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Ein neues Konzept
Ort der Begegnung und "Trüffelschwein"
"Die Geschichte vom weinenden Kamel"
Hochschulfestival 2001
Filmfest München 2002
Filmfest München 2003

Programm 1 2003
Programm 2 2003

Programm 6 2003

Dito Tsintsadze

Preisverleihung

Filmschulfestival 2003 

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Wie das bei den Medienleuten so ist, begann das 23. Internationale Festival der Filmhochschulen in München, zu spät. Gut für uns, da auch wir durch S-Bahn-Verspätung und anderen Zwischenfällen ein wenig aufgehalten wurden.

ARRI-Kino

Eröffnung des Filmschulfestivals 

Ein neues Konzept 

Endlich angekommen, wurde das Festival auch gleich mit mehreren Reden, auf deutsch mit englischen Übersetzungen, eröffnet. Der Hauptredner war neben Andreas Ströhl und  Andreas Gruber, der als geschäftsführender Professor der Abteilung Film und Fernsehen an der Hochschule München die künstlerische Leitung des Festivals übernimmt, der Intendant des Bayerischen Rundfunks, Prof. Thomas Gruber. (Alle drei betonten, dass sie weder verwandt noch verschwägert seien.) Besonders hervorgehoben wurde das neue Konzept, das einige Änderungen mit sich bringt. Der Schwerpunkt liegt nicht mehr ausschließlich auf europäischen Hochschulen. Filme, die außerhalb Europa produziert wurden, werden dieses Jahr zum ersten Mal nicht nur in Sonderreihen vorgeführt, sondern in das reguläre Programm integriert. Zum ersten Mal laufen auch die deutschen Produktionen im allgemeinen Wettbewerb und nicht in einem eigenen, was laut Andreas Gruber nur zur Stärkung des Selbstbewusstseins der deutschen Studenten beitragen kann. Ein eigener Wettbewerb und damit eine Abgrenzung sei nicht nötig, da man auch international bestehen könne. Auch kehrt das Festival zu seinem alten Datum zurück. So erhofft man sich, dass es zum wichtigsten Münchner Ereignis im November wird, jetzt wo es nicht mehr nur "die Juniorausgabe eines A-Festivals" ist und wieder aus dem Schatten des Münchner Filmfests rückt.

Ort der Begegnung und "Trüffelschwein" 

Markus Aicher, Andreas Gruber und Andreas Ströhl

Markus Aicher (Kinoredakteur des Bayrischen Rundfunk), Prof. Andreas Gruber (künstlerischer Leiter des IFFH) und Andreas Ströhl (Geschäftsführer des Festivals)  

Doch sollte man nicht vergessen, dass das Festival nicht nur ein Wettbewerb, sondern vor allem Ort der Begegnung zwischen Kulturen, Generationen, Filmschaffenden und Publikum ist. Thomas Gruber sieht es als "Trüffelschwein, dass die Größen von morgen entdeckt" und in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt, da man ansonsten von den Abschlussfilmen der Studenten nicht viel sieht und hört. Interessant ist es für ihn, da die Geschichten die in den Filmen erzählt werden aus der Welt und der Perspektive der Studenten sind und so nicht nur massentaugliche Filme gezeigt werden. Damit brachte er die Intention des Hochschulfestivals auf den Punkt: "Wir möchten das ganze Spektrum vorstellen, vom Publikumsrenner bis zu den schrägen, spannenden Versuchen".


"Die Geschichte vom weinenden Kamel" 

Als letztes betrat Luigi Falorni, einer der beiden Regisseure des Eröffnungsfilms "Die Geschichte vom weinenden Kamel", die Bühne. Er sprach darüber, wie er während seiner Zeit an der Hochschule immer wieder zu den Filmschulfestivals gegangen ist, um aus den Vorführungen Ideen zu ziehen. Als letztes berichtete er, wie schwer es war den Film auf die Beine zu stellen: "Wenn man an etwas glaubt und dafür kämpft, ganz hart, dann reicht das immer noch nicht. Man brauch Glück, und während man auf das Glück wartet, muss man durchhalten." 

Luigi Falorni

Regisseur Luigi Falorni  

Die deutsche Dokumentation, von Byambasuren Davaa und Luigi Falorni, beide Studenten der Hochschule für Fernsehen und Film München, hat eine erstaunliche Geschichte hinter sich. Gedacht als 15minütige Kurzdoku über das Leben einer Familie, die in der Wüste Gobi in der Mongolei lebt und Kamele und Schafe züchtet, schaffte der Film es zu einem abendfüllenden Kinofilm. Jetzt wurde "Die Geschichte vom weinenden Kamel" für den Europäischen Filmpreis 'Felix' nominiert und wird bereits als erfolgreichste Dokumentation des Jahres gehandelt.

Anschließend fand die Eröffnungsfeier in den benachbarten ARRI-Studios statt, was einen ersten Austausch zwischen Studenten untereinander und Publikum  bei gutem Essen, Trinken und Musik ermöglichte.

 

 
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