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Dok.Fest 2004Immer wieder totgesagt zeigt sich das Münchner Dokumentarfestival auch in diesem Jahr quicklebendig und firmiert zur Abwechslung mal mit rotem Schuhwerk. In den Reihen Wettbewerb, Internationales Programm, Aspects of Future und Neue Filme aus Bayern zeigt das 19. Internationale Dokumentarfilmfestival vom 7. bis 15. Mai 2004 rund 90 Filme aus aller Welt, darunter zahlreiche Premieren, bereits prämierte Dokumentationen und Filme von Nachwuchs-RegisseurInnen. Die Schwerpunkte sind diese Jahr Indien und Israel. Die Welt als StoffDas Festival bietet wieder ein breites Programm und verspricht interessante Themen. Neben Dokumentationen über Geschichtliches und Persönlichkeiten, wie den Astronauten Story Musgrave oder die Zirkuslegende Konrad Thurano, widmen sich viele Filme dem derzeitigen Geschehnissen in der Welt. Es geht um die Krisengebiete in Israel/Palestina und Kambodscha, um das Leben von Nomaden in der Sahara, um Flüchtlinge, die täglich versuchen über die Meeresenge Gibraltar nach Europa zu gelangen oder um den Alltag von Soldaten in Afganistan und den Irak. Aber auch weniger sichtbare alltägliche Probleme, wie kulturelle Zugehörigkeit, Neo-Nationalismus, eine Familie, die gegen den Bau einer Autobahn kämpft oder Prostitution, Drogenhandel und Unfalllogistik bekommen in den Filmen Beachtung. Große NamenAußerdem präsentiert der Bayerische Rundfunk die Reihe "Denk' ich an Deutschland". Die deutschen Spielfilmregisseure Fatih Akin und Michael Gutmann gewähren Einblicke in ihr Leben und ihre Familien und dokumentieren ihre ganz besondere Sicht auf Deutschland. Michael Gutmann reist mit einem Teil seiner Familie zurück zu seinen Wurzeln nach Polen. Fatih Akin nimmt die Zuschauer in seinem "Einwanderungsfilm" mit auf eine Reise von Hamburg nach Filyos, einem kleinen Fischerdorf am Schwarzen Meer. Auch der dänische Regisseur Lars von Trier ist mit einer Dokumentation im Wettbewerb vertreten. In "The five ovstructions", den er mit Jorgen Leth drehte, geht es um einen von Leth gedrehten Kurzfilm - "Der perfekte Mensch" - und um Remakes nach den Regeln von Lars von Trier. Gesehen...Zahlreiche Filme sind nur ein einziges Mal im Rahmen des Festivals zu sehen, unsere Besprechungen können daher nur als Bestandsaufnahme dienen. Das offizielle Programm bietet jedoch genug Anhaltspunkt für die persönliche Filmauswahl. Zu finden ist es u.a. auf der Website des DokFilm Festivals. Hier gehts zu den Rezensionen... |
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