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BERLINALE 2007Es ist wieder soweit: vom 08.- 18. Februar wird in der Hauptstadt der
rote Teppich ausgerollt und alles was sich um Kino dreht wird
diskutiert, bewertet und gefeiert. Berlinale-Bären 2007
Sektionen
Insgesamt gibt es noch 5 weitere Sektionen:
Außerdem die Sektion Generation
für Kinder- und Jugendfilme und Retrospektive für Filmklassiker.
Wettbewerb
"La Vie en Rose" von Olivier Dahan hat die 57. Berlinale eröffnet und gleichzeitig seine Weltpremiere erlebt. Die Hommage an Edith Piaf wurde mit großem Applaus gefeiert.
Bericht von der Preisverleihung KurzfilmWettbewerbAm Abend des 13. Februars wurden die Gewinner des Kurzfilmwettbewerbs von der Internationale Kurzfilmjury bekannt gegeben. Die Jury setzte sich in diesem Jahr aus drei Frauen zusammen, die in der Filmbranche tätig sind. Peace Anyiam- Fiberesima aus Nigeria ist Autorin, Produzentin und Anwältin. Aus Estland kam Riina Sildos, die ebenfalls Produzentin ist. Das dritte Jurymitglied war die chinesische Regisseurin Ning Ying, die mit ihrer Beijing- Trilogie auf früheren Berlinalen erfolgreich war. Die eingereichten Filme auf der Berlinale haben die Beschränkung, dass sie nicht länger als 20 Minuten sein dürfen. Insgesamt wurden an dem Abend fünf Preise verliehen. Der DAAD Preis ist eine Auszeichnung der Deutschen Akademie an internationale Künstler und wurde zuerst ausgehändigt. Er ging an den türkischen Regisseur Nesimi Yetik für seinen Vierminüter "Annem Sinema Ögreniyor" zu Deutsch "Meine Mama lernt Kino". Es wird gezeigt wie der Regisseur seiner traditionellen Mutter das Kino näher bringen möchte, indem er ihr beibringt, wie man alle Filmgrößen dem Namen nach richtig ausspricht. Nesimi Yetik erhielt mit dem Preis ein Stipendium für einen dreimonatigen Aufenthalt an der Deutschen Akademie. Als nächstes wurde der beste europäische Kurzfilm mit dem Prix EIP gekürt. Diesen erhielt die englische Produktion der aus Bulgarien stammenden Regisseurin Ralitza Petrova "Rotten Apple". Die Jury entschied sich für den Film, weil er den Wunsch eines kleinen Jungen nach einer richtigen Familie mit schwarzem Humor erzählt. Der Preis ist mit 2000 Euro dotiert. In diesem Jahr entschied sich die Jury nicht nur einen, sondern zwei Filme mit dem Silbernen Bären auszuzeichnen. Beide thematisieren das Thema Liebe in der modernen digitalisierten und urbanen Gegenwart. Der Franzose Manuel Schapira erhielt für "Decroche" ("Heb ab") einen Silbernen Bären, der andere ging an den Amerikaner Arvin Chen, dessen Festivalbeitrag "Mei" gleichzeitig auch sein Abschlussfilm ist. In "Heb ab" geht es um eine junge Frau, die eine ihrer Wohnung gegenüberliegenden Telefonzelle ständig anruft, und die abhebenden Männer unterhält und fasziniert. "Mei" ist eine Liebesgeschichte, in der der Verliebte seine Liebe nur auf eine Weise zeigen kann: er muss das Mädchen gehen lassen. Den wichtigsten Preis, den Goldenen Bären, überreichte Festival- Direktor Dieter Kosslik persönlich an den niederländischen Regisseur Hanro Smitsman für seinen Film "Raak" ("Treffer"). Die Jury beschrieb, dass es ein "brillianter Film der mit Humor über Liebe und Verzweiflung" erzählt, ist. "Raak" erzählt den Nachmittag dreier Personen, aus jeweils ihrer eigenen Perspektive. PanoramaInsgesamt 50 Filme, darunter 26 Weltpremieren, werden in diesem Jahr in
der Sektion, die sich Arthouse- und Independentfilmen widmet, gezeigt. Der
Eröffnungsfilm "The Tracey Fragments" von Bruce McDonald erzählt
über ein junges Mädchen in den emotionalen Verwicklungen der Pubertät und
leitet gleich das Thema der diesjährigen Berlinale ein: "Jugendliche
Identitätsfindung" zu dem alleine 14 Spielfilme eingereicht
wurden. GenerationDas Kinderfilmfest der Berlinale präsentiert sich seit diesem Jahr mit neuem Namen und Image: Generation. Noch nie wurde eine solche Anzahl an Filmen und Vielfalt an Genres in dieser Festivalsektion eingereicht, wie dieses Jahr. Der neue Name hat in sofern dazu beigetragen, da viele Filmemacher beim Kinderfilmfest fürchteten in die Schublade Kinder- bzw. Jugendfilm gesteckt zu werden. Generation dagegen ist offener und Filme, die ursprünglich nicht für Kinder und Jugendliche gemacht wurden aber diese trotzdem ansprechen, werden hier gezeigt. Berlinale SpecialsKulinarisches Kino- das Fest der Sinne. Eat, Drink, See Movies lautet das Motto dieses Specials. Zusammen mit der Slow- Food Organisation hat die Berlinale ein Programm herausgearbeitet, das sich den Gaumenfreuden und dem Kino widmet. Gezeigt werden Spiel- und Kurzfilme, sowie Dokumentationen rund ums Essen. Doris Dörrie wird mit ihrer Doku "How to cook your life" über den Zen- Meister Edward Espe Brown, der Zen und Kochen vereint, Weltpremiere feiern.
Magnum in Motion Zum 60. Jubiläum der Events Die Sektionen Hommage und Retrospektive präsentieren
Filmrestaurierungen berühmter oder wiederentdeckter Werke als Special
Events. Den Stummfilm "Hamlet" von 1920/21mit Asta Nielsen in der
Hauptrolle entdeckte man vor kurzem in seiner Farbfilmfassung, die nun
aufwendig restauriert worden ist und auf dem Festival wiederaufgeführt
wird. Ein weiteres Highlight steht mit "Berlin Alexanderplatz: Remastered" an. Rainer Werner Fassbinder verfilmte den Roman von Alfred Döblin in 13 Folgen für das Fernsehen, die Serie kam 1980 ins Fernsehen und löste sowohl eine Kontroverse als auch später einen Begeisterungssturm der Kritiker aus. Nun wurde Berlin Alexanderplatz "remastered", d.h. digital restauriert. Zur Premiere am 9. Februar werden die ersten beiden Teile vorgeführt bei der die Schauspieler Günter Lamprecht, Hanna Schygulla, Barbara Sukowa und Gottfried John anwesend sein werden. Während des Festivals wird das Werk auch mehrmals in voller Länge zu sehen sein.
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