Schauspieler Michael J. Fox scheint ein Comeback zu
erwägen.
Wie der Onlinedienst Moviehole.net meldet, führt der
US-Star lose Gespräche über einen vierten Teil der Filmserie
"Zurück in die Zukunft". Falls es zu einem
Abschluss käme, würde Fox aber in einer anderen Rolle als
bisher zurückkehren: Seinem Alter entsprechend möchte er nun
den exzentrischen Wissenschaftler Doc (einst Christopehr
Lloyd) verkörpern wollen, und nicht mehr den jugendlichen
Marty McFly. "Ich bin jetzt 44 Jahre alt und habe keine
Lust mehr, auf dem Skatenboard herumzufahren", so der
Schauspieler, der an einer schweren Form von Parkinson leidet
und sich aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hat.
Der dritte und bislang letzte Teil der Action-Komödie war
1990 in den Kinos.
Helge Schneider und Klaus Maria Brandauer hat Regisseur
Dani Levy offenbar für seine angekündigte Hitler-Komödie
"Mein Führer - Die wirkliche Wahrheit über Adolf
Hitler" verpflichtet. Das gab jetzt das Medienboard
Berlin-Brandenburg bekannt.
Das Medienboard wird Levys Film mit 450.000 Euro fördern.
"Hitler lebt und erzählt, wie er wirklich war - ein
Schwächling, der nur mit Hilfe des Juden Grünbaum nach oben
kam", heißt es in der Pressemitteilung. Levy selbst, der
mit "Alles auf Zucker" für einen der
erfolgreichsten Filme des laufenden Jahres verantwortlich ist,
hatte sein Projekt schon vor einigen Wochen vorgestellt.
Allerdings ohne Besetzungsliste: Er wolle mit dem Film ein
"Anti-Signal" gegen die historischen
Hitler-Dokumentationen der letzten Zeit setzen, so Levy.
"Die Figuren werden in diesen Filmen zu sehr auf einen
Sockel gehoben."
Der mit 7 Golden Globes nominierte und mit dem goldenen
Löwen ausgezeichnete Film "Brokeback Mountain", die
Liebesgeschichte zweier schwuler Cowboys, ist von der
katholischen Bischofskonferez in den USA als "moralisch
anstössig" eingestuft worden.
Gleich zwei deutsche Regisseure sind im Wettkampf um den
Goldenen Bären bei der Berlinale 2006. Oskar Roehlers Film
über Michel Houellebecqs "Elementarteilchen" feiert
auf dem Filmfest (9. bis 19. Februar) Premiere, ebenso wie der
neue Film von Hans-Christian Schmid, "Requiem", der
die Geschichte einer Teufelsaustreibung nachzeichnet. Außer
Konkurrenz laufen der US-Politthriller "Syriana" von
Stephen Gaghan mit George Clooney und ""The New
World" von Terrence Malick mit Colin Farrell. Sechs
Beiträge der bislang neun ausgewählten Wettbewerbsfilme
haben Weltpremiere in Berlin.
Für viele Deutsche gehört der TV-Märchenfilm "Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel" zu Weihnachten wie der
Christbaum und die Geschenke: Allein im Dezember 2005 läuft
die tschechoslowakische Produktion insgesamt zehn Mal in
deutschen Fernsehkanälen.
Vor 30 Jahren, am 26. Dezember 1975, wurde die Prager
Variante der Aschenputtel- Geschichte erstmals von der ARD
ausgestrahlt. Und auch in Tschechien und der Slowakei steht
das Werk von Regisseur Vaclav Vorlicek in diesem Monat
mehrfach auf dem Sendeplan.
2005 wurden 110 Filme mit 28,7 Mio. Euro gefördert. Das
gesamte Produktionsvolumen der Filme betrug mehr als 232 Mio.
Euro. Über die Hälfte der Filme waren internationale
Kinoprojekte wie Michael Hanekes preisgekrönten
"Cache". Durch Kinoerfolge wie "7 Zwerge -
Männer im Wald" und "Alles auf Zucker",
"Barfuss" oder "Höllentour" brachten
insgesamt 2,8 Mio. Euro an Fördergeldrückzahlungen.
Der niederländische Beitrag " Bluebird"
zur Oscar-Auswahl des besten fremdsprachigen Films ist aus dem
Rennen. Grund ist ein Verstoß gegen die Academy-Regeln.
Eine der Grundregeln für Filme, die bei der Academy of
Motion Pictures Arts and Sciences für die Oscars eingereicht
werden, lautet, dass sie noch nicht im Fernsehen gelaufen sein
dürfen.
Das sorgte nun für die Disqualifikation eines
niederländischen Beitrags. Wie der "Hollywood
Reporter" berichtet, ist Mijke de Jongs
"Bluebird" damit aus dem Rennen. Die Geschichte
über eine Zwölfjährige, die sich gegen Schikane auf dem
Schulhof wehren muss, war jüngst im holländischen Fernsehen
zu sehen gewesen.
"Die Tatsache, dass der Film für das Kino eine
neue Schnittfassung erhielt, wurde nicht akzeptiert.
Im "100-Tage-Programm" von Kulturstaatsminister
Bernd Neumann (CDU) hat die Förderung der deutschen
Filmproduktion mit die oberste Priorität. Außerdem will er
sich für die Fusion der Bundeskulturstiftung mit der
Kulturstiftung der Länder sowie die Ratifizierung der
Unesco-Konvention gegen illegalen Kunsthandel einsetzen. Die
Konvention von 1970 sei inzwischen von 109 Staaten ratifiziert
worden, sagte Neumann am Mittwoch in seiner Antrittsrede im
Kulturausschuss des Bundestages.
Fraktionsübergreifend erhielt er viel Zuspruch und
Ermutigung. Gebilligt wurde vom Ausschuss ein Antrag zur
Änderung der steuerlichen Behandlung von Medienfonds, über
die zurzeit auch deutsche Gelder in ausländische
Filmproduktionen fließen.
Man kannte ihn aus den Serien "Miami Vice" und
"West Wing", den US-Schauspieler mit der heiseren
Stimme. In zahlreichen Spielfilmen wie "Green-Card"
oder "Black Rain" spielte er in Nebenrollen vor
allem Autoritätspersonen wie Chefs, Anwälte oder Miltärs.
Am 16. Dezember verstarb er an einem Herzinfarkt in einem
Krankenhaus in Los Angeles.
Der Informatiker Ramesh Sharda von der Oklahoma State
University hat eine Software entwickelt, die mit einer 75%iger
Trefferquote den Gewinn eines Filmes errechnet. Die Formel
basiert auf sieben Parametern, gewonnen aus den Daten von 834
Filmen zwischen 1998 und 2002, welche die Hochkarätigkeit der
Darsteller, Altersfreigabe, Erscheinungszeitpunkt u.s.w.
umfassen, jedoch nicht die Handlung mit einbeziehen können.
Nun hofft Sharda auf die Zusammenarbeit mit einem
Hollywood-Studio.
Die Filmakademie Baden-Württemberg und die Porsche AG
vergeben zum dritten mal den begehrten Porsche-Nachwuchspreis
"David". Die Preisverleihung findet am 8. Juni 2006
in Ludwigsburg statt. Bewerben können sich Werbefilmstudenten
aus aller Welt noch bis zum 3. März 2006. Es winken
Preisgelder von insgesamt knapp 9000 Euro.
Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Afroamerikaner,
der seit fast 20 Jahren an Multipler Sklerose litt, arbeitet
anfangs als Komiker in Unterhaltungsclubs. Er wirkte in mehr
als 50 Filmen mit, zuletzt in Davis Lynchs "Lost
Highway), hatte eine eigene TV-Show und war Vorbild für
Komiker wie Eddie Murphy und Robin Williams.
Der Dokumentarfilmregisseur Klaus Volkenborn ist im Alter
von sechzig Jahren in Berlin gestorben.
1979 wurde er mit dem Film "Unversöhnliche
Erinnerungen bekannt, der sich mit der Geschichte zweier
Deutscher auseinandersetzt, die im spanischen Bürgerkrieg auf
entgegengesetzten Seiten gekämpft hatten. Der Film hatte
damals zur Folge, dass einem der beiden eine bis dahin
verwehrte Pension schließlich ausbezahlt wurde.
Volkenborn war seit den Zwanziger Jahren außerdem
einer der wichtigsten Dokumentarfilmproduzenten, u.a. für
Andres Veiel, Helga Reidemeister und die Junges.
Er
glänzte vor allem in Nebenrollen und wurde bekannt durch
seinen Auftritt in dem Film "Einer flog übers
Kuckucksnest". Neben zahlreichen Spielfilmen, war er auch
in diversen Fernsehserien zu sehen, darunter "Miami Vice"
und "Starsky und Hutch".
Die
geplante Übernahme von Pro7/Sat1 durch den Axel Springer
Konzern droht zu scheitern. Die KEK fordert vom Verlag, auf
wirtschaftlichen Einfluss bei den Sendern zu verzichten und
einen Beirat zu schaffen, in dem wie bei ARD und ZDF
gesellschaftlich relevante Gruppen Vertreter entsenden. Auf
diese Weise soll eine überdimensionale Meinungsmacht eines
einzelnen Verlagshauses in den Medien verhindert werden. Der
Verlag aber weigert sich, diesen Forderungen zu entsprechen.
Die
Paramount-Pictures, die Filmsparte des US-Mamutkonzerns Viacom
übernimmt das Hollywoodstudio DreamWorks, das seinerzeit von
Steven Spielberg, Jeffrey Katzenberg und David Geffen
gegründet wurde, für 1,6 Milliarden Dollar. Damit gehen
nicht nur die Filmbibliothek der DreamWorks sondern auch
sämtliche Vertriebsrechte in die Hände der Paramount über.
Allerdings sind auch die 400 Millionen Dollar Schulden des
übernommenen Studios beim Kauf inbegriffen. Die DreamWorks
wurde hauptsächlich durch Zeichentrick-Produktionen wie
"Shrek" bekannt. Für 2006 wird durch die Übernahme
die Paramount-Filmpalette um 9 fertige Filme erweitert.
Laut der britischen Daily Mirror bangen Millionen
Fans um Harry Potter. Seine Erfinderin Joanne K. Rowling will
ihn im siebten Band möglicherweise sterben lassen, da sie
schon zu lange mit ihm gelebt hat.
Im Mai 2006 wird zum vierten Mal der europäische ARD
Medienpreis Civis für Integration und kulturelle Vielfalt
verliehen. Es ist eine Honorierung und Unterstützung von
Hörfunk- und Fernsehproduktionen, die das friedliche
Zusammenleben in Europa fördern. Die Civis Medien Stiftung
verleiht neben den Preisen in zuletzt 8 Kategorien und dem „Europäische
ROMA Fernsehpreis“ auch den „Young CIVIS media prize“
für Abschlussarbeiten von jungen Journalisten und
Medienstudenten. Mit dem Termin im Mai wird die
Preisverleihung, die wie jedes Jahr auch direkt in der ARD
übertragen wird, vorverlegt. Einreichungen zum Wettbewerb
2006 sind bis zum 20. Januar 2006 möglich. Der genaue
Sendetermin der Preisverleihung wie auch die
Teilnahmebedingungen für den Civis 2006 werden in Kürze auf
civis.ard.de veröffentlicht. Das Movie-College wird weiter
berichten
05.12.2005
Herbert L.
Strock tot
Regisseur und
Produzent Strock wurde 87 Jahre
TV-Produzent und Regisseur Herbert L. Strock verstarb
vergangenen Mittwoch im Alter von 87 Jahren an Herzschwäche.
Nach seinem Journalismus und Film - Studium arbeitete er in
den 1940ern an Serien wie "Maverick" und
"77 Sunste Strip" und drehte Filme wie " How to
make a Monster" und "Blood of Dracula"
Keine Überraschungen, dafür aber vorhersehbare
Preisträger brachte die Verleihung in Berlin hervor. Neben
"Caché" von Michael Haneke wurden Julia Jentsch
für ihre Darstellung der Sophie Scholl sowie Daniel Auteuil
für seine Hauptrolle als Georges Laurent in "Caché"
ausgezeichnet. George Clooneys Film "Good night,
and good luck" wurde als bester nicht-europäischer
Film prämiert.
Rainer Rother soll heute zum neuen Vorstand der
Stiftung Deutsche Kinemathek und Direktor des Filmmuseums
Berlin ernannt werden und tritt somit am 1. März die
Nachfolge von Hans Helmut Prinzler an. Der 67-jährige lehrte
Filmwissenschaft und ist Autor zahlreicher Biographien, u.a.
von Stanley Kubrick. Seit 1991 ist er Programmleiter des
Zeughauskinos im Deutschen Historischen Museum in Berlin und
ist als Ausstellungsmacher bekannt.
Die EU-Kommission und die US-Regierung wollen
zusammen intensiver gegen die Piraterie vorgehen und dazu eine
gemeinsame Arbeitsgruppe gründen. Da durch Raubkopien und
Fälschungen ein jährlicher wirtschaftlicher Schaden von 360
Mrd. Euro entsteht, sei umfassende Kooperation erforderlich,
um Zoll- und Grenzschutzkontrollen zu verbessern und
gemeinsame Aktionen zu planen. Auch auf andere Länder,
insbesondere China soll diesbezüglich mehr Duck gemacht
werden. Im Sommer 2006 sollen US-Präsident Bush und EU-Kommissionspräsident
José Manuel Barroso eine Antipirateriestrategie
vorstellen.
Wim Wenders' Film "Don't Come Knocking" ist
dabei, aber auch der Dokumentarfilm "Die große
Stille" von Philip Gröning. Auch die
deutsch-schweizerische Koproduktion "Das kurze Leben des
Jose Antonio Gutierrez" von Heidi Specogna wird im Januar
beim renommierten US-Filmfestival Sundance zu sehen sein.
Darin geht es um den ersten im Irakkrieg gefallenen
US-Soldaten, ein ehemaliges Straßenkind aus Guatemala.
Insgesamt sind diesmal sieben Produktionen mit deutscher
Beteiligung vertreten, meldet die deutsche Filmbranche. Das
Sundance-Festival, das einst von Robert Redford gegründet
wurde, ist in den USA das wichtigste Forum für unabhängige
Filme. Es findet diesmal vom 19. bis zum 29. Januar
statt.
(N24.de, Netzeitung) 08.12.2005
Klage gegen
Deutsche Bank
Kirch Vorwürfe
Im Verfahren um Schadensersatzforderungen Leo Kirchs gegen
die Deutsche Bank hat der Bundesgerichtshof (BGH)
Unterstützung für die Position des Medienunternehmers
angedeutet.
Für die Klage Kirchs gegen den früheren Vorstandssprecher
der Bank, Rolf Breuer, sehe es zwar "nicht allzu gut
aus", sagte der Vorsitzende Richter Gerd Nobbe. Es
spreche aber einiges dafür, dass die Ansprüche gegen
Deutschlands größtes Geldhaus selbst grundsätzlich
begründet seien. Die Bank habe gegenüber ihrem Kreditnehmer
eine Loyalitätspflicht.
Kirch wirft dem Bankhaus und dessen ehemaligem
Vorstandssprecher Breuer vor, seine Kreditwürdigkeit
absichtlich angezweifelt und so sein Medienimperium in die
Pleite getrieben zu haben.
n-tv.de 07.12.2005
Kommission
hat Bedenken
Vorherrschende Meinungsmacht?
Nach dem Bundeskartellamt hat auch die
Medien-Kontrollkommission KEK Bedenken gegen eine Übernahme
des TV- Konzerns ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer AG
angemeldet. Kritisch sehen die Prüfer vor allem die mögliche
Verbindung des TV-Konzerns mit den Tageszeitungen und
Programmzeitschriften des Springer-Verlags.
Auch die Springer- Aktivitäten im Internet und im Hörfunk
sollen unter die Lupe genommen werden. Damit solle
festgestellt werden, ob durch den Kauf eine vorherrschende
Meinungsmacht entsteht, teilte die Kommission zur Ermittlung
der Konzentration im Medienbereich (KEK) mit. Eine endgültige
Entscheidung will die KEK bis zum 13. Dezember treffen.
n-tv.de 07.12.2005
Geschäftsführer
Dejan Jocic geht
Führungswechsel
Kaum mehr als ein halbes Jahr war Dejan Jocic als Chef bei
ProSieben im Amt.
Glück hatte der Jungmanager allerdings wenig: Anders als
bei seinen Kollegen der ProSiebenSat.1-Gruppe gingen bei ihm
die Quoten zurück.
Heute gab man in München die Ablösung Jocics bekannt.
Fünf deutsche Filme, darunter "Sophie Scholl - Die
letzten Tage" und Fatih Akins "Gegen die Wand",
haben sich auf der Liste für die Golden-Globe- Nominierungen
platzieren können.
Wie das Filmblatt "Variety" berichtet, gehen in
der Kategorie "Bester fremdsprachiger Film"
insgesamt 60 Filme ins Rennen. Weitere Kandidaten aus
Deutschland sind "Schultze Gets the Blues",
"Schneeland" und "Schatten der Zeit".
Die Hollywood Foreign Press Association will die
Nominierungen für die Golden-Globe-Trophäen am kommenden
Dienstag bekannt geben. Die Preise werden dann am 16. Januar
zum 63. Mal in Hollywood verliehen.
Noch bezeichnen sich die Privatsenderketten RTL und
ProSiebenSat.1 gerne als "Free TV", um sich von den
gebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Anstalten
abzugrenzen. Zumindest im digitalen Satellitenfernsehen
könnte der Empfang der Sender aber bald gebührenpflichtig
sein: Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung"
schreibt, verhandeln die Privatfernsehsender RTL und
ProSiebenSat.1 schon seit Monaten mit dem Satellitenbetreiber
SES Astra über eine Verschlüsselung ihrer Programme. Würden
die Pläne umgesetzt, benötigten Millionen deutscher
Fernsehzuschauer ein Zusatzgerät zur Entschlüsselung der
Programme, so die Zeitung, die bereits von einer "zweiten
Fernsehgebühr" schreibt. Im Gespräch sei zunächst eine
Abgabe von drei Euro im Monat. Offiziell wollten Vertreter der
Sender und SES Astra hierzu keine Stellung nehmen.
Schauspieler Bruce Willis, der vor einigen Tagen eine
Mio. Dollar für die Ergreifung der Al-Quaida Führer
auslobte, will offenbar einen Film über den Irak-Krieg
drehen. Er selbst will darin einen US-Soldaten mimen, der sich
für Freiheit und Demokratie einsetzt. Der Blog des
Journalisten Michael Yon soll dabei als Grundlage dienen.
Mit ihrer in siebenjähriger Heimarbeit entstandenen
Star Trek-Satire "Star Wreck: In the Pirkinning"
haben Laien den meistgesehenen finnischen Film aller Zeiten
produziert. Der als kostenloser Download im Internet
erhältliche Fan-Film wurde bereits von über 3,5 Millionen
Menschen gesehen.
Der schwer an Krebs erkrankte Schauspieler Keith
Anders hat sich mit 85 Jahren das Leben genommen. Nach seinem
Wechsel vom Broadway nach Hollywood spielte er in rund 20
Streifen mit. Einen Höhepunkt seiner Karriere war seine Rolle
im Melodrama "Vor dem Tag" an der Seite von Merilyn
Monroe, mit der er auch privat befreundet war.
Unzählige Male hat er den weisen Karatelehrer
gespielt, hat in zahlreichen Serien und Spielfilmen wie
"Honeymoon in Vegas," "Spy Hard" oder
"Even Cowgirls Get the Blues" in Nebenrollen
brilliert. Morita starb im Alter von 73 Jahren in seinem Haus
in Las Vegas eines natürlichen Todes.
Wenn die Kritiker einen schlechten Film partout nicht
lieben wollen, denken sich die PR-Agenturen schon mal etwas
mehr aus, als statthaft ist, um das Werk dennoch populär zu
machen. Wie die WamS berichtet, hat eine Mitarbeiterin der
Agentur die für Sony den Film "Der Exorzismus von Emily
Rose" in Deutschland promotet, eine angeblich private
Website als "neutrales Informationsforum" zum Thema
Exorzismus erstellt, auf der wen wundert es, eben dieser Film
wärmstens empfohlen und verlinkt wurde.
In der ersten Kabinettssitzung der neuen Regierung
wurden letzte Gesetzesänderungen verabschiedet, mit denen der
Weg deutscher Investorengelder in vornehmlich amerikanische
Kinoproduktionen verhindert wird. Ursprünglich zur Stärkung
der heimischen Filmindustrie gedacht, wanderten
Milliardenbeträge nach Hollywood, wo das Wegbrechen dieser
angenehmen Finanzierungsart mit großer Sorge betrachtet wird.
Rückwirkender Stichtag für die neuen Regelungen ist der
11.11.2005
Zu seinem 120. Geburtstag widmet das
Rheinische Landes Museum Bonn mit der Bonner Kinemathek und
der "Academy Of Motion Picture Arts And Sciences",
Los Angeles, der Stummfilmlegende Erich von Strohheim eine
Ausstellung mit z. T. bislang unveröffentlichten privaten
Fotografien und Dokumenten. Der exzentrische Wiener, welcher
sich selbst als "Autor, Schauspieler, Akrobat und
Militärexperte" anpries, erwarb sich in Hollywood, wo er
in einigen Filmen bevorzugt den Bösewicht mimte, den Titel
"The man you love to hate" und führte mit von
Verschwendungssucht und Detailversessenheit geprägtem Stil
Regie in acht Filmen, welche die Filmgeschichte nachhaltig
prägten.
Der Pay-TV-Sender Premiere will einen frei
empfangbaren Kanal gründen und darauf die kommenden drei
Spielzeiten der UEFA-Champions-League übertragen. Premiere
hat sich gegenüber der Uefa verpflichtet, bei der
Übertragung der Spiele mindestens 80 Prozent aller Haushalte
in Deutschland zu erreichen und verhandelt deshalb mit
möglichen Kooperationspartnern wie DSF, Eurosport oder Tele5.
Ausserdem plant Premiere mit dem neuen Sender die gesamten
Champions-League-Rechte zu erwerben. Der neue Kanal soll auf
jeden Fall vor Beginn der Spiele an den Start gehen.
Der dänische Filmemacher ist am 19. November im Alter von
80 Jahren in Kopenhagen verstorben. Bis er 1968 die
Erfolgsreihe "Olsen-Bande" begründete hatte er
bereits 18 Filme realisiert. Drei Jahrzehnte lang hat er dann
insgesamt 13 Gaunergeschichten geschrieben und
umgesetzt. Seine letzte Regiearbeit hatte er mit "Tivoli-Revyen"
1988 umgesetzt.
US-Amerikaner bekommen anderes Ende. Die Neuverfilmung des
Jane-Austen-Romans "Stolz und Vorurteil" hält sich
im Bezug auf das Ende in der US-amerikanischen Version nicht
an die Roman-Vorlage, wie die europäische Variante. Nach der
Hochzeit von Lizzie und Mr. Darcy folgt im US-Kino nämlich
ein leidenschaftlicher Kuss. Diese Version ist acht Minuten
länger. Das Ende wurde von der Jane-Austen-Gesellschaft von
Nordamerika kritisiert.
Mit einem Modell, welches die Bundesregierung zum Juli 2006
präsentieren will, soll es der Filmbranche ermöglicht
werden, privates Kapital für heimische Filmproduktionen zu
verwenden; so sieht es der vorgelegte Koalitionsvertrag von
CDU/CSU und SPD vor. Dies soll international
wettbewerbsfähige vor allem mit anderen EU-Staaten
vergleichbare Bedingungen für Filmproduktionen mit sich
bringen.
Laut einer aktuellen Studie von "Dodona Research"
steht dem indischen Kinomarkt eine aussichtsreiche Zukunft
bevor. Man spricht von einer Wachstumsrate von an die 30% in
den nächsten 5 Jahren. Dank voranschreitender Digitalisierung
und zunehmenden Wohlstandes in Indien wird Kino immer
beliebter und es wird in neue Multiplexe investiert.
Der bei den Terroranschlägen im jordanischen Amman schwer
verletzte syrische Regisseur und Produzent, ist seinen
Verletzungen erlegen. Er war einer der bekanntesten arabischen
Filmemacher und wurde durch die Regie von Filmen wie
"Lion of the Desert", "The Message" und
durch die Produktion der «Halloween»-Reihe bekannt. Der 1935
in Aleppo geborene Akkad befand sich mit seiner Tochter
Rima auf der Reise zu einer Hochzeitsfeier. Seine Tochter
wurde bei dem Anschlag ebenfalls getroffen und war sofort tot.
Hans-Peter Reinecken war einer der beliebtesten
Theater- und Filmschauspieler der DDR und gab 1960 sein
Filmdebüt im tschechoslowakischen Film "Holubice"
(Die weisse Taube). Anschliessend studierte er an der
Staatlichen Schauspielschule Berlin, gefolgt von einem sechs
jährigen Engagement in Senftenberg, wo er zum
Publikumsliebling avancierte. Er hatte zahlreichen Film- und
Fernsehrollen, u. a. in "Spur der Steine", "Jule
- Julia - Juliane" und "Polizeiruf 110". Seit
1969 war er bis zuletzt Mitglied am Berliner Ensemble.
Volker Schlöndorffs neuer Film über die
Solidarnosc-Heldin Anna Walentynowicz, zieht allen Anschein
nach eine gerichtliche Klage der mittlerweile 76-Jährigen
nach sich. Der derzeit in Danzig gedrehte Film gehe mit ihrer
Biographie „rüpelhaft“ um, weshalb sie in Zukunft nur
noch über Anwälte mit den Filmleuten zu reden gedenkt. Sie
hatte Schlöndorff bereits nach Lesen der ersten
Drehbuchfassung aufgefordert, das Projekt einzustellen. Das
Drehbuch sei „unannehmbar“, da die Arbeiter darin als
Alkoholiker verunglimpft und sie selbst als Analphabetin
dargestellt werde.Walentynowiczs
Entlassung war seiner Zeit der Auslöser für den bekannten
Streik der Arbeiter auf der Lenin-Werft gewesen, der in Folge
auch zur Gewerkschaftsgründung der Solidarnosc geführt
hatte.
Das Filmmuseum Berlin hat den Nachlass
eines der bekanntesten Regisseure der Weimarer Zeit, G.W.
Pabst, für 250 000 Euro gekauft und nach Berlin geholt. Pabst
war einer der wenigen Filmemacher, die in den Fünfzigern die
Nazizeit in ihren Werken thematisierten. In Filmen wie
"Der letzte Akt" und "Es geschah am 20.
Juli" brachte er dieses Thema aufs Tapée. In der
Weimarer Republik inszenierte er "Geheimnisse der
Seele" und "Die Büchse der Pandora", wofür er
sehr bekannt wurde. Auch die Verfilmung der
"Dreigroschen-Oper" von 1931 geht auf sein Konto.
Neben seinem Nachlass befinden sich auch noch die Sammlungen
Fritz Langs und Friedrich Wilhelm Murnaus im Berliner
Filmmuseum.
Die Writers Guild of America (WGA) ist
das Pendant zum Deutschen Verband der Drehbuchautoren. Sie
wird am Montag in einer Pressekonferenz ein Strategiekonzept
bekanntgeben, welches mögliche verbindliche Maßregeln für
product placement in TV- Sendungen beinhaltet. Es handelt sich
um ein Konzept, das die Standpunkte beider Verbände, der WGA
West und der WGA East, darlegt. Im Angesicht der stetig
steigendenden Zahl an Verstößen gegen die Regelungen der FCC
(Federal Communications Commission) fordert das Konzept u.a.
völlige Offenlegung von jeglicher Marken-Werbung am Anfang
jeder Sendung.
Mit dem Fantasy- Spektakel „Die
Chroniken von Narnia“ verfolgt Disney die gut kalkulierte
Strategie, eine in den USA sehr einfluss- und zahlreiche
Bevölkerungsgruppe anzusprechen: Konservative Christen. Der
120 Millionen Dollar- Film ist eine im Stil von „Der Herr
der Ringe“ aufgemachte Erlöser-Parabel, die, durch eine
Mischung von Action und offensichtlichen Bibel-Motiven sowohl
Genre-Kinofans als auch religiöse Christen anlocken soll. C.S.
Lewis, der Autor von „Narnia“ hatte sich bis zu seinem Tod
gegen die Auslegung seiner Geschichte als religiöse Allegorie
gewehrt, die Verwendung von Motiven und Zitaten aus der Bibel
gab er jedoch offen zu. Alles in allem gilt die Geschichte, im
Bezug auf eventuelle reaktionäre Tendenzen oder Anklänge im
Stoff, als umstritten.
Einer
der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist
jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in
den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem
Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv:
Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann
und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die
großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die
UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie
nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im
Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche
Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a.
Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.
Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine
Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger
bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie
bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar
auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie
bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale
(nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't
Come Knocking"
Neben den Filmen von Marc Rothemund und
Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers -
zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché",
Regie: Michael Haneke, "L'Enfant", Regie:
Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of
Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen,
zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden.
Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der
besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.
Die Kultstätte aller Cinéasten, die
Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy
im Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch
zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen
Filmaufführungen verdoppelt werden.
Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte
in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein
Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von
Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung
gestellt wurde.
Hauptsächlich entstanden diese bei
Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“,
doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun
für die Besucher bereitgestellt.
Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next
Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem
langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die
Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".
Die unlängst entdeckten und in die Kritik geratenen
heimlichen Software-Installationen von einigen Sony- Audio CDs
mit der XCP-Technologie sollen ein Ende haben. Die zur
Verhinderung von Kopien eingeführte Technologie installiert
ohne das Wissen der Anwender Software auf einem Computer, die
von Kritikern als Spyware bezeichnet wird. Hacker hatten Wege
gefunden, diese Software zu nutzen, generell den Schutz von
Computern zu umgehen. Sony hat nun angekündigt das Verfahren
einzustellen.
Anfang 2006 startet AOL in den USA einen kostenlosen
Fernsehkanal. Der Video-on-Demand-Dienst mit den Namen
"In2TV" stellt US-Serienklassiker der
Produktionsfirma Warner Bros. zum kostenlosen Herunterladen zu
Verfügung und wird sich durch Werbeeinnahmen finanzieren.
Nichts tut der Legendenbildung besser als ungewöhnliche
Ereignisse oder unkalkulierbare Fans. Jetzt ist Harry Potters
Ford Anglia aus den South West Filmstudios gestohlen worden.
Die Fan-Diebe brauchten vermutlich ein Abschlepp-Fahrzeug um
den nicht mehr fahrfähigen Wagen zu transportieren.
Der für November angekündigte Start des HDTV-Programms
von Premiere wird um zwei Wochen auf den 3. Dezember
verschoben, weil die erforderlichen Chips der Empfangsdekoder
nicht lieferbar sind. Derweil senden Pro7/Sat1 bereits ihr
HDTV-Satellitenprogramm, allerdings ebenfalls ohne
existierende Empfänger- sprich Zuschauer.
Der bereits erfolgreich im Kino gelaufene Film rund um die
Widerstandsbewegung "Weiße Rose" wird in diesem
Jahr mitstreiten um eine Oscar-Nominierung für den
besten nicht englischsprachigen Film.
Noch heute laufen die Abenteuer der "Kleinen
Strolche" ("Little Rascals") im Fernsehen, jene
liebenswert-schräge Comedy-Serie, die zwischen 1935 und 1939
gedreht wurde. Einer der damaligen Kinderdarsteller, Gordon
Lee, der den Porky spielte, starb nun im Alter von 71 Jahren
an einem Gehirntumor.
Nach zahlreichen Protesten aus der Filmbranche und auch von
unserer Seite gegen die Schließung dieser wichtigen
Fördereinrichtung haben die Ministerpräsidenten der Länder
diesen Beschluss wieder zurückgezogen und das Kuratorium
vorerst vor der Schließung bewahrt. Damit wird ein
filmpolitischer Fehler korrigiert und diese unverzichtbare
Erstlingsfilmförderung bleibt dem Nachwuchs erhalten.
Bei "Big Brother" in den Niederlanden ist im
Sommer unter teils heftiger Kritik eine 27-Jährige Schwangere
bewusst ausgewählt worden, um in das Haus einzuziehen. Damals
hatte das niederländische Arbeitsministerium schon
angeordnet, "dass das Neugeborene ein Recht auf seine
Privatsphäre" habe. Die Geburt selbst lag nun, zum
"Bedauern der Serienmacher", außerhalb der
Sendezeit. Ansonsten darf das Baby "nur maximal zwei
Stunden am Tag und insgesamt nur acht Tage lang gefilmt
werden". Außerdem bekommt es einen abgeschirmten Raum
und eine Pflegerin. Da die Geburt an sich nicht gefilmt wurde,
hat der Sender umgehend Fotos der Neugeborenen ins Netz
gestellt.
Bei der Verleihung des Deutschen Fernsehpreises in Köln
zeichneten die Jurymitglieder die ARD- Tragikkomödie
"Marias letzte Reise" gleich in vier Kategorien aus:
Der Film wurde nicht nur zum "Besten Fernsehfilm"
gekürt, auch die Darsteller Monica Bleibtreu und Michael
Fritz erhielten Auszeichnungen: Bleibtreu als "Beste
Hauptdarstellerin", Fritz als "Bester männlicher
Nebendarsteller". Annette Focks bekam einen Preis für
die Filmmusik. In der Kategorie "Beste Krimi-Reihe"
wurde "Polizeiruf 110: Der scharlachrote Engel"
(ARD/BR) mit Edgar Selge und Michaela May Sieger. Ein Preis
ging an Hermine Huntgeburth für die beste Regie in "Der
Boxer und die Friseuse" (ARD/NDR). Weiterhin geehrt wurde
Sebastian Koch als "Bester Hauptdarsteller" in
"Speer und er" (ARD). "Bester
Seriendarsteller" wurde Ulrich Mühe für "Der
letzte Zeuge" (ZDF). Auch für die beste Moderation einer
Infosendung gabs einen Preis. Der ging an "heute-journal"-Anchorman
Claus Kleber. Die Auszeichnung für die beste Infosendung
selbst ging an SPIEGEL TV und das ZDF für die Dokumentation
"Der Fall Deutschland".
Die Filmunternehmer und US-Produzenten von 2929
Entertainment, Mark Cuban und Todd Wagner machen
US-Kinobesitzern ein verlockendes Angebot. Wenn diese einer
"Veröffentlichung auf DVD und imPay-TV zeitgleich mit
dem Kinostart zustimmen", würden sie zu ein Prozent an
den DVD-Einnahmen beteiligt werden. Cuban und Wagner sollen
kurz vor dem Kauf eines DVD-Labels stehen, sind außerdem
Eigentümer der Arthouse-Kinokette Landmark, des HDNet Movies
Channel und der Firma Rysher Entertainment und wollen
"sechs Filme von Steven Soderberg zeitgleich auf
verschiedenen Plattformen starten".
30 Jahre der "Aardman-Geschichte in Requisiten und
Modellen" sind in Flammen aufgegangen. Die
Aardman-Studios zeichnen sich für das berühmte britische
Knetfigurenpaar "Wallace & Gromit"
verantwortlich. Am Montag wollte man eigentlich den
Riesenerfolg des "ersten abendfüllenden" Spielfilms
mit den Figuren feiern. Doch dann kam die Nachricht, dass ein
Feuer im Lagerhaus ausgebrochen sei und das "gesamte
Archiv der Oscar-prämierten Wallace & Gromit Macher"
zerstört habe, fast alle Requisiten und Bühnenbilder der
Trickfilme seien verbrannt. Bei dem Feuer wurde niemand
verletzt und im Vergleich zur Erdbebenkatastrophe in Asien sei
der Brand laut Schöpfer Nick Park "fürchterlich (..),
aber vergleichsweise keine große Sache".
Beliebt war er wohl nie so wirklich bei den
Disney-Mitarbeitern und das Misstrauensvotum der Aktionäre
vor einem Jahr machte dies mehr als deutlich. Nun hat Eisner
sich aus dem Verwaltungsrat zurückgezogen und das Unternehmen
verlassen. Nachfolger wird Robert Iger.
Anfang Oktober 1955 erfand der amerikanische Student Jim
Henson die skurrile Figur, die inzwischen zur
"bekannteste Amphibie der Welt" geworden ist. Der
Frosch Kermit ist "rasender Reporter, hyperaktiver
Theaterchef und heißer Liebhaber" und hatte seinen
"ersten überregionalen Fernsehauftritt" in der
"The Tonight Show" mit Steve Allen im Herbst 1956.
Kermit konnte durch einfache Handbewegungen des Puppenspielers
die "verrücktesten Grimassen schneiden". 2002 hatte
der Frosch sogar einen Stern auf dem Walk of Fame erhalten.
Nun, das genaue Datum "vergaß selbst der Erfinder",
feiert Jim Hensons Kreatur den 50. Geburtstag.
Nach der Enttarnung des Downloadservers ftp-welt im
September 2004 entwickeln sich die Ermittlungen "immer
mehr zu einem Massenverfahren". 15.000 Internetbenutzer
sind davon betroffen. Da die meisten mit Kreditkarte bei den
damaligen illegalen kommerziellen Downloads bezahlt haben,
wurden nun bundesweit 1009 Banken angeschrieben, von denen
mittlerweile 1003 geantwortet hätten. Inzwischen wurde
"bereits 6485 Verfahren zur weiteren Prüfung an die
zuständigen Landeskriminalämter weitergeleitet". Auf
der Seite wurden von Juni 03 bis September 04 Tausende
illegaler Raubkopien von Filmen, Spielen und Audiotiteln
vertrieben.
Beinahe ein halbes Jahrhundert ist es
schon alt und hat , wie es so schön heißt, als
gesamtdeutsches Festivalbegonnen um dann jahrzehntelang das DDR Filmfestival
für den dokumentarischen und animierten Film zu sein. Seit
1990 nun ist es eines der wichtigsten internationalen
Filmfestivals insbesondere für den Dokumentarfilm. Ab 3.
Oktober werden nicht nur zahlreiche Filme präsentiert,
sondern auch in Workshops und Koproduktionstreffen neue
Dokumentarfilme angeschoben.
Einer
der größten weiblichen Stars der UFA-Zeit, Carola Höhn, ist
jetzt im Alter von 95 Jahren in München gestorben. Sowohl in
den Dreißigern und den frühen Vierzigern als auch nach dem
Krieg, war sie als Film- und Bühnenschauspielerin sehr aktiv:
Sie spielte an der Seite von Johannes Heesters, Heinz Rühmann
und Hans Moser. So wie ihre Paraderollen auf der Bühne die
großen Damen waren, so war sie auch im richtigen Leben die
UFA-Diva und Grande Dame des deutschen Films. Jedoch war sie
nicht nur im Bereich der Schauspielerei erfolgreich: Auch im
Filmjournalismus und der Modebranche konnte sie beachtliche
Erfolge feiern. Wissenswert: Carola Höhn war u.a.
Synchronsprecherin von Katherine Hepburn.
Die internationalen Filmfestspiele Berlin haben eine
Änderung bezüglich der Bekanntgabe der Preisträger
bekanntgegeben: Künftig soll die Verkündung der Gewinner wie
bei den Filmfestspielen in Cannes und Venedig live und zwar
auf der Bühne im Berlinale-Palast stattfinden und nicht wie
bis her auf der Pressekonferenz. Die nächste Berlinale
(nr.56) findet vom 9. bis zum 19. Februar 2006 statt.
"Sophie Scholl - Die letzten Tage" und "Don't
Come Knocking"
Neben den Filmen von Marc Rothemund und
Wim Wenders können sich die Filme "Brydre (Brothers -
zwischen Brüdern), Regie: Susanne Bier "Caché",
Regie: Michael Haneke, "L'Enfant", Regie:
Jean-Pierre & Luc Dardenne sowie "My Summer of
Love", Regie: Pawel Pawlikowski Hoffnung darauf machen,
zum besten europäischen Film des Jahres gekürt zu werden.
Weitere Filme sind im Rennen, wenn es um die Auszeichnung der
besten Regisseur-e-innen und Schauspieler-innen geht.
Die Kultstätte aller Cinéasten, die
Cinémathèque Francaise ist in Paris in der Rue de Bercy
im Osten der Stadt neu eröffnet worden. Durch
zusätzliche Kinosääle kann die Anzahl der wöchentlichen
Filmaufführungen verdoppelt werden.
Zum ersten November erweiterte die Yad-Vasehem-Gedenkstätte
in Jerusalem das im März eröffnete Holocaust-Museum um ein
Filmarchiv von über 50.000 Augenzeugenberichte, das von
Steven Spielbergs Righteous Person Foundation zur Verfügung
gestellt wurde.
Hauptsächlich entstanden diese bei
Spielbergs Recherchen zu seinem Film „Schindlers Liste“,
doch auch der Film selbst und andere Videodokumente sind nun
für die Besucher bereitgestellt.
Der Hauptautor der Star-Trek Staffel "The Next
Generation" erlag am 1. November in Los Angeles einem
langen Krebsleiden. Er schrieb und coproduzierte auch die
Reihen "Deep Space Nine" und "Voyager".
Um es in der Filmförderung auch mit
anderen Bundesländern aufnehmen zu können, hat Kunstminister
von Hessen, Udo Corts (CDU), im Rahmen der Verleihung des
Hessischen Film- und Fernsehpreises am 21. Oktober
angekündigt, dass "das Bundesland vom kommenden Jahr an
einen Filmfinanzierungsfonds in Höhe von 20 Mio. Euro
auflegen wird".
Während in den siebzigern Jahren der
Samstagabend im amerikanischen Fernsehen eine "fest
Bastion" war, so sitzt heute an dem Tag niemand mehr vor
dem TV. Das ist natürlich schlecht für die großen
Network-Sender, macht nun aber den ein oder anderen Weg für
ein Experiment frei. Der US-Sender ABC will seinen "Prime-Time-Platz
an einen Produzenten mit einer guten Idee versteigern".
Die Bedingung: Den Produzenten muss es gelingen, "eine
Show für weniger als 500.000 US-Dollar auf die Beine zu
stellen" - im Vergleich zu Serienhits wie "Desperate
Housewives", die das Vierfache davon kosten, sind das
Peanuts.
Für die Freigabe von Schleichwerbung in
Fernseh-Spielfilmen und Serien sprach sich VPRT- Präsident
(Verband der privaten Fernsehsender) Doetz am Montag bei einer
Veranstaltung des Deutschen Presserats und der
"Initiative Qualität im Journalismus" aus. In
sogen. "fiktionalen Formaten" müsse Product
Placement in bestimmten Serviceprogrammen erlaubt sein, jedoch
sei sie in dem Zuschauer kenntlich zu machen. Stimmen gegen
die Legalisierung kamen u.a. von IQ-Sprecher Hummel und
Presserats- Sprecher Protze: Schleichwerbung sei "als
getarnte Werbung demütigend und unlauter". Durch sie
drohe eine "Unterwanderung journalistischer
Inhalte".
Eigentlich sollte es ja erst heute Mittag
bekannt gegeben werden. Nun ist aber die alles entscheidende
Frage, wer denn der nächste Bond sein wird, schon jetzt
beantwortet worden. Der 37 jährige Brite Daniel Craig ist der
Glückliche. Seine Mutter hat der Presse schon vor der
offiziellen Ankündigung gestanden, dass ihr Sohn die Rolle
des berühmten britischen Geheimagenten übernehmen wird.
"Wir sind alle ungemein begeistert", sagte sie nach
Angaben der Zeitung "The Times".
Warner Bros. Entertainment will
demnächst mit Tests zur ersten 4K Projektion und Verbreitung
in Zusammenarbeit mit zwei japanischen Unternehmen in
kommerziellen Theatern starten. Derzeit gibt es Tests mit
"nur" 2K oder auch HD Auflösung. Ab 22 Oktober
sollen drei Kinos in Japan den Film "Tim Burton's Corpse
Bride" in dieser noch höheren Auflösungen starten.
Beteiligt an dem Projekt sind die Firmen Warner Bros.
Entertainment, Warner Entertainment Japan, Nippon Telegraph
and Telephone, NTT West und Toho Co.
Einen Monat vor ihrem 67. Geburtstag ist
Heidi Genée gestorben. Neben Fassbinder als Regisseur war sie
die "bevorzugte" Cutterin des Neuen Deutschen Films.
Sie schnitt u.a. Peters Naziarchitektur-Film "Brutalität
in Stein" und seine "Schonzeit für Füchse",
sowie für Bruder Ulrich "Alle Jahre wieder",
"Quartett im Bett" und "Eins". Merkmal
waren Ihre ruhigen Rhythmen. 1976 gelang ihr mit der
Fontane-Verfilmung "Grete Minde" sogar der
"Sprung zur Regie". Bis in die Neunziger filmte
Genée, "aber letztlich zu leise, zu elegisch".
Am Sonntag hat Paramount Home
Entertainment überraschend angegeben, von Thoshibas HD DVD
Format auf Sonys Blu-ray Technick umzusteigen. Damit
unterstützen nun vier der insgesamt sechs großen
Hollywoodstudios Blu-ray. Analysten gehen davon aus, dass auch
Warner Bros. auf Sonys Seite wechseln wird. Damit bliebe nur
Universal auf der HD DVD Seite übrig.
Der „Süddeutsche Zeitung“ liegen
nach eigenen Angaben Dokumente vor, die beweisen, dass sich
verschiedene Konzerne in das Programm des Senders einkauften.
Die schweizerische Agentur „Connect-TV“ stellt angeblich
das Bindeglied zwischen dem Sender Sat.1 und verschieden
Firmen dar. Die illegale Product Placement Werbung soll schon
seit dem Jahr 2000 einen Gesamtumsatz von weit mehr als einer
Million erreicht haben. Unter anderem platzierten Firmen wie
das Finanz-Institut „AWD“ sowie der Autoservice „Pit
Stop“ ihre Produkte trotz des gesetzlichen Verbots von
Schleichwerbung bei dem Sender Sat.1. Die angeblich
beteiligten Firmen beteuern bislang ihre Unschuld. Als
Reaktion auf die Vorwürfe beauftragte die ProSiebenSat.1
Media AG interne und externe Sachverständige mit der Prüfung
dieser Vorwürfe.
Der britische Filmproduzent John
Brabourne hat, obwohl er als geborener Adeliger über beste
Familienbeziehungen verfügte, „alleine und von unten“ (The
Times) die Filmindustrie erobert. Er produzierte unter
anderem die Filme „Mord im Orient-Express“ (1974), „Tod
auf dem Nil“ (1977) sowie auch „Romeo und Julia“ (1967).
Später leitete er den britischen Fernsehkanal „Thames
Television“. Er verstarb im Alter von 80 Jahren in seinem
Haus in der südenglischen Grafschaft.
Das
neue Konkurrenzfilmfest in Montreal hat unter der Leitung von
Moritz de Hadeln weder große internationale Filme noch
Publikum anlocken können. Zudem wird das Festival durch die
lokalen Filmkritiker sowie Freunde der bestehenden
Filmfestivals „World Film Festival“ und dem „Festival de
Nouveau Cinema“ angegriffen. De Hadeln argumentiert mit
einem ungünstigen Termin, nahe am Toronto Filmfestival. Die
Kinosäle jedenfalls blieben weitgehend leer. Ob es am Termin
lag oder ob Montreal wirklich drei Festivals benötigt ist
fraglich. Rivalitäten in der dortigen Festival-Szene sind
nicht neu, so wurde etwa der Begründer des „Festival de
Nouveau Cinema“ vor Jahren grundlos aus seiner Position
gedrängt.
Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete
gestern, dass 200 Jobs fest angestellter Mitarbeiter und rund
300 feste freie Mitarbeiter bei dem Privatsender RTL
gefährdet seien. Der Grund liegt hierfür, laut einem
Unternehmenssprecher, in einer Neustrukturierung des Senders.
2008 sollen die in Köln angesiedelten Sender RTL, Vox und
Super RTL zusammen in einem Gebäude eingerichtet werden. Laut
RTL werde dieser Umstand dazu benutzt, alle bestehenden
Konzernstrukturen zu überprüfen. Von einem Stellenabbau
spricht RTL jedoch nicht.
Die großen
Hollywood-Studios wie zum Beispiel 20th Century Fox werden
jährlich mehr als 30 Mio. Dollar in ein neu gegründetes
Labor investieren, welches sich zum Ziel gesetzt hat, nach
neuen, effektiven Technologien gegen die Filmpiraterie zu
forschen. Es sollen neue Wege gefunden werden wie man Inhalte
sinnvoll schützen kann, so dass es Raubkopierer möglichst
schwer haben an diese heranzukommen.
Warren Lieberfarb kritisiert die führenden Blue-ray Disc
Unterstützer Sony, Philips und Panasonic, dass diese weit
verbreitete Industrieinteressen einfach ignorieren.
Der Ex-Präsident von Warner Home Video ist überzeugt davon,
dass „HD-DVD unbestritten die Lösung mit den niedrigsten
Kosten“ ist. Jedoch weichen die führenden Unternehmen der
Blue-ray Association nicht von ihrem Kurs ab, nachdem Sie
bereits 2002 im DVD-Forum die Entscheidung für HD-DVD als das
Zukunftsformat blockierten. In die Herstellung, Authoring und
Mastering muss laut Lieberfarb bei der Blue-ray Disc noch „zu
100 Prozent neu investiert werden.“ Der Kampf um die Zukunft
der DVD wird also weiter fortgesetzt, eine Einigung scheint
weiter nicht in Sicht.
Robert Wise ist im Alter von 91 Jahren an Herzversagen
gestorben. Er gehörte "bis in die siebziger Jahre hinein
(..) zu den vielseitigsten Regisseuren Hollywoods" und
schuf u.a. Werke wie "West Side Story" (1960) und
"The Sound of Music" (1965). Insgesamt war er
Regisseur von über 40 Filmen, denen er "seinen eigenen
Stempel und Charakter aufdrückte". Nachdem er Sonntags
noch seinen 91. Geburtstag "ausgelassen" feierte,
starb er am Mittwoch in einem Krankenhaus in Los Angeles.
Der DDR-Dramatiker Helmut Baierl ist im Alter von 78 Jahren
in Berlin gestorben. Vor der Wende wurde er vor allem durch
seine dialektische Komödie "Frau Flinz" bekannt,
welches als "Mutter Courage" der DDR bezeichnet
wurde. Baierl war der langjährige Dramaturg am Berliner
Ensemble. Gelegentlich ist er mit seinen kritischen Stücken
am Regime angeeckt, jedoch war er nie wirklich kulturpolitisch
umstritten und wurde letztendlich zum Nationalpreisträger
auserkoren. Nach der Wende spielte er am Theater keine Rolle
mehr.
Thilo Kleine, der entlassene Geschäftsführer der Bavaria
Film, erhebt gegen die ARD den Vorwurf, in die
Schleichwerbungsvorgänge eingeweiht gewesen zu sein.
ARD-Programmdirektor Günter Stuve hätte sein Nicht-Wissen
nur gespielt und ganz bewusst die Agentur ausgesucht über
welche Schleichwerbung bei "Marienhof" betrieben
wurde. Außerdem greift Kleine auch den SWR an, welcher
ebenfalls durch Schleichwerbung ins Kreuzfeuer geraten ist.
ARD als auch SWR streiten diese Vorwürfe ab und schließen
gerichtliche Schritte nicht aus.
Die zwei großen Hollywood Studios Paramount und Universal
werteten bisher ihre Filme gemeinsam über United
International Pictures (UIP) aus. Dieses seit nun bereits 24
Jahren bestehende Abkommen soll nun aufgelöst werden. Ab
Januar 2007 werden die beiden Studios ihre Auswertungen in
zuvor vereinbarten Territorien eigenständig durchführen.
Diese Umstellung betrifft 15 Länder, darunter auch
Deutschland. In weiteren 20 Ländern wird UIP jedoch vorerst
weiter existieren. Die Gründe liegen laut Marc Shmuger,
Universal-Vize-Chairman, in der „langfristigen strategischen
Bedeutung internationale Distribution und
Marketing-Anstrengungen direkt zu kontrollieren.“
Am 19. November ist es soweit. Premiere HD startet seine
Übertragung mit einem Fußballbundesligaspiel. Bis dahin
werden schon fleißig Kabelnetzbetreiber ins HDTV-Boot geholt.
So wurden nun mit Kable Baden-Württemberg ein Vertrag
ausgehandelt, der das Premiere HDTV Angebot ins sein Kabelnetz
einspeisen wird. Laut Markus Schmid, Marketing- und
Vertriebsvorstand bei Premiere, sollen so „über eine Million
modernisierte Kabelhaushalte in Baden-Württemberg Fernsehen
in einer ganz neuen Dimension erleben.“ Mit weiteren
Kabelnetzbetreibern befindet man sich bereits in
Verhandlungen.
Knapp 60 Prozent Marktanteil konnte das gestrige TV-Duell
zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und seiner
Herausforderin Angela Merkel für sich verbuchen. Insgesamt
20,97 Millionen Menschen verfolgten somit den verbalen
Schlagaustausch am gestrigen Abend. Aufgrund des großen zu
erwartenden Interesses am TV-Duell wurde diesen von der ARD
und dem ZDF, sowie auch von den privaten Sendern RTL und Sat.1
übertragen. Ganz eindeutig an der Spitze lag die ARD, die mit
knapp 10 Millionen Zuschauern beinahe die Hälfte aller
Zuschauer für sich gewinnen konnte.
Die Finanzierung der Stiftung Kuratorium
junger deutscher Film soll ab dem nächsten Jahr eingestellt
werden. Mit Erschrecken haben Regisseure in ganz Deutschland
auf den Beschluss der Finanz- ministerkonferenz reagiert. Für
alle Nachwuchsfilmer wird laut Bundesverband für Regie (BVR)
eine der wertvollsten Einrichtungen zur Förderung des jungen
deutschen Films verloren gehen. Viele bekannte Regisseure,
darunter Tom Tykwer, Andreas Dresen oder auch Detlef Buck,
wurde es mit Hilfe des Kuratoriums ermöglicht ihre Ideen und
Projekte zu realisieren. Der Bundesverband appelliert an die
heute tagende Finanzministerkonferenz, den Beschluss wieder
rückgängig zu machen.
Die für Medien zuständige
EU-Kommissarin Viviane Reding hat ihr Ziel konkretisiert, die
Beschränkungen für Product Placement im Fernsehen zu
lockern. Es wäre vorstellbar, die gezielte Platzierung von
Markenprodukten bei Unterhaltungsserien, Spielfilmen und in
anderen fiktionalen TV-Programmen zuzulassen, so Rending.
Ausgeschlossen werden sollen von der Neuregelung Nachrichten-
und Informationssendungen. Der Bundesverband Deutscher
Zeitungsverleger kritisierte die Pläne dagegen, dies bedeute
in der Konsequenz eine Aufhebung der sauberen Trennung von
Werbung und Programminhalten, sagte der Präsident des
Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut
Heinen.
Nachdem "Lost" in den USA mit
höchsten Einschaltquoten brilliert, haben es die parallel
ausgestrahlten Serien besonders schwer, zu überleben. Nun
traf es die neue Serie "Head Cases" über zwei
Anwälte, auf Fox nach nur zwei Folgen. Im immer härter
werdenden Serien-Konkurrenzgeschäft zählen ausschließlich
die Quoten, schließlich sind diese Grundlage der
Werbeminuten-Preise.
Der höchstdotierte deutsche Kulturpreis
im Bereich Film wird um gut zwei Monate vorgezogen. Die
begehrte Trophäe „Lola“ wird künftig bereits Ende April
vergeben. Als Grund gibt die Deutsche Filmakademie an, dass
Verleiher und Produzenten in „einer relevanteren Kinosaison
an die Öffentlichkeit“ treten können. Die Veranstaltung
ist nun eingebettet zwischen den Filmfestspielen in Cannes und
der Münchener Filmwoche. Dementsprechend ist die Anmeldefrist
auf Ende Oktober vorverlegt worden.