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Medientage 2008

 

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Die 22. Medientage in München sind vorüber. Sie verzeichneten mit 8000 Besuchern, 500 Referenten und 90 Panels einen neuen Rekord. Das Motto "Werbewelt im Wandel" wurde drei Tage lang ausführlich und unter vielerlei Perspektiven diskutiert. Dabei fanden interessante Gespräche auch auf dem Podium des MedienCampus Bayern e.V. statt, die für alle Besucher frei zugänglich waren. 

Einige Panels beschäftigten sich auch mit Fragen um den deutschen Film beziehungsweise das deutsche Fernsehen. Auffällig in dieser Hinsicht war der ständige Vergleich zu amerikanischen Produktionen, ob Serien oder Kinofilme betreffend. Die Äußerungen der verschiedenen Diskussionsteilnehmer waren hierbei einerseits von der Annahme geprägt, der deutsche Film sei qualitativ höher einzuschätzen als der amerikanische, als Beispiele aber fungierten ausgerechnet Filme wie "Keinohrhasen" oder "Die Welle" und es war auch nicht klar, gegen welche amerikanischen Filme man sich absetzen wollte. Letztendlich war dies aber auch nicht so wichtig, weil man in keinem der Panels, die sich mit deutschen Produktionen befassten, das Gefühl hatte, dass es tatsächlich um die Qualität der Geschichten ging. Weitaus wichtiger schien der schließliche Erfolg eines Filmes zu sein, und aus dieser Perspektive heraus betrachtete man den amerikanischen Film ausschließlich, was all das Gerede um die gute Story scheinheilig und nicht ernstgemeint wirken läßt. 

Dass sich Sender und Produzenten einer gewissen Kritik ausgesetzt fühlen, davon zeugen allein die Themen einiger Panels ("Made in Germany" - Aber keiner schaut hin, Der deutsche Film und sein Image). Und bei jenen kam heraus, dass der deutsche Zuschauer dem deutschen Film keineswegs abgeneigt ist, dass es ihm aber auch schwerfällt, ihn zu umreißen, ihm ein Gesicht zu verleihen. Der deutsche Film irgendwo im Mittelmaß wäre wohl das Fazit, welches von den Teilnehmern der Panels jedoch nicht gezogen wurde. Und allein deswegen erscheint es fraglich, ob man den Worten von der guten Geschichte, dem Mut zur Innovation und zur Kreativität Glauben schenken sollte. Ein wahrhafter Wille dazu war den Diskussionen jedenfalls keineswegs zu entnehmen. 

 

 

Panels, über die wir geschrieben haben: 

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Panel 5.2 

"Made in Germany" - aber keiner schaut hin?

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Panel 11.1 

Neue Medienangebote, neue Potenziale, neue Kundenwünsche

 

Freitag, 31. Oktober 2008

Panel 4.6 

"A Kind of Magic" - Wie kostbar ist Filmmusik?

 

 

 

 
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