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Nordische Filmtage

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 51. Nordische Filmtage in Lübeck

Ganz auf den Norden und Nordosten Europas konzentriert, werden in Lübeck alljährlich Anfang November fünf Tage lang die neuesten Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden vorgestellt. Dieses Jahr finden die Nordischen Filmtage vom 4. November bis 8. November statt. Eröffnungsfilm ist "Das Orangenmädchen", eine Koproduktion von Helgeland Film aus Norwegen, Tradewind Pictures aus Deutschland und Jaleo Films aus Spanien. Der Film basiert auf Jostein Gaarders gleichnamigen Bestseller und wurde von Regisseurin Eva Dahr inszeniert.

Neben bekannten Regisseuren wie Nils Malmros aus Dänemark, der seinen neusten Kinofilm "Liebeskummer" vorstellt oder Klaus Härö aus Finnland mit seinem Kammerspiel "Post für Pastor Jakob" und dem Norweger Gunnar Vikene der seinen neuen Roadmovie "Vegas" im Gepäck hat, stellt das Festival auch zahlreiche Jungregisseure vor. Dazu gehören Ivica Zubak ("Zerbrechliche Träume"), Håkon Liu ("Miss Kicki") und Jörgen Bergmark ("Eine vernünftige Lösung") aus Schweden, Saara Cantell ("Begegnungen") aus Finnland sowie Ignas Miskinis ("Low Lights") aus Litauen.

Die Nordischen Filmtage bieten jedoch mehr als nur Filme. So kann jeder kostenlos an den Diskussionsrunden teilnehmen. Am 6.11. diskutieren zum Beispiel die Filmemacher Heinz Brinkmann, Lars Büchel und Anne Thomschke sowie Bernd-Günther Nahm, der Geschäftsführer der kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein e.V. und eine Vertretung einer Fördereinrichtung aus Mecklenburg-Vorpommern über Erfahrungen und Produktionsbedingungen der Filmemacher in Ost und West. Ein weiterer interessanter Termin ist die Drehbuchwerkstatt am 7.11., wo Drehbuchautoren aus Skandinavien und Deutschland über ihr Metier diskutieren. Tickets zu diesen Veranstaltungen müssen jedoch rechtzeitig abgeholt werden.

Also, auf in den Norden!

Filme

Hier gehts zu den Kritiken (Iskyss, Prinsessa).

Rückblick

Die Nordischen Filmtage sind tatsächlich ein Festival für das Publikum. Auch wenn man vor jeder Vorstellung in einer langen Schlage steht, findet man immer Plätzchen und vielleicht sitzt man neben dem Hauptdarsteller von dem Film, den man gerade vor diesem Film gesehen hat. Bei fast jeder Vorstellung ist zumindest der Regisseur, der Produzent oder ein Schauspieler anwesend, wenn nicht alle drei Kategorien vertreten sind. Nach der Vorstellung stehen die Filmemacher dem Publikum für Q&A zur Verfügung. 

Aber auch außerhalb der Kinosäle erleichtert die ungezwungene Atmosphäre des Festivals den Kontakt zu den anderen Besuchern und den Filmemachern. Für Freunde des Nordischen Films ist dieses Festival tatsächlich ein muss. Selten bekommt man eine so geballte Ladung des Nordischen Films. Aber dies kann einem auch ganz schön aufs Gemüt schlagen, denn im Norden hat man einen Hang zu schwierigen Themen. Ausgleich konnte man sich dieses Jahr zum Beispiel auf der offiziellen Filmtage-Party im "Schuppen 6" holen. 

Der Eintritt war frei und die Tickets waren für jeden zu bekommen, der schnell genug war, denn das Kontingent war begrenzt. Auf der Feier mischten sich das Publikum und die Filmschaffenden und man tanzte und trank gemeinsam in dem renovierten Holzschuppen, an dessen Wänden Ausschnitte aus den Filmen des Festivals projektiert waren. 

Ein gelungenes Festival!

 
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Titel:   Nordische Filmtage
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Quelle: Movie-College (www.movie-college.de)

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