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November / Dezember 2007

 

"Metropolis"-Remake geplant

Der Stummfilm von 1927 wird neu aufgelegt

Der Kult Science-Fiction Klassiker "Metropolis" von Fritz Lang, der seit 1927 weltweit Wellen schlägt (dafür aber die Ufa damals fast in den finanziellen Ruin getrieben hat) soll nun neu aufgelegt werden.

Der deutsche Produzent Thomas Schühly ("Der Name der Rose") hat sich hierfür die Rechte gesichert, mit ins Boot genommen soll außerdem Mario Kassar werden, der unter anderem den "Terminator" produziert hat. Der Drehbeginn ist für 2009 geplant.

(Quelle www.focus.de)  20.12.2007

Zuviel Film?

Strukturwandel im Kino

Es gab dieses Jahr neben guten und schlechten Filmen, vor allem viele Filme. Experten fragen sich nun, ob es nicht zu viele waren. Das Kino durchlebt einen deutlichen Strukturwandel, es gibt mehr Filme aber weniger Kinobesucher. Bis Ende des Jahres werden alleine in Deutschland 480 Filme über die Leinwände flimmern, vor 5 Jahren waren es noch 100 Filme weniger, in den letzten 10 Jahren haben sich die jährlichen Filmstarts verdoppelt. Die Verleiher beschweren sich, da es fast unmöglich ist, bei einem solchen Filmandrang noch freie Saale für Pressevorführung zu bekommen und auch Kinobetreiber sind überfordert, da jede Woche neue Filme anlaufen und sie die meisten Werke schon nach kurzer Zeit wieder aus dem Programm nehmen müssen. Alleine im Herbst wurden 66 verschiedene Filme in deutschen Kinos gezeigt. Das Problem ist, dass die meisten Exemplare nach kurzer Zeit schon wieder aus den Kinos raus sind und das Publikum, meistens nicht viel davon mitbekommt. Vor allem unbekannte Produktionen, die nicht durch Werbung an jeder Ecke angepriesen werden, erlangen nur dürftige Besucherzahlen. Dieses Schicksal droht aber auch den Hollywoodstreifen, die zurzeit eindeutig weniger einspielen, als in den vergangenen Jahren.

Nur 60 Filme konnten dieses Jahr eine Zuschauerzahl von einer halben Millionen oder mehr erreichen. In der Branche macht sich Unmut breit, viele sind sich dem Problem bewusst, doch etwas ändern will keiner.

Fred Kogel, Vorstandsvorsitzender der Constantin Film AG warnt davor, dass ein Überangebot an Filmen allen das Geschäft vermiese. "Alle müssen sich fragen, ob die Filme, die sie ins Kino bringen, auch tatsächlich premiumtauglich sind und die Zuschauer ins Kino holen".

Tatsache ist, dass sich ein neuer Trend entwickelt hat, Filmfreunde können sich freuen, denn es gibt eindeutig mehr zu sehen als noch in der Vergangenheit. Ob unter diesem Zeitdruck wirklich noch gute Filme produziert werden, muss jeder selbst entscheiden. Sicher ist aber, dass wir einige gute Filme verpassen werden, denn was kommt bei einer solchen Angebotsvielfalt noch beim Verbraucher an?

(Quelle www.taz.de)  20.12.2007

Neue Vereinbarung mit Autoren

Produzenten suchen Zwischenlösung

Es ist mittlerweile schon zu Gewohnheit geworden, das Fernsehprogramm hat einen Sprung in die Vergangenheit gewagt hat und  TV-Programme sind mit Wiederholungen überhäuft . Es ist sicher mal ganz schön an alte Zeiten erinnert zu werden, es ist allerdings fraglich, ob die amerikanischen Zuschauer  Interesse an einem verjüngten George Clooney haben, der mit braunem Jackett und übertrieben großen Schulterpolstern, als neuer Emergency Room-Star angepriesen wird. Leider ist der Hollywoodschauspieler schon lange nicht mehr in der Erfolgsserie zu sehen und allmählich werden die ständigen Wiederholungen zum Laster.

Zurzeit sind insgesamt 50 Shows eingestellt worden und die meisten Sender setzen auf „alte Schinken“, die schon lange keiner mehr sehen will.

Unter anderem die Produzenten der Lettermann-Show haben von ewigen Einbusen bezüglich der Einschaltquoten genug und setzen nun auf neue Vereinbarungen mit der Autorengewerkschaft. Auf konkrete Dinge konnte man sich zwar nicht einigen, auch die Verhandlungen Anfang Dezember haben leider kein brauchbares Ergebnis gebracht. Dennoch setzen die Sender nun auf einzelne Vereinbarungen zwischen Autoren und Produzenten und hoffen so, zumindest ab Januar vereinzelt wieder neue Shows senden zu können. Geplant ist ein  vorübergehenden Vertrag mit dem amerikanischen Autorenverband.

(Quelle www.sternl.de)  19.12.2007

Allen vs Oscar

Woody Allen lehnt weitere Auszeichnungen ab

Hollywood sei nicht seine Welt, nannte der 72-jährige FIlmemacher als Grund für seine ablehnende Haltung der Oscar-Auszeichung gegenüber. Nach 3 Oscars hat er beschlossen, sich von der Glitzerwelt L.A.´s zu distanzieren.

"Ein Film ist für sie vor allem die Möglichkeit, hunderte Millionen von Dollar zu machen", sagte Allen dem Magazin "Leben" der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit". Seine Motivation sei nicht das Geld, sondern ein Verständnis-Prozess.

"Filme sind meine Therapie. Würde ich keine Filme schreiben, dann schriebe ich Theaterstücke oder Bücher. Wenn ich nicht schreibe, fühle ich mich jämmerlich."  Mit der Finanzmaschine Hollywood könne er sich nicht identifizieren, meinte Allen.  "Ich bin kein Hollywood-Filmemacher und bin es nie gewesen, ich bin ein New Yorker Filmemacher".

(Quelle www.tagesspiegel.de)  17.12.2007

Hollywood zahlt zu viel

Schauspieler überbezahlt 

Natürlich kann eine Produktion schon vor Beginn des Drehs von einer bestimmten Besucherzahl ausgehen, wenn ein Starschauspieler für die Hauptrolle besetzt ist. Neu ist jedoch, dass man sich in der Vergangenheit des Öfteren verkalkuliert hat und es einige Hollywoodgrößen gibt, die somit eindeutig überbezahlt sind. Eine amerikanische Zeitung veröffentlichte kürzlich die Top Ten der überbezahltesten Schauspieler, Nicole Kidman und Russell Crowe an erster Stelle. Das "Forbes Magazin" berichtete außerdem von überraschenden Zahlen bezüglich der letzten Filmflops. Für die Verfilmung "der goldene Kompass" erhielt Nicole Kidmann 15 Millionen Dollar, der Film spielte nur 26 Millionen ein und kostete insgesamt 200 Millionen Dollar. Auch Russel Crowe landete mit seinen letzten beiden Streifen "Das Comeback" und "Ein gutes Jahr" keine Publikumstreffer und verdiente im Verhältnis zu den Einnahmen der Filme zu viel. Auf der anderen Seite bewegen sich diese Investitionen in solchen Millionenhöhen, dass ein einziger Film vergangene Verluste auch wieder einspielen kann. Crow´s neueste Verfilmung "American Gangster" nahm insgesamt 173 Millionen US-Dollar ein, kostete aber nur 100 Millionen US-Dollar. Adam Sandler, Cameron Diaz, Denzel Washington, Will Smith und Tom Cruise sind ebenfalls in den Top 10 der überbezahlten Hollywoodstars vertreten.

(Quelle www.welt.de)  14.12.2007

Klaus Kleber bleibt beim ZDF

Kein neuer Redakteur für den Spiegel 

Das Nachrichtenmagazin der Spiegel hatte Klaus Kleber als Nachfolger von Stefan Austs einen Platz als Chefredakteur angeboten. Überraschender Weise lehnte Kleber das Angebot aber ab und betonte, dass es eine Ehre sei für diesen Posten vorgeschlagen zu werden, er dem ZDF aber treu bleiben würde. Als Leiter der "heute journal"-Redaktion spielt Kleber auch für das ZDF eine wichtige Rolle, Kleber bekannt als Spitzenmann des Journalismus wurde schon 2003 von der ARD abgeworben. Armin Mahler der Geschäftsführer der SPIEGEL-Mitarbeiter KG, sagte dazu: "Natürlich bedauern wir die Absage von Claus Kleber. Wir werden nun ohne Zeitdruck und in Ruhe die Suche nach einem Chefredakteur für den SPIEGEL fortsetzen." Kleber begründete seine Absage damit, dass er sich dem Medium TV mehr verpflichtet fühle, er sagte auch: "Wir stehen mit dem 'heute-journal', mit unseren Nachrichtensendungen im ZDF an der Schwelle des digitalen Zeitalters. In einem Jahr senden wir mit neuester Technik aus dem modernsten News-Studio Europas. Die Informationsgesellschaft wird sich verändern, ein ungeheuer spannender Prozess. Den will ich zusammen mit meinem Team gestalten."

(Quelle www.spiegel.de)  13.12.2007

Was läuft bei der Berlinale?

Filmfestspiele geben erste Filme bekannt

Doris Dörrie „Kirschblüten Hanami “ wird  Deutschland bei der 58. Berlinale im Februar vertreten. Der Film erzählt die Geschichte des an Krebs erkrankten Rudi (gespielt von Elmar Wepper) und seiner esoterischen Frau (Hannelore Elsner). Neben dieser deutschen Produktion gaben die internationalen Festspiele  weitere 7 Filme bekannt, die im Wettbewerb laufen sollen. An den Start gehen unter anderem Filme aus den USA, China, Brasilien, Mexiko, Großbritannien und Polen. Gewinner der Berlinale 2000 tritt dieses Mal mit  "There Will Be Blood" an. Der Film ist eine Anlehnung an Upton Sinclairs Roman "Oil" und erzählt vom sagenhaften Aufstieg eines erfolglosen Silberminenbesitzers. Der mexikanische Filmemacher Fernando Eimbcke gehört mit "Lake Tahoe" zu den Teilnehmern, wobei in seinem Film die Geschichte eines Sechzehnjährigen behandelt wird, der den plötzlichen Tod seines Vaters verarbeiten muss.

Bis Mitte Januar sollen alles Filme feststehen.

 

(Quelle www.zeitt.de)  11.12.2007

Steuergelder für den Bambi

200.000 für Glamour-Gala

Der bayrische Rechnungshof übt scharfe Kritik an der Subventionierung der Bami-Gala. Schon 2005 wurde die übertriebene Gala-Unterstützung aus Steuergeldern kritisiert. Die Frage ist warum man an anderen Stellen harte Einschränkungen in Kauf nehmen muss, andererseits aber Geld in den Glamour investiert. Die Staatskanzlei verteidigt sich damit, dass es sehr wichtig sei, dass Bayern Medienstandort Nr.1 bleibt. Die Rechnungsprüfer betonten, dass Bayern vermutlich Angst hatte nicht mehr als Veranstaltungsort in Frage zu kommen. Allerdings stand Bayern schon als Veranstaltungsort fest, bevor es überhaupt eine Zusage für eine Subventionierung gab. Außerdem wurde bekannt, dass auch die Bambi-Veranstaltung 2006 in Stuttgart von der baden-württembergischen Landesregierung mit Steuermitteln unterstützt worden war. Ein Sprecher des Staatsministerium in Stuttgart erklärte "Der Beitrag des Landes wurde vollständig aus den im Haushalt für Öffentlichkeitsarbeit bewilligten Mitteln finanziert."

(Quelle www.spiegelt.de)  05.12.2007

Verleihung des "Kennedy"-Preises in den USA

Ehrung für Martin Scorsese und Steve Martin

In den USA wurde nun zum 30. Mal der renommierte "Kennedy"-Preis für "lebenslangen Beitrag zur amerikanischen Kultur" verliehen. Unter den diesjährigen fünf Preisträgern befanden sich - neben Sängerin Diana Ross, Pianist Leon Fleisher und "Beach Boys"-Frontmann Brian Wilson - der Hollywood-Regisseur Martin Scorsese ("The Departed", "Gangs of New York") und Schauspieler und Komiker Steve Martin ("Solo für zwei", "Roxanne"). Übergeben wurde der Preis von US-Außenministerin Condoleezza Rice.

(Quelle www.derstandart.at)  04.12.2007

Fades Fernsehspiel

Verleihung des europäischen Filmpreises

Von den zahlreichen prominenten Gästen dürfte sich die Mehrzahl gelangweilt haben - die Gala entpuppte sich als mühsame Prozedur, die jeglicher Pointen entbehrte. Jan-Josef Liefers und seine französische Kollegin Émanuelle Béart führten durch den Abend, schafften es aber nicht, ihn mit Inhalt zu füllen.

Den europäischen Filmpreis und den Preis für Regie erhielt das rumänische Abtreibungsdrama "Vier Monate, drei Wochen und 2 Tage" von Cristian Mungiu, Fatih Akin wurde für das Drehbuch zu "Auf der anderen Seite" ausgezeichnet. "Das Parfüm" erhielt für Kamera und Production Design Preise

Wim Wenders, der Präsident der Europäischen Filmakademie, gab mit großem Bedauern die Abwesenheit Jean-Luc Godards bekannt, der an diesem Abend für sein Lebenswerk geehrt werden sollte. "Niemand hat sich so etwas getraut.", sagte Wenders über das Werk des 76-jährigen.

(Quelle www.faz.net)  03.12.2007

Bambi 2007

Mut-Bambi für Tom Cruise

FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher ergriff gestern Abend auf sehr stürmische Weise Partei für die umstrittene Stauffenbergverfilmung von Tom Cruise. Er versuchte deutlich zu machen, dass Deutschland von der Verfilmung profitieren würde und über den deutschen Widerstand so mehr bekannt werden würde. Er erklärte auch, dass sein Vorgänger Historiker Joachim Fest immer betonte, dass sich ein Weltstar der Sache annehmen müsste, um für die nötige Präsents zu sorgen. Mit dem Mut-Bambi heimste sich Cruise nicht nur Lob des Laudators ein, sonder wurde mit einem teilweise missmutigem Publikum konfrontiert. Einer der Gala-Gäste Heiner Lauterbach meine nach der Verleihung,  "Einen Film zu drehen, dafür 50 Millionen Dollar zu bekommen - ich finde, da gibt es Mutigeres." Lauterbach argumentierte, dass es kein Unterschied zu deutschen Schauspielern gäbe und Cruise nur mehr Geld zu Verfügung stünde. Cruise war schon vor den Dreharbeiten zu seinem neuen Film auf heftige Kritik gestoßen, vor allem als Anhänger der Scientology Kirche, wurde es ihm erst verboten im Bendlerblock, Stauffenbergs Hinrichtungsstätte, zu drehen.

 

(Quelle www.kleinezeitung.at)  30.11.2007

Film+ 07

Schnittpreise vergeben

Film+ findet dieses Jahr zum siebten Mal im Kölner Kino OFF Broadway und dem Filmforum im Museum Ludwig statt. Auch dieses Jahr treffen sich wieder Editoren, Filmemacher, Filmstudenten und das Kölner Publikum, um die "unsichtbare" Arbeit des Cutters zu würdigen. Der Schnittpreis Spielfilm ging an Hansjörg Weißbrich für "Der Liebeswunsch", mit "die Unzerbrechlichen" gewann Ana Pohl den Bild-Kunst Schnitt Preis Dokumentarfilm  und der Förderpreis der BMW-Group ging an Rudi Zieglmeier für "Bildfenster/Fensterbilder". Das Programm stellte natürlich die Filme der Preisträger in den Mittelpunkt. Abgerundet wurde die Preisverleihung von einer der Filme umfassenden Hommage-Reihe und Panels zu entsprechenden Schwerpunkten.

(Quelle www.filmplus.de)  28.11.2007

Autorenstreik trifft Europa

Illuminati-Deh gestoppt

Scheinbar sind die Ausmaße des seit 2 Wochen andauernden Autorenstreiks in den USA, größer als  noch vor einigen Tagen vermutet. Das britische Filmstudio Pinewood teilte gestern mit, dass das Drehbuch zum Bestsellerroman Illuminati nicht fertig gestellt werden konnte und die Dreharbeiten deshalb auf weiteres verschoben werden. Unter anderem machte Brad Pitt dem Studio eine Absage, da er mit dem Drehbuch nicht einverstanden war. Auf Grund des Streiks hat das Studio nun auch keine Möglichkeit die aktuelle Fassung umzuschreiben. Das Studio Pinewood, welches als das erfolgreichste in ganz Europa gilt, darf sich nun im nächsten Jahr auf einen Umsatzrückgang von ca. 4,17 Millionen Euro einstellen. Alle Hoffnung liegt nun auf dem neuen Verhandlungsgespräch am Montag, Fakt ist das der Filmindustrie täglich 21 Millionen Dollar verloren gehen und endlich Bewegung in die Sache kommen muss. Keine Neuigkeiten gibt es hingegen im Bezug auf die Forderungen der Bühnenarbeiter am Broadway. Es kam sogar soweit, dass ein Theaterbetreiber die Gewerkschaft auf 35 Millionen Dollar verklagte.

(Quelle www.morgenpost.de)  23.11.2007

Fernando Fernán-Gómez verstorben

Spanische Schauspielikone stirbt an Darmkrebs

Der spanische Schauspieler starb gestern im Alter von 86 Jahren in einem Madrider Krankenhaus. Erst vor einigen Tagen wurde bekannt, dass Fernando Fernán-Gómez schon seit einem Monat wegen Darmkrebs in Behandlung war. Während seiner 50 jährigen Karriere wurde er zum bekanntesten Schauspieler seines Landes und erhielt mehrmals den spanischen Filmpreis Goya, 2005 wurde er auf der Berlinale für sein Lebenswerk geehrt. Fernán-Gómez spielte in 200 Filmen mit und führte bei 20 selbst Regie, im spanischen Fersehen verkörperte er unter anderen Don Quijote. Er wurde als einziger spanischer Schauspieler in die königliche Sprachakademie aufgenommen

(Quelle www.tagesspiegel.de)  22.11.2007

Autorenstreik geht weiter

Solidarität mit den Streikenden

Die streikenden Drehbuchautoren Hollywoods geben nicht nach. Seit dem 5. Dezember stehen sie erstaunlich geschlossen hinter  den Ansprüchen auf eine höhere Beteiligung an den Gewinnen aus neuen, digitalen Plattformen. Die Autoren von Fernsehserien und nun auch vereinzelt von Kinofilmen möchten ihren Streik fortsetzen, bis die Produzenten ihnen entgegenkommen.

Auch Hollywoodgrößen verkündigten ihre Solidarität mit den Streikenden - und Umfragen zufolge steht die Mehrheit der amerikanischen Zuschauer hinter der Bewegung-

Am kommenden Montag wollen der Produzentenverband AMPTP und die streikende Autorenvereinigung WGA die Verhandlungen wieder aufnehmen, weil die Produzenten von der Bedingung abließen, der Streik müsste als Voraussetzung für Verhandlungen fallengelassen werden.

Prognosen über einen bis zum nächsten Sommer anhaltenden Streik und einbrechende Fernsehquoten werden nun vorübergehend revidiert.

(Quelle www.faz.net)  21.11.2007

Christoph Fromm gewinnt Drehbuchpreis

Drehbuch "Sierra" wird ausgezeichnet

Die Bundesregierung vergab gestern Abend den Preis in der Hochschule für Film und Fernsehen (HFF) an den Dozent an der Filmakademie Ludwigsburg und freien Drehbuchautor in München, für sein noch unverfilmtes Drehbuch "Sierra". Die Auszeichnung soll die Bedeutung des professionellen Drehbuchschreibens würdigen, erklärte der Kulturstaatsminister Bernd Neumann in der Preisverleihung.

"Sierra" ist die Geschichte des Obergefreiten Jaksch und der Kindersoldatin Sheela die zusammen versuchen in einem afrikanischen, vom Bürgerkrieg zerrissenen Land, eine Hilfslieferung der UN in ein Flüchtlingscamp zu bringen. 2008 sollen die Dreharbeiten beginnen.

(Quelle tagesspiegel.de)  15.11.2007

 Delbert Mann ist tot

Oscar-prämierter Regisseur verstorben

Der US-amerikanische Regisseur Delbert Mann verstarb am Sonntag in Los Angeles an einer Lungenentzündung. 

Gleich sein erster Kinofilm "Marty" von 1955 wurde mit Preisen überhäuft und in Cannes wie in Hollywood zum besten Film des Jahres gekürt und gewann Oscars für Regie, Drehbuch und Hauptdarsteller.

Nach einigen Kinoproduktionen wie "Begierde unter Ulmen" mit Sophia Loren und Anthony Perkins (1958) und "Ein Hauch von Nerz" (1961) mit Cary Grant wandte er sich dem Fernsehen zu und machte sich mit Werken wie der Verfilmung von Remarques "Im Westen nichts Neues" (1979) einen Namen.        1967 wurde er Präsident des US-Regisseur-Verbandes.

Delbert Mann realisierte im Laufe seines Lebens mehr als 100 Fernsehfilme.

(Quelle tagesspiegel.de)  14.11.2007

 Kinos kapitulieren vor Fussball-EM

Schweizer Kinokette schließt die Tore

Die Kino-Theater-AG (kitag) wird während der Fussball- Europa-Meisterschaft vom 9.-22- Juni 2008 ihre Kinos geschlossen halten.

Grund seien die voraussichtlich einbrechenden Besucherzahlen und die mangelde Anzahl der Filmstarts, da die Verleihe es vermeiden, ihre Produktionen in dieser Zeit anlaufen zu lassen.

In einigen Schweizer Städten führt diese Maßnahme zu einem vorübergehenden Totalausfall des Kinobetriebs, da die Häuser mancherorts alle in der Hand der kitag sind. 

Die Nachricht fand erstaunlich wenig Beachtung in der Presse - bleibt die Frage nach der Demokratie in der europäischen Kinolandschaft.. 

(Quelle tagblatt.ch)  13.11.2007

Medientage München

Gestern Starttermin Medientage

Mit der Eröffnung durch Ministerpräsident Beckstein und einem interessanten Hinweis bezüglich der Freiheit der Medien begannen gestern Vormittag die 9. Medientage München in der Messestadt. Zahlreiche Vertreter aus allen Bereichen wie print, online, Radio und TV wie auch das Kino sind vertreten. Jugendliche Besucher sollten die Möglichkeit, sich im Mediencampus bei verschiedenen Hochschulen Informationen einzuholen, nicht verpassen. 

Von Kommunikationstechnik über Webdesign bis hin zu audio engineering haben Interessenten an einer Ausbildung im Medienbereich die Möglichkeit, sich detailliert über die Realität des jeweiligen Berufsbildes zu informieren.              

Der Mediencampus besticht nicht durch eine überwätigende Anzahl an Infoständen, ist aber sicherlich eine große Hilfe für die ganz Unschlüssigen, die "irgendwas mit Medien" machen wollen und sich davon noch ein Bild machen müssen.

(Quelle medientage.de)  08.11.2007

Strafanzeige gegen Regisseurin

Tatort-Folge hat ungeahnte Folgen

Die Story des Tatorts vom 23. Dezember in welchem es um Inzest in einer alevitischen Familie und Mord ging, hat die deutsche alevitische Gemeinde aufgebracht und zu öffentlichen Protesten geführt. Neben einem offenen Brief an den Innenminister und Demonstrationen hat die Gemeinde nun auch Strafanzeige wegen Volksverhetzung gestellt. Drehbuchautorin und Regisseurin der Folge, Angelina Maccarone ist völlig überrascht von den Vorwürfen. Für Sonntag, den 30. Dezember ist eine Großdemonstration in Köln angekündigt.

(Quelle: Focus)  30.12.2007

Jerzy Kawalerowicz ist tot

Altmeister des polnischen Films

Er hat polnische Filmgeschichte geschrieben, nicht nur mit seinen Filmen, wie "Nachtzug", "Mutter Johanna von den Engeln" oder "Faraon", sondern auch durch seine Arbeit als Vorsitzender des Verbands polnischer Filmschaffender sowie als Kreativdirektor des Filmstudios Kadr. Am 27. Dezember ist er 85 jährig in der polnischen Hauptstadt verstorben.

(Quelle NZZ)  29.12.2007

Kinowelt auf Französisch

Canal + übernimmt voraussichtlich Mehrheit

Nach Meldungen im amerikanischen Fachblatt Variety steht die Übernahme der Mehrheitsanteile von Kinowelt durch Canal+ unmittelbar bevor. Das ursprünglich Münchner Unternehmen war nach Liquiditätsproblemen neustrukturiert nach Leipzig umgezogen und gehört zu den großen DVD und Filmvertrieben in Deutschland.

(Quelle www.variety.com)  23.12.2007

Autorenstreik in Hollywood

Verhandlungen abgebrochen, Ende nicht in Sicht

Nach fünf weiteren Wochen Arbeitskampf wurden die Verhandlungen für eine bessere Vergütung für die Weiterverwertung der Arbeiten der Autoren auf DVDs und im Internet, abgebrochen. David Young, Verhandlungsführer der Gewerkschaft, warf den Studios vor, die Autoren nicht als Partner zu akzeptieren: "Sie verlangen von uns, auf unsere Zukunft zu verzichten - vor allem in den neuen Medien." Die Produzenten Kritisierten ihrerseits, der Abbruch solle den Streik unnötig hinauszögern.

Inzwischen gefährdet der Streik 50 TV-Shows und 15.000 Arbeitsplätze. 21 Millionen Dollar kostet dieser am Tag. In der kommenden Woche müssten praktisch alle Fernsehproduktionen stoppen, die in irgendeiner Weise auf Manuskripte angewiesen sind. Ein Ende ist nicht in Sicht.

(Quelle www.tagesspiegel.de)  10.12.2007

Der amtliche Presseausweis

Innenminister fordern Anschaffung

Die Innenmisterkonferenz hat beschlossen, den "amtlichen" Presseausweis abzuschaffen. Hierbei sorgt ein schon oft diskutiertes Thema wieder für Trubel und macht erneut auf die Fragwürdigkeit des organisierten Journalismus in Deutschland aufmerksam. Bei der International Academic Society hat er nach Doktor- und Adelstitel schon den wichtigsten Stellenwert und verspricht außer Schnellabfertigung an Flug-, Bahn-, und Seehäfen auch freie Disco und Clubbesuche. Die G.N.S. Presseagentur wirbt neben einem Presseausweis mit "Autorisierte Akkreditierungs-Urkunde", was genau damit gemeint ist, wird allerdings nicht verraten. Der DJV beschwert sich über diese Entwicklung und betont, dass die meisten Ausweise nicht echt seien. Leider ist diese Aussage aber falsch, auch wenn immer mehr Agenturen Presseausweise anbieten, ist es trotzdem nicht verboten. Auch die Kommentare, es gäbe nur vier richtige Verbände, denen es erlaubt sei einen Presseausweis auszustellen, ist nicht richtig. Einen "amtlichen Presseausweis" gibt es somit nicht. Der Gesetzgeber hat diesbezüglich keine genauen Angaben gemacht und überlässt diese Frage den Berufsverbänden, die sich seit Jahren nicht darauf einigen können, ab wann man ein "echter" Journalist ist. Seit Mai 1993 gibt es aber eine Art Vereinbarung zwischen der Innenministerkonferenz und vier Verbänden - dem Bundesverband der Zeitungsverleger, der Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union, dem Deutschen Journalisten-Verband und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Hierbei dürfen nur diese Verbände behauten, dass Ihr Ausweis von den Innenministern anerkannt wird. 2004 erkämpfte sich eine Reihe von Fotojournalisten ebenfalls das Recht, einen anerkannten Presseausweis zu erstellen. 2006 wurde nach einer Innenministerkonferenz beschlossen, dass noch weiteren Verbänden ein "amtlicher" Presseausweis zusteht, der DPV, die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm und die Jungen Medien Deutschland gehörten unter anderem dazu.

(Quelle www.heiset.de)  07.12.2007

Evel Knievel gestorben

Der Urvater des Motorrad-Stunts

Während seiner langen Karriere in der er die Welt durch aufsehenerregende Stunts in Atem hielt, hat Evel Knievel sich vermutlich jeden Knochen gebrochen, den man sich brechen kann. Das hat ihn nie davon abgehalten, neue, aufsehenerregende Stunts zu wagen. Seine Stunts waren in Filmen wie "Death Defiers", "Freebie and the Bean" oder "The Bionic Woman" zu sehen. Nun ist er 69 jährig gestorben.

(Quelle:Homepage)  01.12.2007

Mord nach Fernsehshow schockt Spanien

Sendung "El Diario de Patricia" soll abgesetzt werden

Die tägliche Show "El Diario de Patricia" (Patricias Journal), des spanischen Senders Antena 3, verspricht den Zuschauer die "besten Überraschungen" und "emotionalsten Begegnungen". Mitte November, war die Russin Swetlana Orlowa zu Gast in der Sendung um eine dieser "emotionalen Begegnungen" zu erleben. Als dann ihr Ex-Freund Ricardo Antonio N. ihr vor einem Millionenpublikum einen Heiratsantrag macht, lehnt sie diesen bestimmt ab. Mit gutem Grund. Erst sechs Wochen zuvor hatte sie sich von dem gelernten Fleischer getrennt, weil er sie schwer misshandelt und bedroht hatte. Vier Tage später wird Swetlana Orlowa mit aufgeschlitzter Kehle im Eingag ihres Hauses gefunden. Ricardo N. steht unter Mordverdacht.

Dieser Vorfall schockierte Spanien und brachte eine Diskussion ins rollen, ob "El Diario de Patricia" überhaupt moralisch Vertretbar sei. Die Frauenschutzbeauftragte der Spanischen Regierung, Encarnación Orozco, bezeichnete die Macher der Show als "verantwortungslos". "Sie haben einem Gewalttäter die Chance gegeben, sein Opfer erneut zu erniedrigen" hieß es. Eine solche Sendung habe "weder Ethik noch Moral", kritisierte auch Sonderstaatsanwältin María Soledad Cazorla.

Neben harscher Kritik gegen jede Form reißerischer Reality-Shows forderten Zuschauer-Verbände, "El Diario de Patricia" ganz abzusetzen.

(Quelle: spiegel)  27.11.2007

Romuald Pekny gestorben

Österreichischer Charakter-Schauspieler

Seine große Stärke war stets das Theater, doch auch im Film hat er Zeichen gesetzt und gebrochene, zerrissene Figuren dargestellt. Dabei waren es vor allem Fernsehspiele und Serien in denen er zu sehen war. Seine letzte Fernseharbeit war 1999 "Das Biest im Bodensee". Romuald Pekny verstarb 87 jährig in Linz.

(Quelle: Spiegel)  09.11.2007

Sendeverbot in Pakistan

Internationale Medien mit Sendeverbot belegt

Pakistanische Behörden haben die Sendungen von internationalen Fernsehstationen wie BBC und CNN in den landesweiten Kabelnetzen unterbrochen. Daraufhin setzte ein Run auf Sattelitenschüsseln ein, um weiterhin unzensiert Nachrichten empfangen zu können. Die instabile Situation in Pakistan wird durch eine Vielzahl von politischen Einschränkungen begleitet.

(Quelle: Süddeutsche Online)  09.11.2007

 

Oktober

 

Peter Viertel ist tot!

Drehbuchautor verstarb mit 87

Drehbuchautor Peter Viertel ist gestern im Alter von 86 Jahren in einer Privatklinik in Marbella verstorben, nur kurze Zeit nach dem Tod seiner Frau Deborah Kerr, die Mitte Oktober verstarb. Viertel wurde 1920 in Dresden geboren und wanderte während des 2. Weltkrieges mit seinen Eltern nach Amerika aus. Sein Vater Berthold Viertel war ein erfolgreiche Theatermacher und seine Mutter Salka Steuermann eine bekannte Drehbuchautorin. Auf Grund seiner bekannten Eltern konnte Viertel schon in jungen Jahren wichtige Kontakte knüpfen, was seine Kariere nachhaltig beeinflusste. Er arbeitete für Regisseur-Größen wie Clint Eastwood, Alfred Hitchcock und John Huston. Peter Viertel  verfasste Drehbücher zu Filmen wie "African Queen" und "Der alte Mann und das Meer". Seine Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu "African Queen" verarbeitete er zu seinem bekanntesten Roman "Mann im Dschungel", umgenannt in "weißer Jäger, schwarzes Herz" wurde das Drehbuch 1990 von Clint Eastwood verfilmt.

(Quelle spiegel.de)  06.10.2007

Autorenstreik in Hollywood

Wie lange reichen die Geschichten?

Amerikanische Autoren legen heute zum ersten Mal seit 20 Jahren ihre Stifte nieder, sie fordern einen neuen Tarifvertrag, der ihnen unter anderem eine höhere Beteiligung an DVD-Einnahmen verspricht. Die Streikmaßnahmen wurden US-weit eine Minute nach Mitternacht ausgesprochen, alleine in Los Angeles entschlossen sich 3000 Autoren zu streiken. Die Industrie rechnet jetzt schon mit vielen hundert Millionen Dollar Verlusten. Wie schnell die benötigten Geschichten der Autoren ausgehen, ist im Moment noch schwer zu sagen. Sicher ist, dass vor allem Shows, die jeden Tag ausgestrahlt werden, nur schwer auf ihre Gags verzichten können. Allerdings bereiten sich die Sender seit Beginn des Jahres auf Ausfälle vor, da man schon seit längerem mit einem Streik rechnet. Vor allem Groß-Studios verfügen über große Mengen an Materialien. Außerdem werden viele Soaps über Wochen im Voraus gedreht. Sollte sich der Streik jedoch über einen längeren Zeitraum hinziehen, müssen sich Zuschauer täglicher Sendungen mit ständigen Wiederholungen abfinden und neue Sendungen werden vermutlich gar nicht mehr ausgestrahlt.

(Quelle diepresse.com)  05.10.2007

Autoren Streiken

Verhandlungen in Hollywood gescheitert!

Die Autorengewerkschaft "Writers Guild" berichtete am Abend, dass die Drehbuchautoren in Hollywood auf Grund der der gescheiterten Tarifverhandlung beschlossen haben zu streiken. Die Autoren werden am Freitag per Email über den Streikbeginn informiert, so die Gewerkschaft. Dieser Streik wäre der erste Autorenstreik seit 20 Jahren und könnte bei höherem Ausmaß eine große Gefahr für Filmproduktionen darstellen. "Writers Guild" fordern vor allem eine bessere Vergütung für Schreiber, deren Arbeit auf DVDs, im Internet und auf Mobiltelefonen verbreitet wird. Die seit Juli laufenden Verhandlungen haben leider nicht das gewünschte Ergebnis gebracht, die Autoren sehen im Streik die einzige Möglichkeit ihre Interessen zu verteidigen. 1988 kam es zum letzten Mal zu einem solchen Streik, 22 Wochen kämpften Autoren für bessere Arbeitsbedingungen. Damals musste die Filmindustrie einen Verlust von 500 Millionen Dollar in Kauf nehmen.

(Quelle zeit.de)  02.10.2007

Film und Revolte 

Bundesweiter Aktionstag

Der 13. Bundesweite Aktionstag am 31.Oktober 2007 in Frankfurt  widmet sich dem Thema "Film und Revolte".  Anlass ist der Beginn der Studenten-Revolte vor 40 Jahren. Am 2. Juni 1967 kam es beim Besuch des Schahs zu einer folgenschweren Auseinadersetzung zwischen Polizei und Studenten, wobei einer der Studenten Benno Ohnesorg erschossen wurde. Dieses Ereignis war auf keinen Fall erfreulich für die deutsche Geschichte, sorgte aber für einen Fortschritt der Filmgeschichte. Filmen wurde von diesem Tag zum "Kampfmittel", es entstanden kurze "Flugblattfilme" die sich zwischen Dokumentation und Agitation bewegten. Das Filmfest beleuchtet die verschiedenen Aspekte dieser Zeit und zeigt Filme und spätere Produktionen über die Revoltejahre. Im Programm sind unter anderem Brodmanns "Der Polizeistaatsbesuch" und Helga Reidemeisters "Aufrecht gehen".

(Quelle kino-zeit.de)  30.10.2007

Evelyn Hamann verstarb am Wochenende

Hamburger Schauspielerin ist tot

Mehrfach ausgezeichnet und doch bescheiden - die Schauspielerin Evelyn Hamann zog es stets vor, ihre Arbeit gut zu machen statt im Glanzlicht zu stehen.

Unvergessen bleibt sie in ihren Rollen an der Seite des Komikers Loriot, der sie als seinen "Glücksfall" ´bezeichnete. Auch als unerbittliche Sekretärin Adelheid an der Seite der Komissare Strobel und Pohl bleibt sie in Erinnerung. Ihre Serie "Evelyn Hamanns Geschichten aus dem Leben" läuft seit 14 Jahren im ZDF.

Die gebürtige Hamburger Schauspielerin stammte aus einer Musikerfamilie und absolvierte eine klassiches Schauspielkarriere.

Dem Theater blieb sie zeitlebens eng verbunden. 

(Quelle stern.de)  29.10.2007

Prix Lux für "Auf der anderen Seite"

Kulturpreis des europ. Parlaments für Fathi Akin

Das europäische Parlament verleiht heute zum ersten Mal den Prix Lux. Zu den Gewinnern zählen Produzent Klaus Maeck, corazón international, und die Hauptdarstellerin Hanna Schygulla für Fatih Akins Film "Auf der anderen Seite". Mit dem Prix Lux möchte das europäische Parlament verdeutlichen, wie wichtig die Kultur jedes einzelnen Landes ist. Außerdem erhofft man sich, die europäische Integration zu fördern. "Auf der anderen Seite" thematisiert den kulturellen Austausch zwischen deutschen und türkischen Bürgern, der Film trifft somit genau ins Schwarze. Akins ausgezeichneter Film wird nun in 23 Amtssprachen der Europäischen Union untertitelt, außerdem wird eine 35mm-Kopie je Sprachfassung hergestellt und es soll eine Fassung für Hörgeschädigte geben.

(Quelle Filmzeitung.de)  24.10.2007

Deborah Kerr

Schottische Schauspielerin  in Suffolk verstorben 

Mit ihrer Hauptrolle als frustrierte Offziersgattin in Fred Zinnemanns Kriegsdrama "Verdammt in alle Ewigkeit" ("From Here to Eternity") von 1953 verschaffte sich die gebürtige Schottin den Durchbruch. In einer für die prüden Fünfziger sehr freizügigen Liebesszene sieht man sie in der Ozeanbrandung ein sehr leidenschaftliches Verhältnis mit dem Untergebenen ihres Mannes eingehen. 

Ihrer ersten Oscar-Nominierung für ihre Rolle in "Verdammt in alle Ewigkeit" mit Spencer Tracy folgten fünf weitere, sie spielte mit den größten männlichen Stars der fünfziger und frühen sechziger Jahre wie Yul Brunner, Cary Grant und Richard Burton. Die als Deborah Jane Trimmer erhielt den Preis jedoch erst 1994 in Form des Honorary Award für ihr Lebenswerk - der Hollywood-Rekord für erfolglose Oscar-Nominierungen einer Darstellerin hält sie ebenfalls.

Die zierliche Deborah Kerr setzte sich dank ihres schauspielerischen Talents gegen ihre US-Konkurrentinnen durch, blieb dem Glamour  Hollywoods aber stets ein wenig fremd. 1968 nahm sie Abschied von der Traumfabrik, weil die Zunahme von Sex und Gewalt sie abstießen.

Sie lebte zuletzt mit ihrem Ehemann, dem deutschen Schriftsteller Peter Viertel in der Zurückgezogenheit eines Schweizer Klosters.

(Quelle spiegel.de)  23.10.2007

Rekordbeteiligung

Auslands-Oscar gefragter den je

Welche Filme für den Oscar nominiert werden, gibt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Beverly Hills am 22. Januar bekannt. Schon jetzt fiebern mehr Länder mit als je zu vor und erhoffen sich eine Nominierung. Für den besten nicht englischsprachigen Film gab es dieses Jahr eine Rekordbeteiligung, 65 Länder reichten ihre Filme ein. Neu dabei sind unter anderem Irland und Aserbaidschan. Weitere Teilnehmer sind "Die Fälscher" von Stefan Ruzowitzky für Österreich, der von Fatih Akin mitproduzierte Film "Takva - Gottesfurcht" für die Türkei, der Zeichentrickfilm "Persepolis" für Frankreich, "Katyn" von Andrzej Wajda für Polen, außerdem die Cannes-Gewinner "Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage" von Cristian Mungiu für Rumänien. Für Deutschland schickt Fatih Akin den Film "Auf der anderen Seite" ins Rennen und ist somit bei gleich zwei Filmen beteiligt.

(Quelle Focus.de)  19.10.2007

Neue Film-und Medienakademie

Hessen gründet neue Hochschule

Filmbranche, Hochschulen und Politik wollen das Bundesland als Film- und Medienstandort stärken. Unter Federführung der Hochschule für Gestaltung in Offenbach soll eine "praxisgerechte Ausbildung" angeboten werden.  Die neue Film- und Medienakademie soll die Ausbildungsangebote der Hochschulen untereinander sowie die Kooperation der Unternehmen und Institutionen koordinieren und intensiver vernetzen.

(Quelle filmzeitung.de)  16.10.2007

Godard und Ballhaus

Ehrenpreis für Lebenswerk

Am 1. Dezember findet in Berlin die 20. Preisverleihung der Europäischen Filmakademie statt. In Rahmen der Veranstaltung werden der französische Regisseur Jean-Luc Godard und der deutsche Kameramann Michael Ballhaus mit den Ehrenpreis für ihre exzellente Arbeit als Filmschaffende ausgezeichnet.

Godard (76) ist schon seit 50 Jahren im Filmgeschäft tätig und sei ein "versierter Kenner und Kritiker der Filmkunst", zudem habe er großen Einfluss auf das europäische Kino genommen, betonte die Europäische Filmakademie in Berlin. Auf Grund dieser Leistung werde er für sein Lebenswerk geehrt.

Ballhaus gilt als einer der bedeutendsten Kameramänner des deutschen und internationalen Films. Er hat in Deutschland sowie den USA mit den bedeutenden Regisseuren zusammengearbeitet, darunter Rainer Werner Fassbinder, Martin Scorsese und Francis Ford Coppola. Über die Auszeichnung äußerte sich der 72 Jährige "hoch erfreut", der Preis sei für ihn "Anerkennung meiner Leistungen".

(Quelle tagesspiegel.de)  12.10.2007

Stellenabbau bei der BBC

Mehrere tausend Jobs gefährdet

Der britische Fernsehsender fiel in letzter Zeit immer wieder mit negativen Meldungen auf und hat nun bekannt gegeben, dass aufgrund der erheblichen finanziellen Probleme Kürzungen bevorstehen.       Der größten öffentlich-rechtlichen Anstalt der Welt fehlen umgerechnet fast 2,9 Milliarden Euro, die sich aus fehlenden Gebühreneinnahmen ergeben.

Von den weltweit mehr als 23.000 Mitarbeitern sind nun mehr als zehn Prozent gefährdet.

Zuvor war die BBC durch eine Reihe von Skandalen unangenehm aufgefallen: Sie musste Fehlverhalten bei einer Anrufer-Show einräumen und ein Bußgeld von rund 74.000 Euro zahlen,  den Chef von BBC One aufgrund eines irreführenden Berichts über die Queen zurücktreten lassen und sich von der Medienaufsicht Ofcom rügen lassen.

(Quelle spiegel.de)  10.10.2007

Bundesliga auf Premiere?

Kirch soll die Rechte für 2009/2010 erhalten

Der ehemalige Fernsehmanager soll die TV-Rechte im Auftrag der DFL vergeben und mit seiner neugegründeten Firma Sirius als Zwischenhändler von 2009 an die Medienrechte an der Fußball-Bundesliga vergeben.

Die DFL gründet zudem eine Auslandsgesellschaft zur internationalen Vermarktung, die im Zeitraum von 2009 bis 2015 Erlöse von etwa 460 Millionen Euro erbringen soll. "Damit verfügt die Bundesliga über die größte finanzielle Absicherung ihrer Geschichte", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Profivereine können sich auf eine Erhöhung der Einnahmen um fast 20 Prozent freuen. Die künftigen Rechteinhaber sollen von der Kirch-Firma Sirius stellt den künftigen Rechteinhabern ein Bundesliga-TV  mit Live-Berichterstattung. ZDF und der derzeitige Rechteinhaber Premiere zeigten bereits Interesse, signalisierten aber eine Befürchtung höherer Kosten.

 

Vor fünf Jahren hatte Kirch mit seinen Unternehmen Insolvenz angemeldet und für eine der größten Pleiten in der deutschen Wirtschaftsgeschichte gesorgt. Ende September meldete er sich überraschend mit verschiedenen Projekten zurück.

Bedenken aufgrund der historischen Pleite hatte es bei der DFL-Spitze kaum gegeben. "Die Vergangenheit hat keine entscheidende Rolle gespielt", sagte Rauball.

(Quelle spiegel.de)  10.10.2007

Rosa geht in Rente

Ausstellung zum 65. Geburtstag

Das "Schwule Museum Berlin" bereitet zum 65. Geburtstag des bekannten Filmregisseurs Rosa von Praunheim (25. November) eine "kritisch-liebevolle-Homage" zu seinem Leben und Werk vor. Die Ausstellung soll zu dem auch die Einflüsse und Reaktionen, die sein Lebenswerk in der Öffentlichkeit hinterließ, dokumentieren, betonte das Museum in der Ankündigung am Dienstag. 

Praunheim gilt als wichtigster Vertreter des postmodernen deutschen Films. Vor allem seine Dokumentation von 1970 "Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt" machte ihn zum öffentlichen Wegbereiter und einer der Mitbegründer der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung in der Bundesrepublik Deutschland.

(Quelle newsticke.welt.de)  09.10.2007

Harald Schmidt plant Abschied

Pocher macht alleine weiter

Noch bevor Harald Schmidts neue ARD-Show mit Oliver Pocher am 25. Oktober startet, plant dieser bereits seinen Abschied. Er wolle "Schmidt & Pocher" nur ein, zwei Jahre machen um sich dann in Zukunft verstärkt dem Theater zuwenden. "Danach kann er alleine auf Sendung gehen, täglich, so wie ich früher, während ich selbst nur noch Urlaubsvertretung mache. Das wäre mein Ideal" sagte der 50-Jährige der Stuttgarter Zeitung. Pocher könne dann allein weiter machen, da er der einzige sei, der eine Late-Night-Karriere starten könne.

(Quelle süddeutsche.de)  08.10.2007

Bambi für Sophia Loren

Die itallenische Schauspielerin wird den Bambi ihr am 27. November zum neunten Mal entgegennehmen - dieses Jahr für ihr Lebenswerk und ihre Rolle als "unvergleichliche kulturelle Botschafterin ihrer italienischen Heimat".

Seit ihrer Hauptrolle in "Aida" 1953 hat die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnete Grande Dame in über 100 Filmen gespielt. 

"Der neunte BAMBI für Sophia Loren ist eine Verbeugung vor einer starken Frau, die mit ihrer unwiderstehlichen Ausstrahlung, ihrem großen Talent und ihrem unbestechlichen Charakter Außergewöhnliches vollbracht hat."

(Quelle Filmzeitung.de.net)  05.10.2007

Schauspielerin Luis Maxwell ist tot
Die Schauspielerin Luis Maxwell, welche seit dem ersten Bond Film "Dr. No" (1965) bis zum letzten Roger Moore-Bond "Im Angesicht des Todes" (1985) die legendäre  "Miss Moneypenny" verkörperte, starb 80-jährig am Samstag den 29.09.2007 in einem Krankenhaus in Australien.
Für Roger Moore sei Maxwells Tod "ein Schock"; sie sei "für die Bond-Filme ein großer Gewinn gewesen", so der Ex-Bond Schauspieler.

(Quelle faz.net)  01.10.2007

Privatsender wollen auch Gebühren

Neue Überlegungen der Privaten

Die Finanzierungssicherheit der öffentlich-rechtlichen Sender und ihr immer stärkeres Engagement im Internet sind den Privatsendern schon lange ein Dorn im Auge. Auf der letzten Mitgliederversammlung des Verbands Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) hat deren Präsident geäußert, dass man über ein Gebührensplitting nachdenke, also die Mitfinanzierung von Privatsendern aus den Fernsehgebühren. Schließlich trügen die Privatsender auch zur gesellschaftlichen Vielfalt bei, so argumentierte Doetz. Man darf gespannt sein, wie ARD und ZDF über einen solchen Griff nach ihren Kassen denken werden.

(Quelle: tagesspiegel.de)  27.10.2007

Maria Schraders Regie-Debüt

"Liebesleben" begeistert auf römischem Filmfest

Im Gegensatz zu den Hollywood-Stars, die im diesjährigen römischen Filmfest für keine Highlights sorgen, begeistern die europäischen Filme umso mehr. Darunter die Verfilmung des Bestsellers "Liebesleben" von der israelischen Autorin Zeruya Shalev. Der gleichnamige Film ist Schraders Regie-Debüt und erzählt die Gesichte von Ya´ra, eine junge verheiratete Frau die Chancen auf eine Kariere in der Universität hat. Da trifft sie den um einige Jahre älteren Arie und verfällt seiner Anziehungskraft. Obwohl er nur an einer sexuellen Beziehung interessiert zu sein scheint, ist sie bereit, ihr bisheriges Leben für diesen Mann aufzugeben - bis ein Geheimnis ihrer Eltern ans Tageslicht kommt, zu dem Arie der Schlüssel ist. Schrader gelingt ein schöner, anmutiger Film, der auf dem Filmfest an der Tiber in den Vordergrund gerückt ist und einen bleibenden positiven Eindruck auf das Publikum gemacht hat.

(Quelle: tagesspiegel.de)  25.10.2007

Nach 10 Jahren zurück

Coppola präsentiert neuen Film

Zehn Jahre nach Francis Ford Coppolas letztem Film "Der Regenmacher", stellt der 68-Jährige seinen zweistündigen "Youth Without Youth" (Jugend ohne Jugend) in dem römischen Filmfestival vor. Nach der gescheiterten zehnjährigen Arbeit an seinem Riesenprojekt "Megalopolis", bekommt Cappola das Buch des rumänischen Philosophen, Religionswissenschaftlers und Romanciers Mircea Eliade.  "Es war wie eine Offenbarung, meine Kreativität lag am Boden damals, mir ging es wie dem Protagonisten in dem Buch" sagt er heute nach der langen Zeit der Frust. Herausgekommen ist eine mysteriöse Love Story, in der Bruno Ganz mit einer kleinen, aber feinen Rolle und die verwandlungsfähige Alexandra Maria Lara beeindrucken.

(Quelle: newsticker.welt.de)  21.10.2007

US-Autoren drohen mit Streik 

Writers Guild of America (WGA) fordert mehr Geld

Autoren in den USA gehören zu den Bestverdienern im Filmgeschäft, für die Erneuerung ihres Tarifvertrages mit den Produzenten fordern Sie nun Beteiligungen an Erlösen aus DVD, Internet und sonstigen neuen Medien. So soll etwa auf jede DVD ein Zuschlag von 8 Cent erhoben werden, ein betrag den die Produzenten angesichts des harten Preiskampfes im DVD-Bereich ablehnen. Sollte es zu keiner Einigung bis 31. Oktober kommen, droht die WGA damit, dass ab 1. November keine Zeile mehr geschrieben wird.

(Quelle: Spiegel)  18.10.2007

Tom Cruise "Valkyrie" 

Kopierwerksschaden

Es gehört zu den Albträumen aller Filmschaffenden, wenn das Ergebnis aufwändiger Dreharbeiten, ja sogar mehrerer Drehtage durch einen technischen Fehler unbrauchbar gemacht wird. Ausgerechnet die auch wegen schwieriger Genehmigungsverfahren und Unfälle am Filmset ins Gerede gekommene Produktion "Valkyrie" muss nun wichtige Teile nachdrehen, weil in einem Münchner Kopierwerk das Negativ angeblich mit falschen Chemikalien bearbeitet wurde. 

Ausgerechnet jener Drehort, dessen Genehmigung besonders umstritten war, der sogenannte Bendlerblock ist von dem Schaden betroffen. Der Film über die Widerstandsbewegung der Offiziere um Stauffenberg, denen es beinahe gelungen wäre, Hitler zu töten, kostet 80 Million Dollar. Nun muss, zum Unmut der Betreiber, an der Gedenkstätte erneut gedreht werden. 

Kopierwerksschäden sind selten und das betroffene Kopierwerk besitzt einen exzellenten Ruf. Dass ein solcher Vorfall ausgerechnet bei einem solchen Vorzeigeprojekt auftritt, kann man nur als gewaltiges Pech bezeichnen.

(Quelle: Tagesspiegel)  07.10.2007

 

August & September 2007

 

Drehbuch gestohlen
Der Filmemacher Francis Ford Coppola beklagt den Verlust seines neuen Drehbuches. In der Nacht waren fünf bewaffnete Männer in sein Haus in Buenos Aires eingedrungen und hatten neben einer FIlmkamera und persönlichen Gegenständen auch den Computer des Regisseurs mitgenommen, auf dem sich das Drehbuch zu seiner neuen Produktion "Tetro" befand. Coppola will im kommenden Februar in Argentinien mit den Dreharbeiten beginnen.

Er ließ heute eine Belohnung für die Rückgabe des Rechners oder zumindest der Daten ausrufen.. "Es waren die Ergebnisse kreativer Arbeit einer langen Zeit", sagte eine seiner Angestellten.

(Quelle spiegel.de)  28.09.2007

Abhörskandal in Hollywood
Der Hollywood-Regisseur John McTiernan muss eine viermonatige Haftstrafe antreten. Er war angeklagt, FBI-Beamte belogen zu haben, die ihn im Rahmen ihrer Ermittlungen gegen den als  "Privatdetektiv" der Stars bekannten Anthony Pellicano befragten.

Dabei stellte sich heraus, dass McTiernan Pellicano angeheurt hatte, um auf illegale Weise Informationen über den Produzenten Charles Roven zu erhalten.

Das Urteil wurde am Montag in Los Angeles festgesetzt.

(Quelle: sueddeutsche.de)  25.09.2007

Fatih Akin Oscarverdächtig
Der Hamburger Regisseur geht mit seinem neuen Film "Auf der anderen Seite" für Deutschland ins Rennen.  Von einer Fachjury gemeinsam mit 4 anderen deutschen Produktionen ausgewählt, harrt das Familiendrama der endgültigen Entscheidung am 24. Februar.

"Auf der anderen Seite" hatte bereits in Cannes den Preis für das beste Drehbuch erhalten und lief im Wettbewerb zahlreicher internationaler Festivals.

In Deutschland wird er morgen in den Kinos starten.

(Quelle: rp-online.de)  19.09.2007

Preisträger Filmfest Oldenburg 
Der "German Independence Award - Bester Deutscher Film" wurde an Jakob M. Erwa für sein Spielfilmdebüt "Heile Welt" verliehen, das von den Orientierungsversuchen dreier Jugendlicher erzählt. Der mit 8000 Euro dotierte Preis wurde am Sonntag zusammen mit dem  "German Independence Award - Publikumspreis"  verliehen, der an Jan-Hinrik Drevs für sein Gefängnisdrama "Underdogs" ging. Die Gewinner erhielten zudem eine Avid-Schnitt-Software.

 

Als weitere Auszeichnung wurde der ebenfalls mit 8000 Euro dotierte Otto-Sprenger-Preis an die Brüder Ben und Dominik Reding für ihr Drama "Für den unbekannten Hund" vergeben.

 

Mit der Preisverleihung und der internationalen Premiere von "The Astronaut Farmer" von Michael Polish endete am Sonntag Abend das 14. Internationale Filmfest Oldenburg, das sich immer mehr als Forum des unabhängigen Kinos in Deutschland etabliert.

(Quelle: filmzeitung.de)  18.09.2007

Joachim Hansen gestorben

Schauspieler verstarb mit 77 Jahren

Der deutsche Schauspieler Joachim Hansen erlag vergangenen Donnerstag den Folgen einer Hirnblutung und verstarb im Alter von 77 Jahren in Berlin..

Bekannt wurde er in den fünfziger Jahren durch die Hauptrolle im Film "Der Stern von Afrika". 

Er spielte in vielen  internationalen Film-Produktionen wie "Die Brücke von Remagen", übernahm allein zwischen 1957 und 1962 die männliche Hauptrolle in 19 Filmen und spielte u.a. die Rolle des Hitler-Attentäters Graf Stauffenberg in der ZDF-Produktion "Operation Walküre".

(Quelle: ln-online.de)  18.09.2007

Stauffenberg-Drama erhält Drehgenehmigung

Die Pforten des Bendlerblocks werden geöffnet

Die Produzenten des Hollywood-Dramas "Valkyrie", einem Film über den Widerstand gegen Hitler, haben nach langem Ringen mit dem deutschen Verteidigungsministerium nun doch die Drehgenehmigung für das historische "Bendlerbock"-Gebäude erhalten. Dieses  war Schauplatz der Erschießung Stauffenbergs nach seinem fehlgeschlagenen Attentat auf Adolf Hitler und daher für die Authentizität des Films enorm wichtig.

(Quelle: faz.net)  17.09.2007

Kein Regiedebut für Ben Affleck

Hauptdarstellerin erinnert an McCann-Fall

In dem Regiedebut „Gone Baby Gone“ von Ben Affleck geht es um das  Paar Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angela Gennaro (Michelle Monaghan), die in Boston gemeinsam als Privatdetektive arbeiten. Sie übernehmen den Fall der vierjährigen vermissten Amanda. Das Mädchen scheint allerdings eine eindeutige Ähnlichkeit mit der in Portugal verschwundenen Madeleine McCann zu haben. Der Filmverleih Buena Vista International will den Film deshalb vorerst nicht in britischen Kinos zeigen. Die Darstellerin des kleinen Mädchens trägt zwar im Film den Namen Amanda, ihr richtiger Name ist allerdings Madeleine. Der Film welcher auf einem Roman von Dennis Lehane basiert, wurde schon vor einem Jahr gedreht und soll laut Sprecher des Filmverleihs BBC keine Anlehnung an den McCann-Fall sein. Ben Affleck äußerste sich während des Filmfestes im französischen Deauville zu der Problematik und versicherte, "Wir wollen den Film nicht veröffentlichen, wenn dieser einen wunden Punkt trifft". Und so ist es dann auch gekommen, zumindest scheint der Filmverleih BBC kein Risiko eingehen zu wollen.

(Quelle: unterhaltung.de)  14.09.2007

Filmkunstmesse in Leipzig 

Über 900 Gäste besprechen Filmmarketing

 

Seit Montag läuft die Filmkunstmesse in Leipzig, bis Freitag werden sich zum 7. Mal Verleiher und Branchenvertreter mit Besitzern von Kleinkunst- und Arthouse-Kinos etwa  60 Filme gemeinsam anschauen und deren Bewerbung diskutieren. 

Nicht nur Trailer und Plakate, auch Starttemine und bisweilen selbst der deutsche Titel werden  hier besprochen. Durch Auswertung der Publikumsreaktionen ziehen Verleiher und Kinobesitzer Schlüsse auf die Vermarktung der Filme in Deutschland.

Der Verband bietet weiterhin den Kinobetreibern Seminare und Vorträge zur Programmgestaltung und Führung der Häuser an.

Auch der Status des Kinos ist Gesprächsthema -  angesichts der zunehmenden medialen Versorgung der Konsumenten und der aktuellen Bedrohung der kleineren Kinos durch die zurückgehenden Einnahmen aus der Werbeindustrie ist es durchaus angebracht, sich einmal mehr der Bedeutung der Vielfalt in der deutschen Kinolandschaft  bewusst zu werden.

Die Werbebranche zieht sich mehr und mehr aus Investitionen in unabhängige Kinos zurück, um sich mehr auf die Einnahmen in Multiplex-Kinos zu konzentrieren. Dabei vernachlässigt sie den Kaufkraft und den Anspruch des durchschnittlichen Arthouse-Besuchers.

Der Branchenverband AG-Kino - Gilde Deutscher Filmkunsttheater erhofft sich von der Messe wieder einen regen Austausch von Kinobetreibern mit Verleihern und Kollegen, es werden ebenfalls Regisseure und Schauspieler anwesend sein.  

 

(Quelle: tagesspiegel.de)   12.09.2007

Die Helden von Venedig 

Hauptpreis geht an Ang Lee für "Lust, Caution" 

Der taiwanesische Oscar-Preisträger Ang Lee ("Brokeback Mountain", "Tiger and Dragon") erhält zum zweiten Mal binnen zwei Jahren den begehrten "Goldenen Löwen" für den besten Film, "Se, Jie" ("Lust, Caution").

Der silberne Löwe für die beste Regie erhielt Brian de Palma ("Mission: Impossible") für seinen Streifen "Redacted". 

 

Die Preisträger in der Übersicht:

 

Goldener Löwe für den besten Film: "Lust, Caution" von Ang Lee

Goldener Ehrenlöwe für das Lebenswerk: Bernardo Bertolucci

Silberner Löwe für die beste Regie: "Redacted" von Brian De Palma

Spezialpreis der Jury: "Le Grain et le Mulet" von Abdellatif Kechiche und "I'm Not There" von Todd Haynes

Speziallöwe für das geschlossenste Werk: "12" von
Nikita Mikhalkov

"Coppa Volpi" für den besten Schauspieler: Brad Pitt in "The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford" von Andrew Dominik

"Coppa Volpi" für die beste Schauspielerin:
Cate Blanchett in "I'm Not There" von Todd Haynes

Marcello-Mastroianni-Preis für die beste schauspielerische Nachwuchsleistung: Hafsia Herzi, in "La Graine et le mulet" von Abdellatif Kechiche

 

(Quelle: spiegel.de)   10.09.2007

14. Internationales Filmfest Oldenburg
Verleihung des "German Independence Awards" Vom 12. bis zum 16. September findet das Independent-Festival in Oldenburg statt. Gezeigt werden unabhängige deutsche und internationale Produktionen; das einzigartige Spektrum wird durch Sonderreihen und Specials vertieft. Das Festival bezeichnet sich selbst als „non competitive film festival“ und bleibt dieser Maxime seit nun 14 Jahren treu, hält eisern den Kurs an  Hollywood und Standardproduktionen vorbei und versteht „kontrovers“ als „prädikat wertvoll“. Ehrengast ist dieses Jahr Abel Ferrara, aus dessen Lebenswerk 7 Filme präsentiert werden. Der Regisseur ist ab dem 14.9. persönlich anwesend.   Neben der Bekanntmachung unabhängiger Filmemacher und ihrer Arbeiten durch Berührung mit dem Publikum verleiht das Festival auch seit 1998 den „German Independence Award – Bester Deutscher Film“. Eine internationale Jury bestimmt, welche Arbeiten dem Ideal des unabhängigen Kinos am nächsten kommen.

Erweitert werden die Auszeichnungen durch den „German Independence Award – Kurzfilm“, der 2007 Premiere hat und  jungen Filmemachern den Einstieg erleichtern soll, sowie den Otto Sprenger-Preis, der dieses Jahr zum ersten Mal in Oldenburg verliehen wird. Diese Auszeichnung ist mit 8000 Euro dotiert und wird an junge Filmemacher aus Norddeutschland vergeben. Durch internationalen Ausdehnung und  außergewöhnliche Arbeiten qualifiziert sich „The  Oldenburg“ mit seiner besonderen Atmosphäre eines kleinen Festivals immer mehr vom Insidertipp zu einer namhaften Plattform für beeindruckende Produktionen.

Selbst der Trailer - stets von Regisseuren mit Rang und Namen umgesetzt - zeugt von zunehmender Bekanntheit, die aber der Hingabe an das Credo „independent“ keinen Schaden tut. Er ist auf der Seite des Festivals einzusehen: www.filmfest-oldenburg.de.

(Quelle: filmfest-oldenburg.de)   07.09.2007

Filmfestival in Venedig

Irakkrieg im Kino angekommen

Gleich zwei Antikriegsfilme stehen während den Filmfestspielen in Venedig im Mittelpunkt. Der Film „Redacted“ von Hollywood-Regisseur Brian De Palma wurde eher verhalten aufgenommen, wobei „the Valley of Elah“ das Publikum mehr begeisterte und für 10 Minuten Standing Ovations sorgte. In diesem Film macht sich ein US-Veteran auf die Suche nach seinem Sohn, der kurz nach der Rückkehr aus dem Irak ermordet wird. Regisseur Paul Haggis erzählt, dass er mit seinem Film keine Kritik an der US-Regierung ausüben möchte, wichtiger scheint ihm die Psyche der Soldaten nach traumatischen Kriegserlebnissen zu sein. Während des Films erfährt der Vater des ermordeten Soldaten, dass sein Sohn während seines Einsatzes irakische Gefangene folterte und absichtlich ein Kind mit dem Panzer überfuhr. Gerade wegen dieser Szenen lässt sich Haggis Haltung zum Irakkrieg trotzdem erkennen. Lange war man sich nicht sicher, ob es nicht zu gewagt wäre, dieses noch sehr aktuelle Thema zu verfilmen. Doch gerade die fragliche Berichterstattung in den amerikanischen Medien motivierte die beiden Regisseure zu ihren Filmen.

(Quelle: focus.de)   03.09.2007

Teures Gemüse

Supermarktkette verklagt Amateur-Rapper

Eine Millionen Dollar verlangt die Supermarktkette A&P von zwei ehemaligen Aushilfsarbeitern, die angeblich mit einem Rapvideo den Namen der Firma in dem Dreck gezogen haben. Die beiden Brüder Mark and Matthew D'Avella, die sich in dem Video unter anderem mit roter Beete in den Genitalbereich schlagen, können die Aufregung nicht verstehen, "Wir veralbern doch bloß die Seltsamkeit dieser ganzen Gangsta Rap-Videos". Die Kundin, die sich über das “ekelhafte“ Video beschwert hat, sei wohl schon lange mit der Familie der beiden Studenten verfeindet. Tatsache ist jedoch, dass die jungen Rapper auf keine Peinlichkeit verzichten um ihr Video "Produce Paradise" ordentlich ins lächerliche zu ziehen. Angeblich ist auf dem Video aber keine Exakte Verbindung zu der Supermarktfiliale zu erkennen, das Logo auf der Mütze eines der jungen Männer scheint kaum lesbar. Mark and Matthew D'Avella holen jetzt zum Gegenschlag aus, direkt von ihrer Internetseite können Fans des Videos eine Beschwerde an A&P senden, bis jetzt haben 600 Sympathisanten von dieser Idee Gebrauch gemacht.

(Quelle: heise.de)   31.08.2007

 

 

Berühmter Nachwuchsfilmpreis vergeben

"First Steps Awards" für junge Filmschaffende

Am Potsdamer Platz in Berlin wurde zum mittlerweile achten Mal einer der renommiertesten deutschen  Nachwuchspreise verliehen;  im Rahmen dessen werden Abschlussarbeiten von Filmstudenten geehrt. 
Der "First Steps Award" beweist seine Glaubwürdigkeit bzw. Aussagekraft unter anderem mit dem Beispiel eines diesjährigen Jurymitgliedes:
Hans Weingartner, welcher den begehrten Preis vor sechs Jahren verliehen bekam, drehte vor drei Jahren den Kinoerfolg "Die fetten Jahre sind vorbei".
Gewinner dieses Jahres sind u.a. Tom Zenker für seinen Spielfilm „Der blinde Fleck“ und Eva Neymann für Ihren Dokumentarstreifen „Wege Gottes“.

 

(Quelle: tagesspiegel.de)   29.08.2007

Hansjörg Felmy gestorben

Schauspiellegende starb mit 76

Der gebürtige Berliner erlag schon am letzten Freitag einer langen und schweren Krankheit. Bereits seit Mitte der Neunziger litt er an Osteoperose. Er gehörte seit den fünfziger Jahren zu den bedeutendsten Bühnen-, Film- und Fernsehschauspielern Deutschlands. "Zum Abstinenzler tauge ich nicht“, sagte der leidenschaftliche Raucher und Rotweintrinker über seine Lebensweise. 1973 gab er sein Debüt in der Tatort-Serie der ARD. Er mimte bei 20 Folgen den Kommissar Haferkamp. Danach zog er sich aus dem Fernsehgeschäft zurück und war wieder mehr auf der Bühne zu sehen. Mitte der Neunziger nahm er dann von seinem Künstlerleben wegen gesundheitlicher Probleme Abschied.

(Quelle: faz.net)   27.08.2007

 

Schauspieler Ben Becker wiederbelebt

Überarbeitung führte zu Kreislaufzusammenbruch

Der Schauspieler Ben Becker ("Schlafes Bruder", "Comedian Harmonists") erlitt am heutigen Montag einen sehr ernsten Kreislaufzusammenbruch, der laut Beckers Sprecherin auf Überarbeitung und Stress zurückzuführen sei.  Becker musste nach seinem Auffinden wiederbelebt werden.
Gerüchte über Drogenmissbrauch wies die Sprecherin zurück.

(Quelle: faz.net)   27.08.2007

Armin Müller-Stahl beendet seine Karriere

Wohl nur noch ein Film

Einer der renommiertesten deutschen Schauspieler, Armin Müller-Stahl, hat nun sein Karriere-Ende angekündigt.
Demnach solle nach dem derzeitigen Dreh der "Buddenbrooks" noch lediglich ein Film folgen, den Herr Müller-Stahl gemeinsam mit seinem Sohn drehen will. Hiernach wird sich der 76-jährige wohl mit seinen anderen Leidenschaften befassen - wie etwa die Malerei.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)   

Unfall am Set

Dreharbeiten zum neuen Cruise-Film sorgen für 11 Verletzte!

Bei den Dreharbeiten zum neuen Cruise-Film "Valkyrie" wurden gestern Abend 11 Menschen verletzt, teilweise schwer. In einer Kurve stürzten die Personen von einem Lastwagen und mussten sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Die Dreharbeiten wurden somit vorerst abgebrochen. Der  Film von Regisseur Bryan Singer behandelt dass Hitler-Attentat um Stauffenberg. Für die Dreharbeiten wurden am Wochenende unter anderem  das frühere Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium gesperrt. Der Film steht dennoch unter Kritik, da Cruise Anhänger der umstrittenen Scientology-Organisation ist.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)   

Publikumspreis des Filmfestivals von Locarno 

Preis geht an Frank Oz für "Sterben für Anfänger"

Der Regisseur Frank Oz (u.a. die Originalstimme von Yoda aus "Star Wars") wird mit dem Publikumspreis von Locarno ausgezeichnet.
Damit hat sich der Film gegen Konkurrenten wie "Das Bourne Ultimatum" und "Hairspray" (mit John Travolta und Christopher Walken) durchgesetzt.
Der Film dreht sich um die chaotischen Verhältnisse rund um den Hauptdarsteller Daniel Macfadyen ("Stolz und Vorurteil") während des Begräbnisses seines Vaters.

 

(Quelle: Der Tagesspiegel)  17.08.2007

 

"Am Ende kommen Touristen" 

Über den Umgang mit Auschwitz

Am 16.08.07 startet der neue Film des jungen Regisseurs Robert Thalmann ("Netto"), der mit "Am Ende kommen Touristen" sein zweites Kinoprojekt vorstellt. In diesem Streifen thematisiert Thalmann den Umgang mit dem Thema Auschwitz, wobei er deutsche wie polnische Protagonisten portraitiert und somit die heutige Auffassung bzw. den modernen Umgang mit diesem brisanten Thema veranschaulicht. 
Statt eines postmodernen Melodrams über die Tragweite des Holocaust  erwartet den Zuschauer ein "vergnüglicher" Film über eine sich im Laufe der Zeit veränderte Sicht- und Herangehensweise an die Thematik, und somit eine neuartige Schilderung des Umgangs mit der Geschichte.

 

(Quelle: Die Zeit)  13.08.2007

Franz Antel ist tot

Sündiger Filmemacher

Er war sicherlich keiner der Regisseure, den Cineasten als einen Künstler der Leinwand beschrieben hätten. Denn seine teilweise fraglichen Heimatfilme, "Frau Wirtin treibt es jetzt noch toller" (1966), " Otto ist auf Frauen scharf" (1968), ließen nicht zuletzt wegen Ihres Titels, an jeglichem Anspruch zweifeln. Vor allem seine einst familienfreundlichen Produktionen scheinen heute nur noch den Wenigsten ein Begriff zu sein. Antel fand immer wieder Gefallen daran, den nostalgischen Glanz der Monarchie neu aufleben zulassen und verzichtete dabei nicht im Geringsten auf die ständige Eintönigkeit, von der seine Filme befallen waren. Somit schien zwischen "Kaisermanöver" und "Kaiserball" die Abwechslung völlig in Vergessenheit zu geraten. Mit diesen Filmen macht er sich einen Namen, dem er 19