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Werbung, wenn man nicht damit rechnet.
Effektiv?

Sonderwerbeformen

Zu Sonderwerbeformen zählen zur Zeit u.a. Sponsoring, Gewinnspiele, Events, Kooperation, Produktproben, Promotion und Splitscreens. Jedoch könnten diese Formen in einem Jahr schon wieder zu den klassischen Formen zählen, da ständig neue Methoden entwickelt werden und man sich an die 'Neuheiten' schnell gewöhne. Das Besondere an dieser Werbeform sei, dass das Produkt in eine Geschichte integriert ist und damit nicht im Vordergrund stehe. Die Werbung sei um eine Idee herumgebaut, die man überall da trifft, wo man Werbung nicht vermutet. Pedro Anacker, von Ambient Media beschrieb es folgendermaßen: Alle Objekte des täglichen Gebrauchs könne man für die Kommunikation einer Werbebotschaft nutzen. Es müsse der Zielgruppe entsprechend sein und der primäre Nutzen sei, zumindest nach außen hin, nicht die Werbung. Es sei mehr Entertainment, so dass die Zielgruppen ihre Aufmerksamkeit darauf lenken. Überall kann es platziert werden: für ‚Businessmen' im Mietwagen am Flughafen, für Jugendliche in der Szenegastronomie, in Kinos und Unis, oder beim Sport, an den Zapfsäulen für Tankstellen, in der Schule und in der Dusche vom Fitnessstudios, oder eben im bekanntesten Medium: der Fernseher. Die Regeln um Sonderwerbeformen anzuwenden seien dabei: Programm- bzw. Zielgruppenverträglichkeit, Einhaltung der Werberichtlinien, und ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Werbung, wenn man nicht damit rechnet.

Während in einer Gerichtsshow die nächste Zeugin eintritt wird ein kurzer Werbespot eingebettet. Es gibt 'nur 30 Sekunden Werbungen', damit man auf dem Sender bleibt, um den Film nicht zu verpassen. Um Produkte herum werden ganze Sendungen gebaut, wie beim Good Year Automagazin in Sat1. Oder ein UV-Sonnesschutzmittel präsentiert das Wetter. Eine andere Möglichkeit sind Gewinnspiele, wie das Fructi Style Surf Gewinnspiel auf MTV, bei dem Werbung für MTV und Fructis gemacht wird, und die Zuschauer nebenbei etwas gewinnen können, oder die "Sponge Bob" Werbung auf Super RTL verbunden mit Signal-Produkten. Werbung wird auch in Ankündigungen von TV-Shows mit hineingepackt. Siehe Baileys und "Friends" und die Autowerbung mit "Sex in the City". Das ganze läuft darauf hinaus, dass man die Kunden nicht umschalten lässt, ihre Aufmerksamkeit durch Entertainment und Infotainment im Vordergrund erregt und ihnen ganz nebenbei ein Produkt verkauft.

Effektiv?

Sonderwerbeformen hätten einen höheren Erinnerungswert, als normale Werbformen, dienten aber trotzdem den klassischen Werbeformen, wie einen TV-Spot, nur als Ergänzung. Jedoch würdem gerade diese die Kampagneneffektivität steigern, so Ricardo Miquelino, Director der Universal McCann Entertainment Group in Hamburg. Aber erinnern Sie sich eigentlich noch, dass Vodafone "Deutschland sucht den Superstar" präsentierte und als Sponsor auftrat? Laut Umfrage erinnern sich nur 7% der Befragten daran. Diese Form biete aber auch noch weitere Vorteile. Bei Kooperationen zum Beispiel könnten Marken gegenseitig ihr Image nutzen und so Kosten einsparen. Auch werden diese Formen als weniger belästigend gesehen. Nur 11% befinden es als Belästigung, 46% behaupten es hätte keine Wirkung auf sie und bei 43% hat man eine positive Resonanz festgestellt. Sie seien qualitativ hochwertig und werden freiwillig und positiv konsumiert. Jedoch sind die klassischen Formen immer noch beliebter, da die Umsetzung von Sonderwerbeformen sehr aufwändig sei und man den Kunden oftmals die komplexere Idee nur schlecht vermitteln könne. Auch sei es keine breite Möglichkeit zu werben, denn die Sonderwerbeformen sind immer auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten und man könne sie nur in in großen Städten anwenden.

Kathrin Metzner, 25.10.2003

 
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Titel:   Sonderwerbeformen
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