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32. Max Ophüls Filmfestival
Hier erleben auch zahlreiche Kurzfilme, wie etwa „Ab Morgen“ von Stephan Elsenbruch und Raphael Wallner oder „Kinderspiel“ von Lars Kornhoff in Kurzfilmprogrammen ihre Uraufführung. Eine Besonderheit in Saarbrücken sind die vielen Schulvorstellungen in
denen ausgewählte Filme des Festivals vor Schülergruppen gezeigt und
diskutiert werden. Dabei werden beachtliche Zuschauerzahlen erreicht, jeden
Vormittag sehen jeweils ca. 150 bis 200 Schüler in zwei aufeinander
folgenden Schulvorstellungen die ausgewählten Festivalfilme und haben nicht
selten Gelegenheit, sogar mit Regisseuren und Teammitgliedern über die Filme
zu diskutieren. Die Diskussionen werden hervorragend moderiert von Jörg
Litzenburger, einem Profi aus der Jugendarbeit, der den Jugendlichen die
Besonderheiten und Grundfragen der Filme stimmig vermittelt. "Kino macht Schule": Wettbewerbs-Filme des Max Ophüls Preis
Filme schauen als Teil des Schulunterrichts- welcher Schüler freut sich nicht darüber! Dies ermöglicht die Bundeszentrale für politische Bildung sowie die saarländische Landeszentrale für politische Bildung in Zusammenarbeit mit dem Max Ophüls Festival, das vom 17. Januar bis 21. Januar 2011 statt findet. Im Rahmen jeder Filmvorführung erhalten die Schulklassen eine Einführung gefolgt von dem jeweiligen Film mit anschließender Diskussionsrunde. Schüler zahlen lediglich 3,00 € pro Film. Die derzeitigen Filme variieren vom Dokumentationsfilm wie z.B. ANDREAS
BAADER - DAS LEBEN EINES STAATSFEINDES (Regie: Klaus Stern, Deutschland 2010,
60 Min.) über den Spielfilm SILBERWALD Auch die Themen unterscheiden sich sehr: von der Identitätsfindung und dem Erwachsen werden in SILBERWALD. Oder in TAGE DIE BLEIBEN, ein weiterer Spielfilm, der die notwendige Auseinandersetzung mit dem Tod eines Familienangehörigem thematisiert (Regie: Pia Strietmann, Deutschland 2011, 100 Min.).
Weitere Eindrücke vom Max Ophüls FestivalNeben den Kinovorstellungen ist das Festival natürlich auch und vor allem ein Branchentreff, wo sich Redakteure, Produzenten, Regisseure, Schauspieler und viele andere aus der Film,- und Medienbranche zusammenfinden. Hier will man neue Talente entdecken und über die Zukunft, auch der Erzählformen und Inhalte diskutieren. Daneben gibt es diverse Panels und Diskussionsrunden, die öffentlich stattfinden, in denen relevante Themen rund um den Film und die Festivalbeiträge besprochen werden.
Festivals haben stets das Problem, viele Filme zeigen zu wollen und diese
in ein in der Regel einwöchiges Raster pressen zu müssen. In Saarbrücken
sind vor allem auch durch die Vorfilme das Zeitraster so eng, Oder aber Filme beginnen Tagsüber, dann wird nach dem Vorfilm lange diskutiert, bis dann endlich der Hauptfilm startet. Wenn dieser dann zu Ende ist und die angereisten Filmemacher, Schauspieler etc. über ihr Werk diskutieren wollen, wird nach wenigen Minuten, ohne dass das Publikum auch nur eine einzige Frage stellen konnte, das Gespräch abgewürgt, weil der Saal geleert werden muss um das nächste Programm zu beginnen. Das ist für Publikum und Macher recht enttäuschend, hier sollte das Festival auch was die Zeitfenster für Gespräche angeht, mehr Freiraum einkalkulieren. Die Projektionen im CineMax Kinocenter sind durchweg von guter optischer Qualität, allerdings haben Filme, die nicht mit lauter Musik zugeschmiert sind, das Problem, dass man die lauten Musikpassagen aus dem Nachbarkino leider mithören muss. |
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