Startseite
Panel 4.2
Nach oben Filmschule Aktuell Community Seminare
 
 
Suche Startseite Druckansicht E-Mail ans Movie-College

Ein Projekt von

Das Movie-College sucht Partner und Sponsoren! mehr...

Breitband_Netze

Dr. Sylvia Rothblum,

Warner Bros. International Television Distribution

Auf dieser Seite Verwandte Seiten

Panels über die wir berichten

Interview mit Frau Dr. Goderbauer

Medientage 2006

 

Externe Links

Website der Medientage

Movie-College haftet nicht für den Inhalt externer Seiten

 

Wird das Kino überleben?

Eröffnet wurde dieses Panel von Verena Lueken, die Journalistin der Frankfurter Allgemeine Zeitung nahm Stellung zum momentanen Stand des Kinos und argumentierte zutreffen, dass dem Kinofilm von heute die nötigen Emotionen fehlen, der Zuschauer sich eher in Serien und Langzeitdokus flüchtet, wo mehr Herzschmerz und Freudentränen zu finden sind als noch vor einigen Jahren. Dr. Sylvia Rothblum, Warner Bros. International Television Distribution München betonte, dass zurzeit eine große Menge amerikanischer Fernsehserien eingekauft werden.

Auffällig ist vor allem, dass Serien wie "sex and the city" plötzlich als Film ins Kino kommen. Früher war es ausschließlich so, dass ein Film erst im Kino zu sehen war und dann irgendwann später im Fernsehen lief. Heute ist es immer öfter der Fall, das aus einer erfolgreichen Serie ein Film wird. Natürlich kam man auch auf Statistiken zu sprechen und wie sich die Besucherzahlen in den letzten Jahren entwickelt haben. Dabei musste man feststellen, dass jährlich steigende Kinobesuche nicht nur in Deutschland sonder EU weit zu beobachten sind.Man kann also sagen, dass das Kino immer noch aktuell ist, sich allerdings der Film, der dahinter steckt, verändert hat.

Reden wir nämlich von Kino, ist damit nicht unbedingt der Film gemeint, der später an einer Leinwand zu sehen ist. Auch im Fernsehen hat das Kino einen Platz, trotzdem ist es der Wunsch eines jeden Filmemachers, sein Werk letzten Endes im Kino zu sehen. Meist endet dieser Wunsch schon bei der Finanzierung, außer man hat ein besonders unterhaltsames Exemplar entworfen oder kann sich auf irgendwelche Hollywood-Größen berufen. Ein hoffnungsvoller Kandidat war Dr. Andreas Richter, Geschäftsführender Gesellschafter Roxy Film, München, der während der ganzen Diskussion daran appellierte, dass es immer ein Publikum für gute Filme geben wird. Fraglich ist da nur, was die Mehrheit als "gut" bezeichnet, die letzte Roxy Film Produktion "und dann kommen Touristen", entwickelt sich zwar langsam zum Kultfilm und ist auf Festivals sehr erfolgreich gelaufen, trotzdem hat ein solcher Film keine Chance gegen Kinostürmer wie "Lissy und der Wilde Kaiser" oder "Ratatouille" .

Breitband_Netze

Dr. Andreas Richter, 

Geschäftsführender Gesellschafter Roxy Film, München.

Dr. Detlef Rossmann, Vorstandsvorsitzender AG Kino Gilde, Berlin, erklärte zutreffend, dass man nicht vergessen sollte warum Menschen ins Kino gehen. Die meisten nutzen das Kino als Treffpunkt, als Ort zum Ausgehen, man will mit Freunden Spaß haben und da würden die wertvollsten Kinolegenden nicht bestehen. Natürlich gibt es noch Bedarf an niveauvollen Kino, doch dort haben sich die Besucher eindeutig reduziert, leider. Helge Sasse, CEO Senator Entertainment, Berlin, berichtet etwas enttäuscht von Michel Moore´s Produktion "Sicko", die in Deutschland um einiges schlechter angelaufen ist, als erwartet. Seiner Meinung nach, sei es der bis jetzt beste Film von More, doch leider konnte der Dokumentarfilm, der das amerikanische Gesundheit-System kritisiert beim Deutschen Publikum kaum punkten. Da es auch bei uns, wenn auch in geringerem Ausmaße, Probleme bezüglich des Gesundheits-Systems gibt und man generell nicht die Augen schließen sollte, wenn es um das Geschehen in der Welt geht, scheint ein so kritischer Film, ganz ohne bekannte Schauspieler und Witzgarantie hierzu lande niemanden anzusprechen.

Im Bezug auf unerlaubten DVD-Handel im Internet hielt man sich dezent zurück, da man von so etwas nicht reden sollte. Abgesehen davon, dass dieses Thema vielleicht sogar noch aktueller ist als, die Entwicklung der deutschen Kinobesuche, wäre es gut sich mit dem größten Find des Kinofilms zu befassen, dem Internet. Obwohl dieses Panel viele Fragen offen lies und die Beteiligten sicher etwas zu optimistisch eingestellt waren, so ist es doch gut zu wissen, dass so manche Größen die in der Medienwelt etwas zusagen haben, immer noch an gute Filme glauben und nicht vergessen haben warum sie diesen Job machen.

 
© 1999-2011
Movie-College

Allary Film,
TV & Media
 
 
 

Titel:   Panel 4.2
Zugriff:
Adresse:

Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

Allary Film, TV & Media (München) – Alle Rechte vorbehalten