Ray Harryhausen ist tot. Der legendäre
Trickfilm-Pionier ist im Alter von 92 Jahren gestorben, wie
seine Familie der „Ray and Diana Harryhausen“-Stiftung
mitteilte.
Harryhausen, der seine Faszination für
das Kino und Monster, durch den ersten „King Kong“-Film
Anfang der 30er Jahre bekam, versuchte sich schon als
Dreizehnjähriger mit einer 16-mm-Kamera und einem
selbstgebastelten Stop-Motion-Saurier.
1946 kam Harryhausen mit „King Kong“-Schöpfer Willis
O`Brien zusammen und wurde Chef-Animator des Gorillafilms
„Panik um King Kong“.
Drachen, Monster, Skelettkrieger mit
Schwertern und Schildern, UFO´s, oder der sechsarmige Shiva,
all diese kuriosen Gestalten weckte Harryhausen in seinen
Filmen zum Leben. Klassiker von ihm sind „Panik um King Kong“,
„Das Grauen aus der Tiefe“, „Fliegende Untertassen
greifen an“, oder „Sinbads 7. Reise“
1992 erhielt der in London lebende Künstler
einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk.
Am 28 Juni 2013 ist es wieder soweit, das 31.
Internationale Filmfest in München öffnet seine
Pforten.
Nicht nur rund 180 neue Filme, sondern
auch aktuelle Themen und modernste Kino-Technik werden dort
präsentiert.
Neben dem Festivalzentrum Gasteig werden
dieses Jahr 6 andere Kinos in München (Rio Filmpalast,
Filmmuseum, City Kinos, HFF, ARRI Kino, Kinos Münchner
Freiheit) die Filme vorführen.
Dieses Jahr hat sich das Filmfest
München zwei neue Spezialgebiete ausgedacht. Das
Games-Special, sowie das Serien-Special. Mehr dazu wird in
einigen Wochen offiziell bekannt gegeben.
Auch das Kinderfilmfestival findet heuer
wieder statt und sorgt für Unterhaltung.
Das komplette Programm des Filmfests
München 2013 wird am 10. Juni veröffentlicht und der
Online-Kartenverkauf startet am 17. Juni. Wir freuen uns
drauf!
Ist die neu reformierte Zwangsabgabe, die seit Januar 2013
von jedem Haushalt und jedem Unternehmen gezahlt werden muss,
etwa gesetzeswidrig?
Zu diesem Schluss kommt zumindest
die 29-jährige Anna Terschüren in der von ihr verfassten
Doktorarbeit zum Thema "Reform der Rundfunkfinanzierung
in Deutschland". Der Rundfunkbeitrag sei in vielerlei
Hinsicht "gleichheitswidrig" und müsste zudem als
Steuer gelten, da er "voraussetzungslos" und ohne
jegliche individuelle Gegenleistung entrichtet werden müsse.
Ironischerweise
arbeitet die Verfasserin dieser kritischen These ausgerechnet
in der Hauptabteilung Finanzen des NDR. Doch bisher habe sie
an ihrem Arbeitsplatz noch niemand auf ihre Doktorarbeit
angesprochen.
Terschürens Meinung haben sich inzwischen
schon einige Verfassungsrechtler angeschlossen, unter anderem
auch der bayerische Jurist Ermano Geuer, der nun eine
Popular-Klage gegen den Rundfunkbeitrag eingereicht hat.
Doppelter Erfolg für Österreich: Schauspieler Christoph
Waltz bekam für seine Rolle als Kopfgeldjäger in
"Django Unchained" den Oscar für den besten
Nebendarsteller überreicht und Regisseur Michael Hanekes
Sterbedrama "Liebe" wurde von der Jury als bester
nicht-englischsprachiger Film ausgezeichnet.
Ganze
vier Oscars gingen an Ang Lees "Life of Pi",
wohingegen Steven Spielbergs Historiendrama
"Lincoln" von seinen 12 Nominierungen
"nur" 2 auch wirklich erhielt. So verlief der Abend
für Spielberg sicherlich ein wenig enttäuschend, während
sein Regie-Kollege Quentin Tarantino den Oscar für das beste
Drehbuch ("Django Unchained") für sich gewinnen
konnte.
Enttäuschenderweise wurde Benh Zetlins
beeindruckendes Regie-Debüt "Beasts of the Southern
Wild" bei der Preisverleihung ebenso übergangen wie
Kathryn Bigelows Thriller "Zero Dark Thirty".
In
der Kategorie Animationsfilm setzte sich das schottische
Abenteuer "Merida - Legende der Highlands" durch und
der Titelsong "Skyfall" des gleichnamigen neuen
James Bond Abenteuers wurde zum besten Filmsong gekürt.
Insgesamt
betrachtet verlief die Preisverleihung sehr angenehm und
reibungslos - jetzt kann erst einmal wieder ein wenig Ruhe in
Hollywood einkehren, bis zur nächsten Preisverleihung in
einem Jahr, wenn es dann wieder heißt "And the Oscar
goes to....."
Hier noch einmal alle Preisträger auf
einen Blick:
Bester Film: "Argo"
Beste
Regie: Ang Lee ("Life of Pi")
Beste
Hauptdarstellerin: Jennifer Lawrence ("Silver Linings
Playbook")
Bester Hauptdarsteller: Daniel
Day-Lewis ("Lincoln")
Beste Nebendarstellerin:
Anne Hathaway ("Les Misérables)
Bester
Nebendarsteller: Christoph Waltz ("Django Unchained")
Die konservative Regierung Spaniens musste bei der
Goya-Preisverleihung am 17.02.2013 harsche Kritik von vielen
Seiten einstecken.
So beklagte unter anderem die Preisträgerin Candela Pena
die Sparmaßnahmen der Regierung, die insbesondere das
Gesundheitswesen, sowie den Bildungssektor stark belasten.
Weitere Kritikpunkte von anderen Preisträgern folgten, so
beklagte auch Regisseur und Preisträger Pablo Berger die von
der Regierung vorgenommen Wohnungsräumungen.
Der Präsident der Filmakademie beklagte vor allem die von
der Volkspartei drastisch erhöhte Mehrwertsteuer für Kultur,
die den Kinos und der Filmbranche im Allgemeinen schweren
Schaden zufügen würde.
Auch der international erfolgreiche Schauspieler Javier
Bardem, der einen Preis für den besten Dokumentarfilm
erhielt, übte Kritik an der spanischen Regierung.
Inwiefern diese öffentlichen Anschuldigungen Wirkung haben
werden, wird sich zeigen, aber zumindest wurde an dem Abend
ein eindeutiges Zeichen gesetzt, dass sich in der Politik
etwas ändern muss.
Er gehörte zu den revolutionärsten Regisseuren Japans -
sein berühmtestes Werk "Im Reich der Sinne" sorgte
in den 70er Jahren für Skandale und Aufschreie in der
gutbürgerlichen Gesellschaft. Von den Kritikern gefeiert,
aber von der Justiz als Pornographie beschimpft, durfte der
Film erst nach einigen Jahren des Überdenkens und Prüfens
wieder der Öffentlichkeit preisgegeben werden.
Geboren 1932 in Kyoto, schloss Nagasi Oshima zunächst sein
Studium der Rechtswissenschaft und politischen Geschichte ab,
bis er sich Anfang der 60er Jahre ganz dem Filmemachen
verschrieb.
In seinen Werken stieß er stets an die moralischen Grenzen
der damaligen Zeit und gelangte schon bald als "Godard
Japans" zu Ruhm und Ehre.
Sein Durchbruch gelang ihm schließlich 1976 mit dem
Erotikfilm "Ai no corrida" ("Im Reich der
Sinne") und von da an ließ ihn das Thema Sexualität,
verbunden mit Gewalt, nicht mehr los. Zu seinen bedeutendsten
Werken zählen unter anderem auch "Im Reich der
Leidenschaften", "Max, Mon Amour" und "Furyo
- Merry Christmas, Mr. Lawrance".
Nach einer 14-jährigen Pause erschien im Jahr 2000 Oshimas
letzter Film, das Samurai-Drama "Gohatto"
("Tabu") in den Kinos, in dem er erneut das Thema
Gewalt und Erotik zur Sprache brachte.
Am Dienstag erlag Nagasi Oshima im Alter von 80 Jahren
einer Lungenentzündung - und mit ihm ging ein wichtiger Teil
der japanischen Filmkultur.
Gottschalk kassierte jahrelang zusammen mit seinem Bruder
Millionensummen für Werbung in der Fernsehshow "Wetten
dass", so berichtet der Spiegel.
Die von Christoph Gottschalk gegründete Firma "Dolce
Media" bietet seit Jahren zahlungswilligen Unternehmen
an, ihre Produkte in Deutschlands größter Fernsehshow als
heimliche Reklame zu platzieren. Das belegen nun aufgetauchte
Verträge die Dolce Media mit DaimlerChrysler und Solarworld
geschlossen hat.
In den Verträgen wurde anhand von Regieanweisungen die
Dauer, sowie auch der Moderationstext festgelegt. 1.250.000
Euro zzgl. Mehrwertsteuer blätterte Daimler für die
verbotene Schleichwerbung pro Jahr hin, hinzu kam noch ein
Mercedes für Gottschalk selbst.
Für den Autokonzern, so ein Sprecher, stellte sich nie die
Frage, ob der Vertrag gegen den Rundfunkstaatsvertrag oder die
Werbe- und Sponsoringrichtlinien des ZDF verstieß. Dolce
Media hatte durch eine "Kooperationsvereinbarung mit dem
ZDF" den rechtlichen Weg gewährleistet.
Dolce Media hat, aufgrund der Verschwiegenheitsklausel,
bisher noch keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht.
Seit der Bayerische Landtag im Mai 2011 den erhöhten, an
die GEZ zu zahlenden Zwangsabgaben zugestimmt hat, häufen
sich die Beschwerden großer Filialen - nun klagt die
Drogeriekette Rossmann gegen die am 1. Januar in Kraft
getretene Neuregelung.
Die verlangte Rundfunkgebühr hat sich im Vergleich zu den
letzten Jahren um rund 500 Prozent erhöht, sodass Rossmann
nun statt 40.000 Euro Jahresbeitrag über 200.000 Euro an den
"ARD-ZDF-Deutschlandradiobeitrags-Service" (früher
GEZ) zahlen müsste, wobei mögliche Zusatzkosten durch die
Übernahme der Schlecker-Filialen in diese Rechnung noch nicht
mit einbezogen seien.
Klarere Regeln für die Wirtschaft hatte sich die GEZ von
ihren neuen Vereinbarungen versprochen, die Zahlungen der
Unternehmen seien nun von drei Faktoren abhängig: Der Zahl
der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der
Betriebsfahrzeuge. Doch für große Ketten mit vielen
Standorten, wie z.B. Rossmann, wirken sich diese Regelungen zu
ihrem Nachteil aus.
In der Klage beruft sich die Firma auf das aus ihrer Sicht
verletzte Gleichheitsgebot, denn nach den neuen Regeln müssen
Unternehmen mit vielen Filialen deutlich mehr zahlen als
Betriebe mit nur einem Standort, auch wenn die Mitarbeiterzahl
dieselbe ist. Des Weiteren bezweifelt Rossmann die
Allgemeinnützigkeit einer solch drastischen Gebührenerhöhung,
die nicht automatisch den staatlichen Radiosendern mehr Geld
zukommen lassen würde.
Die öffentlich-rechtlichen Sender wehren sich gegen die
Vorwürfe - insgesamt gesehen seien die Unternehmen weniger
belastet als durch die bisherigen Rundfunkgebühren. Vor allem
kleine Betriebe und Hotels profitieren von der Neuregelung.
Für alle, die sich mit der vielschichtigen Thematik
der richtigen Lichtsetzung tiefer beschäftigen möchten,
bietet der Kameramann und Licht-Spezialist Dedo Weigert 2013
wieder zahlreiche Weiterbildungs- möglichkeiten
an.
Die verschiedenen Lichtworkshops konzentrieren sich
hierbei auf die unterschiedlichsten Schwerpunkte, sodass jedes
Interessengebiet bedient wird.
Besonders interessant:
Termine:
Mittwoch, 30. Januar 2013: Themenkreis Professionelle
Lichttechnik
Themenschwerpunkte: Stand der Technik, Bewertungsmethoden
der Farbwertigkeit - auch von LEDs, Technische und kreative
Eigenschaften verschiedener Systeme, Präsentation neuester Lichttechnik
von dedolight, Kino Flo, TECPRO
Wann: 10:00 Uhr
Wo: Sturm Plaza, Karl-Weinmair-Str. 6, 2. Etage, 80807
München
Dauer: ca. 4 Stunden
Im Anschluss: Touch and Play, Fragen und Diskussion
Um 18:30 Uhr folg eine Wiederholung der Präsentation für
alle, die tagsüber beschäftigt sind
(kostenlos, Anmeldungen senden Sie bitte bis spätestens
Freitag, 25.01.2013 an event@dedoweigertfilm.de)
Donnerstag, 31. Januar 2013: Make Light Work - Make Work
Light
Lichtworkshop Interview- u. Portrait-Licht mit Dedo Weigert
Wann:10:00 Uhr bis 14:00 Uhr (und 18:30 bis 22:00*)
Wo: Sturm Plaza, Karl-Weinmair-Str. 6, 2. Etage, 80807
München
* Um 18:30 erfolgt eine Wiederholung des Workshops für
diejenigen, die tagsüber beschäftigt sind
(kostenlos, Anmeldungen senden Sie bitte bis spätestens
Freitag, 25.01.2013 an event@dedoweigertfilm.de)
Weitere Infos zu diesen und anderen Workshops von "Dedo
Weigert Film" finden Sie auf der Firmenwebsite
Jeder kennt es - das wohl berühmteste englische Lied aller
Zeiten. Doch die Nutzungsgebühren für die simple Melodie
sind enorm hoch und bringen dem Inhaber der Rechte, Warner
Music, jährlich Einnahmen in Millionenhöhe ein. Bis 2030 hat
sich das Unternehmen die Rechte sichern lassen und das obwohl
die eigentliche Herkunft des Liedes ungeklärt ist. Die
Melodie des "Happy Birthday"-Songs soll 1893 von
zwei Kindergärtnerinnen erfunden worden sein, aber wer den
dazugehörigen Text beisteuerte, ist unbekannt. Und obwohl
1980 sogar nachgewiesen werden konnte, dass der Song eine
unverhohlene Nachahmung eines bayerischen Volkstanzes ist,
klammert sich Warner Music weiterhin an die profitbringenden
Rechte.
Jetzt aber soll dieses Monopol gebrochen werden: Denn das
Free Music Archive (FMA) ruft mit dem "Happy Brithday
Song Contest" jeden musikalisch Ambitionierten ab 13
Jahren dazu auf, alternative Geburtstagskompositionen
einzureichen, die möglichst genauso gute Ohrwurm-Qualitäten
vorweisen sollten, wie der ursprüngliche Song. Ab dem 13.
Januar 2013 wird sich dann entscheiden, welcher
Alternativsong von "Happy Birthday" von nun an
copyrightfrei für alle verwendbar sein wird.
Der in München geborene Regisseur Michael Haneke ("Das
Weiße Band") bekommt für sein neues Werk
"Liebe" insgesamt vier europäische Filmpreise
verliehen. Unter anderem erhielt das Drama über die Würde im
Alter und im Tod den Preis für den besten Film und die beste
Regie. Zum zweiten Mal in Folge wurde der in Österreich
lebende Filmemacher mit dem begehrten Filmpreis ausgezeichnet.
Schon 2005 erhielt er für den atmosphärisch dicht erzählten
Thriller "Caché" den Hauptpreis und eine
Auszeichnung für die beste Regie. Vor drei Jahren war er mit
dem schwarz-weiß Drama "Das Weiße Band" vertreten
und gewann ebenfalls in den beiden wichtigsten Kategorien.
Am 28. und 29. November 2012 findet im
Humboldt-Carré in Berlin zum zehnten Mal das
deutsch-französische Filmtreffen statt. Organisiert wird
dieses alljährliche Branchentreffen vom Verein "Das
deutsch-französische Filmtreffen", zusammen mit
"German Films" und "Unifrance Films". Mit
über 300 erwarteten Gästen dient es in erster Linie dem Erfahrungsaustausch
von ausgewählten Film-Fachleuten aus beiden Ländern, wobei
in zahlreichen Panels und Diskussionsrunden Gemeinsamkeiten
und Differenzen der beiden Länder in Hinsicht auf Produktion
und Verleih zur Sprache kommen werden. Geladene Referenten
sind u.a. der Präsident des Centre National de la
Cinématographie (CNC) Eric Garandeau, der Leiter für
Internationales beim Centre National de la Cinematographie
Frédéric Bereyziat, FFA Vorstand Peter Dinges und der Leiter
der Société des Auteurs et Compositeurs Dramatiques Pascal
Rogard.
Am 1. Dezember findet zum 25. Mal die Europäische
Filmpreisverleihung statt, dieses Jahr wurde der Staat Malta
zum Austragungsort der Veranstaltung erkoren. Gleich zwei
deutschsprachige Produktionen konkurrieren um die begehrten
Preise: Christian Petzolds DDR-Melodrama "Barbara"
ist nicht nur für den Europäischen Filmpreis nominiert,
sondern geht auch in der Kategorie "Beste
Schauspielerin" an den Start, während Michael Hanekes
Sterbedrama "Liebe" sogar in sechs Kategorien
nominiert wurde (u. A. in den Kategorien "Bester
Film", "Bester Regisseur", "Beste
Schauspielerin" und "Bester Schauspieler").
Aus
Großbritannien hat Steve McQueens Drama "Shame" in
fünf Kategorien Chancen auf einen Preis. Ebenfalls in fünf
Kategorien nominiert ist Thomas Vinterbergs "Die
Jagd" (Dänemark) und in Frankreich setzt man alle
Hoffnungen auf den Überraschungskinohit "Ziemlich beste
Freunde" von Olivier Nakache und Eric Toledano.
Die Walt Disney Firma kauft für 4,05 Milliarden US-Dollar
(3,1 Milliarden Euro) Lucasfilm, die von George Lucas
gegründete Produktionsfirma, die durch bisher sechs Star-Wars
Episoden und die Indiana Jones Tetralogie zu internationalem
Ruhm gelangte und plant "Star Wars 7". Disney
besitzt außerdem das Unternehmen Pixar, das nur Animationen
kreiert, die US-Fernsehsender ESPN und ABC ausstrahlen.
Am 9. und 10. November treffen zum zweiten Mal Drehbuchautoren
aus aller Welt, darunter auch namhafte Teilnehmer, bei der
Internationalen Drehbuchautoren-Konferenz zusammen. Nachdem
die Konferenz schon im Jahr 2009 mit großem Erfolg in Athen
stattgefunden hatte, öffnet die Tagung nun in Barcelona ihre
Pforten. Dieses Jahr wird der Schwerpunkt der
Diskussionsrunden auf den internationalen Entwicklungen im
Filmgeschäft liegen, aber auch nationale Begebenheiten werden
vergleichend betrachtet. Eine große Rolle bei der
Organisation der Konferenz spielte der Verband Deutscher
Drehbuchautoren (VDD), der auch in diesem Jahr in Barcelona
vertreten sein wird.
Der VDD wird nach Abschluss der Konferenz auf seiner
Homepage einen Tagungsbericht veröffentlichen.
Auch dieses Jahr präsentieren die wichtigsten Unternehmen und
Verbände der Medienlandschaft sich selbst und ihre Neuerungen
auf den Medientagen in München (24.-26. Oktober). Aktuelle
Themen wie 3D-Fernsehen, Hybrid-TV, Mobile-Media oder auch
Produktion und Streaming werden angesprochen. Außerdem finden
viele Podiumsdiskussionen, Vorträge und Workshops zu allen
relevanten Bereichen in Film und Fernsehen statt. Über die
Neuerungen und Eindrücke werden wir natürlich wieder
berichten.
Die für die digitale Agenda zuständige EU-Komissarin Neelie
Kroes kritisiert den umständlichen Vermarktungsprozess von
Kinofilmen. Der aktuelle Weg vom Kinofilm über die DVD bis
hin zur Online-Veröffentlichung fördere das illegale
Online-Streaming neuester Blockbuster. Der moderne Zuschauer
wünsche sich eine schnellere Möglichkeit Filme online
erwerben zu können. Gegenwehr kommt aus der Filmbranche, die
befürchtet keine nationalen Verleiher für neue Kinofilme
mehr begeistern zu können, wenn diese direkt nach
Veröffentlichung schon online erhältlich sind. Eine
gesetzliche Regelung kündigt die Komissarin aber nicht an.
Unter einem faschen Namen veröffentlichte die ehemalige
Fernsehfilmchefin des NDR Doris Heinze mehrere eigene
Drehbücher und die ihres Mannes Claus Strobel (63) und
verhalf ihnen auch zur Umsetzung. Nun hat das Landgericht die
63 Jährige zu einem Jahr und 10 Monaten wegen Betrug, Untreue
und Bestechlichkeit verurteilt. Die Strafe wurde auf
Bewährung ausgesetzt und fiel deutlich unter der Forderung
der Staatsanwaltschaft aus. Diese forderte eine
Freiheitsstrafe von drei Jahren. Ihr Mann wurde mit einer
Geldstrafe von 3240 Euro bestraft.
Bis März 2013 wird die Herstellung und der Vertrieb des
herkömmlichen Filmmaterials nach Kodak nun auch bei Fujifilm,
dem bis dato zweitgrößten Produzenten des Materials,
eingestellt. Der Grund sind die mittlerweile fast
ausschließlich digital produzierten Kino- und Fernsehfilme
und die damit verbundene drastisch gesunkene Nachfrage nach
klassischem Filmmaterial. Die Herstellung von Film zum Zweck
der Langzeitarchivierung sowie für analoge Fotokameras soll
jedoch weiterhin fortgeführt werden.
Damit wird weltweit nirgendwo mehr Film als Trägermaterial
hergestellt. Zukünftig werden so im Kino und im Fernsehen
ausschließlich digitale Produktionen zu sehen sein.
Die deutsche Einreichung für die Oscars 2013 steht fest:
"Barbara" von Regisseur Christian Petzold. Die
Entscheidung dürfte jedoch nicht ohne Hintergedanken gefallen
sein. Amerika hat eine festgefahrene Vorstellung von Filmen,
die aus Deutschland kommen: Sie müssen entweder vom dritten
Reich oder (seit "Das Leben der Anderen") von der
Teilung des Landes handeln. Vor allem auch deshalb schieden
andere mögliche deutsche Beiträge wie "Abschied von den
Fröschen" (Peter Scharmoni) oder Til Schweigers
"Schutzengel" von vornherein aus. Dass
"Barbara" allerdings tatsächlich dabei ist, wenn am
24. Februar nächsten Jahres im ehemaligen Kodak Theatre die
Umschläge geöffnet werden, ist dennoch kaum wahrscheinlich.
Denn "Barbara" setzt im Gegensatz zum
oscarprämierten "Das Leben der Anderen" nicht so
sehr auf große Hollywoodtöne. Das dürfte eben dort weniger
auf Zustimmung stoßen.
ARD und ZDF haben die Verträge mit den privaten
Kabelnetzbetreibern zum Jahresende gekündigt. Sie wollen
nicht mehr für die Ausstrahlung ihrer Programme an die drei
großen privaten Kabelnetzbetreiber bezahlen. Bisher zahlten
sie laut eigenen Angaben rund 60 Millionen Euro. Nun zieht
Kabel Deutschland, der größte der drei Anbieter vor Gericht.
Adrian von Hammerstein, Vorstandsvorsitzender von Kabel
Deutschland sagte gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen
Zeitung": "Wir sind davon überzeugt, die richtigen
Argumente auf unserer Seite zu haben und sind entschlossen,
unsere Position vor Gericht durchzusetzen".
Die öffentlich-rechtlichen Sender hatten bereits bei der
Kündigung der Verträge im Juni erklärt, dass es nicht
mehr zeitgemäß sei, Geld für die Verbreitung ihrer
Programme an die privaten Netzbetreiber zu zahlen, da
diese Einspeiseentgelte historisch begründet sein. Die
Regelung stamme aus der Zeit, als die frühere Bundespost die
Kabelinfrastruktur aufgebaut hatte.
Falls eine Einigung nicht erreicht werden sollte, will
Kabel Deutschland auf die Einspeisung wichtiger Programme von
ARD und ZDF verzichten. Selbst dann müssen aber die
Hauptprogramme wie etwa die Tagesschau (aufgrund einer
Must-Carry-Regel im Rundfunkvertrag) weiterlaufen.
Die Schauspielerin Susanne Lothar ist am 25.6.2012 im alter
von einundfünfzig Jahren verstorben.
Sie war eines der größten Talente in der deutschen Film,- und
Fernsehlandschaft. Ihre Karriere begann
allerdings zunächst am Theater.
Sie spielte zunächst am Hamburger Thalia-Theater.
Ihren Durchbruch feierte sie in Peter Zadeks Inszenierung
Lulu.
Für ihr Filmdebüt in "Eisenhans" (1983) erhielt
sie den Bundesfilmpreis. Auch in "Das weiße Band"
von Michael Haneke spielte sie mit.
Ab 1997 war sie mit dem Schauspieler Ulrich Mühe verheiratet
der 2007 an Krebs starb.
In Erinnerung bleibt eine großartige Schauspielerin, die vor allem
für ihre überzeugende Darstellung schwieriger, emotionaler
Rollen bekannt war.
Neue
FFA-Studie belegt, dass Ende 2011 jeder zweite Kinosaal
digitalisiert war.
Die FFA (Filmförderungsanstalt) hat in
einer neuen Studie mit dem Titel „Struktur der Kinosäle in
der Bundesrepublik Deutschland 2003 bis 2011“ belegt, dass
am Jahresende 2011bereits jeder zweite deutsche Kinosaal
digitalisiert war.
Unterstütz wurde die Mehrheit davon, durch die
Digitalisierungsförderung von FFA (83 %), Bund (62 %) und Ländern
(72 %). Der Studie zu folge waren zu Ende letzten Jahres
insgesamt 2252 Kinosäle in 1032 Spielstätten mit einer
digitalen Projektion ausgestattet, von denen 1353 – fast
jede dritte Leinwand (29 %) – 3D-tauglich sind.
Nach eigenen Angaben beabsichtigten die Kinobetreiber
innerhalb der nächsten zwei Jahre für mehr als drei Viertel
ihrer Leinwände (78 %) eine Um- oder Aufrüstung auf digitale
Vorführtechnik – fast jede zweite davon (44 %) mit
3D-Technologie. Lediglich jede fünfte Leinwand (22 %) soll
nach dem Willen ihrer Betreiber vorerst – zum großen Teil
aus Kostengründen (31 %) – nicht umgerüstet werden.
Zwischen 2003 und 2011 modernisierten die Deutschen
Kinobetreiber etwa zwei Drittel ihrer Kinos, dabei
wurden allein im letzten Jahr 21% der Investitionen getätigt.
95% der Kinos bedienen sich des Internets
um Ihr Programm zu bewerben. Über die Hälfte bot sogar die Möglichkeit
an, online Tickets zu reservieren und bei 29% konnte man sie
sogar online kaufen.
Die Daten der Studie wurde durch
schriftliche Befragungen der Kinobetreiber und durch die
FFA-Datenbank erhoben. Um die Vergleichbarkeit mit Daten aus
den zurückliegenden Jahren zu ermöglichen, blieben für die
Erhebung grundsätzlich die Ergebnisse von neu oder wiedereröffneten
und geschlossenen Kinos sowie Sonderformen unberücksichtigt.
Für die Auswertung
zum digitalen Kinobestand und den digitalen Rollout
wurden zusätzlich Marktdaten berücksichtigt. So treffen die
Aussagen auf 89% des deutschen Kinosaalbestands zu.
Bei dieser Studie handelt es sich bereits um die elfte
Auflage. Sie umfasst die Jahre 2003-2011.
Mitglieder des „Chaos Computer Club“
haben auf einen offenen
Brief geantwortet, in dem 51 Tatort-Autoren eine
Ausweitung des Urheberrechts gefordert hatten.In seiner Antwort
argumentierte der deutsche Hacker-Verein, dessen Mitglieder
sich selbst als Urheber sehen, dass der eigentliche Konflikt
nicht zwischen Urhebern und Konsumenten bestünde, sondern
zwischen Urhebern und den Verwertungsgesellschaften:
„Das
Tragische ist doch, dass wir beide Opfer des
Verwertungssystems sind. Ihr schuftet Euch seit Jahren für
die Verwertungsindustrie ab und habt so viele Eurer Rechte
weggegeben, dass weder Ihr noch Eure Nachfahren von der verlängerten
Urheberrechtsschutzfrist etwas haben. Das ist bloß ein
Verhandlungsmittel, mit dem Ihr zu reduzieren hofft, wie doll
Euch die Verwertungsindustrie abzockt. Wir kämpfen eigentlich
auf derselben Seite, aber Ihr merkt es nicht einmal.“
Der Chaos Computer Club fordert seit
schon seit Längerem eine Reform des Urheberrechts, basierend
auf dem Vergütungskonzept der „Kulturwertmark“.
Ein legendärer Drehbuchautor ist von uns
gegangen...
Mit seinen einflussreichen Drehbüchern
hat er nicht nur sich selbst, sondern auch seinen Freunden
Federico Fellini und Michelangelo Antonioni, zu großer Ehre
und Ruhm in der Filmbranche verholfen. Als Lehrer ausgebildet,
verfasste er bereits frühzeitig lyrische Werke in
Deutschland. Später in Rom hat er sich dann dem Film gewidmet
und angefangen erstklassige Drehbücher zu schreiben. Ihm
verdanken wir Meisterwerke wie "L'eclisse" (1962,
Michelangelo Antonioni), "Amarcord"
(1973, Federico Fellini) und "Reise nach Kythera" (1984,
Theo Angelopoulos) für den er sogar auf den Internationalen
Filmfestspielen in Cannes die Auszeichnung für das beste
Drehbuch erhalten hatte.
Mit 92 Jahren ist der Italiener schließlich
krankheitsbedingt nahe bei Rimini gestorben. Doch können wir
mit Glück sagen, dass er uns mehr als 120 Filme hinterlassen
hat, an denen er mitgewirkt hat, ein Kulturerbe für die
Ewigkeit.
Christine
Strobl als neue Degeta-Chefin vorgeschlagen.
Am Dienstag wurde es offiziell.
SWR-Fernsehspielchefin Christine Strobl wurde als neue
Degeto-Chefin vorgeschlagen. Ihre Chancen stehen gut, der
Aufsichtsrat gab bereits sein OK, jetzt fehlt nur noch das der
Gesellschafterversammlung.
Von Dagmar Reim kam der Vorschlag,
Frau Strobl als Ablöse von Bettina Reitz zu wählen. Frau
Reitz wird am 1. Juni wieder als Fernsehdirektorin zum BR
zurückkehren.
Laut Dagmar Reim gehöre "Christine
Strobl […] zu den Talenten der ARD. […] Sie ist eine
herausragende Teamspielerin mit ausgeprägter
Führungskompetenz." Aber nicht Frau Reim schwärmte ihn
höchsten Tönen. Nach SWR-Intendant Boudgoust hat sich
"Christine Strobl […] in kürzester Zeit einen
glänzenden Ruf in der ARD und in der Filmszene erarbeitet.[…]
Christine Strobl ist die richtige Frau zur richtigen Zeit am
richtigen Ort."
Die Führungsarbeiten der Degeto
sollen außerdem in Zukunft wieder aufgeteilt werden. Hierbei
wird Christine Strobl vor allem für die Inhalte zuständig
sein, und Kurt Bellmann, bzw. dessen Nachfolger, der sich den
Finanzen und der Verwaltung widmet.
I
FEEL AS IF MY BODY—OR, AT LEAST MY BODY OF WORK—HAS BEEN
VIOLATED BY THE MOVIE, “THE ARTIST.”
Mit diesen Worten beginnt Kim Novaks
Wutausbruch in der Zeitschrift „Variety“
Der Auslöser für Kims Reaktion, ist
einer der heißesten Oscar-Anwärter, „The Artist“. Bei
Michel Hazanavicius Hommage an die Stummfilmzeiten des Kinos
ertönen Teile des legendären „Love Theme“, welches von
Bernard Herrmann größtenteils schon während den
Dreharbeiten von Hitchcocks Vertigo geschrieben wurde. Zwar
wird Bernard Herrman im Abspann des Filmes erwähnt, doch
bleibt es für Kim Novak immer noch eine Gaunerei.
Für
„The Artist“ kommt diese Anschuldigungen von Kims Seiten,
nicht gerade zur richtigen Zeit, denn an den Kinokassen läuft
der Film bisher etwas träge und spielte bis dato gerade 7
Mio. Dollar ein. Ob der Diven-Ausbruch auch folgen auf die
Oscarentscheidung hat, bleibt abzuwarten. Regisseur Michael
Hazanavicius ließ darum mit einer Antwort nicht lange auf
sich warten, formulierte diese aber wohl bedacht und mit der
Absicht, den „Streit“ zu schlichten. „The
Artist was made as a love letter to cinema, and grew out
of my (and all of my cast and crew’s) admiration and respect
for movies throughout history. It was inspired by the
work of Hitchcock, Lang, Ford, Lubitsch, Murnau and Wilder. I
love Bernard Hermann and his music has been used in many
different films and I’m very pleased to have it in mine. I
respect Kim Novak greatly and I’m sorry to hear she
disagrees.”
Die Gerüchteküche heizt sich mächtig auf rund um einen
Konzern, der wie kaum ein anderer zur Legende aller
Filmemacher geworden ist. Nachdem das analoge Foto-Geschäft
schon vor Jahren fast vollständig zum Erliegen gekommen ist,
sind auch die Verkaufszahlen im Kinefilmbereich mehr und mehr
zurückgegangen.
Obwohl Kodak zahlreiche Grundlagenpatente auch im Bereich
der Digitalen Fotographie besitzt, konnte die Firma bisher
daraus aber kaum Kapital schlagen. Auch die späten Versuche,
sich im Printbereich als Marke zu etablieren, waren wenig
erfolgreich.
Doch der Gedanke ist für die Filmwelt kaum vorstellbar,-
eine filmische Zukunft ohne die große Marke Kodak? So eine
Marke müßte eigentlich unter Denkmalschutz gestellt oder
noch besser,- mit staatlichen Zuschüssen gerettet werden...
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat
vorgeschlagen, die Spartenkanäle der ARD und des ZDF
einzustellen. Einem Artikel des Spiegel zufolge sehe Beck
neben den ebenfalls öffentlich-rechtlichen Kultursendern ARTE
und 3sat keine Notwendigkeit für die Sender.
Die beiden größten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
versuchen derzeit, mit je drei Digitalsendern vor Allem ein
jüngeres Publikum zu erreichen. Beck, der es für falsch
hält, dass sich die Sender auf Kosten des Hauptprogramms
immer mehr in Sparten verlaufen, forderte von ARD und ZDF,
künftig stärker Prioritäten zu setzen. "Das bedeuet
auch, von der einen oder anderen Aktivität Abstand zu nehmen.
[…]Ich sehe derzeit keinen beitragssteigernden Spielraum
für neue inhaltliche Vorhaben.", hieß es. Es komme laut
Beck darauf an, "Zeitgemäße, den finanziellen wie
programmlichen Herausforderungen entsprechende
Strukturen" zu schaffen, wie er in einem Interview mit
dem Fachmagazin Promedia verlauten ließ. Weiters schlug Beck
vor, den Ereignis-und Dokumentationskanal Phoenix, den ARD und
ZDF gemeinsam betreiben, anstelle ihrer Infokanäle zu
stärken.
Hans-Wolfgang Jurgan, ist mit sofortiger Wirkung vom
Geschäftsführerposten der Degeto-TV-Produktionsgesellschaft
entlassen worden.
Das ARD-Filmeinkaufsunternehmen Degeto, das mit einem
jährlichen Budget von rund 250 Millionen deutschlandweit die
meisten Produktionsmittel für TV-Filme bereitstellt, hatte
sein Etat im Jahr 2009 um 26 Millionen Euro überzogen. Bei
einer Überprüfung der Geschäftsabläufe der Degeto seien
gravierende organisatorische Mängel festgestellt worden,
teilte die ARD nach Konsultierung der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG am Dienstag mit. Die
Verantwortung dafür trage Jurgan, der seine Berichts- und
Informationspflicht gegenüber dem Aufsichtsrat verletzt
habe.
In Niedersachsen gelang Beamten eines Sonderermittlungsteams
einen flüchtigen Mann festzunehmen der mutmaßlich in den
Machenschaften von kino.to verstrickt war. Sowird angenommen das, dass er als Betreiber eines sog.
Filehosters, massenweise Streams der Seite kino.to zur Verfügung
stellte und außerdem maßgebend bei dem Aufbau sowie Betrieb
einer Nachfolgeseite mitgewirkt haben.
Betroffene Firmen wollen in letzter Zeit verstärkt gegen
solche Streamingseiten vorgehen. Vor allem auch durch neue
Gesetze, die das Verbreiten und anschauen solcher Streams
unter Strafe stellt. Heutzutage bewegt man sich dabei noch in
einer Grauzone.
"Tür an Tür: Polen -
Deutschland" Kurzfilm aus Ausstellung entfernt.
Kurzfilm "Berek" wurde in einer ehemaligen
Gas-Kammer gedreht. Museumsdirektor Gereon Sievernich gab
bekannt, dass man sich "Aus Respekt vor den Opfern der
Konzentrationslager und deren Nachfahren entschieden
habe, das Werk nicht mehr zu zeigen" Dies ist das erste
Mal, dass der knapp 5-minütige Kurzfilm des Künstlers Artur
Zmijewski auf Proteste trifft und nicht mehr gezeigt
wird.
"Berek", der 1999 entstand, lief die Jahre zuvor
weltweit, unter anderem auch mehrmals in Deutschland. Einen
Protest gegen die Entfernung werde es aber nicht geben, teilte
Kunsthistorikerin und Kuratorin der Ausstellung, Anda
Rottenberg mit.
Der Regisseur Andreas Dresen sowie der
Produzent Peter Rommel nahmen am Samstagabend als erste
Deutsche den Douglas-Sirk-Preis auf dem Hamburger Filmfest
entgegen. Anlass für die Auszeichnung sind ihre Verdienste für
die Filmkultur. Als ihr neuester gemeinsamer Film
„Halt auf freier Strecke“ in Cannes ausgezeichnet wurde,
habe sich der Leiter des Hamburger Filmfest, Albert
Wiederspiel, nach eigenen Aussagen „spontan entschieden
Dresen und Rommel den Preis zu überreichen“.
„Halt auf freier Strecke“ handelt von
einem krebskranken Mann der im Sterben liegt und seine Frau
alles dafür tut, dass er seine letzen Tage mit der Familie in
seiner gewohnten Umgebung verbringen kann - eine emotionale
Herausforderung für die ganze Familie.
Der Laudator Joachim Gauck dankte den
Preisträgern mit den Worten: "Ich bin mit Furcht auf die
Begegnung mit dem Film zugegangen. Und am Ende war ich ein glücklicher
Mensch, obwohl ich am Unglück anderer teilhatte […]Uns
begegnet, wonach alle Menschen sich sehnen: Liebe". In
seiner Laudatio erwähnte Gauck auch die "mutige
Jury", die durch die Auszeichnung ein
"Hoffnungszeichen gegen Trivialisierung, Banalisierung
und Infantilisierung des Films" gesetzt habe.
Zuschauerapplaus erntete die Kultursenatorin Hamburgs Barbara
Kisseler, die zuvor die Film- und Fernsehbranche kritisierte
"Die Degetoisierung des Filmgeschäfts ist schon viel zu
weit fortgeschritten."
Es war wieder soweit. In der Nacht zum Montag wurden zum 63.
Mal die Emmys verliehen. Zum vierten Mal räumte die
amerikanische Serie "Mad Men" den weltweit
wichtigsten Fernsehpreis für die "Beste Drama-Serie"
ab. Dabei setzte sich die Serie rund um eine Werbeagentur in
der Madison Avenue der sechziger Jahre gegen Martin Scorseses
"Boardwalk Empire" durch. Dieser erhielt jedoch den
Emmy für die beste Regie. In der Kategorie TV-Komödie konnte
die Sitcom "Modern Family" gleich vier Preise
einsacken. Die Preise gingen an die männliche und weibliche
Nebenrolle (Ty Burrell und Julie Bowen) sowie an Regisseur
Michael Alan Spieler und die Drehbuchautoren Steve Levitan und
Jeffre Richman. Die Mini-Serien "Downton Abbey"
gewann in ihrer Kategorie ebenfalls vier Auszeichnungen.
Für Aufsehen sorgte der Fernsehsender Fox, der einen
aufgezeichneten Comedy-Beitrag streichen ließ. Bei diesem
Beitrag handelte es sich um einen Witz über den Mutterkonzern
News Corp., der momentan in einen Medienskandal verwickelt
ist. In dem Sketch sorgt sich Alec Baldwin bei einem
Telefongespräch abgehört zu werden. Fox war das zu heiß, da
es sich hierbei um eine Anspielung auf den "News of the
World" Skandal handelt, der den News-Corp-Besitzer Rupert
Murdoch veranlasste die Londoner Zeitschrift einzustellen.
Über Twitter ließ Baldwin seinen Ärger über die Streichung
verlauten.
Vom 31. August bis zum 10. September
fanden zum 68. Mal die Internationalen Filmfestspiele von
Venedig statt. Einer der begehrten Goldenen Löwen ging unter
anderem an die russische Adaption des Goethe-Klassikers
„Faust“ von dem russischen Regisseur und Drehbuchautor
Alexander Sokurows. Als bester Schauspieler wurde der gebürtige
Deutsche Michael Fassbender geehrt. Er erhielt den Goldenen Löwen
für seine Darstellung als sexsüchtigen Mann in Steven
McQueens Drama „Shame“. Bekannt wurde der in Heidelberg
geborene Fassbender durch die Rolle in Quentin Tarantinos „Inglourious
Basterds“. In der Kategorie beste Schauspielerin wurde die 63 jährige Chinesin Deanie Ip
ausgezeichnet. Sie verkörpert in dem Drama „A Simple
Life“ eine alte Dame die ins Alterheim abgeschoben wird.
Außerdem wurde dem chinesische Regisseur
Cai Shangjun der Silberne Löwe für seinen Film "People
Mountain People Sea" überreicht.
Der Sonderpreis ging dieses Jahr an die
italienisch-französische Produktion "Terraferma",
die von dem Eintreffen von Flüchtlingen auf einer
italienischen Insel handelt.
Das Skript von Efthimis Filippou und
Yorgos Lanthimos zum Film "Alpis" wurde als bestes
Drehbuch ausgezeichnet.
Ende der Woche soll von "German Films" bekannt
gegeben werden, welcher Film bei den Oscars am 26. Februar
für Deutschland an den Start gehen wird. Letztes Jahr ging
Deutschland leider leer aus, doch dieses Jahr befinden sich
allein sieben Filme in der engeren Auswahl für die Kategorie
"Bester nicht englischsprachigen Film". Die
Ausgewählten Filme sind: "Das Blaue vom Himmel"
(Regie: Hans Steinbichler), "Das Lied in mir"
(Regie: Florian Cossen), "Drei" (Regie: Tom Tykwer),
"Halt auf freier Strecke" (Regie: Andreas Dresen),
"Wunderkinder" (Regie: Marcus O. Rosenmüller),
"Pina" (Regie: Wim Wenders) und "Poll"
(Chris Kraus). Am 24. Januar entscheiden dann letztendlich die
Vertreter der Oscar- Akademie, welche fünf Filme in der
besagten Kategorie nominiert sind. Es wird sich dann auch
entscheiden, ob auch ein deutscher Film an dem Wettbewerb
teilnehmen wird.
Pünktlich zur Internationalen Funkausstellung in Berlin, die
am 2. September beginnt, beschloss eine Gruppe internationaler
Unternehmen einen Standard für aktive 3-D-Brillen zu
entwickeln. Lizenzen für diesen Standard will die sogenannte
"Full HD 3D-Brillen Initiative" an interessierte
Unternehmen anbieten. Die Brillen können dann mit
3-D-Fernsehern verschiedener Anbieter benutzt werden.
Ob der geplante neue Standard auch eine Preisminderung der
bisher recht teuren Shutterbrillen mit sich bringt, ist noch
unklar. Dazu beitragen könnte der entstehende Wettbewerb
zwischen den Herstellern. Genaueres dazu wird sich erst 2012
herausstellen, da die Mitgleider der "Full HD 3D-Brillen
Initiative" zunächst ihre Funkprotokolle zu einem
Standard vereinigen müssen.
Gehen kino.to User tatsächlich öfter ins Kino als
ehrenhafte Bürger? Eine Studie der Gesellschaft für
Konsumforschung (GFK) belegt eine grausige Vermutung, die
Stellvertreter der Medienkonzerne lange Zeit nicht wahrhaben
wollte - und deshalb bewusst vor der Öffentlichkeit verborgen
gehalten haben.
Laut dieser Studie zeigen nämlich die Nutzer diverser
Kino-Stream-Seiten, wie zum Beispiel Kino.to, einen deutlich
attraktiveres Konsumverhalten, als pflichtbewusste Bürger
auf.
Sei es der Umsatz an Kinokassen oder der Konsum von DVDs,
die Piraten-Unterstützer scheinen einen wichtigen Teil der
Filmindustrie zu tragen - und das obwohl sie so viele Filme
umsonst anschauen könnten.
Kino.to ist längst wieder
online, nur ist jetzt ein x dazu gekommen, da die alte Domain
gesperrt ist.
Eines steht jedoch fest. Einem Mitarbeiter der GKF ist der
Hauptwert aller Filme nicht entgangen - das Prinzip von Gut
und Böse - und dieser brachte diese Studie aus der Dunkelheit
ans Tageslicht.
Ein moderner Batman, der hoffentlich keine Gewissensbisse
hat.
"502 Bad Gateway" ist die Meldung die nun jedem der
kino.to User entgegenlächelt. Ist das das Ende der (il)legalen
Filmschauerei im Internet? Die Staatsanwaltschaft Dresden
ermittelt gegen die beliebte Streaming Seite. Filme wie 13
Geister oder das Imperium schlägt zurück gibt es nicht mehr
bei kino.to. Dafür schlägt die Realität mit gewaltiger
Kraft zurück und 13 Personen wurden schon festgenommen. Grund
der Anklage ist, dass die Hauptbeschuldigten Gewinne in
siebenstelliger Höhe mit der Seite kino.to erzielt haben
sollen.
Und was passiert nun mit den circa vier Millionen Usern,
die die Seite täglich besucht haben? Diese brauchen laut
eines Kölner Anwalts nichts zu befürchten. Dennoch was nun?
Wahrscheinlich werden die nächsten Tage zwei Wörter die
google Hits anführen: "kino.to alternative". Wohl
weniger wahrscheinlich wird der Sturm auf die legalen aber
kostenpflichtigen Videotheken sein, die verlassen vor sich
hinvegetieren.
Cannes Filmfest. Unglaublich wie man sich um Kopf
und Kragen reden kann. Regietalent Lars von Trier äußerte
verständnisvolle Worte für Hitler und das Dritte Reich. Auf
der Pressekonferenz zu seinem Film "Melancholia" war
auch Kirsten Dunst, die Hauptdarstellerin, von "Melancholia"
mit dabei - diese hätte sich bestimmt andere Publicity
gewünscht. Provokant, dumm und voller Trotz zeigte sich von
Trier. Vielleicht sollte der Däne nächstes Mal lieber mit
solch einem Verhalten ins Legoland fahren und dort still schweigend
und trotzig mit Bausteinen spielen.
Dass die Veränderungen bei den Fernsehgebühren ab 2013
nicht gerade sehr gerecht sein werden, hat sich bereits
herumgesprochen. Ob man im Haushalt oder Betriebstatt über
ein Fernseh- oder Radiogerät verfügt oder nicht, ist für
die gefürchteten Kölner Gebührenzentrale (GEZ) dann nicht
mehr von Bedeutung. Die GEZ wird dann von allen Bürgern Gebühren
einfordern, selbst von Blinden und Tauben. Doch die Krönung
bedeutet für viele die Nachricht, dass trotz dieser
Vereinfachung die GEZ nicht etwa abgeschafft wird, sondern
sogar kräftig zusätzliches Personal einstellen möchte. Für
viele im Lande ist das genau das falsche Signal, um einen
sorgsamen Umgang mit den Geldern der Gebührenzahler zu
signalisieren.
Nach acht Ehen hat nun Liz Taylors Herz endgültig versagt.
Die Diva ist am 23. März an Herzversagen in einer Klinik der
Traumfabrik im Alter von 79 Jahren verstorben. Vom Kinderstar
zu Cleopatra, mit der sie als erste Schauspielerin eine Gage
von einer Million bekam, über acht Ehen und wiederholten
Betty-Ford-Klinik Aufenthalten, gehörte sie zum Hochglanz
polierten Urgestein der Filmbranche. Nach mehreren Wochen im
Krankenhaus hat die Welt nun zum letzten Mal die schönsten
Augen Hollywoods gesehen. Zu sehen ist sie am 29.03. auf BR um
23:30 Uhr in Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Und noch einen Trauerfall hat die Filmbranche zu beklagen:
Der Dokumentarfilmpionier Richard Leacock ist am 24. März mit
89 Jahren gestorben. Als Vorreiter auf dem Gebiet des
Dokumentarfilms, arbeitete er als Erster mit portablen
Handkameras und unmanipulierten Tonaufnahmen und legte somit
den Grundstein des "New Hollywood". Mit seinem
Partner D.A. Pennebaker gründete er eine eigene
Dokumentarfilmschule, das Direct
Cinema.
Bei den Dreharbeiten in Namibia kam es zu einem tragischen
Unfall. Eine 46-jährige wurde von einem als zahm
geltenden Leoparden angegriffen. Jegliche Versuche die
Münchnerin zu retten, scheiterten.
Die Serie wird im Schnitt von Siebenmillionen Zuschauern
verfolgt.
Wolfgang Kohlhaase gilt als einer der wichtigsten
Drehbuchautoren Deutschlands. Filme wie "Sommer vorm
Balkon", der in Zusammenarbeit mit Volker
Schlöndorff oder "die Stille nach dem Schuss", mit
Regisseur Andreas Dresen entstanden unter seiner Vorlage.
Knappe Dialoge, trockener Humor und große Zuneigung zu seinen
Charakteren zeichnen seine Filme aus.
Die Gala zum Deutschen Filmpreis 2011 findet am 8. April in
Berlin statt und wird am selben Abend auf ZDF übertragen.
Am 10. Februar war der Auftakt zur Berlinale. Doch leider mit
einem etwas bitteren Beigeschmack: Kurz vor Beginn meldete die
Filmförderungsanstalt (FFA) Berlin für 2010 einen enormen
Rückgang der Besucherzahlen des deutschen Films. Doch gingen
mit 20,9 Millionen Besuchern nicht nur die Hälfte des
Publikums verloren, auch die Anzahl der Leinwände sowie der
Städte mit Kinos sank. Die Prognose für 2011 ist eine
Bessere, denn Til Schweigers "Kokowääh" brachte
bis jetzt schon einen großen Teil der Besucher zurück
in die Kinos.
Das Max Ophüls Festival (17. - 23.01.2011) ist bekannt für
Geheimtipps im Bereich Independent Filme. Auch das Drama
"Silberwald" von Christine Repond in Produktion mit
"Dschoint Ventschr Zürich" und "Allary-Film,
Tv & Media" wurde dort uraufgeführt. Dass es sich
dort großer Beliebtheit erfreute, zeigte nicht nur das
Feedback der Zuschauer, sondern auch die Auszeichnung mit dem
Interfilmpreis des Festivals. Dieses Werk über das Suchen,
Finden und Entwickeln einer Identität dreier Jugendlicher
scheint wie für diesen Preis gemacht zu sein: "(…) ein
Film (…) der in besonderer Weise existentielle und
gesellschaftliche Fragen und Probleme artikuliert und diese
filmästhetisch anspruchsvoll umsetzt." - so lautet
nämlich die offizielle Bezeichnung dieses Preises.
Am 16.5 findet der Europäische CIVIS Medienpreis für
Integration und kulturelle Vielfalt 2013 statt. Von 639
Programmen aus 22 Ländern der EU und der Schweiz, wurden
schließlich 23 Beiträge aus dem Radio, Fernsehen und
Internet für die Endauswahl ausgewählt.
Den
ethnischen, kulturellen und religiösen Wandel als Realität
anzunehmen und positiv zu gestalten, ist eine der zentralen
Aufgaben der europäischen Gesellschaften, sowie der Politik
und ebenfalls die Grundrechte vor fundamentalistischen und
extremistischen Übergriffen zu schützen. Der CIVIS
Medienpreis will deswegen Journalisten der elektronischen
Medien, für Integrationsthemen und kulturelle Vielfalt
sensibilisieren und beispielhafte Programme auszeichnen.
Der
CIVIS Medienpreis 2013 wird vergeben als europäischer und
deutscher Fernsehpreis, sowie als europäischer Radiopreis.
Mit dem "European Young CIVIS Media Prize" kommt ein
europäischer Förderpreis hinzu. Der "CIVIS Online
Medienpreis" bietet eine zusätzliche europäische
Auszeichnung für journalistische Webseiten zum Thema
Integration und kulturelle Vielfalt.
Desweiteren ist
im Bereich des europäischen Fernsehens eine neue
Preiskategorie hinzugekommen, der sogenannte Magazinpreis,
welcher für kurze Programme bis 10 Minuten vergeben wird,
denn gerade die aktuelle Kurzberichterstattung ist in der
Lage, ein Millionenpublikum anzusprechen.
Schirmherren
des diesjährigen Medienpreis sind Bundespräsident Joachim
Gauck, Bundesaußenminister Dr. Guido Westerwelle, und der
Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz.
(Quelle:
Presseheft)
Deutscher
Filmpreis 2013
Die Tragikomödie "Oh Boy" von Jan Ole Gerster,
wurde mit dem Deutschen Filmpreis 2013 ausgezeichnet und ist
mit 5 weiteren Lola-Throphäen der Gewinnerfilm des Abends
gewesen. Der als Favorit gesehene "Cloud
Atlas" von Tom Tykwer gewann 5 Filmpreise, jedoch nur in
Nebenkategorien.
Die Throphäe für den besten
Schauspieler ging an den "Oh Boy" Hauptdarsteller
Tom Schilling. Und als beste Schauspielerin wurde Barbara
Sukowa ,in ihrer Titelrolle der Margarethe in der
Filmbiografie "Hannah Arendt" geehrt.
Michael
Gwisdek gewann für seine Performanz in "Oh Boy" den
Preis für den besten Nebendarsteller und setzte sich so gegen
seinen in der selben Kategorie nomierten Sohn Robert Gwisdek
durch.
Die Preise für Regie, Drehbuch und
Filmmusik gingen ebenfalls an "Oh Boy".
Weitere
Auszeichnungen in der Kategorie Spielfilm waren unter anderem
"Hannah Arendt", mit der Silbernen Lola und das
Kriegsdrama "Lore" mit der Bronzenen Lola.
Als
bester Kinderfilm wurde "Kaddisch für einen Freund"
gewählt, welcher über die Freundschaft zwischen einem palästinischen
Jugendlichen und einem alten russischen Juden erzählt. "More
Than Honey" von Markus Imhoof, wurde als bester
Dokumentarfilm ausgezeichnet.
Des weiteren wurde der
70 jährige Regisseur Werner Herzog ("Fitzcarraldo"
, "Nosferatu") für sein Lebenswerk
geehrt.
Die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad
Wolf" wird bald eine neue Professorin für das Fach
"Spielfilmregie für Kino und Fernsehen" begrüßen
dürfen - denn wie die Hochschule vor kurzem bekannt gab, wird
die österreichische Regisseurin Barbara Albert dort als
Professorin anfangen.
Ihren ersten Langspielfilm
"Nordrand" drehte die Regisseurin 1999 und gründete
im selben Jahr auch die Produktionsfirma "Coop99".
Ihr neuester Film "Die Lebenden" wird am 2. Mai als
Preview in der HFF "Konrad Wolf" zu sehen
sein.
Knapp fünf Wochen vor der Preisverleihung wurden nun die
Nominierungen zum deutschen Filmpreis bekannt gegeben. Diese
stellen nicht nur eine Chance auf einen Filmpreis dar, sondern
sind zumeist auch bereits mit Förderprämien verbunden.
Werner Herzog wird in diesem Jahr den Ehrenpreis für seine
Verdienste um den deutschen Film erhalten.
Am 24. Februar 2013 wird der wichtigste Filmpreis der Welt
zum 85. Mal in Los Angeles verliehen.
Mit einer erwartungsgemäß hohen Anzahl an
Oscar-Nominierungen geht Steven Spielbergs Historiendrama
"Lincoln" ins Rennen um die begehrten Trophäen,
aber auch Ang Lees bildgewaltige Romanadaption "Life of
Pi" und David O'Russels schräge Dramödie "Silver
Linings Playbook" können mit vielen Nominierungen
aufwarten und haben gute Chancen einen oder vielleicht sogar
mehrere der begehrten Preise zu ergattern.
Als die große Überraschung dieses Jahr gilt allerdings Michael
Hanekes einfühlsames Drama "Liebe", das in 5
Kategorien für den Oscar vorgeschlagen ist, unter anderem in
den Kategorien "Bester Film des Jahres" und
"Bester nicht-englischsprachiger Film". Zusätzlich
ist Haneke als bester Regisseur nominiert, eine Ehre, die
Größen wie Quentin Tarantino und Kathryn Bigelow bei der
diesjährigen Oscarverleihung verweht bleibt.
Dieses Jahr ist zudem mit der 9-jährigen Quvenzhané
Wallis ("Beasts of the Southern Wild") die bisher
jüngste Schauspielerin aller Zeiten für den Oscar in der
Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" nominiert.
Weitere Nominierte in den wichtigsten Kategorien:
Bester Film: "Liebe", "Argo",
"Beasts of the Southern Wild", "Django
Unchained", "Les Misérables", "Life of
Pi", "Lincoln", "Silver Linings Playbook",
"Zero Dark Thirty"
Beste Regie: Michael Haneke, Benh Zeitlin, Ang Lee,
Steven Spielberg, David O'Russell
Beste Hauptdarstellerin: Jessica Chastain, Jennifer
Lawrence, Emmanuelle Riva, Quvenzhané Wallis, Naomi Watts
Bester Hauptdarsteller: Bradley Cooper, Daniel
Day-Lewis, Hugh Jackman, Joaquin Phoenix, Denzel Washington
Beste Nebendarstellerin: Amy Adams, Sally Field,
Anne Hathaway, Helen Hunt, Jacki Weaver
Bester Nebendarsteller: Alan Arkin, Robert De Niro,
Philip Seymour Hoffman, Tommy Lee Jones, Christoph Waltz
Bestes Originaldrehbuch: "Liebe" (Michael
Haneke), "Django Unchained" (Quentin Tarantino),
"Flight" (John Gatins), "Moonrise Kingdom"
(Wes Anderson & Roman Coppola), "Zero Dark Thirty"
(Mark Boal)
Bestes Adaptiertes Drehbuch: "Argo" (Chris
Terrio), "Beasts of the Southern Wild" (Lucy Alibar
& Benh Zeitlin), "Life of Pi" (David Magee),
"Lincoln" (Tony Kushner), "Silver Linings
Playbook" (David O. Russell)
Bester Fremdsprachiger Film: "Liebe",
"Kon-Tiki", "No", "A Royal Affair",
"War Witch"
Antti Heikki Pesonen von der Filmschule Helsinki hat für
seinen Abschlussfilm "Korsoteoria" ("So it goes")
als bester Film den VFF Young Talent Award gewonnen. Die
Auszeichnung ist mit 7.500 Euro dotiert.
Der neu geschaffene Wolfgang-Längsfeld- Preis für
den originellsten Film ging an den israelischen Film "How
I killed Rabin".
Der kanadische Filmstudent Stephen Dunn aus Toronto erhielt
für "Life doesn't frighten me" den Arte-
Kurzfilmpreis.
Der ARRI-Preis für den besten Dokumentarfilm ging an
"Sterben nicht vorgesehen" von Matthias Stoll von
der Kunsthochschule für Medien Köln.
Auch wenn für die diesjährigen Filmfestspiele in Venedig
eine hohe Frauenquote versprochen wurde,- die Preise räumen
fast ausschließlich Männer ab, allen voran Kim Ki-duk mit
seinem Spielfilm "Pieta" für den er den "Goldenen
Löwen" erhält. Der Film stellt die Geldgier und
moralische Werte gegenüber, ein Gegensatz, der zur Sinnkrise
eines Geldeintreibers führt.
Für "The Master" verhielt Paul Thomas Anderson
den Preis für die beste Regie, Ulrich Seidl bekam für "Paradis:
Glaube" den Spezialpreis der Jury.
Und mit dem Preis an die beste Hauptdarstellerin in "Fill
the Void" wurde tatsächlich indirekt auch eine
Regisseurin, nämlich Rama Burshtein geehrt.
Marco K.:
Sechs Jahre und drei Monate Haft für Millionenbetrug am KiKa
Der ehemalige Herstellungsleiter des Kinderkanals von ARD und
ZDF wurde zu einem weiteren Jahr Haft verurteilt. Für den
Betrug am KiKa in Höhe von insgesamt 4,6 Millionen Euro und
den dadurch entstandenen Schaden von 8,2 Millionen Euro muss
Marco K. nun für sechs Jahre und drei Monate ins Gefängnis.
Der Ex-Manager hatte das Geld im Zeitraum von 2005 bis 2010
aus dem Budget des Senders abgezweigt und über
Scheinrechnungen an die mittlerweile insolvente Berliner
Produktionsfirma Koppfilm überwiesen. Im Gegenzug hatte K.
gut die Hälfte des Geldes zurückerhalten. Dieses verspielte
er dann in Casinos, laut eigenen Angaben zum Ausgleich der
schlechten Arbeitsbedingungen beim KiKa. Tatsächlich litt er
wohl jedoch unter Spielsucht. Der Skandal kam nur durch die
Selbstanzeige des Geschäftsführers der Produktionsfirma im
Dezember 2010 ans Licht. Trotzdem hatte es bereits im Vorfeld
Hinweise auf Unregelmäßigkeiten in den Abrechnungen von
Marco K. gegeben. Weil dies ignoriert wurde steht nun auch die
Leitungsebene des KIKa sowie dessen mangelhafte Kontrolle
durch den verantwortlichen MDR in der Kritik, die den Skandal
begünstigt haben sollen. Die Spielsucht von Marco K. soll
bereits bekannt gewesen sein. Das ZDF hatte ebenfalls vor den
Zuständen der KiKa-internen Kontrollen gewarnt: "Wir
haben denen gesagt, dass sie mühelos zu betrügen sind",
so ein ZDF-Mitarbeiter gegenüber dem Spiegel. Die
Vorwürfe, Anzeichen für den Betrugsskandal nicht ernst genug
genommen zu haben betreffen unter anderem den ehemaligen
Programmgeschäftsführer des Kika Frank Beckmann, heute
NDR-Programmdirektor.
Als Folge der Affäre wurde der Etat des Kika, um rund 910
000 Euro pro Jahr gekürzt. Gleichzeitig wurde das Budget für
das Controlling angehoben, mit dem Ziel, solche Ereignisse
zukünftig zu verhindern.
Der KiKa ist ein Gemeinschaftssender von ARD und ZDF. Die
Federführung liegt beim MDR. Das jährliche Budget des
Senders beträgt ca. 85 Millionen Euro. Es wird auch aus den
GEZ-Gebühren finanziert.
Die Telekom späht das Nutzerverhalten von Abonnenten ihres
TV-Dienstes Entertain aus. Der Anbieter beobachtet, wer welche
Angebote wie lange nutzt. Gemäß der Telekom selbst wird
diese Erhebung, über die der Nutzer per E-Mail und
Bildschirmnachricht unterrichtet wird, zur Verbesserung der
Programminhalte durchgeführt. Zwar werden die Namen der
Nutzer beim Sammeln der Daten verschlüsselt, jedoch ist es in
der Auswertung der Daten ohne weiteres möglich, diese wieder
einem bestimmten Nutzer zuzuordnen. Auch die Option, der
Informationsspeicherung zu widersprechen wird von
Datenschützern kritisiert: Diese sei absichtlich
verkompliziert worden, um es den Nutzern zu erschweren, die
Datenspeicherung zu verhindern. Wer dies trotzdem möchte,
kann das im Einstellungen-Menü von Entertain unter dem Punkt
Datenschutz seines Benutzerkontos tun.
Nachdem das diesjährige Cannes Festival,
eine Jubiläumsausgabe (65 Jahre) übrigens, mit Wes Andersons
"Moonrise Kingdom"… eröffnete, werden
traditionsgemäß wieder zahlreiche amerikanische Filme zu
sehen sein. "Precious" von Lee Daniels, "Take
Shelter" von Jeff Nichols und "The Assassination of
Jesse James by the Coward Robert Ford" von Andrew Dominik
stehen auf dem Programm. Kanada schickt "Cosmopolis"
von David Cronenberg und "Lawless" von John Hillcoat
ins Rennen. Einen deutschen Film sucht man vergeblich im
Programm, dafür aber zwei österreichische, die neuen Filme
von Michael Hanecke ("Liebe") und Ulrich Seidl
("Paradies: Liebe").
(Quelle:
Movie-College)
Österreichischer
Filmpreis vergeben
Karl Markovics erhielt für seinen Film
"Atmen" den Hauptpreis, daneben gewann der Film in
weiteren 5 Kategorien. Zwei Preise gingen an Wolfgang
Murnbergers „Mein bester Feind“ (Maske, Kostümbild) und
Michael Glawoggers „Whores' Glory“ (Kamera, Regie,
Produktion).
Der griechische Meisterregisseur Theo
Angelopoulos ist am 24. Januar bei Dreharbeiten zu seinem
neusten Film verunglückt und an den Folgen seiner
Verletzungen in einem Krankenhaus verstorben.
Während des Drehs wollte er eine Straße
am Motiv nahe der Küstenstadt Piräus überqueren und wurde
von einem Motorrad erfasst, welches mit überhöhter
Geschwindigkeit fuhr. Erst nach 40 Minuten war ein
Rettungsfahrzeug am Unfallort,
Wichtige Filme waren "Die Ewigkeit
eines Tages" (1998), "Landschaft im Nebel"
(1988), "Der große Alexander" (1980) oder
"Reise nach Kythera" (1984)
Der Film an dem er gerade drehte, setze
sich mit der griechischen Schuldenkrise auseinander.
Angelopoulos war der bedeutendste griechische Regisseur,- er
wurde 76 Jahre alt.
Am Freitag den 20. Januar verlieh die
Bayrische Staatsregierung nun schon zum 33. Mal den
Bayerischen Filmpreis. Sieger des Abends mit insgesamt drei
Preisen, war das Drama „Halt auf freier Strecke“, welches
die Geschichte eines Vaters erzählt, bei dem ein Hirntumor
diagnostiziert wird und ihm daraufhin nur noch wenige Monate
zum Leben verbleiben. Die beiden Schauspieler Milan Peschel
und Steffi Kühnert erhielten jeweils einen Darstellerpreis
und Peter Rommel erhielt den mit 100.000 dotierten
Produzentenpreis.
Wim Wenders wurde mit dem Ehrenpreis für
sein Gesamtwerk ausgezeichnet und von Horst Seehofer dafür
gewürdigt.
Weitere Gewinner des Abends waren Doris Dörrie für „Glück“,
"Wickie auf großer Fahrt (3D)" als bester
Kinderfilm, Bettina Mittendorfer als beste Darstellerin in
"Eine ganz heiße Nummer" und Jella Hesse als beste
Nachwuchsschauspielerin in "Lollipop Monster" und
"Kriegerin".
„Hotel Lux“ heimste den zweiten
Produzentenpreis ein, der auch mit 100.000 Euro dotiert ist.
Der mit 60.000 Euro dotierte Preis der
VGF ging an „Die Farbe des Ozeans“. Mit jeweils einer
Dotierung von 10.000 Euro ging der Preis für die
Bildgestaltung des Filmes „Lollipop Monster“ an Hannes
Hubach, der Preis für den besten Schnitt an Andreas Menn bei
„Hell“ und den Preis für das beste Drehbuch an Christian
Zübert für den Film „Dreiviertelmond“. Der
Dokumentarfilm ging an Arnon Goldfinger und seinen Film „Die
Wohnung“
Mit insgesamt 6 Golden Globe
Nominierungen ging Michel Hazanavicius Hommage an die
Stummfilm-Ära Hollywoods ins rennen und konnte schließlich 3
der begehrten Trophäen abräumen. „The Artist“ gewann in
den Kategorien „Beste Komödie“, „Beste Filmmusik“
sowie „Bester Schauspieler in einer Komödie oder einem
Musical“
Den Preis für das beste Drama erhielt
„The Descendants“. Meryl Streep gewann für ihre Rolle in
„The Iron Lady“ ihren bis dahin 8ten Golden Globe als
beste Drama-Darstellerin. Morgan Freeman wurde bei der Gala für
sein Lebenswerk und seine verdienste Geehrt und erhielt dafür
den Cecil B. DeMille Ehrenpreis.
(Quelle: spiegel.de)
Drei deutsche Tüftlerwurden mit dem Technik-Oscar ausgezeichnet. Für
Entwicklung und Design des Arrilaser-Filmrecorders, welcher
unter anderem schon in Harry Potter und Herr der Ringe zum
Einsatz kam, erhielten die Forscher Franz Kraus, Johannes
Steurer und Wolfgang Riedel, Mitarbeiter des Münchner
Unternehmens Arri, den Academy Award of Merit. Diese höchste
Auszeichnung für Technik-Verdienste innerhalb der
Filmindustrie würdigt Innovationen, die maßgeblichen
Einfluss auf den technischen Fortschritt des Films haben. Als
weitere Deutsche bekamen Jürgen Noffke und Uwe Weber von Arri/Zeiss
einen Oscar für die Entwicklung neuartiger Kameraobjektive.
Am Samstag den 3.12. wurde in Berlin zum 24. Mal der
europäische Filmpreis verliehen. Als größter Favorit galt
von Trier's Endzeit-Drama "Melancholia", der in 8
verschiedenen Rubriken nominiert war und am Ende mit den
Preisen für "Bester Film", "Beste Kamera"
und "Bestes Szenenbild" ausgezeichnet wurde. Nach
dem "Fehlgriff" seiner Wortwahl in Cannes zeigte
sich Lars von Trier allerdings nicht selbst und lies seine
Ehefrau die Preise entgegennehmen.
Auch Colin Firth("The King's Speech") und Tilda
Swinton("We Need To Talk About Kevin"), beide als
"Beste/r Schauspieler" geehrt, ließen sich nicht
bei der Verleihung blicken. Auch Michel Piccoli war für
"Habemus Papam" nominiert. Die EFA entschied sich
jedoch einen so großen Star nicht leer ausgehen zu lassen und
bedankte sich spontan mit einem Sonderpreis. Weiter Preise
bekamen Stephen Frears und Mads Mikkelsen für ihr Lebenswerk.
Der Drehbuch-Preis ging an die belgischen Brüder Jean-Pierre
und Luc Dardenne ("Der Junge mit dem Fahrrad"), in
der Sparte beste Regie setzte sich die Oscar-Preisträgerin
Susanne Bier ("In einer besseren Welt") durch. Tom
Tykwers Film "Drei" ging in der Sparte bester
Schnitt leer aus, dort gewann "The King's Speech".
Zwar war, wie jedes Jahr, die Präsenz der Deutschen auf dem
roten Teppich sehr hoch, doch wurden nur wenige Deutsche
nominiert. Einer der Nominierten war der Präsident der EFA
selbst. "Ich bin Pina Bausch sehr, sehr, sehr
dankbar.", sagte Wenders bei seiner Dankesrede, als er
den Preis für die beste Dokumentation entgegennahm und
beteuerte immer wieder seine Ahnungslosigkeit. Wenders Film
"Pina" ist eine 3D-Hommage an die 2009 gestorbene
Choreografin Pina Bausch, der vielleicht bei den
Oscar-Verleihungen sogar in zwei Kategorien antritt.
Forscher der Ruhr-Universität Bochum
knackten den seit Jahrzehnet von der Industrie eingesetzten
Kopierschutz. Intels HDCP soll Inhalte von ihrem Weg von zum
Beispiel einem Blu-Ray Player über einen verschlüsselten
Kanal zum Bildschirm schützen. So dass eine Datenstrom
Abzweigung für illegale Kopien unterbunden wird. Zwar tauchte
schon ein Master-Key auf, doch gab Intel kurz darauf bekannt,
dass eine Herstellung eines HDCP-fähigen Chips mit dem
Master-Key sehr teuer und schwierig sei.
Den Forschern gelang es nun mit
Materialkosten von nur 200 Euro und die Manipulation über
einen „Man-in-the-Middle“-Angriff den Schutz zu umgehen,
womit dann zum Beispiel illegale Kopien möglich wären. Dies
war aber nicht die Absicht der Diplomarbeit. Vielmehr ging es
darum zu zeigen, dass der HDCP nicht mehr sicher ist. Dabei
sei anzumerken, dass auch Behörden und Militär diesen
Kopierschutz verwenden.
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen
hochrangigen MDR-Mitarbeiter
Der Skandal und die Negativschlagzeilen des MDR halten weiter
an. Nun geht es auch dem Herstellungsleiter des MDR an den
Kragen. Dieser wurde inzwischen vom MDR freigestellt, da
seitens der Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen ihn laufen.
Die Freistellung hält vorerst für die Dauer der Ermittlungen
an. Die Ermittlungen stehen im Zusammenhang mit den Vorwürfen
zu dem mittlerweile entlassenen MDR-Unterhaltungschef Udo Foht.
Nicht nur durch die Skandale in den eigenen Reihen
verursachte der MDR in letzter Zeit negative Presse. Auch das
MDR-Fernsehballett für den tschechischen Präsidenten Kadyrow,
dem Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden, sorgte für
Aufsehen.
Dem dänischen Filmregisseur und
Schauspieler Lars von Tier, der für schwarzen Humor und
politische Inkorrektheit bekannt ist, droht nun eine Anklage
wegen Verharmlosung von Kriegsverbrechen.
Bei der Pressekonferenz seines neuesten
Films „Melancholia“ bei den diesjährigen Filmfestspielen
in Cannes offenbarte er, er sympathisiere "ein
bisschen" mit Hitler. Aufgrund dieser Aussage wurde der
Regisseur von der dänischen Polizei befragt. In der
Vernehmung sei es um eine mögliche Anklage der französischen
Staatsanwaltschaft in Grasse gegangen, so von Trier in einer
schriftlichen Mitteilung. Die Sympathiekundgebung für Adolf
Hitler von dem Regisseur führte zur Abbestellungen seines
Films seitens des israelischen und des argentinischen
Filmverleihs. Von Trier sagte, er wolle sich nie wieder in der
Öffentlichkeit äußern. Er rechtfertigte sich mit den
Worten, dass er nicht in der Lage sei, sich klar und
unmissverständlich auszudrücken. Er fügte hinzu, dass er
sich vom Festivalchef zu der Teilnahme überreden hat lassen
und dass er völlig unvorbereitet gewesen sei.
Lars von Trier entschuldigte sich für seine unüberlegte Aussage und teilte mit, dass er nur Spaß
gemacht habe. Trotz des Skandals durfte er mit seinem Film „Melancholia“
weiterhin an dem Wettbewerb teilnehmen und wurde geehrt:
Hauptdarstellerin Kirsten Dunst erhielt die Goldene Palme als
beste Schauspielerin.
Am 28. September fand im Arri-Kino die Verleihung der
Kinoprogrammpreise und Starter-Filmpreise statt. Junge
Filmemacher wurden hierbei für Ihre Werke ausgezeichnet. Den
Starter-Filmpreis entgegennehmen durften: Christine Repond
für den Spielfilm "Silberwald", Jesper Petzke für
den Spielfilm "Wie Matrosen" sowie Mareille Klein und
Julie Kreuzer für den Dokumentarfilm "Auf Teufel komm
raus". Für den Spielfilm "Dogs of Ukrainka"
erhielten Claudia Lehmann und Daria Onyshchenko von C&D
Films den von ARRI Film & TV gestifteten Starter-Filmpreis
/ Produktion.
Für ihr Kinoprogramm erhielten außerdem
Steffen, Thomas und Marieluise Kuchenreuther (ABC), Georg
Koster (Atlantis), Luis Anschütz (Isabella), Christian Pfeil
und Markus Eisele (Neue Arena), Thomas Wilhelm (Neue Rottmann)
und für Theatiner Film Marlies Kirchner den Preis von der
Landeshauptstadt München.
Bis 2014 muss die ARD-Filmproduktionstochter Degeto auf
Veranlassung der ARD-Intendanten zurückfahren. Grund dafür
ist die Überproduktion vergangener Jahre, die zunächst
gesendet werden muss. In den Jahren 2010 und 2011 besonders
viele Lizenzen erworben und Projekte von der Degeto
produziert. Deshalb bittet diese um Verständnis, dass der
Programmvorrat zunächst gesendet werden muss, um einen
sorgsamen Umgang mit den Gebührengeldern zu gewährleisten.
Erst dann sollen wieder verstärkt Aufträge in den Markt
vergeben werden.
Dem ehemaligen MDR- Unterhaltungschef Udo Foht wird unter
anderem Bestechlichkeit vorgeworfen. Er soll Zuschüsse bzw.
Darlehen von TV-Produktionsfirmen verlangt und geliehene
Gelder nicht zurückgezahlt haben. Bei den sogenannten
"Zuschüssen" sollte es sich in Wahrheit um
Schmiergelder gehandelt haben. Auf Grund dessen wurde er
suspendiert und dann entlassen. Die Staatsanwaltschaft Leipzig
hat nun eine bundesweite Durchsuchaktion gestartet. Durchsucht
wurden nicht nur Fohts Wohnungen und Geschäftsräume, sondern
auch die von fünf weiteren Beschuldigten.
Am Freitagabend hatte sich am Tegelberg bei Schwangau ein
Gleitschirmflieger in den Seilen einer Bergbahn verfangen, die
daraufhin sofort zum Stehen kam. Der Gleitschirmflieger war
mit einem Reporter des Bayrischen Rundfunks unterwegs, der
Aufnahmen für eine Urlaubserie machen wollte. Nachdem der
54-Jährige Pilot und der 35-Jährige Kameramann des BR
starteten, riss sie eine starke Windböe in Richtung Seilbahn,
in der sich 20 Menschen befanden. Der Münchner Kameramann
erlitt eine Gehirnerschütterung, der Pilot blieb unverletzt.
Die 20 Menschen waren bis Samstagmorgen in der Seilbahn
gefangen, bis sie mit einem Hubschrauber gerettet werden
konnten. Das windige Wetter war zu gefährlich, um die
Menschen schon früher retten zu können. Die 30 Menschen aus
einer zweiten Gondel konnten die Helfer schon am Freitagabend
befreien. Ob der Unfall möglicherweise mit Dreharbeiten für
einen Film zusammenhängt, prüft derzeit die Polizei.
Aufgrund gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr sowie
fahrlässiger Körperverletzung, hatten sich die Ermittlungen
vor allem auf den Piloten konzentriert. Ein Überfliegen der
Gondelseile sei streng verboten.
Bereits seit einigen Tagen herrschen in
London heftige Ausschreitungen, die mehrere Brände nach sich
zogen. Auch die Filmbranche wurde nun Opfer eines Feuers.
Bei einem Brand eines 20.000 qm
umfassenden Lagerhauses im Pias/Sony
Distribution Centre wurden die dort lagernden DVD-Bestände
des British Film Institutes (BFI) vernichtet. Diese umfassten
rund 120.000 Exemplare. Der hierbei entstandene Schaden für
das BFI ist besonders hoch, da sich darunter klassische Filme
aus aller Welt befanden. Dadurch entstand ein großer
finanzieller Verlust. Durch ein zweites Lager in einem anderen
Londoner Stadtteil sind die Titel jedoch nicht restlos
verloren.
Betroffen sind auch andere britische Verleiher
wie zum Beispiel Guerilla Films und Artificial Eye, die
ebenfalls ihre DVD-Bestände durch das Feuer verloren haben.
Die Jüngeren kennen ihn vielleicht gar nicht mehr, die
Älteren wissen noch, dass Leo Kirch, der als
Filmrechtehändler begann, ein großes Medien-Imperium
geschaffen und 2002 weitgehend verloren hat. Die Pro7/Sat 1
Gruppe gehörte zu seinem Besitz, ebenso wie Betafilm etc.
Für den Zusammenbruch seiner Firma machte er öffentliche
Äußerungen des damaligen Chefs der Deutschen Bank, Breuer,
verantwortlich, gegen den er bis zuletzt prozessierte. Nun
starb er 84 jährig, nicht allerdings ohne alles dafür getan
zu haben, dass der milliardenschwere Prozess auch nach seinem
Tod weitergeführt werden kann.
Der Schaden, welchen der ehemalige Produktionsleiter Marco K.
beim KIKA (MDR) angerichtet hat, soll nach einem internen
Prüfbericht von MDR und ZDF noch schlimmer sein, als bisher
angenommenen .
Der Intendant des MDR, Udo Reiter kündigte an, dass er
noch "mit weiteren Erkenntnissen rechne." Vermutlich
waren acht Firmen in die Affäre verwickelt, bei der durch
Scheinrechnungen Gelder in Höhe von 8,2 Millionen Euro des
öffentlich rechtlichen Fernsehens und damit der
Gebührenzahler, veruntreut wurden. Die Staatsanwaltschaft
ermittelt mittlerweile gegen elf Personen. Es geht um
Veruntreuung, Betrug und Bestechung.
Der Deutsche Filmpreis "Lola" ist der
höchstdotierte Filmpreis Deutschlands. Seit 2005 wird dieser
nicht mehr vom Bundeskulturministerium, sondern von der
deutschen Filmakademie verliehen und sorgt seither für
Diskussion, ob eine solche Instanz sich selber Staatsgelder
verleihen darf.
"Der ganz große Traum" mit Daniel Brühl kam
weder beim Publikum noch bei der Jury sehr gut an und schaffte
es deshalb nicht unter die Nominierungen.
Nietschke, der Produzent des Filmes, klagte dagegen und
bekam eine Wild Card. Dies ist eine Möglichkeit für Filme,
die nicht nominiert wurden, noch einmal vom Gremium untersucht
zu werden.
Der Film wurde daraufhin unter anderem für die Kategorie
"Bester Film" nominiert und bekam dafür eine
Viertelmillionen an Staatsgeldern. Sollte der Film Gold
gewinnen, würde der Produzent weitere 250.000 Euro erhalten.
Annie Girardot galt in den 60er und 70er Jahren als eine
der beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs und
Italiens. Neben Dramen wie "Les Misérables"
und "Rocco und seine Brüder" war sie in 150
Filmen zu sehen. Außerhalb ihrer Heimat fand sie aber wenig
Beachtung. Mit ihrer Kurzhaarfrisur und ihrer Rauen Stimme
wurde sie zum Vorbild vieler Frauen.
Die Schauspielerin starb am 28. Februar 2011 im Alter von
79 Jahren.
Es ist mal wieder so weit: In der Nacht von Sonntag auf Montag
wurden in LA wieder der begehrteste Filmpreis, der Oscars
vergeben.
Das Britische Historiendrama "The King's Speech"
wurde sogar viermal für den besten Film, beste Regie, bester
Hauptdarsteller und bestes Original- Drehbuch
ausgezeichnet.
Natalie Portman bekam für ihre Leistungen in Black Swan
ebenfalls eine Oscar.
Auch Filme wie Inception, The Social Network und The
Fighter bekamen eine Auszeichnung.
Seit Jahrzehnten werden deutsche Filmproduktionen von der FFA, der
Filmförderanstalt unterstützt. Im Jahre 2010 kamen 113
geförderte Filme ins Kino.
Das Geld stammt dafür aber nicht nur vom Staat, sondern
auch von
Kinobetreibern, DVD- Verleihern und Fernsehsendern.
Nun klagten die Kinobetreiber am obersten deutschen
Verwaltungsgericht gegen die FFA. Die Förderung sei "generell
verzichtbar", da deutsche Filme bereits schon von den
Bundesländern unterstützt würden. Außerdem solle die
Filmförderung ein gesamtstaatliches Anliegen sein, deshalb
dürfe nicht eine bestimmte Gruppe zur Finanzierung
verantwortlich sein.
Das Ergebnis wurde in der Branche mit Spannung erwartet. Die Klage
scheiterte am Mittwoch, Kinobetreiber müssen auch in Zukunft deutsche
Filmproduktionen unterstützen.
Der Rote Teppich ist ausgerollt, um die Stars gebührend in
Empfang zu nehmen - viel Glamour und viele neue Filme haben
diese im Schlepptau. Seit gestern öffnete die deutsche
Hauptstadt zum 61. Mal ihre Pforten für Filmbegeisterte aus
aller Welt. Zum Auftakt des Filmfestivals 2011 in Berlin wurde
der neue Western-Remake "True Grit" der Coen Brüder
gezeigt. Bekannte Gesichter dürfen auch nicht fehlen-die drei
Hauptdarsteller des neuen Coen Filmes hatten ihr erstes
gemeinsames Debüt vor 13 Jahren im Film "The Big
Lebowski". Zusätzlich mit von der Partie sind nun auch
Josh Brolin und die Jungdarstellerin Hailee Steinfel. Schon
vor Beginn des Festivals gab es interessante Ereignisse -
iranischer Regisseur und Regimekritiker Jafar Panahi, der als
Jurymitglied fungieren sollte, wurde kurz zuvor zu sechs
Jahren Gefängnis verurteilt. Aus Respekt bleibt sein Platz
leer, doch durch einen mutigen Brief hat er sich einen Platz
in die Herzen der Zuschauer erschrieben. Klingt klischeehaft
kitschig, ist es aber nicht, denn gerührt waren viele nach
den mutigen Worten des Regisseurs. Berlin: schrill, lebendig,
mutig, frisch. Eben anders! - und so sind hoffentlich auch die
neuen Filme? Man darf auf die nächsten 9 Tage Berlinale
gespannt sein!
Deutschland verliert ein Stück Filmgeschichte. Durch Filme
wie "Christiane F.- Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" oder
auch "Das Parfüm" hatte Eichinger sich einen Namen
in der deutschen als auch internationalen Filmszene gemacht.
Vergangenen Montag, den 24.01.2011, starb Eichinger im Alter
von 61 Jahren in Los Angeles. Seine PR-Agentur bestätigte,
dass Eichinger einen Herzinfarkt erlitt. Die Produktionsfirma
Constantin Film, wo Eichinger selber ein Mal Chef war, nahm
Stellung zu seinem Tod:
"Wir alle sind geschockt von dieser unfassbaren Nachricht
und fühlen mit der Familie und den Angehörigen, denen unsere
tiefe Anteilnahme und herzliches Beileid gilt."
Das Internet zeigt einmal mehr, wie schnell sich Nachrichten
oder auch gewollt platzierte Informationen verbreiten können.
So beklagt ein Mark aus Frankreich den Diebstahl seiner
exklusiven, ersten RED Epic aus dem eigenen Hause. Die Info
steht im Forum auf der Herstellerseite der RED und wird auch
fleißig gepostet. Allerdings konnten wir nur eine Quelle der
Nachricht und unzählige Kopien des Textes recherchieren, RED
hat sich auf Anfrage bisher nicht geäußert.
Wer nachlesen möchte, was sonst noch so 2010 oder gar in
den Jahren bis 2002 relevantes in Film- und Fernsehen geschah,
kann sich in unserem News-Archiv umschauen.