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Medientage München

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"Der Mehrwert der Medien" lautete das Motto der diesjährigen Medientage in München.

Auch in diesem Jahr waren wieder zahlreiche interessante Panels und Events auf der Agenda.

Digitale Startschüsse

Zu den groß angekündigten Events gehörte sicherlich der Startschuss für hochauflösendes Fernsehen bei Pro7/Sat1. Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber gab gegen Mittag den offiziellen Startschuss für die Ausstrahlung von kostenlosen, hochauflösenden Programminhalten über zwei Satellitenkanäle.

Hochauflösend waren dabei allerdings nur die Sendetechnik (1920 mal 1080), nicht aber die Inhalte. Diese entstammen dem ganz normalen PAL- Programmsignal mit 576 sichtbaren Zeilen und werden zu HD hochkonvertiert. Es soll aber vereinzelt auch Ausstrahlungen von echten hochauflösenden Inhalten geben, so diese denn in HD vorliegen.

Richtig tragisch ist diese Mogelpackung allerdings nicht für die Zuschauer, denn es existieren gar keine Decoderboxen und Empfänger für die Darstellung des HD Signals. Und auch die theoretisch geeigneten schnellen Computer können die Programme nicht Darstellen, weil die es auch noch keine Steckkarten gibt, die den neuen Codec DVB-S2 umsetzen können.

Das digitale Free-TV sendet also bis auf weiteres ohne Zuschauer.

Panels

Schwerpunkte der diesjährigen Panels waren die Themenbereiche Medienpolitik, Werbung, Film/Produktion, Fernsehen, Hörfunk, Multimedia, Internet, Print, Medienkompetenz und Journalismus . Daneben gab es spezielle Firmenpanels sowie in der Medien-Arena Panels zum Thema Aus- und Weiterbildung.

Hier nur ein paar Beispiele aus dem breiten Angebot:

 

Donnerstag

Do. 10 Uhr: Filmrequisiten, Produktionskosten-Zuschüsse oder Schleichwerbung? 
Product Placement als rechtliche Grauzone für Werbetreibende

Do. 10 Uhr: gotoBavaria D-Cinema - Ewige Vision oder zukunftsnahe Realität?

Do. 16 Uhr:  FFF / KPMG Die Zukunft der Filmwirtschaft- Finanzielle und steuerliche Rahmenbedingungen deutscher Produktionen

Do. 14 Uhr: Die Flut der Bilder- Verantwortung im Bildjournalismus

 

Freitag

Fr. 14 Uhr  Verband Deutscher Medienfonds Medienfonds in Deutschland:
Standort Deutschland statt Stupid Money?

Fr. 10 Uhr  Pixelpark IPTV - Neues Fernsehen durch die Hintertür?
Status Quo, Ausblick, Potenziale von IPTV im deutschen Markt

Fr. 10 Uhr  Regulierung auf dem Prüfstand- Zur Zukunft der Landesmedienanstalten

Fr. 10 Uhr  Medien Arena- Film- und Fernsehausbildung zwischen Reality-TV und Filmpreis

Im Rahmen der Medientage wurden zudem diverse Medienpreise verliehen, insbesondere der CNN Journalist Award, der Bayerische Printmedienpreis, die Eyes & Ears Awards, der Camgaroo Award sowie der OnlineStar 2005.

Parallel dazu gab es im Erdgeschoss des Kongresszentrums eine Fachmesse mit zahlreichen Ausstellern der Medienindustrie sowie von diversen Medien-Ausbildungseinrichtungen.

Wir waren auf den Medientagen präsent, sowohl journalistisch in der Berichterstattung, als auch indirekt bei einer Veranstaltung des Mediencampus Bayern und der Macromedia Akademie, an der Mathias Allary, Gründer des Movie-College, teilnahm:

Diskussionsrunde

Benedikt Röskau, Prof. Heiner Stadler und Prof. Mathias Allary auf dem Panel des Mediencampus Bayern  

Film- und Fernsehausbildung zwischen Reality-TV und Filmpreis 

Podiums-Workshop für den Nachwuchs in der "Medien-Arena" bei den Medientagen München 2005 am Freitag, dem 28.10. um 10.00 Uhr

Um das Spannungsfeld zwischen Anspruch und Realität geht es beim Expertengespräch in der Medienarena - dem Vortragsforum des Mediencampus Bayern e.V. "Wir wollen denen, die den Berufsweg zum Film und Fernsehen einschlagen wollen, eine realistisches Bild des Arbeitsbereichs verschaffen sowie Zukunftsperspektiven aufzeigen" äußert sich Regisseur Mathias Allary zum Inhalt der ca. 45-minütigen Veranstaltung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Es diskutierten folgende Experten:

- Benedikt Röskau, als Drehbuchautor für Kinofilme wie Eigernordwand, Das Wunder von Lengede, Die Fliege, Der Fahnder, Contergan etc. und zahlreiche TV-Produktionen einer der erfolgreichsten Filmschaffenden seines Fachs.

- Prof. Heiner Stadler, Dokumentarfilmer, und Inhaber des Lehrstuhls für Dokumentarfilm und Fernsehpublizistik an der Hochschule für Film und Fernsehen, München. Von 1982 bis zu seiner Berufung an die Hochschule 2004 hat er das Genre Dokumentarfilm als Regisseur maßgeblich geprägt.

- Prof. Mathias Allary, Regisseur und Produzent zahlreicher Dokumentations- und Spielfilme. Er ist Professor und Lehrgangsleiter Film und Fernsehen an der Macromedia Fachhochschule der Medien. Sein "Movie College", die größte Filmschule im Internet wurde 2001 und 2002 für den Grimme Online Award für Medienkompetenz nominiert. Allary lehrt auch an der Fachhochschule Würzburg.

 
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Titel:   Medientage 2005
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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