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Verlagsgruppe Milchstraße

Gründer befürchtet Zerschlagung

Titel wie "Cinema" oder TV Spielfilm sind es, welche unter den Filmfans bekannt sind und die in der Verlagsgruppe Milchstraße erscheinen. Nun wurde eben dieser Verlag vom bisherigen Konkurrenten, dem  Burda-Verlag aufgekauft. Manthey, der Gründer von "Cinema", befürchtet längerfristig die Zerschlagung der Verlagsgruppe, da ähnliche Redaktionsstrukturen bei Burda bereits existieren. Der harte Konkurrenzkampf in der Print-Branche lässt die Konzernchefs immer häufiger auf die berühmten Synergie-Effekte setzen, welche oft eine nettere Umschreibung für Entlassungen sind.

(Quelle: Handelsblatt)  31.12.2004

Jahrhundertkatastrophe

Unvorstellbares Leid

Die verheerenden Flutwellen haben eine Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes ausgelöst, vor allem für die Bevölkerung der betroffenen Küstenregionen Südostasiens. Doch auch die Befürchtungen, dass viele ausländische Touristen unter den Opfern sind, konkretisieren sich stündlich. Darunter auch zahlreiche Vertreter der Medienindustrie. So ist die Familie von Regisseur und Schauspieler Richard Attenborough (Gandhi etc.) betroffen. Seine Enkeltochter Lucy, 14 ist ertrunken, seine Tochter und ihre Schwiegermutter werden in Phuket vermisst. Auch Designer Nate Berkus, der an US-Shows mitwirkte, wurde in Sri Lanka Opfer der Wassermassen. 

(Quelle: Hollywood Reporter)  29.12.2004

Kino-Rekordjahr in Frankreich

Höchste Besucherzahlen seit 20 Jahren

Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zuschauerzahlen um 10% erhöht und werden auf voraussichtlich 192 Millionen verkaufte Eintrittskarten geschätzt. Wenn man dann noch Frankreichs Quotenregelung berücksichtigt, kann es nur ein hervorragendes Jahr für die französische Filmindustrie gewesen sein.

(Quelle: Hollywood Reporter)  28.12.2004

Berlinale eröffnet mit franz. Regisseur

"Man to Man" von Regis Wargnier

Der Film mit Stars wie Joseph Fiennes, Kristin Scott Thomas, Iain Glen, Hugh Bonneville und Flora Montgomery, soll die 55 ten internationalen Filmfestspiele im kommenden Februar eröffnen. Der Film basiert auf dem Buch von William Boyd und taucht ein in die Welt von Wissenschaftlern im 19. Jahrhundert auf der Suche nach der Schnittstelle zwischen Affe und Mensch.

(Quelle: Berlinale)  23.12.2004

Klage gegen Andreas Türck

Vorwurf wegen Vergewaltigung

Die Anklage wegen Vergewaltigung und Körperverletzung gegen den 34 jährigen TV-Moderator Andreas Türck wurde, so ein Gerichtssprecher, in vollem Umfang zugelassen. Vorgeworfen wird ihm nach einem Diskothekenbesuch am 25. August 2002 in Frankfurt seine damalige Begleiterin auf einer Brücke zum Oralverkehr gezwungen zu haben. Außerdem habe er die junge Frau, die er Ermittlungen zufolge am selbigen Abend erst kennen gelernt hat, mindestens einmal mit ihrem Kopf an das Brückengeländer geschlagen. Andreas Türck bestreitet die Vorwürfe. Der Prozess wird voraussichtlich im Mai 2005 beginnen können, nachdem die 27. Strafkammer die Anlage zur Hauptverhandlung zugelassen hat. Nun drohen dem TV-Moderator im Falle einer Verurteilung eine Mindeststrafe von 2 Jahren Haft.

(Quelle: Spiegel) 21.12.2004

Haffa-Brüder verurteilt

Revision wurde abgelehnt

Die von Verteidiger Rainer Hamm eingereichte Revision wegen "unfairen Prozesses" wurde vom BGH Karlsruhe abgelehnt. Dadurch sind die Brüder Haffa vorbestraft. Sie rechneten mit einer Verurteilung wegen einer Ordnungswidrigkeit, wie ihnen außerhalb der Verhandlungen von der Richterin mitgeteilt wurde. Es erfolgte aber eine Verurteilung wegen einer Straftat - zur Überraschung für die Angeklagten. Für die Aussagen außerhalb der Gerichtsverhandlung bestehe aber kein Vertrauensschutz, so Richter Nack. Die Brüder wurden zu Geldstrafen in Höhe von 1,2 Mio. Euro bzw. 240.000 Euro verurteilt.

(Quelle: taz) 17.12.2004

Urteil gegen Haffa-Brüder

Aufhebung möglich

Eine Aufhebung des Urteils fordern die Verteidiger der ehemaligen Börsen-Stars Thomas und Florian Haffa. Angefochten wird, dass das Landesgericht München den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt hat. Es fand keine Verurteilung wegen einer Ordnungswidrigkeit statt, worüber Kläger und Angeklagter sich im Vorfeld geeinigt haben, sondern eine Verurteilung aufgrund einer begangenen Straftat.
Die Firmengründer der Medienfirma EM.TV hatten im August 2000 wissentlich zu hohe Umsätze veröffentlicht, um den Verlauf Ihrer Aktienkurve positiv zu beeinflussen. Als Verstoß gegen das Aktiengesetz hatte das Gericht die beiden Haffa-Brüder für schuldig befunden. Die Börsen-Könige haben eine Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Der Paragraf 400 des Aktiengesetzes, auf den sich das Urteil stützt, wird von der Verteidigung nicht als zutreffend eingeschätzt. Nach der Aussage des Düsseldorfer Anwaltes Sven Thomas seien in der fraglichen Mitteilung nur Zahlen, die über Gewinn oder Verlust etwas aussagen, enthalten gewesen. Doch diese Angaben haben mit dem Vermögen nichts zu tun. Der 1. BGH-Strafsenat sprach deutlich seine Zweifel aus.

(Quelle: Handelsblatt) 15.12.2004

Urteil gegen Haffa-Brüder

Aufhebung möglich

Eine Aufhebung des Urteils fordern die Verteidiger der ehemaligen Börsen-Stars Thomas und Florian Haffa. Angefochten wird, dass das Landesgericht München den Grundsatz des fairen Verfahrens verletzt hat. Es fand keine Verurteilung wegen einer Ordnungswidrigkeit statt, worüber Kläger und Angeklagter sich im Vorfeld geeinigt haben, sondern eine Verurteilung aufgrund einer begangenen Straftat.
Die Firmengründer der Medienfirma EM.TV hatten im August 2000 wissentlich zu hohe Umsätze veröffentlicht, um den Verlauf Ihrer Aktienkurve positiv zu beeinflussen. Als Verstoß gegen das Aktiengesetz hatte das Gericht die beiden Haffa-Brüder für schuldig befunden. Die Börsen-Könige haben eine Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Der Paragraf 400 des Aktiengesetzes, auf den sich das Urteil stützt, wird von der Verteidigung nicht als zutreffend eingeschätzt. Nach der Aussage des Düsseldorfer Anwaltes Sven Thomas seien in der fraglichen Mitteilung nur Zahlen, die über Gewinn oder Verlust etwas aussagen, enthalten gewesen. Doch diese Angaben haben mit dem Vermögen nichts zu tun. Der 1. BGH-Strafsenat sprach deutlich seine Zweifel aus.

(Quelle: Handelsblatt) 15.12.2004

Golden Globes

Nominierungen

Die Zeit der großen Preisverleihungen rückt näher. Nun wurden die Nominierungen für den Golden Globe bekannt gegeben. Ganz vorne liegen die Filme "Sideways" (Komödie, Alexander Payne) mit sieben und "Aviator" (Drama, Martin Scorsese) mit sechs Nominierungen. "Aviator" bekommt in der Kategorie "Bestes Drama" Konkurrenz von ebenfalls gut besetzten Filmen wie "Hautnah" mit Julia Roberts, "Wenn Träume fliegen" mit Johnny Depp, "Kinsley" mit Liam Neeson, "Million Dollar Baby" mit Clint Eastwood und das Völkermorddrama "Hotel Rwanda" von Terry George.
Auch in der Kategorie "Komödie/Musical" wird es neben "Sideways" spannend. "Die Unglaublichen" begeisterten bereits ein großes Publikum, ebenfalls die Ray-Charles Verfilmung "Ray" mit Jamie Foxx, "Andrew Lloyd Webbers Das Phantom der Oper" mit Joel Schumacher als Regisseur und "Vergiss mein nicht" mit Jim Carrey.
Um den besten ausländischen Film kämpfen "Die Kinder des Monsieur Mathieu" und "Mathilde - Eine große Liebe" aus Frankreich, "House of Flying Daggers" aus China, "Die Reise des jungen Che" aus Brasilien und "Mar adrento" aus Spanien. "Der Untergang" erhielt keine Nominierung.
Auch bekannte Schauspieler wurden reichlich nominiert: Jamie Foxx , Leonardo DiCaprio, Liam Neeson, Javier Bardem, Uma Thurman, Hillary Swank, Nicole Kidman, Annette Benning, Kate Winslet, Renée Zellweger, Kevon Spacey, Jim Carrey und Kevine Kley.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung) 14.12.2004

Europäischer Filmpreis:

"Gegen die Wand"

Fatih Akin erhielt in Barcelona den Europäischen Filmpreis für sein Drama "Gegen die Wand". Damit ging zum zweiten mal in Folge die begehrte Trophäe an einen deutschen Film. (Vorjahr: "Goodbye Lenin") Zugleich ging auch der Publikumspreis für die beste Regie an Akin. Daniel Brühl wurde für seine Rolle in "Was nützt die Liebe in Gedanken" mit dem Publikumspreis als bester europäischer Darsteller ausgezeichnet. Zum besten Regisseur des Jahres wurde der Spanier Alejandro Amenábar für "Mar Dentro", als bester europäischer Kameramann Eduardo Serra "Das Mädchen mit dem Perlen-Ohrring" ernannt. Als besten außereuropäischen Film zeichnete die europäische Film-Akademie "2046", von Wong Kar-Wai aus.

(Quelle: European Film Award) 12.12.2004

Freiwillige Selbstkontrolle (FSK)

feiert 100 000. Prüfung

In diesem Monat steht die 100 000. FSK Prüfung an, was Anlaß dazu gibt in Wiesbaden diesen Akt zu zelebrieren. Unter anderem wird Doris Ahnen, die für Jugendschutz zuständige Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend Rheinland-Pfalz, ein Grußwort sprechen. Geladen sind Persönlichkeiten aus der Film- und Videobranche, der Politik sowie befreundete Institutionen und die Presse. Im Anschluss findet ein Empfang statt. Seit 1949 werden unabhängigen Gremien Filme zur Prüfung vorgelegt, welche ( fast ) jeden Film kennzeichnen, der in Deutschland in die Kinos kommt, seit Mitte der achtziger Jahre auch Videos. Bis zu drei Spielfilme täglich werden von ehrenamtlich tätigen und unabhängigen Prüferinnen und Prüfern gesichtet, diskutiert und mit einem FSK Alterskennzeichen versehen. Die FSK ist eine sogenannte regulierte Selbstkontrolle, gesetzliche Grundlage ist das Jugendschutzgesetz (JuSchG).

(Quelle: SPIO) 09.12.2004

Stellenabbau bei der BBC

Produktionsniveau halten

Die BBC muss sich darum bemühen, ihren Produktionsstandard zu halten. Zur Zeit finden starke Umstrukturierungen statt wie auch der Umzug der Sport- und Kinderabteilungen nach Manchester. Auf die Kürzungen im Budget reagierten nicht nur die Mitarbeiter sondern auch das Publikum kritisch. Es seinen fast alle intelligenten Formate gestrichen worden. Daher möchte Mark Thompson, der neue Generaldirektor von BBC, die Umwälzungen möglichst zügig hinter sich bringen. Denn im Jahr 2006 steht die Erneuerung der Charter an, in der die Verteilung der Rundfunkgebühren für die nächsten zehn Jahre festgelegt wird. Momentan erhält die BBC als einzige Anstalt Rundfunkgebühren. Thompson möchte sicherstellen, dass die Gebühren auch vernünftig ausgegeben werden. Stellenkürzungen sind dafür unumgänglich. Ungefähr 2.900 von den insgesamt 27.600 Arbeitsplätzen sind betroffen. Meldungen über den Abbau von 14.000 Stellen erwiesen sich als Gerücht. Trotzdem sind die Mitarbeiter beunruhigt, die Stimmung ist gedämpft. In den nächsten drei Jahren sollen 320 Millionen Pfund eingespart werden.

(Quelle: FAZ) 08.12.2004

Maria Perschy

An Krebs gestorben

Maria Perschy, die als erfolgreichste österreichische Schauspielerin der sechziger Jahre galt, ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Sie hat äußerst vielseitig in Komödien, Horrorfilmen, Dramas und Kriegsfilmen mitgespielt. Richtig bekannt wurde sie in Hollywood durch Filme wie "Mister Dynamit - Morgen küsst euch der Tod" oder "Ein Goldfisch an der Leine". Im österreichischen Eisenstadt am 23. September 1938 geboren, erlag Maria Perschy 66-jährig am Freitag einem Krebsleiden. Die Schauspielerin war zwei Mal verheiratet und hinterlässt nun eine Tochter im Alter von 37 Jahren. Maria Perschy war in Komödien wie "Dr. med. Fabian - Lachen ist die beste Medizin" (1969) zu sehen, aber auch in Horror-Filmen ("Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu", 1969) und Kriegsdramen ("The Password is Courage", 1962) besetzte sie Rollen.

(Quelle: Spiegel) 06.12.2004

Neue Sendezeiten

ARD stellt sich um

Zur Zeit arbeiten einige Programmdirektoren und Chefredakteure aus großen ARD-Häusern an einem neuen Abendangebot. Es geht hauptsachlich um die Vorverlegung der Tagesthemen von 22.30 auf 22.15 Uhr. Anne Will und Ulrich Wickert sollen eine Viertelstunde früher erscheinen und damit näher an das heute-journal, das um 21.45 Uhr im ZDF beginnt, rücken. Nach internen ARD Umfragen empfinden die meisten Zuschauer den Start der Newsshow als verspätet. Ein Anzeichen dafür sind die zurückgehenden Marktanteile. Die nachfolgenden Entertainment Shows verschöben sich aufgrund des Tagesthemen-Transfers auf 22.45 Uhr. Die Zeit zwischen Tagesschau und Tagesthemen müsse auch neu geplant werden, da sie sich um 15 Minuten verkürzt. Deswegen gibt es jetzt in der ARD die Idee, politische Magazine wie Panorama um eine Viertelstunde auf 30 Minuten zu kürzen. Über das Freitagsformat "exclusiv" wurde ebenfalls diskutiert. Es bleibt vorerst erhalten, zusätzlich soll aber auf jeden Fall ein neues Reportermagazin entstehen, ähnlich zum "ZDF.reporter". Der Grund dafür ist, dass die Sendung sehr erfolgreich läuft und in Sitzungen oft als Vorbild genannt wird.

(Quelle: Sueddeutsche) 03.12.2004

UEFA-Cup-Spiele

ZDF zahlt nur noch die Hälfte

Das ZDF hat vor nur noch die Hälfte für die Übertragung der kommenden UEFA-Cup-Spiele zu zahlen. Nachdem die ARD komplett aussteigt, will das ZDF die Übertragungspreise für UEFA-Pokal-Spiele um ca. 50 Prozent drücken. Im Schnitt will der Mainzer Sender für die Spiele bis zum Viertelfinale nur noch die Hälfte zahlen. Laut Nikolaus Brender dem ZDF-Chefredakteur, müsse man mit den Gebührenmitteln der Zuschauer vernünftig umgehen. Um die neue Harald-Schmidt Show zu finanzieren, hat die ARD beschlossen zum Ende der Saison aus dem UEFA-Vertrag auszusteigen. Dies führte nach Bekanntgabe zu großem Unmut bei den Bundesliga-Klubs. Laut "SZ" hatten sich ARD und ZDF im Vertrag mit der Agentur Sportfive dazu verpflichtet, zahlreiche Spiele bis zum Ende der Saison zu kaufen und zu übertragen. Die Auswahl der Spiele, die das ZDF haben könne, sowie auch die Preise müssen nach Brender künftig deutlich flexibler von Sportfive angeboten werden. Diese Strategie stößt in Stuttgart auf großes Missfallen. "Mir fehlt dafür das Verständnis, weil der UEFA-Cup nach wie vor ein attraktiver Wettbewerb ist, mit ausverkauften Stadien bei uns und in Schalke", sagte VfB-Finanzvorstand Ulrich Ruf der "SZ". Das private Deutsche Sport Fernsehnen wolle nach dem Ausstieg der ARD zwar öfter von den UEFA-Spielen senden, will aber auch kein finanzielles Risiko eingehen. Viel Geld wird für die UEFA-Cup teilnehmenden Vereine somit nicht zu erwarten sein. 

(Quelle: Netzzeitung) 01.12.2004

Jerry Orbach

US-Schauspieler gestorben

Den Meisten ist er aus der US-Serie Law & Order bekannt, vielen auch vom Broadway, wo Orbach drei Jahrzehnte lang erfolgreich wirkte. Diverse Kinofilme hat er in Nebenrollen bereichert, so etwa "Prince of the City," "F/X," "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" oder "Mr. Saturday Night." Er starb 69 jährig an Krebs.

(Quelle: CNN) 30.12.2004

Boris Becker

Talkshow wird eingestellt

Sein Versuch im deutschen Sportfernsehen als Talkmaster zu punkten, wurde nach 15 Versuchen ab sofort eingestellt. Die Zuschauer haben die Sendung abgelehnt.

(Quelle: Focus Online) 29.12.2004

Run auf Brandos Erbe

Beeindruckende Einwendungen

Kaum zwei Monate nach dem Tod von Marlon Brando wird er von seiner früheren Geschäftsführerin wegen sexueller Nötigung verklagt. Sie ist nicht die Einzige, die Forderungen stellt: Eine alte Freundin, die beim Salatwaschen ihren Diamantring in seiner Küchenspüle verloren hatte, verlangt Ersatz für das edle Stück, seine ehemalige Haushälterin das Auto und ein Haus in Los Angeles. Und dann wäre da noch eine Fluggesellschaft, deren Flüge zu seinem Südsee-Ruhesitz  (für 500.000 Dollar) er nicht bezahlt haben soll.

(Quelle: Focus Online) 25.12.2004

Deutscher Film im Aufwind

Steigende Kinobesucherzahlen

Das Jahr 2004 verspricht ein gutes zu werden; jedenfalls für die Moral und die Wirtschaft des deutschen Films. Nach einem eher ernüchternden Jahr 2003 stiegen die Besucherzahlen bisherigen Analysen zufolge um satte 12 Prozent. Deutsche Filme waren mit 20,7 Prozent Marktanteil daran maßgeblich beteiligt. Bullys "(T)Raumschiff Surprise" konnte 9,2 Mio. Zuschauer in die Kinos schleusen, "7 Zwerge - Männer allein im Wald" 6,2 Mio., "Der Untergang" 4,2 Mio. Es entstanden preisgekrönte Filme wie "Gegen die Wand" oder "Die fetten Jahre sind vorbei" und zahlreiche weitere Produktionen, die auch international Anklang gefunden haben. Sogar die Kinderfilme "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der blauen Eule", "Lauras Stern" und "Das Sams in Gefahr" konnten ihre Zielgruppe begeistern und knackten allesamt die Einmillionenzuschauermarke.
Da kommt in der Branche gute Stimmung auf, der Glaube an den deutschen Film bekommt Aufwind. Hoffen wir, dass der Trend sich fortsetzt.

(Quelle: Spiegel Online) 22.12.2004

Feuer bei Pressekonferenz

Carrey rettet sich selbst

Jim Carrey der in London seinen neuen Film "Lemony Snicket´s Rätselhafte Begegnungen" präsentiert hat, musste aus seinem Hotel fliehen weil ein Feuer ausgebrochen war. Dieser Vorfall hat Ähnlichkeiten mit seinem vorgestellten Film in dem es ebenfalls um einen Hausbrand geht. Carrey erklärte Reuters Television am Donnerstag:" In dem Film geht es um Feuer und Ausnahmezustände. Als ich aufgestanden bin um eine Pressekonferenz zu geben, brannte plötzlich mein Haus nieder und ich stand auf dem Balkon wie ein Maid die mit sehr hoher Stimme schreit." "Niemand rettete mich, keiner kam mir zu Hilfe und ich musste meinen eigenen Weg nach draußen finden." Aber Carrey war nicht der Einzige der von dem Feuer, das anscheinend in der Küche ausbrach , betroffen war. Brad Pitt und Matt Damon mussten ihre Pressekonferenz für den Film "Ocean´s Twelve", die in dem gleichen Gebäude stattfand, ebenfalls unterbrechen. Aber niemand wurde in dem Feuer verletzt.

(Quelle: CNN) 20.12.2004

Theatermacher Palitzsch gestorben

Ein Verlust fürs deutsche Theater

Am Sonnabend ist einer der besten Theaterregisseure seiner Zeit Peter Palitzsch im Alter von 86 Jahren an Lungenversagen gestorben. Er arbeitete in Ost-Berlin bei Bertolt Brecht, später ging er in den Westen und wurde neben Peter Zadek und Rudolf Noelte einer der bedeutendsten Regisseure der Nachkriegszeit. Der Theatermacher wurde am 11. September 1918 im schlesischen Deutmannsdorf geboren. Seine Karriere hatte an der Volksbühne Dresden angefangen. Er wurde später von Bertholt Brecht zum Assistenten und Dramaturg an das neu gegründete Berliner Ensemble eingeladen. Er hat mit Manfred Wekwerth als Co-Regisseur gearbeitet und inszenierte Brechts "Arturo Ui" mit Ekkehard Schall und "Frau Flinz" mit Helene Weigel. Doch 1961 verließ Palitzsch das Berliner Ensemble. Er war als Gastregisseur tätig und wurde später Schauspielintendant am Staatstheater Stuttgart und später Mitglied im Schauspieldirektorium Frankfurt am Main. Nach der Wiedervereinigung kehrte der Regisseur nach Berlin zurück, um von 1992 bis 2000 erneut Mitglied des Berliner Ensembles zu werden. Peter Palitzsch hat die deutschsprachige Theaterbühne mit seiner Kunst stark geprägt und wurde zu einem wahrhaft großen Regisseur des deutschen Theaters.

(Quelle: Spiegel) 20.12.2004

René Cleitman gestorben

Frankreich verliert Produzenten

Einer der erfolgreichsten französischen Produzenten ist am 15. Dezember im Alter von 64 Jahren gestorben. Er produzierte Filme wie "Cyrano von Bergerac", "Die Verlobung des Monsieur Hire", "Tango mortale", "Abendanzug", "Der Husar auf dem Dach" und viele andere. Er galt als Verfechter der Kultur des französischen Kinos und als Mann, der immer ganz für seinen Beruf lebte. Auch in Amerika machte er sich einen Namen in Zusammenarbeit mit Independent-Produktionen. Sein aktuellster Film "Les Yeux clairs" befindet sich zurzeit in der Postproduktion.

(Quelle: Cyberpresse) 17.12.2004

Razzia gegen Raubkopierer

$200 Mio. Ware sichergestellt

Die südkalifornische Polizei hat im Kampf gegen Raubkopierer in fünf Kopierstationen illegale CDs und DVDs im Wert von 200 Mio. Dollar sichergestellt. Eine derart umfangreiche Aktion ist den Behörden bisher nicht gelungen. Auch Equipment zur illegalen Vervielfältigung konnte beschlagnahmt werden. Festgenommen wurde niemand, gegen Verdächtige wird jedoch ermittelt. Um diesen Coup zu landen hatte die Polizei eine sechsmonatige Ermittlungsphase mit 65 Detectives der California High Tech Task Force zu bewältigen. Die Kopierstätten fanden sich in offiziellen Firmen, nicht als illegale Vervielfältiger zu erkennen. Die MPAA und RIAA standen der Aktion zur Seite.

(Quelle: Mediabiz) 16.12.2004

Neue Attacke der MPAA

Angriff auf Torrent-Server

Die MPAA startet in eine neue Phase. Sie will über 100 Server, die an sogenannten Torrent-Tauschbörsen teilhaben, mit einer Prozesslawine bombardieren. Die Betreiber könnten die Inhalte ihrer Server kontrollieren und die Verteilung illegaler Inhalte verhindern - ebenso wie sie oft pornographischen Content nicht zulassen. Die Aktion ist umstritten, da sie nicht als Langzeitlösung angesehen wird. Betroffen sind Server in den USA, Großbritannien, Finnland und den Niederlanden. Die MPAA möchte damit das Zeichen setzen, dass diejenigen, die die Verteilung illegaler Inhalte zulassen, gefunden und dafür haftbar gemacht werden können.

(Quelle: The Hollywood Reporter) 15.12.2004

Neue Attacke der MPAA

Angriff auf Torrent-Server

Die MPAA startet in eine neue Phase. Sie will über 100 Server, die an sogenannten Torrent-Tauschbörsen teilhaben, mit einer Prozesslawine bombardieren. Die Betreiber könnten die Inhalte ihrer Server kontrollieren und die Verteilung illegaler Inhalte verhindern - ebenso wie sie oft pornographischen Content nicht zulassen. Die Aktion ist umstritten, da sie nicht als Langzeitlösung angesehen wird. Betroffen sind Server in den USA, Großbritannien, Finnland und den Niederlanden. Die MPAA möchte damit das Zeichen setzen, dass diejenigen, die die Verteilung illegaler Inhalte zulassen, gefunden und dafür haftbar gemacht werden können.

(Quelle: The Hollywood Reporter) 15.12.2004

ZDF strukturiert um

Jüngere Zielgruppe ansprechen

Als zweiter öffentlich-rechtlicher Fernsehsender möchte das ZDF in Zukunft auch mehr junge Leute ansprechen. Momentan fokussiert der Sender eher Zuschauer mit einem Alter von über 50 Jahren. Das sei nicht gewollt, so der Unterhaltungschef des ZDF Manfred Teubner. Ein wichtiger Zug in der Umstrukturierung wird die Reduzierung der Volksmusiksparte sein. Zumindest müsse das Format etwas mehr Event-Charakter bekommen und seltener, dafür aber zur Prime-Time gesendet werden. Insgesamt strebt das ZDF ein jüngeres dynamischeres Image an. Alte Moderatoren wie Dieter Thomas Heck oder Carolin Reiber sollen nach wie vor die angestammte Zielgruppe versorgen. Doch der Sender möchte sich in Zukunft hauptsächlich auf die Erfolgsträger Thomas Gottschalk, Johannes B. Kerner und Carmen Nebel konzentrieren. Außerdem sollen gute Reality-Formate verstärkt produziert werden. Das Flaggschiff "Wetten, dass…?" mit Thomas Gottschalk bleibt natürlich erhalten. Eventuell erhält Gottschalk wieder einen Sendeplatz für seine einst sehr erfolgreiche Late-Night-Show.

(Quelle: FAZ) 14.12.2004

WM 2006

Fest in der Hand von Premiere

Premiere wird bei der Fußball-WM 2006 der einzige deutsche Fernsehsender sein, der alle 64 Spiele live übertragen wird. Mit der Schweizer Sportrechte-Agentur Infront hat der kostenpflichtige Sender eine entsprechende Vereinbarung bekannt gegeben. Bei den öffentlich-rechtlichen Sendern ARD und ZDF werden mindestens 48 Spiele zu sehen sein, darunter natürlich alle deutschen Spiele. Alle Spiele sollen auch im hochauflösenden Fernsehformat HDTV zu sehen sein, denn Premiere will alle Möglichkeiten des digitalen Fernsehens nutzen. Außerdem will der Sender einen eigenen 24-Stunden-WM-Kanal einrichten der permanent Berichte und Analysen zur WM überträgt. Premiere-Chef Georg Kofler zeigte sich "stolz darauf, dass Premiere die WM in Deutschland als einziger TV-Sender komplett live übertragen darf." Über die Höhe der Kosten für die Übertragungsrechte machte Premiere keine Angaben.

(Quelle: FAZ) 13.12.2004

Blu-ray Disc

Der Kampf geht weiter

Disney hat angekündigt die Blu-ray Disc zu unterstützen. Seit einiger Zeit liefern sich die HD-DVD von Toshiba, NEC und Sanyo und die Blu-ray Disc von Sony den Kampf um die Nachfolge der DVD. Die Blu-ray Disc kann höhere Kapazitäten vorweisen, nämlich 25 GB als Single-Layer und 50 GB als Dual-Layer. Die HD-DVD schafft 15 GB bzw. 30 GB. Auch beim Support der Hersteller hat die Blu-ray Disc die Nase vorn. HD-DVD-Befürworter argumentieren, dass derart hohe Kapazitäten gar nicht nötig wären. Wenn es um die Sicherung von Hollywood-Inhalten geht, kann die HD-DVD bereits 50% vorweisen, die Blu-ray Disc erst 35%. Die HD-DVD lässt sich außerdem mit herkömmlichen Methoden (wie DVD) produzieren, während das Herstellungsverfahren für die Blu-ray Disc aufwändiger ist. Das bringt wiederum den Vorteil des besseren Kopierschutzes für die Sony-Lösung mit. So bleiben die beiden Lager relativ gleichstark. Die Formate sollen Ende 2005 auf den Markt kommen. Die Studios sind aber hinsichtlich einer Einigung über die Formate zuversichtlich gestimmt.

(Quelle: The Hollywood Reporter) 10.12.2004

Medienfonds im Abwärtstrend

Anleger stecken ihr Geld in andere Anlageformen

Der Medienfonds als Finanzierungsquelle für Filme kann die Anleger im Endjahresgeschäft 2004 nicht überzeugen. Die Platzierungssummen bleiben teilweise stark hinter den Erwartungen zurück. So hat der Anbieter DCM seinen Fonds "IMF 4" sogar jüngst vom Markt genommen und die Anleger eins zu eins wieder ausbezahlt. Im letzten Jahr waren Medienfonds sehr beliebt, aber die nachträgliche Aberkennung der Steuervorteile bei manchen Fonds hat die Anleger verunsichert. Nun sind auch aktuelle Modelle von diesem Misstrauen betroffen. Anleger, die an Steuervorteilen interessiert sind wie sie eigentlich bei Medienfonds genutzt werden können, investieren lieber in andere Fondsvarianten - z. B. in Schiffe - deren steuerliche Vorteile gesichert sind. Erfahrungsgemäß steigern sich die Platzierungszahlen bis Ende des Jahres zwar noch gewaltig, der Anteil der Medienfonds scheint aber zu sinken. Allerdings sollte man bedenken, dass der allergrößte Teil der Filmfondsfinanzierungen nach Hollywood abwandert. German Film Production liegt als deutsche Produktionsfirma mit seinem vergleichsweise kleinen Volumen in der Platzierung relativ weit vorne.

(Quelle: Handelsblatt / efonds24) 08.12.2004

Die Unglaublichen Abräumer

Verleihung der Annie-Awards

Bei der Verleihung der Annie-Awards konnte Pixar mit seinem aktuellsten Kinoerfolg "Die Unglaublichen" (OT: The Incredibles) 14 Kategorien für sich beanspruchen, darunter "Best Animated Feature". Auf Platz zwei landeten "Shrek 2" und "Shark Tale" (Große Haie - Kleine Fische) von DreamWorks mit je 7 Annies. Die Preise werden von der ASIFA-Hollywood und der International Animated Film Society organisiert. Die insgesamt 21 Kategorien reichen von "Production Design" über "Character Animation" bis zu "Effects Animation" und werden auch mehrfach vergeben.
Weitere Gewinner der Kategorie "Best Animated Feature" waren "Ghost in the Shell 2: Innocence" (DreamWorks Animation und Go Fish Pictures) und "The SpongeBob SquarePants Movie" (Nickelodeon Movies/Paramount Pictures).

(Quelle: The Hollywood Reporter) 07.12.2004

Neuer Vorsitz bei ARD

Ab 1. Januar 2005

Thomas Gruber, der Intendant des Bayrischen Rundfunks, wurde in der Hauptversammlung der ARD zum neuen Vorsitzenden des öffentlich rechtlichen Sendeverbunds gewählt. Er wird am 1. Januar 2005 den NDR Intendanten Jobst Plog in seiner Funktion ablösen. Zunächst ist Gruber für ein Jahr gewählt, dem aber sehr wahrscheinlich ein zweits folgen wird. Jobst Plog musste sich in seiner Amtszeit mit der großen medienpolitischen Auseinandersetzung um die Erhöhung der Rundfunkgebühren beschäftigen. Mit 88 Cent mehr im Monat auf 17,03 Euro fiel die Erhöhung der Gebühr jedoch weit geringer aus, als von ARD und ZDF gewünscht. Die Sender hatten eine Erhöhung um 2,01 Euro pro Monat gefordert. Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten jedoch vor einem Jahr mit erheblichen Sparmaßnahmen und einer Reform ihrer Struktur gedroht, welche aber auf die nächste Gebührenperiode am 1. April 2005 verschoben worden ist. Dann tritt die neue Gebühr in Kraft, die ab dem Jahr 2007 auch für internetfähige Computer gilt. Für PCs die bereits eine Einsteckkarte haben, mit welcher der PC als Rundfunkempfänger genutzt werden kann, gilt die Gebühr schon ab April 2005. Grubers Amtszeit wird also vor allem durch Geldgeschäfte bestimmt sein. Die ARD wird Geld allerdings nicht mehr in dem Maße zu Verfügung haben wie sie es gerne hätte, denn gemeinsam mit dem ZDF muss sie 230 Millionen Euro für die Fußballweltmeisterschaft 2006 aufwenden. Ein Sparprogramm in Höhe von 54 Millionen Euro - gestreckt auf die nächsten vier Jahre - hat Gruber seinem eigenen Sender, der einen Jahresetat von ca. 900 Millionen Euro hat, bereits auferlegt. Damit sollen die erwarteten Mehreinnahmen kompensiert werden, die es durch die geringe Gebührenerhöhung ja nicht gibt. Gruber, seit zwei Jahren Intendant des BR und zuvor Hörfunkdirektor setzte sich bei der Wahl gegen den Fernsehdirektor Gerhard Fuchs durch.

(Quelle: FAZ) 02.12.2004

 

November 2004

 

Industrie vs. Tauschbörsen

Klagen auf Eis gelegt

Im Kampf gegen die Tauschbörsen musste die MPAA eine Schlappe einstecken. Sie hatte zwölf Klagen gegen Nutzer eingereicht, von denen lediglich die IP-Adresse bekannt ist. Elf dieser Klagen wurden vorerst auf Eis gelegt. In einer Sammelklage wollte die MPAA alle Fälle auf einmal abhandeln. Diese Forderung wurde vom Richter William Alsup aber abgelehnt. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen könne nicht ausreichend nachgewiesen werden. Dieser Sachverhalt kommt den Angeklagten zu Gute, da sie einzeln mehr Möglichkeiten für ihre Verteidigung haben. Der eine Fall, der vom Gericht zugelassen wurde, wird die Ermittlung des Angeklagten anhand seiner IP-Adresse über den Provider Pacific Bell zur Folge haben.

(Quelle: Mediabiz) 26.11.2004

Flüchtiger Kuss

Anwälte auf Barrikaden

In den USA gehen 25 griechische Anwälte aufgrund der Darstellung ihres Volkshelden "Alexander des Großen" auf die Barrikaden. Im neusten Film von Oliver Stone wird der Feldherr als homo- oder zumindest bisexuell dargestellt. Der große Alexander küßt seinen Geliebten Hephaistion. Ein Sprecher der Anwälte erklärte, man wolle das Einblenden der Zeile "Vorsicht, alles frei erfunden" im Vorspann erzwingen: "Es gibt kein einziges historisches Dokument, aus dem die angebliche Homosexualität Alexanders hervorgeht." Wenn man jedoch die Geschichte genauer betrachtet geht aus ihr hervor, dass der Makedone Männer oft maßloser liebte, ganz seinem großen Vorbild Achilleus entsprechend. Warner Brothers und Oliver Stone haben sich bis jetzt noch nicht geäußert.

(Quelle: FAZ) 26.11.2004

Musikfernsehen am Ende?

Qualitätsabbau bei Viva & MTV

Nach der Übernahme des Musiksenders Viva durch die MTV-Mutter Viacom sind für das Jahr 2005 drastische Sparpläne vorgesehen. Die teureren Sendungen wie die "Sarah Kuttner Show" tauchen in der Planung nicht mehr auf, Ersatz ist nicht in Sicht. Eventuell wird Sarah Kuttner auf MTV eine neue Show starten, jedoch mit deutlich geringerem Aufwand. Ebenfalls Charlotte Roche fällt den Einsparungen zum Opfer. Die Hoffnungsträger und Aushängeschilder des deutschen Musikfernsehens wurden rüde abserviert, MTV nutzt seine neue Monopolstellung scheinbar gnadenlos aus. Die meisten der aktuellen Sendungen werden durch in den USA eingekaufte untertitelte Reality-Shows ersetzt, zwischen 13.30 Uhr und 23 Uhr verschwindet die Musik fast vollständig aus dem Programm. Von der angekündigten Steigerung der Programmvielfalt keine Spur - aber die vorläufigen Programmpläne sagen ja laut MTV noch gar nichts aus…

(Quelle: FAZ) 25.11.2004

Bruce Willis reicht Klage ein

Verletzungen beim Dreh

Der US-Star Bruce Willis hat für Aufregung in Hollywood gesorgt: Er hat sich beim Dreh vom Aktion-Streifen "Tränen der Sohne" eine Verletzung zugefügt und ein Filmstudio auf Schadenersatz verklagt. In dem Film spielt er einen US-Offizier, der in einer Rettungsaktion eine Ärtztin und mehrere Zivilisten, der aus einem Bürgerkriegsgebiet befreit. Die Schmerzen will der Action Held nicht mehr einfach so hinnehmen und "extreme mentale, körperliche und emotionale Schmerzen" sollen entschädigt werden, so der Internetdienst "E!Online". Bei den Dreharbeiten wurde der 49-jährige von einem Projektil am Kopf getroffen. Durch die leichtfertige Handlung von einem Zuständigen für Spezialeffekte und Revolution Studios wurde Bruce Willis extrem gefährlichen Aktivitäten ausgesetzt. Die Höhe der von dem Schauspieler verlangten Summe ist nicht bekannt. Die Webseite "The Smoking Gun" berichtete, dass Willis die Klage bereits im Oktober bei einem Gericht in L. A. eingereicht hat.

(Quelle: Spiegel Online) 24.11.2004

Emmy für Lolle

"Berlin Berlin" in New York

Die beliebte ARD-Serie "Berlin-Berlin" wurde in New York für die Folge "Sven gegen Alex" mit dem Emmy ausgezeichnet. Vor rund 1000 geladenen Gästen hielt der 36-Jährige Produzent Holger Ellermann, seine Dankesrede im New Yorker Hilton-Hotel. Mit seinem Drehbuchautoren David Safier und dem betreuenden Redakteur beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) Bernhard Gleim, nahm er den Preis aus den Händen von Soap-Schauspielerin Lesley-Anne Down ("Reich und Schön") in Empfang. Hinter der Bühne präsentierte Ellermann seine Trophäe stolz dem Blitzlichtgewitter. "Es ist die erste deutsche Serie, die diesen Preis gewonnen hat. Das zeigt, dass sich in der deutschen Comedy-Szene viel getan hat", sagte er. Die Hauptdarstellerin Felicitas Woll, die "Lolle" spielt, konnte bei der Preisverleihung nicht dabei sein. Sie wurde jedoch von Ellermann über das Handy aus dem Schlaf gerissen. "Fe, Du wirst es nicht glauben: Wir haben es geschafft", jubelte er ins Handy. Keine Auszeichnung hingegen bekam die Serie Schimanski mit Götz George, der versucht seine Enttäuschung zu verbergen. "Nominiert werden ist ja schon gut", sagte "Schimanski" und zuckte mit den Schultern.

(Quelle: sueddeutsche) 23.11.2004

56. Bambi-Verleihung

Stars und Sternchen

Bei der 56. Bambi-Verleihung gab es dieses Jahr wieder bewegende Momente und gefeierte Auftritte. Hollywood-Stars wie Tom Hanks, Sophia Loren und auch "Ohnsorg-Legende" Heidi Kabel, bescherten der Medienpreis-Gala in Hamburg Höhepunkte. Die begehrte Trophäe ging auch an Popstars wie Elton John, Seal und Shania Twain die unter viel Beifall der 1000 geladenen Gäste auf die Bühne kamen. Auch die italienische Designerin Donatella Versace durfte einen Bambi entgegennehmen. Tom Hanks erhielt für seinen Film "Polarexpress", in dem der er fünf verschiedene Rollen spielt, den Bambi von der italienischen Film-Diva Sophia-Loren. Seinen Respekt drückte der Oscar-Preisträger mit Kniefall und Handkuss der 70-Jährigen aus. Die Live-Show die von der ARD übertragen wurde, überzog mehr als eine halbe Stunde, verlief aber ohne Pannen. Da die meisten Stars schon vorher wussten ob sie eine Auszeichnung bekommen oder nicht, gab es aber auch keine großen Überraschungen. "Gegen die Wand"-Star Sibel Kekilli machte sich unter Tränen ihrer Wut über die Boulevardpresse, wegen Berichten über frühere Pornofilme, Luft. Sie forderte Respekt für ihr neu begonnenes Leben. Der 57-jährige Elton John sowie Nelson Mandela und DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp, die eine Auszeichnung für ihren Kampf gegen die Immunkrankheit Aids bekamen, forderten dazu auf "die Herzen" zu öffnen und den Kampf gegen Aids nicht aufzugeben.

(Quelle: Tagesspiegel) 19.11.2004

Verstoß gegen Urheberrecht

Die ersten Klagen laufen!

Die erste Klagewelle gegen Nutzer von Filmtauschbörsen ist in den USA angelaufen. Es wurden am Dienstag, nach Angaben des MPAA, Klagen gegen Verletzungen des Urheberrechts in Denver, New York, San Francisco und ST. Louis eingereicht. Offen bleibt noch ob auch in weiteren Städten Klagen eingereicht wurden. In den meisten Fällen richtet sich die Klage gegen unbekannt, jedoch wurden einige IP-Adressen über eine Kabelgesellschaft aus St. Louis identifiziert. John Malcolm, Senior Vice President des US-Filmindustrieverbands sagte: "Es spielt keine Rolle, ob es 10 oder 500 Verfahren sind. Der Punkt ist, dass Piraten sich nirgendwo mehr sicher fühlen können." Unter den Beklagten befinden sich allerdings auch Personen, die lediglich einen Film auf ihrem Computer haben. Sehr harte Strafen, von bis zu 30.000 Dollar pro getauschten Film sieht das Urheberrechtsgesetz vor. Es sollen sogar Strafen von 150.000 Dollar verhängt werden falls der Film mutwillig verbreitet wurde. Scharfe Kritik kommt von den Verbraucherschützern die sagen, dass vor allem Menschen verfolgt werden die nur einen Film besitzen.

(Quelle: Mediabiz) 17.11.2004

Ab in den Quotenkeller

Publikum zu schlau?

Jetzt heißt es auch für Reiner Calmund ab in den Quotenkeller. Nach der dritten Ausgabe von "Big Boss" liegt der Marktanteil bei 12,4 Prozent. Momentan steht es nicht gut um das Event-Programm von RTL. Das Inseldrama "Verschollen" schließt sich mit 12,5 Prozent an und die Kuppelshow "Bachelorette" bringt es nur auf 7.9 Prozent. Dabei sah es bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" doch mit 39.9 Prozent Marktanteil so gut aus. Es wurde bereits auf die sinkenden Quoten reagiert und der Sender hat den Werbepreis für einen 30-Sekunden-Spot in der Sendezeit von "Big Boss" von 61 890 Euro auf 43 140 Euro gesenkt. Vielleicht sollte man das Publikum auswechseln?

(Quelle: Spiegel-Online) 16.11.2004

Streit um "Bullen von Tölz"

Ein Jahr Pause ?

Ottfried Fischer kündigte eine Pause von "Der Bulle von Tölz" an, wahrscheinlich kam es zu einem Streit zwischen Fischer und dem Sender Sat. 1. Der Schauspieler und Kabarettist sagte der Münchner "Abendzeitung" am Montag, das die Chemie nicht mehr stimme. Dem Sender ginge es laut Fischer nicht mehr um gute TV - Unterhaltung, sondern nur noch darum wie man am besten Geld sparen könne. Ein Jahr Pause kündigte Ottfried Fischer am Samstag bei "Wetten, dass ..." in Leipzig an. Dieses Jahr will der 51-Jährige nutzen, um zu seinen Wurzeln dem Kabarett zurückzukehren. Er gebe den "Bullen von Tölz" aber nicht vollständig auf, es komme darauf an wie der Sender sich verhält. Der Sat. 1 - Chef Roger Schwawinski erklärte, im liege die Sendung und Ottfried Fischer sehr am Herzen. "Ich freue mich auf eine weitere langjährige Zusammenarbeit", betonte Schawinski.

(Quelle: Focus) 15.11.2004

RBB unter starker Kritik

Verletzung des Datenschutzes?

Der öffentliche Rundfunksender RBB steht unter starker Kritik des Berliner Datenschutzbeauftragten Hans-Jürgen Garstka. Der Sender kauft Adressen von TV-Zeitschriftenabonnenten, gibt diese weiter an die GEZ, welche dann die Adressen mit den Listen der Gebührenzahler abgleicht. Es kann von der GEZ dann erkannt werden, wer von den Abonnenten Gebühren zahlt und wer nicht. Nichtzahler werden natürlich zur sofortigen Zahlung aufgefordert. Die GEZ bestätigte dieses Vorgehen und gab bekannt das sie sehr erfolgreich damit sein. Die Senatskanzlei rechtfertigt den Adressenhandel des RBB "Das Vorgehen ist geboten, da ehrliche Gebührenzahler ansonsten für die Schwarzseher aufkommen". Die Datenschutzbeauftragten halten dieses Vorgehen allerdings für rechtswidrig, deswegen soll künftig der Berliner Datenschutzbeauftragte Hans-Jürgen Garstka mit einbezogen werden, bevor derartige Regelungen getroffen werden. Auch die Datenschützer in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein haben das Vorgehen des RBB stark angegriffen. "In der Kritik steht dabei im Besonderen die Beschaffung von jährlich mehreren Millionen Adressen hinter dem Rücken der Betroffenen".

(Quelle: Welt) 11.11.2004

Brosnans letzter James Bond

Endgültig vorbei!

Der vom Publikum beliebtester James Bond aller Zeiten Pierce Brosnan (51) ist entgültig raus. Für ihn war es eine ziemlich böse Überraschung, dass er den berühmten englischen Agenten des Geheimdienstes nicht mehr spielen darf. In einem BBC-Fernsehinterview verriet er, er sei wütend gewesen, als er die Nachricht bekommen hat und die Unterhaltung sei auch ziemlich kurz gewesen. Nach langem hin und her wäre ihm die Rolle von Produzenten sicher versprochen, doch er sei am Boden zerstört, als es doch hieß, er sei bei dem nächsten Bond Film nicht mehr dabei. Inzwischen ist er der Meinung, dass es doch die beste Entscheidung für ihn war, weil man aufhört, wenn es am schönsten ist. Über seinen Nachfolger wird noch mit anderen Kandidaten verhandelt. Noch im Juli 2004 hat der irische Schauspieler in einem Interview gesagt, dass die Bond Geschichte hinter ihm liege. Von 1995 bis 2004 hat er vier Mal die 007-Agentenrolle gespielt. Der letzte Film "Stirb an einem anderen Tag" war der erfolgreichste der ganzen Reihe.

(Quelle: n-tv) 09.11.2004

Entlassungen und Kulturverlust

Böse Ministerpräsidenten

Die Zeit der krisensicheren Jobs ist auch bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF vorbei. Es wird über Personalabbau und Einstellungstopps diskutiert. Die Anstalten müssen in den kommenden Jahren auf Millionensummen verzichten. Laut Angaben des stellvertretenden Vorsitzendem Fritz Pleitgen beläuft sich die Summer bei der ARD auf 280 Millionen Euro. Verantwortlich machen die Anstalten die Ministerpräsidenten, da sie die Gebührenerhöhung von 1,09 Euro auf 88 Cent gesenkt haben. Beim ZDF drohe nach Angaben des Personalrats der Abbau von 300 Arbeitsplätzen. Der Bayerische Rundfunk will eines seiner zwei Orchester auflösen. Der MDR muss 90 Millionen Euro einsparen und stellt deshalb das Engagement bei Kultur- und Filmfestivals auf dem Prüfstand. Beim WDR, der größten ARD-Anstalt müssen die Einsparungen durch den ganzen Sender gehen was auch die Umstellung von analogen auf digitale Technologie beeinflussen wird. Für die ganz kleinen Anstalten wie Radio Bremen ist die Lage sehr prekär. Die niedrigere Gebührenerhöhung bedeutet für die Bremer Mindereinnahmen von einer Million Euro. Laut Medienexperte Horst Röper gehe es den öffentlich-rechtlichen Anstalten gar nicht so schlecht, da sie in der Lage sind im Sportbereich "erhebliche Ausgaben zu stemmen". Allerdings gab es in diesem Bereich eine "enorme Verteuerung" an der die Privatsender mitverantwortlich sind. Röper fordert mehr finanzielle Transparenz.

(Quelle: Spiegel-Online) 05.11.2004

Makaberes Projekt?

Leichenzerfall im TV

Für ein neues Projekt sucht ein britischer Fernsehsender freiwillige, die ihren Körper nach ihrem Tod für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung stellen. Laut Channel 4 soll der menschliche Zerfall nach dem Tod analysiert werden. Bisher gab es in Großbritannien Studien zur Verwesung die nur an Schweinen durchgeführt wurden. Dies soll sich ändern denn Wissenschaftler seien auf dem Gebiet der Verwesung noch sehr unwissend und es können bei menschlichen Verwesungen bessere Ergebnisse erzielt werden. Bei Toten bei denen die Todeszeit, wie etwa bei Morden, genau festgestellt werden kann, ist man am besten in der Lage die Verwesungsprozesse zu verstehen. Channel 4 versicherte das die Sendung " Staub zu Staub" einem rein wissenschaftlichen Zweck diene. Die Dokumentation werde von führenden Wissenschaftlern überwacht und an einem geheimen Ort gedreht. "Anatomie für Anfänger", bei der Gunther von Hagens (Körperwelten) eine menschliche Sezierung durchführte, wurde ebenfalls von Channel 4 gesendet.

(Quelle: Yahoo Nachrichten) 04.11.2004

Dirty Harry kommt zurück

Schmidt plant Comeback bei ARD

Der TV-Liebling Harald Schmidt plant ein Comeback bei der ARD. Nach einer zwölfmonatigen Kreativpause soll der Entertainer Mittwochs und Donnerstags nach den Tagesthemen zu sehen sein. Am 23. Dezember soll die Show erstmals auf Sendung gehen, ein Name für die Sendung stehe aber noch nicht fest. Durch Einsparungen an anderen Stellen will die ARD die Sendung finanzieren, denn Harald Schmidt zähle laut Jobst Plog (ARD-Vorsitzender und NDR- Intendant) zur Grundversorgung. Die Show wird voraussichtlich aus Schmidts früherem Studio in Köln-Mülheim gesendet und es werden neben Manuel Andrack wahrscheinlich auch andere bekannte Gesichter zu sehen sein. Zwischen Plog und Schmidt haben konkrete Gespräche erst nach dem Ende der Engelke-Show stattgefunden, die nach fünf Monaten wegen zu schlechter Quote ihr Ende fand. Mit "Schmidteinander" hatte Harald Schmidt beim WDR und bei der ARD erste TV Erfolge gefeiert und sein Comeback führt ihn zu diesem Sender zurück.

(Quelle: Handelsblatt) 02.11.2004

US-Wahl

Michael Moore überwacht

1200 helfende Hände hat Michel Moore, Filmemacher von "Bowling for Columbine" und "Fahrenheit 9/11" angeheuert um die US- Präsidentschaftswahlen zu überwachen. Vor den Wahllokalen in Florida und Ohio werden nun Bürger mit Kameras den Hergang kontrollieren und dokumentieren. Genau in diesen Staaten liegen nach Umfragen die Stimmanteile von Amtsinhaber George W. Bush und seinem demokratischen Herausforderer John Kerry dicht beieinander. Moore erklärt, dass dies eine Botschaft an diejenigen sei, die eine Stimmabgabe unterdrücken wollten: "Einschüchterung der Wähler (...) wird nicht toleriert". Probleme sollen nach Angaben schon bei der Stimmabgabe in Florida aufgetaucht sein. Vor vier Jahren entschied eine Mehrzahl von nur 537 Stimmen über den Sieg von G.W. Bush im Bundesstaat und somit über seinen Amtsantritt als Präsidenten.

(Quelle: Sueddeutsche) 02.11.2004

Qualitätsabfall im TV

Selbst die Werbung kritisiert

Bis jetzt hatte man den Eindruck, dass das Programm bei den Privatsendern für die Werbung und nicht für den Zuschauer gemacht wird. Seit neustem lehnen aber auch die großen Konzerne mit dem nötigen Kleingeld für Werbung die Programmgestaltung ab. Immer die gleichen Standards und Geschichten bringen es plötzlich nicht mehr. Und auch die Reality-Shows hat man langsam über und lässt sie eher links liegen, als sich wieder darüber aufzuregen. Die Quoten fallen und damit auch die Werbepreise. Hitgaranten garantieren nur noch Misserfolg. Dass die Zuschauer umschalten war man bisher ja gewöhnt, aber dass sich jetzt auch Deutschlands größte Werbekunden lautstark um die Programmqualität im Privatfernsehen sorgen ist neu. Auf der Fachtagung der Organisation Werbungtreibender im Markenverband (OWM) Mitte November begannen die Attacken der Werbechefs von Nivea, Ferrero, Mercedes und Co., die alljährlich Millionenbeträge für Fernsehreklame ausgeben. Man wolle wieder ein breites Umfeld für alle Zielgruppen. Dauerkritik von Kirchen, Landesmedienanstalten und Fernsehräten hat nichts gebracht, erst musste die ökonomische Seite sich einschalten, die Angst hat, dass ihre Produkte zwischen Dschungelfieber und Schönheitsoperation untergehen. Wird plötzlich die Werbung zum Beschützer von Qualität und Anspruch, oder will man die Werbepreise nur weiter drücken? Für die Media-Agenturen, die dafür sorgen, dass möglichst jeder Spot ohne Streuverlust bei der gewünschten Zielgruppe ankommt, waren bislang nicht Inhalte sondern Reichweiten wichtig. Dieser Logik wollen die Konzerne jetzt aber nicht mehr folgen. Obwohl die Quoten stimmen, möchte man sich nicht mehr unter einem bestimmten Niveau platzieren lassen. Für die Programmgestalter klingt das alles aber nur nach Preisdrückerei. Weniger Investitionen aber aufwändigere Programme fordern passe nicht zusammen. Für die Kanäle sei es zunehmend schwieriger langfristig zu planen. Am Ende bleibe nur noch die Möglichkeit im Ausland bewährte Formate und ihren Erfolg billig auf deutsche Bildschirme zu kopieren und andere TV-Sender mit Preisnachlässen auszubooten. Fürs Publikum zeichnen sich trotz der Debatten keine Änderungen ab. Solange die Werbeeinnahmen nicht wieder steigen, bleibt das Programm wie es ist. Vielleicht wird man ja bald durch die Programme zappen - auf der Suche nach Werbepausen.

(Quelle: Spiegel Online) 30.11.2004

Philippe de Broca ist tot

Regisseur starb mit 71 Jahren

Das "Kreative Multitalent" Philippe de Broca ist am Freitag im Alter von 71 Jahren im Krankenhaus eines Pariser Vorortes an Krebs gestorben. Der Erfolgsregisseur wurde durch Komödien wie "Cartouche der Bandit" (1961) und "Abenteuer in Rio" ("L'Homme de Rio", 1963) bekannt. Dem Kinostart seines jüngsten Films "Vipère au poing" Anfang Oktober konnte er schon nicht mehr selbst beiwohnen. Seine Karriere begann der am 15. März 1933 in Paris geborene De Broca als Regieassistent bei Claude Chabrol. In seinen Filmen spielten Schauspiellegenden wie Jean-Paul Belmando, Yves Montand, Philippe Noiret, Catherine Deneuve, Daniel Auteuil und Jeanne Moreau.

(Quelle: Le Monde) 29.11.2004

Jamie Lee Curtis dankt ab

Filmdiven immer seltener

Jamie Lee Curtis kündigt das Ende ihrer Filmkarriere an. Die Komödie "Verrückte Weihnachten" ist der letzte Film der 46-jährigen. Sie zieht sich aus dem Showgeschäft zurück da sie der Meinung ist, dass es sehr anstrengend wenn nicht unmöglich ist in Hollywood als Schauspielerin über 40 zu arbeiten. Hollywood unterliegt ebenfalls dem Schönheitswahn und ist zu sehr auf Äußerlichkeiten fixiert. Die Stars jagen nur ihrer verlorenen Jugend und ihrem vergangen Ruhm hinterher. "Ich wollte immer mit Würde abtreten, und jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen", sagte Curtis gegenüber der "Financial Times Deutschland". In den aktuellen Hollywood Mainstream-Produktionen ist eher selten wenn nicht sogar nichts von den ehemaligen Filmdiven zu sehen. Melanie Griffith, 47, scheint von der Bildfläche ebenso verschwunden zu sein wie Goldie Hawn, 58, die nur noch als Produzentin tätig ist. Demi Moore, 42, will sich demnächst als Mutter eines ertrunkenen Kindes versuchen - in einem Horrorfilm. Hollywood braucht eben junge Stars die sich als Sexsymbole vermarkten lassen.

(Quelle: Spiegel Online) 25.11.2004

Filmstudio abgebrannt

720 Quadratmeter zerstört

Am Sonntag hat ein Feuer im Kadokawa-Daiei Filmstudio das Studio 3 in dem momentan ein Film mit monströsen Kreaturen gedreht wird zerstört. Laut Angaben der Feuerwehr brach das Feuer um 0:45 Uhr aus. Der Brand zerstörte das komplette 720 Quadratmeter große Gebäude. Zum Glück wurden keine Menschen verletzt jedoch der im Studio gelagerte Schaumstoff und Farbe fielen den Flammen zum Opfer.

(Quelle: Japan Today) 24.11.2004

Hochschulfestival

Ein voller Erfolg!

Das 24. Internationale Festival der Filmhochschulen München hat am Samstag den 20. November mit einem sensationellen Ergebnis abgeschlossen. Obwohl das Festival dieses Jahr zwei Tage länger dauerte waren bis auf eine Ausnahme alle 24 Programme restlos ausverkauft. Damit konnte wieder eine Auslastung von 99 Prozent und ein Zuschauerzuwachs von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Das Münchner Publikum hat die Chance den internationalen Filmnachwuchs kennen zu lernen begeistert angenommen. 60 geladene Filmstudenten und deren Professoren aus Ländern wie Australien, Brasilien, Indien, China und Kanada, sowie über 100 akkreditierte Journalisten zeigen das große Interesse des Fachpublikums am wichtigsten internationalen Studenten-Festival. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung im Gloria Kino sieben Filme ausgezeichnet. 52 Filme von 35 Filmschulen aus 25 Ländern wurden zuvor von der fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz des US-Regisseurs Hal Hartly gesichtet. Insgesamt ist zu sagen, dass das Festival überaus erfolgreich verlaufen ist.

Zur Berichterstattung vom Festival der Filmhochschulen 2004 (Quelle: Festival der Filmhochschulen) 22.11.2004

Berlinale sucht Sponsor

Sat 1. ausgestiegen

Sat 1, bisheriger Hauptsponsor der Berlinale ist abgesprungen. Nur zwei Monate vor dem Event muss die Crew um Festivaldirektor Dieter Kosslik nun einen neuen Sponsor finden, um das Event in der gewohnten Form umsetzen zu können. Der Ausstieg von Sat.1 kommt jedoch nicht vollkommen überraschend, da auch dieser Konzern in der momentan anhaltenden Medienkrise sparen muß. Verhandlungen mit einem neuen Hauptsponsor für das Festival sind aber auch schon im Gange. Geheim bleibt nur, wer dies werden soll. Und so wie es scheint, wird der Rückzug von Sat.1 dem Bestehen des Festivals keinen Strich durch die Rechnung machen. Immerhin werden 6,5 Mio. Euro von den 10 Mio. Euro Gesamtbudget vom Staat beigesteuert und auch der letzte Sponsoren-wechsel von Mercedes zu VW verlief ohne größere Hindernisse.


(Quelle: FAZ)
19.11.2004

Sensationelle Halbzeitbilanz

Festival der Filmhochschulen

Sensationelle Halbzeitbilanz beim Festival der Filmhochschulen: An den ersten beiden Tagen
(15. & 16. November) waren bis auf eine Ausnahme alle Vorstellungen ausverkauft. Für die verbleibenden Vorstellungen in den nächsten vier Tagen sind noch einige wenige Karten an der Tageskasse im Festivalzentrum (Filmmuseum München, St.-Jakobs-Platz 1) erhältlich. US-Regisseur Hal Hartley, der dieses Jahr die Festival-Jury leitet, zeigt sich begeistert über die Qualität der gezeigten Filme von Filmstudenten aus 25 Ländern. Am Samstag, den 20. November erhalten die besten Filme des Wettbewerbs im Münchner GLORIA Kino Auszeichnungen im Wert von insgesamt 25 000 Euro.

Zur Berichterstattung vom Festival der Filmhochschulen 2004
(Quelle: Festival der Filmhochschulen)
18.11.2004

Satire bald im Doppelpack?

Ende für den Scheibenwischer?

Im Hause der ARD wird momentan darüber nachgedacht den Scheibenwischer künftig erst um 23.30 Uhr zu senden. Grund dafür ist die Rückkehr von Satiriker Harald Schmidt. Durch die spätere Sendezeit befürchten Bruno Jonas, Mathias Richling und Georg Schramm, dass sie das Zielpublikum gar nicht mehr erreichen würden. Eine Idee ist es den Scheibenwischer immer dienstags um 23 Uhr vor Maischberger auszustrahlen was aber für die Talkfrau bedeuten würde immer erst 23.30 auf Sendung zu gehen. Der BR-Intendant und Scheibenwischer-Befürworter Thomas Gruber hält die Ausstrahlung am Dienstag für die richtige Lösung. Er wird ab Anfang 2005 die Leitung der ARD übernehmen. Dem gegenüber spricht sich der aktuelle ARD-Programmchef Gunter Struve für eine "politisch-satirische Stunde der Sonderklasse" aus. Es wird am heutigen Dienstag darüber entschieden was mit dem Scheibenwischer passieren soll. Es steht jedoch fest, sollte Gruber die Scheibenwischer-Frage nicht für sich entscheiden würde ihn das als künftigen ARD-Chef beschädigen.

(Quelle: Sueddeutsche.de) 16.11.2004

Pay-TV für Technikfreunde

Fernsehen aus dem Internet

Die Firma TC Unterhaltungselektronik ist momentan auf der Suche nach Investoren für ihre neueste Entwicklung, eine Tauschbörse namens Cybersky, über die die Benutzer ihre empfangenen Fernsehsender Tauschen können. Dem Benutzer wird angeblich der freie Empfang aller weltweiten Fernsehsender ermöglicht. Man schließt einfach seinen Fernseher an den PC und kann dann das laufende Programm das andere Zuschauer gerade ins Internet einspeisen empfangen. Die Aufgabe der Software beschränkt sich lediglich darauf die Tauschpartner zusammenzuschalten und die Datenübertragung zu organisieren. Bekannt wurde die Firma TC durch den jahrelangen Rechtsstreit mit dem Sender RTL um das Gerät namens Fernseh-Fee, das bei Werbung sofort das laufende Programm wechselt.

(Quelle: Spiegel-Online) 15.11.2004

Van Gogh Film

Ausstrahlungsrechte gestoppt

Nach dem Mord an dem Regisseur Theo van Gogh, hat die niederländische Produktionsfirma Column die Vergabe von Ausstrahlungsrechten für den Kurzfilm "Submission" vorerst gestoppt. Man wolle sich erst beraten wie man mit dem Film weiter verfahren solle. Der Film zeigt Gewalt gegen Frauen im Islam und war auch der Grund für die Messerattacke auf Van Gogh. Die Redaktion von "Spiegel TV" hat den Film bereits Vorliegen und signalisierte auch Interasse daran den Film zu senden. Ausschnitte des Films zeigte man bereits am Sonntag auf dem Magazin-Platz auf RTL. Wenn die Rechtefrage geklärt sei, werde man den Film in eine Diskussionssendung eingebettet senden. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung sei auch, dass dieser einzelne Film nicht den umfangreichen Werken des Regisseurs gerecht werde. Allerdings will Column den Film schon in den nächsten Tagen freigeben. Dass der Anschlag auf Van Gogh allerdings nach hinten losging zeigt, dass der Film selbst nun die Aufmerksamkeit der gesamten Welt auf sich gezogen hat.

(Quelle: Welt) 12.11.2004

Festival der Filmhochschulen

Jetzt sechs statt vier Tage

Christian Ude der Oberbürgermeister von München wird am Sonntag den 14. November für das 24. Internationale Festival der Filmhochschulen München den Startschuss geben. Beginnen wird das Festival mit dem Eröffnungsfilm "Der Wald vor lauter Bäumen" von Maren Ade, der im ARRI-Kino laufen wird . Das Festival soll, wegen des großen Erfolges im letzten Jahr von vier auf sechs Tage ausgedehnt werden. Außerdem werden alle zehn Wettbewerbsprogramme wiederholt. 52 Spielfilme, Dokumentationen und Animationsfilme von 35 Filmschulen aus 25 Ländern werden vom 15. bis zum 20. November auf dem Festival präsentiert. Einige der jungen Regisseure werden ihre Werke persönlich vorstellen und Auskunft geben. Für Filmstudenten besteht sogar die Möglichkeit sich in Workshops fortzubilden. AVID bietet z.B. Kurse im Umgang mit digitalen Montagesystemen an und wird eine Werksführung veranstalten die, die neuesten Entwicklungen im Bereich der Filmtechnik zeigt. Die Kanzlei Nörr, Stiefenhofer & Lutz zeigt in einem Seminar den richtigen Umgang mit Urheberrecht. Der Jury Präsident Hal Hartly wird am 20. November um 11 den Uhr Studenten einige seiner Kurzfilme im Filmmuseum vorstellen und erklären. Diese Veranstaltung wird öffentlich und kostenlos sein. Am Samstag den 20. November um 18. Uhr findet außerdem die Preisverleihung statt.

(Quelle: Filmzeitung) 10.11.2004

Kino Auswertung

Wie lang soll sie sein?

Vom Hauptverband Deutscher Filmtheater wird gefordert, dass das sechsmonatige Auswertungsfenster für Kinofilme eingehalten wird. Der Geschäftsführer des HDF Andreas Kramer ist dafür, dass das sechsmonatige Auswertungsfenster eine Grundkonstante sein sollte. Der Verband wird aber in Zukunft Verkürzungen dieses Fensters aufzeigen. Denn einen Fall gab es schon, Michael Moors "Fahrenheit 9/11" wurde schon im Fernsehen gezeigt während der Film noch in den Kinos lief. Dies soll nach dem HDF aber ein Einzelfall bleiben. Für deutsche Filme sind die Zeiträume der einzelnen Verwertungsstufen klar geregelt, sie finden ihre Grundlage im Filmförderungsgesetz. Für ausländische Filme gilt dies allerdings nicht und aus Ländern wie den USA kommt das größte Filmangebot.

(Quelle: Filmzeitung) 09.11.2004

Angriff der Klon-Krieger

TV-Programm ein Dauer-Déjà-vu

Klauen, kopieren, klonen heißt in Deutschland seit einiger Zeit das Motto. Produzenten rufen deshalb nach neuen Gesetzen und wollen künftig den dreistesten Nachahmer zum "Goldenen Kopierer" küren. Der Angriff der Klon-Krieger ist nicht nur eine Zumutung für den Zuschauer sondern gefährdet auch eine ganze Industrie. Europäische Fernsehproduzenten verdienen schätzungsweise rund 500 Millionen Euro im Jahr mit dem Handel von Format- und Sendelizenzen. Wer Sendungen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder verfälschte sich verschafft, wird bislang gar nicht bestraft, es sei denn mit Missachtung oder Naserümpfen bei den TV-Messen in Cannes oder Los Angeles. Zum Entsetzen aller Programmentwickler hat der Bundesgerichtshof im letzten Jahr entschieden, dass "Formate für eine Fernsehshowreihe" nicht urheberrechtlich zu schützen seien. Geklagt hatte eine französische Produktionsfirma gegen den SWR wegen der Reihe "Kinderquatsch mit Michael", in der sie ihre Sendung "L'école des fans" wiedererkannte. Ganz anders in Brasilien. Ein Gericht sprach dem "Big Brother"-Produzenten Endemol Lizenzansprüche in Höhe von 1,5 Millionen zu. Ein Ansatz zum Schutz wäre die Übernahme der angelsächsischen Copyright-Regelungen. Dieser Ansatz stößt in der Politik auf Resonanz. Eigentlich soll bereits seit dem Jahr 2000 die "Format Recognition and Protection Association" (Frapa) als neutrale Instanz bei Formatstreitigkeiten vermitteln - doch in Deutschland wird die Organisation mit Sitz in Köln kaum genutzt.

(Quelle: Spiegel-Online) 08.11.2004

Auf offener Straße ermordet

Theo van Gogh erschossen

Theo van Gogh, Nachfahre des Bruders von Vincent van Gogh, wurde gestern in Amsterdam auf offener Straße erstochen und erschossen. Er erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Der 47-jährige galt als "Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit", so Regierungschef Jan Peter Balkenende, der den Mord für unerträglich hält, falls er tatsächlich auf die kritischen Filme van Goghs abziele. Der Filmemacher drehte Kurzfilme, in denen er die multikulturelle Gesellschaft und den Islam kritisierte ("Submission"). Dadurch erhielt er bereits Morddrohungen und stand seitdem unter Polizeischutz.
Die Polizei konnte den 26-jährigen Tatverdächtigen in einer anschließenden Verfolgungsjagd stellen, bei der sowohl der Verdächtige als auch ein Polizist durch zahlreiche Schusswechsel verletzt wurden. Die niederländische Regierung zeigte sich schockiert über den Vorfall und betonte, dass keine voreiligen Schlüsse gezogen werden sollten. Jedenfalls lasse man keinen Angriff auf die Meinungsfreiheit ungestraft.

(Quelle: TAZ) 03.11.2004

 

Oktober 2004

 

Filmpiraterie im Griff?

illegale Nutzung steigt kaum an

Die aktuellste Brennerstudie der FFA (für Deutschland) belegt eine eventuelle Trendwende im Raubkopiegeschäft. Zwar steigt die Zahl der illegalen Vervielfältigungen nach wie vor, jedoch deutlich langsamer als in der vergangenen Zeit. Im Gegensatz dazu sind die Deutschen immer flächendeckender mit CD- und DVD-Brennern ausgerüstet: Fast jeder zweite Haushalt besitzt inzwischen einen CD-Brenner und 3,1 Mio. Haushalte einen DVD-Brenner. Die Filmindustrie sieht in diesen Zahlen einen Erfolg ihrer Maßnahmen gegen Raubkopien. Die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" ist der Zielgruppe zunehmend bekannt. Illegale Kopieraktionen im großen Stil werden mittlerweile mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Auch die verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben zu einem geringeren Angebot an illegalen Abfilmungen im Kino geführt. Die Piraterie ist damit keineswegs gestoppt, jedoch kann sich die Filmwirtschaft über erste Erfolge freuen.

(Quelle: FFA) 29.10.2004

DocuZone trifft auf Kritik

Digitalprojektion stagniert

Mit DocuZone sollte im Laufe des Herbst 2004 in einigen Kinos die digitale Projektion eingeführt werden. Nun haben sich 18 Verleiher gegen das Projekt ausgesprochen. Die finanziellen Vorteile der digitalen Distribution seien nicht ersichtlich. Außerdem könne sich eine Verzerrung des Wettbewerbs besonders im Dokumentationsfilmbereich ergeben. Diese Befürchtungen resultieren vor allem aus einer unzureichenden Informationspolitik seitens DocuZone. Daher forcieren die Skeptiker einen "Runden Tisch" um die offenen Fragen und die weitere Vorgehensweise zu klären.
DocuZone ist ein Projekt, bei dem über 180 Kinos in 8 europäischen Ländern mit 2K-Projektoren ausgestattet werden um ab Frühjahr 2005 digitale Projektionen zu ermöglichen.

(Quelle: Mediabiz) 28.10.2004

Warner Independent Pictures

Warner vermarktet Jeunet

Warner Independent Pictures (WIP), eine Filiale des US-Majors, die vor einem Jahr gegründet wurden und sich zum größten Teil mit dem Verleih ausländischer Autorenfilme beschäftigt, wird das neue Werk von Jean-Pierre Jeunet, "A Very Long Engagement", am 26. November auf dem amerikanischen Markt einführen. D.h. der Film wird kaum einen Monat nach dem französischen Start anlaufen. Geplant ist das der Film in 16 Großstädten mit 180 Kopien laufen soll. Der ehemalige Miramax-Mitarbeiter und jetzige WIP-Chef Mark Gill, wird die direkte Verantwortung über die gesamte Vermarktungsstrategie haben. In den USA hat Gill erfolgreich mehrere Produktionen, wie z.B. " Das Leben ist schön" oder "Die fabelhafte Welt der Amelie", in Originalfassung Vermarktet. Ab 2005 habe WIP weiterhin vor, c.a. zehn ausländische Filme im Jahr zu koproduzieren. Dabei werde es sich aber um Produktionen handeln die mit max. 20 Mio. Euro budgetiert sind.

(Quelle: Mediabiz) 26.10.2004

George Lucas

Auszeichnung für Lebenswerk

George Lucas, Regisseur von "Star Wars", "Raiders of the Lost Ark" und "American Graffiti," soll Juni 2005 mit dem Lifetime Achievement Award des American Film Institutes ausgezeichnet werden. Er wurde vergangenen Freitag als Preisträger des jährlichen Preises, der zum 33. Mal vergeben wird, ausgewählt und folgt somit anderen Hollywood-Größen wie Elizabeth Taylor, Steven Spielberg, Alfred Hitchcock, Sidney Poitier und Orson Welles.

(Quelle: CCN) 22.10.2004

Ernst Schneider Medienpreis

Verleihung 2004

Die IHK verlieh dieses Jahr zum 33. Mal den Ernst-Schneider-Preis auf den Medientagen München. Autoren von HR, NDR, RBB, WDR, 3Sat, DeutschlandRadio sowie Redakteure der "Badische Zeitung" bekamen den Preis, der herausragende Leistungen der Wirtschaftsberichterstattung im Fernsehen, Hörfunk oder der regionalen Tagespresse auszeichnet. Gefördert werden soll damit eine hohe Allgemeinverständlichkeit, gute Recherchearbeit und ideenreiche Umsetzung wirtschaftlicher Nachrichten.

Links: www.ernst-schneider-preis.de 
Zur Berichterstattung von den Medientagen München 2004 
21.10.2004

Studie

Beliebtes Fernsehen

Das Fernsehen ist für 44 Prozent der Deutschen das wichtigste Medium. Dies zeigt eine Studie die der ProSiebenSat1- Vermarkter SevenOne Media zum start der heutigen Medientage in München. Printmedien und Radio sind laut IFAK-Institut mit jeweils 19 Prozent auf Platz zwei und auf Platz drei befindet sich das Internet mit 13 Prozent. Ebenfalls auf Platz eins steht das Fernsehen wenn es um die Informations- und Unterhaltungsmedien geht. Denn laut der IFAK-Studie sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Fernsehen die beste Unterhaltung bietet. Zwölf Prozent entschieden sich für das Radio und nur vier Prozent für die Printmedien. Auch beim Informationsmedium entschieden sich mehr als die Hälfte aller Befragten für das Fernsehen, 19 Prozent für Zeitungen und Zeitschriften und nur 11 Prozent für das Radio. Es wurde auch gefragt welches Medium sich am stärksten mit der Gesellschaft entwickeln würde, woraufhin sich 45 Prozent für das Fernsehen entschieden, 39 Prozent für das Internet und nur fünf bzw. drei Prozent glaubten das sich auch die Printmedien weiterentwickeln würden.

(Quelle: mediabiz) 20.10.2004

German TV

Wie sieht die Zukunft aus

Der Auslandssender German TV, der im März 2002 auf Sendung ging, ist vor einigen Wochen in die Diskussion geraten. Grund dafür war ein Bericht, der von Kulturstaatsministerin Christina Weiss vorgelegt wurde. Aus diesem ging hervor, dass die Kundenzahlen des Senders weit hinter den erwarteten Planungen zurückliegen. Seitens einiger Politiker wurde daraufhin die Abschaltung von German TV gefordert. Der Rundfunkrat des WDR hat sich aber für den erhalt von German TV stark gemacht, woraufhin Weiss wenig später erklärte, dass die Finanzierung des Senders bis 2005 gesichert sei. Gestern fand eine Sitzung des WDR Rundfunkrates statt, in welcher der Vorsitzende Reinhard Grätz erklärte, dass es durchaus wichtig ist diesen Sender zu fördern, da gerade dieser Sender ein realistisches Bild der Deutschen Gesellschaft zeigen würde. Außerdem zeigte er sich optimistisch den auf sieben Jahre angelegten Projektplan, mit seinen erwarteten 70.000 Abonnenten zu erfüllen.

(Quelle: mediabiz) 19.10.2004

Dumpfe Quotenbringer

Bußgeld an "Big Brother"

Geschmacklose Witze oder Auftritte zweitklassiger Promis bei der Reality-Schmonze "Big Brother" drohen langsam zum Alltag zu gehören. Juden,- und Türkenwitze im Fernsehen sollen für gute Quoten sorgen und werden an allen moralischen Grundwerten vorbei, weiterhin ausgestrahlt. Eine "Rundum-Kontrolle" sei bei einer live Sendung unmöglich. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) habe bereits 500 Fälle überprüft und wäre zum Schluss gekommen, dass solche Vorfälle schwer zu kontrollieren und fast unvermeidbar seien, so der KJM-Chef Wolf-Dieter Ring. Der 23 jährige Italiener Michelle, der den sogenannten "Menschenzoo" bis vor kurzem bewohnt hat, unterhielt mit taktlosen Judenwitzen die anderen übermüdeten Bewohner. Doch das ist leider kein Einzellfall in dem Fernsehcontainer, bereits früher hat es Äußerungen dieser Art gegeben. Aufgrund der Verletzung der Menschenwürde wurde ein Bußgeldverfahren gegen den Sender Premiere, der die Show 24 Stunden live ausstrahlt, angekündigt. Die Strafe könnte bis zu 500.000 Euro betragen. Die Medienanstalten verlangen von der Produktionsfirma Endemol, dass die Kandidaten besser und genauer ausgesucht werden sollen. Doch das widerspricht dem Prinzip solcher Shows, je schmutziger und kranker es da zugeht, desto höher die Quote. Die Kandidaten sind schließlich nicht zufällig so strukturiert wie sie sind.

(Quelle: Süddeutsche) 15.10.2004

Viacom verschlingt Viva

95 Prozent aufgekauft

Der Telekommunikationsgigant Viacom kauft derzeit Schritt für Schritt Aktienanteile der europäischen Musiksendergruppe Viva auf. Der Stand von einer Aktienmehrheit von 76 % im August ist längst übertroffen. Inzwischen hält Viacom eine Mehrheit von 95% und damit auch die Möglichkeit über einen sogenannten "Squeeze out" die verbleibenden Aktionäre dazu zu zwingen, sich auszahlen zu lassen. Doch schon jetzt hat der Gigant Viacom faktisch die Kontrolle über Viva. Über das Börsenparket hinaus ist diese Übernahme für den Zuschauer der Musiksender sehr bedeutsam. Viacom hält nämlich neben den neuen Anteilen an Viva auch die Mehrheit am Musiksender MTV. So ist Viacom jetzt Monopolist im Musik-Fernsehen. Die Zukunft wird zeigen, ob der faktische Zusammenschluss der Sender die Vielfältigkeit und Angebot des Programms, wie es Verantwortliche der Sender gerne verlauten lassen, wirklich steigert oder die nun fehlende Konkurrenz die Qualität zu Gunsten des Gewinns schrumpfen lässt.

(Quelle: mediabiz) 13.10.2004

Chemnitzer "Schlingel"

Kinderfilmfest-Preise verliehen

In Chemnitz wurden auf dem Kinderfilmfestival Schlingel wieder die Preise vergeben. Ins Rennen um die vier Hauptpreise gingen diesmal 9 Filme, die von der Internationalen Fachjury und/oder der Europäischen Kinderjury bewertet wurden. Den Hauptpreis der Stadt Chemnitz, der von der Fachjury vergeben wird, erhielt der schwedische Film "Misa Mi". Mit dem Europäischen Kinderfilmpreis wurde "Der Blaue Schmetterling" aus Kanada/Großbritannien ausgezeichnet. Der Preis des besten Kinderdarstellers geht an die Schauspielerin Klara aus dem Film "Fia!". Das Publikum kürte "Chefsache Max" aus den USA als seinen Liebling. Eine lobende Erwähnung der Fachjury ging an die Filme "Kuschelbär" und "Album" und die Kinderjury zeichnete so nochmals "Chefsache Max" aus. Im Wettbewerb um den CineStar-Jugendfilmpreis entscheiden Jugendliche ansässiger Gymnasien. Zum Preisträger wählten sie den Film "Trommelschläge" aus Südafrika. Eine lobende Erwähnung der Jugendjury ging an "Bonjour Monsieur Shlomi" aus Israel. Am Animationsfilmwettbewerb nahmen 20 Kurzfilme und zwei Beiträge in Spielfilmlänge teil. Die Kinderjury der Gebrüder-Grimm-Grundschule Chemnitz entschied sich dabei für "Eingeschachtelt" aus Großbritannien. "Wetterwechsel" aus Simbabwe wurde lobend erwähnt. Ebenfalls wurde der DEFA-Förderpreis an den Film "Bin ich sexy?" vergeben.

(Quelle: Kinderfilmfest Chemnitz) 12.10.2004

Reeves verstorben

Superman-Darsteller

Der Superman-Darsteller Christopher Reeve ist im Alter von 52 Jahren nachdem er am Samstag nach einem Herzstillstand ins Koma gefallen war, gestorben. Der Schauspieler war seit einem Unfall vor neun Jahren querschnittsgelähmt. Reeve widmete sich neben der Schauspielerei auch sozialen Themen. So setzte er sich u.a. für einen besseren Versicherungsschutz für Schwerverletzte ein und forderte Hollywood öffentlich auf, sich verstärkt solchen Themen anzunehmen. Trotzt seiner Lähmung spielte er 1998 die Hauptrolle in dem TV-Remake von Alfred Hitchcocks "Fenster zum Hof". Auch in der Fernsehserie "Smallville" trat er an der Seite des jungen Superman auf. Zu seinen größten Auftritten zählt aber bis heute die Oscar-Preisverleihung im März 1996: "Lassen Sie uns weiterhin Risiken eingehen und heiße Themen angehen. Es gibt keine Herausforderung, egal welcher Art, die wir nicht annehmen könnten."

(Quelle: Spiegel-Online) 11.10.2004

GEZ auf PCs

Ab April 2005 geht's los

Ab April 2005 werden GEZ-Gebühren auch für Computer fällig. Eigentlich sollten erst ab 2007 GEZ-Gebühren erhoben werden doch die Ministerpräsidenten haben es sich noch einmal anders überlegt. Laut aktueller Meldungen sieht der neue Plan wie folgt aus: Ab April 2005 müssen alle internetfähigen PCs / Labtops bei der GEZ angemeldet werden. Für PCs mit eingebauter TV Karte sind natürlich auch weiterhin Gebühren zu entrichten. Es fallen für den PC im Privathaushalt jedoch keine Gebühren an, wenn mindestens ein Fernseher bei der GEZ angemeldet ist. Für gewerblich genutzte Rechner beginnt die Gebührenpflicht erst ab 2007.

(Quelle: Spiegel-Online) 11.10.2004

Schadensersatzanklage

RTL II verstößt gegen Verträge

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, verklagt Tele München-Chef Herbert Kloiber den Fernsehsender RTLII auf Schadensersatz. Dies, obwohl er selber mit 31,5 Prozent am Sender beteiligt ist. Dem Senderchef Josef Andorfer wirft Kloiber vor, mit ihm "willentlich, nachhaltig und fortgesetzt" gegen Verträge verstoßen zu haben. Tele München sei viel Geld u.a. durch geringere Werbeeinnahmen entgangen, da RTL II über 50 Kinofilme zu ungünstigeren Zeiten ausgestrahlt hat, als mit dem Filmrechtehändler im Vorfeld vereinbart. Außerdem sollen durch falsche Auslegung der Verträge viele Abrechnungen inkorrekt sein. Wie die "Süddeutsche Zeitung" angibt, insistiert Kloiber auf der Abnahme einer von RTL II gekauften Serie, welche aber für den Sender uninteressant geworden sei. Die erste Klage soll beim Landgericht München nächste Woche eintreffen - weitere Klagen Kloibers werden kommen.

(Quelle: mediabiz) 08.10.2004