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Interview mit Frau Dr. GoderbauerWas ist der Mediencampus Bayern? Der Mediencampus Bayern ist der Dachverband für Medienaus- und Weiterbildung in Bayern und in diesem Dachverband befinden sich an die 70 Institutionen die aus- und weiterbilden, Universitäten Fachhochschulen, Schulen. Was sind die Ziele des Mediencampus Bayern? Unsere Ziele sind unter anderem, dass wir als klassischer Dachverband mit unseren Mitgliedern innovative Projekte anschieben, dass wir zum teil neue Module neue Kurrikula entwickeln und dass wir klassisch mit der Medienwirtschaft netzwerken, auf der einen Seite die Medienwirtschaft und auf der anderen Seite die Medienbildung. Und das größte Ziel, dass uns alle eint ist, dass wir seriös und qualitativ Nachwuchs so ausbilden, dass der Medienmarkt diesen auch braucht. Wie entscheiden Sie über die Aufnahme der entsprechenden Partner? Das ist eine sehr wichtige Frage, wer zu uns kommt muss zunächst einen Aufnahmeantrag stellen und dort muss dann die entsprechende Schule oder Institution erläutern, was genau im Bereich Medienaus- und Weiterbildung gemacht wird. Dann muss genau belegt werden, welche Kurrikula vorliegen und wo genau die Absolventen nach einem Abschluss an dieser Schule/Institution landen. Dann wird im Vorstand darüber entschieden, ob der Bewerber zu uns passt. Zu uns passt eine Bildungsstätte, die sich der Qualität verschrieben hat, zu uns passt keine Schule, die den lernwilligen viel Geld für die Ausbildung abnimmt und zu uns passt niemand der die Bildung als rein kommerzielle Schiene sieht, es muss eine gute Nachhaltigkeit in der Qualität sein. Und dann gibt es eben Mitglieder die das perfekt erfüllen oder es gibt Anwärter, die vielleicht noch nicht so lange auf dem Markt existieren und deswegen in der Warteschlange stehen. Warum ist Bayern Medienstandort Nr1? Das hat verschiedene Faktoren unter anderen weil in Bayern eine hervorragende Medienpolitik betrieben wird. Die Bundesrepublik Deutschland ist ja ein föderalistischer Staat, dh jedes Bundesland ist natürlich selber engagiert im Bereich der Medienpolitik. In meiner Wahrnehmung und auch in der von etlichen objektiven Beobachtern, ist die Medienlandschaft in Bayern sehr gut aufgestellt, wir haben hier ein sehr attraktives Klima für Firmen und wir als Mediencampus Bayern liefern eine ganze Palette an Ausbildungsmöglichkeiten um diesen Firmen auch einen sehr guten Nachwuchs zu bieten. Passend zu dem Panel "Bayern oder Hollywood- wo zieht es den Filmnachwuchs hin", was würden Sie sagen, wo wir den Mediennachwuchs von Morgen wiederfinden in Deutschland oder im Ausland? Ich würde nicht sagen, dass der Mediennachwuchs in eine gewisse Region gezogen wird. Man muss das nach Inhalten spezifizieren. Richtig ist, dass das Ausland gerade für Einsteiger im Bereich der neuen Medien, also im Bereich der Animation etc, besonders erfolgreich war. Mittlerweile haben wir aber auch in Deutschland sehr interessante Segmente in Unternehmen. Man kann vielleicht sagen, dass der Nachwuchs sehr stark in die neuen Medien drängt, die alten Medien nehmen in der Wahrnehmung des Nachwuchses zum Teil ab, das mag aber auch daran liegen, dass wir 2002/2003 den Gipfel der sog. Medienkrise erlebt haben. Viele Journalisten haben ihren Job verloren und viele Freiberufler konnten von dem was sie verdient haben, nicht leben und mussten sich somit ein zweites Standbein suchen. Die Phase der Konsolidierung ist existent, es ist soweit, dass man sagen kann, es ist auch ein Aufwärtstrend zu sehen. Allerdings muss man das auch wieder genau differenzieren, denn meiner Einschätzung nach, ist der Bereich Internet erfolgreicher als die klassischen Medien, im Augenblick. Ich denke, dass sich dieses Thema mit der Medienkonvergenz wieder etwas verschieben wird, aber wer bereit ist, sich auf die neuen Medien einzulassen, kann einen guten Einstieg bekommen. Haben Sie für Berufseinsteiger einen Tipp, wie man es richtig machen kann? Der Einstieg ist natürlich das Schwierigste, ich denke nach wie vor, wer eine solide Ausbildung hat, hat schon einen großen Vorteil. Die Zeiten wo man als Quereinsteiger eine Chance hat sind fast vorbei, ab und zu gibt es solche Biographien. Die jungen Leute sollten sich da nichts vorgaukeln lassen, eine solide Ausbildung ist das A und O, allerdings sollte man neben einer Ausbildung auch die Möglichkeit nutzen Kontakte zu knüpfen. Ich will es mal so sagen, dass Vitamin B schadet nicht und man muss sich ja trotzdem noch Vorort beweisen aber manchmal braucht man schon ein Quellchen Glück um irgendwo reinzurutschen. In solchen Fällen ist es vielleicht ganz gut, wenn man jemanden kennt, den man nach einem Praktikum fragen kann, dann wenn man sich später bewirbt und vorher ein Praktikum gemacht hat, hat man auf jeden Fall bessere Chancen. |
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