiter zu verwenden. Überhaupt war das Handling
beim Design des Gehäuses ein wichtiges Thema, diverse Anbauteile wie
Handgriff, Monitor etc. lassen sich sehr vielseitig von der Anbringung her
variieren. Auch an diverse Auslöser wurde gedacht, damit die Kamera von
vielen Seiten aus gut bedienbar ist. Neben 59,41i, 50,00i, 29.97P, 25,00P
und 23,98P gibt es auch einen 24p-Modus speziell für Kinoproduktionen.
Auch Zeitlupe und Zeitraffer sind möglich.
Optiken
Um sowohl eigene Objektive, als auch
klassische, vielleicht bereits vorhandene Filmobjektive verwenden zu
können, wird die Kamera in zwei unterschiedlichen Versionen
erscheinen: Mit PL Mount und mit Canon EF Mount
(Bild: Canon Deutschland)
Und um auch ein weiteres wichtiges Thema nicht den Zubehör-Herstellern
zu überlassen, bringt Canon auch gleich noch einen Satz neuer Objektive
heraus, die beiden Zooms CN-E 14,5-60mm mit T2,6 sowie CN-E 30-300mm
T2,95-3,7 sowie drei Festoptiken- CN-E 24mm T1.5 L F, das CN-E 50mm T1.3 L
F und das CN-E 85mm T1.3 L F.
Selbstverständlich kann man gängige Zubehörteile wie Follow-Focus
oder Mattebox an die
neue Kamera anbringen, eine wichtige Voraussetzung für professionelles
Arbeiten.
Lieferbar sind die ersten Geräte bereits im Januar 2012, als Preis
sind 20.000 USD genannt, ein stolzer Preis, auch wenn man bedenkt was die
RED Scarlet kostet, die ist bereits ab 9.000 USD zu haben..
Andererseits ist Canon ein sehr erfahrener Hersteller, der Workflow und
das Handling dürften ausgereifter sein als bei einer RED.