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DOK.Fest 20072. - 10. Mai
Bald ist es wieder so weit und das DokFest öffnet Tür und Tor in
die Welt des Dokumentarfilms. Eine Woche lang können Fans des
Dokumentarfilms in den Kinosälen viel neues über andere Menschen, Länder und Kulturen
erfahren.
In den Kategorien "Internationaler Wettbewerb", "Horizonte" und "Neue Filme aus Bayern" werden rund 74 Filme gezeigt, die unter 1200 Einsendungen ausgewählt wurden. Das Augenmerk richtet sich dieses Jahr verstärkt auf Afrika, den Iran und unseren Nachbarn die Schweiz. Auch topologisch wurde eine Unterteilung vorgenommen. So sieht man Filme junger Filmemacher im Atelier, während anspruchsvolle Themen im Gasteig behandelt werden. Für das große Publikum ist das ARRI Kino zuständig. Jeden Abend (außer Montag) lädt die DOK.Lounge zu Gesprächen rund um die gezeigten Filme ein bei denen auch Regisseure anwesend sein werden. Interessierte dürfte es freuen, dass sich dieses Jahr zu fast allen gezeigten Filmen Regisseure oder andere Beteiligte in München eingefunden haben. Auch außer halb der Kinosäle wird es wieder zahlreiche Veranstaltungen geben. Unter dem Motto "Dokfest goes Muffathalle" wird am Samstag, den 5. Mai, um 19 Uhr der Film "Ima hozeret habayata (A working Mum)" gezeigt, anschließend spielt Panteón Rococó, nicht nur eine politische Band aus Mexiko, auch eine lateinamerikanische Mischung aus Rhythmen und Sounds. Das Völkerkundemuseum lädt die Dokfestgäste herzlichst zum Fernsehworkshop "Kamera: Blicke
nach draußen" ein. Der Eintritt zu dieser
Veranstaltung ist kostenlos. Im Literaturhaus werden am Montag, den 8. Mai wichtige Fragen rund um den Dokumentarfilm erörtert. Die MEDIA Antenne München informiert über die Fördermöglichkeiten und anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Wohin entwickelt sich der Markt für Dokumentarfilme?". Am Dienstag, den 8. Mai lädt die HFF München um 10 Uhr zu einem offenen Werkstattgespräch zum Film "Prinzessinnenbad" mit Bettina Blümner, der Regisseurin, und Inge Schneider, der Editorin, ein. Für die 17 Filme im Wettbewerb sind gleich zwei Preise ausgeschrieben.
Verliehen werden in dieser Kategorie zum einen der Dokumentarfilmpreis
(10.000€) und zum anderen der Festivalpreis Der Besondere Dokumentarfilm
(2.500 €). Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 10. Mai um 19 Uhr im ARRI Kino statt. Der Eintritt ist frei! Anschließend wird der Preisträgerfilm 1 gezeigt. Preisträgerfilm 2 wird zur selben Zeit im Filmmuseum laufen. Die Tickets sind an der Abendkasse erhältlich. Wir wünschen viel Vergnügen und informative Unterhaltung mit dem vielfältigen Programm!
Die Preisverleihung
Eine Woche voller Filme ist zu Ende. Gestern nahmen wir mit der
Preisverleihung im ARRI Abschied vom Dok.Fest 2007. So schön es auch war,
alles muss ein Ende nehmen. So blicken wir auf eine schöne Woche zurück
und freuen uns aufs nächste Jahr!
Der "Dokumentarfilmpreis des Bayerischen Rundfunks und der Telepool" ging an Ido Haar mit seinem Film über illegale palästinensische Gastarbeiter in Israel "Malon 9 Kohavim (9 Star Hotel)", Israel 2006.
Der "Besondere Dokumentarfilm" wurde an Caterina Woj mit ihrem Drama über den tragischen Fall Dennis "Ich bin doch keine Mörderin", Deutschland 2006, verliehen.
Der "Horizonte Preis" wurde an Mari Corrêa und Karané Ikpeng mit ihrem Film über die Amazonas-Indianer "Pïrinop, meu primeiro contato", Brasilien 2007, übergeben.
Den "FFF Förderpreis Dokumentarfilm" bekamen gleich
zwei Filme. Zum einen Andrea und Eric Asch mit ihrem
liebenswerten Portrait über den Autisten Axel Brauns in "Der rote
Teppich", Deutschland 2007.
Der "Sachpreis der Firma AVID", ein Schnittsystem Avid Xpress Pro, ging an Svenja Klüh mit ihrem Film "Das Leben ist ein langer Tag", Deutschland 2007.
Filmkritiken und InterviewsDas Dokfest bietet dem interessierten Publikum die einmalige Gelegenheit in kurzer Zeit und örtlich begrenzt einen Überblick über viele Facetten des aktuellen, dokumentarischen Filmschaffens zu erlangen. Von dieser Möglichkeit haben wir reichlich gebrauch gemacht. Unseren Filmkritiken sollen Ihnen einen Eindruck von der Vielfalt und Reichhaltigkeit des Dargebotenen vermitteln, aber auch die Auswahl erleichtern sollten diese Filme in Deutschland ins Kino kommen. Folgende Filme haben wir für Sie gesehen: Maïmouna, Jesus Camp, El Ejido, Fatherland, Ich bin doch keine Mörderin, Children of the Prophet, Carte Ghermez - The Red Card, Tenrikyo, une tradition en toge noire, Manufacturing Dissent, Eisenfresser, Prinzessinenbad, Ploschtscha, Exile Family Movie, Someone Beside You, Manufactured Landscapes und The Great Happiness Space. Darüber hinaus haben wir uns mit einigen Filmemacherinnen und
Filmemachern getroffen und uns mit ihnen über ihre Filme unterhalten.
Folgende Interviews können Sie hier im Movie College nachlesen:
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