Titel wie "Cinema" oder TV Spielfilm sind
es, welche unter den Filmfans bekannt sind und die in der
Verlagsgruppe Milchstraße erscheinen. Nun wurde eben dieser
Verlag vom bisherigen Konkurrenten, dem Burda-Verlag
aufgekauft. Manthey, der Gründer von "Cinema",
befürchtet längerfristig die Zerschlagung der Verlagsgruppe,
da ähnliche Redaktionsstrukturen bei Burda bereits
existieren. Der harte Konkurrenzkampf in der Print-Branche
lässt die Konzernchefs immer häufiger auf die berühmten
Synergie-Effekte setzen, welche oft eine nettere Umschreibung
für Entlassungen sind.
Die verheerenden Flutwellen haben eine Katastrophe
unvorstellbaren Ausmaßes ausgelöst, vor allem für die
Bevölkerung der betroffenen Küstenregionen Südostasiens.
Doch auch die Befürchtungen, dass viele ausländische
Touristen unter den Opfern sind, konkretisieren sich
stündlich. Darunter auch zahlreiche Vertreter der
Medienindustrie. So ist die Familie von Regisseur und
Schauspieler Richard Attenborough (Gandhi etc.) betroffen.
Seine Enkeltochter Lucy, 14 ist ertrunken, seine Tochter und
ihre Schwiegermutter werden in Phuket vermisst. Auch Designer
Nate Berkus, der an US-Shows mitwirkte, wurde in Sri Lanka
Opfer der Wassermassen.
Gegenüber dem Vorjahr haben sich die Zuschauerzahlen
um 10% erhöht und werden auf voraussichtlich 192 Millionen
verkaufte Eintrittskarten geschätzt. Wenn man dann noch
Frankreichs Quotenregelung berücksichtigt, kann es nur ein
hervorragendes Jahr für die französische Filmindustrie
gewesen sein.
Der Film mit Stars wie Joseph Fiennes, Kristin Scott
Thomas, Iain Glen, Hugh Bonneville und Flora Montgomery, soll
die 55 ten internationalen Filmfestspiele im kommenden Februar
eröffnen. Der Film basiert auf dem Buch von William Boyd und
taucht ein in die Welt von Wissenschaftlern im 19. Jahrhundert
auf der Suche nach der Schnittstelle zwischen Affe und Mensch.
Die Anklage wegen Vergewaltigung und Körperverletzung
gegen den 34 jährigen TV-Moderator Andreas Türck wurde, so
ein Gerichtssprecher, in vollem Umfang zugelassen. Vorgeworfen
wird ihm nach einem Diskothekenbesuch am 25. August 2002 in
Frankfurt seine damalige Begleiterin auf einer Brücke zum
Oralverkehr gezwungen zu haben. Außerdem habe er die junge
Frau, die er Ermittlungen zufolge am selbigen Abend erst
kennen gelernt hat, mindestens einmal mit ihrem Kopf an das
Brückengeländer geschlagen. Andreas Türck bestreitet die
Vorwürfe. Der Prozess wird voraussichtlich im Mai 2005
beginnen können, nachdem die 27. Strafkammer die Anlage zur
Hauptverhandlung zugelassen hat. Nun drohen dem TV-Moderator
im Falle einer Verurteilung eine Mindeststrafe von 2 Jahren
Haft.
Die von Verteidiger Rainer Hamm eingereichte Revision
wegen "unfairen Prozesses" wurde vom BGH Karlsruhe
abgelehnt. Dadurch sind die Brüder Haffa vorbestraft. Sie
rechneten mit einer Verurteilung wegen einer
Ordnungswidrigkeit, wie ihnen außerhalb der Verhandlungen von
der Richterin mitgeteilt wurde. Es erfolgte aber eine
Verurteilung wegen einer Straftat - zur Überraschung für die
Angeklagten. Für die Aussagen außerhalb der
Gerichtsverhandlung bestehe aber kein Vertrauensschutz, so
Richter Nack. Die Brüder wurden zu Geldstrafen in Höhe von
1,2 Mio. Euro bzw. 240.000 Euro verurteilt.
Eine Aufhebung des Urteils fordern die Verteidiger der
ehemaligen Börsen-Stars Thomas und Florian Haffa. Angefochten
wird, dass das Landesgericht München den Grundsatz des fairen
Verfahrens verletzt hat. Es fand keine Verurteilung wegen
einer Ordnungswidrigkeit statt, worüber Kläger und
Angeklagter sich im Vorfeld geeinigt haben, sondern eine
Verurteilung aufgrund einer begangenen Straftat.
Die Firmengründer der Medienfirma EM.TV hatten im August 2000
wissentlich zu hohe Umsätze veröffentlicht, um den Verlauf
Ihrer Aktienkurve positiv zu beeinflussen. Als Verstoß gegen
das Aktiengesetz hatte das Gericht die beiden Haffa-Brüder
für schuldig befunden. Die Börsen-Könige haben eine
Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Der Paragraf 400
des Aktiengesetzes, auf den sich das Urteil stützt, wird von
der Verteidigung nicht als zutreffend eingeschätzt. Nach der
Aussage des Düsseldorfer Anwaltes Sven Thomas seien in der
fraglichen Mitteilung nur Zahlen, die über Gewinn oder
Verlust etwas aussagen, enthalten gewesen. Doch diese Angaben
haben mit dem Vermögen nichts zu tun. Der 1. BGH-Strafsenat
sprach deutlich seine Zweifel aus.
Eine Aufhebung des Urteils fordern die Verteidiger der
ehemaligen Börsen-Stars Thomas und Florian Haffa. Angefochten
wird, dass das Landesgericht München den Grundsatz des fairen
Verfahrens verletzt hat. Es fand keine Verurteilung wegen
einer Ordnungswidrigkeit statt, worüber Kläger und
Angeklagter sich im Vorfeld geeinigt haben, sondern eine
Verurteilung aufgrund einer begangenen Straftat.
Die Firmengründer der Medienfirma EM.TV hatten im August 2000
wissentlich zu hohe Umsätze veröffentlicht, um den Verlauf
Ihrer Aktienkurve positiv zu beeinflussen. Als Verstoß gegen
das Aktiengesetz hatte das Gericht die beiden Haffa-Brüder
für schuldig befunden. Die Börsen-Könige haben eine
Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt. Der Paragraf 400
des Aktiengesetzes, auf den sich das Urteil stützt, wird von
der Verteidigung nicht als zutreffend eingeschätzt. Nach der
Aussage des Düsseldorfer Anwaltes Sven Thomas seien in der
fraglichen Mitteilung nur Zahlen, die über Gewinn oder
Verlust etwas aussagen, enthalten gewesen. Doch diese Angaben
haben mit dem Vermögen nichts zu tun. Der 1. BGH-Strafsenat
sprach deutlich seine Zweifel aus.
Die Zeit der großen Preisverleihungen rückt näher.
Nun wurden die Nominierungen für den Golden Globe bekannt
gegeben. Ganz vorne liegen die Filme "Sideways"
(Komödie, Alexander Payne) mit sieben und "Aviator"
(Drama, Martin Scorsese) mit sechs Nominierungen. "Aviator"
bekommt in der Kategorie "Bestes Drama" Konkurrenz
von ebenfalls gut besetzten Filmen wie "Hautnah" mit
Julia Roberts, "Wenn Träume fliegen" mit Johnny
Depp, "Kinsley" mit Liam Neeson, "Million
Dollar Baby" mit Clint Eastwood und das Völkermorddrama
"Hotel Rwanda" von Terry George.
Auch in der Kategorie "Komödie/Musical" wird es
neben "Sideways" spannend. "Die
Unglaublichen" begeisterten bereits ein großes Publikum,
ebenfalls die Ray-Charles Verfilmung "Ray" mit Jamie
Foxx, "Andrew Lloyd Webbers Das Phantom der Oper"
mit Joel Schumacher als Regisseur und "Vergiss mein
nicht" mit Jim Carrey.
Um den besten ausländischen Film kämpfen "Die Kinder
des Monsieur Mathieu" und "Mathilde - Eine große
Liebe" aus Frankreich, "House of Flying Daggers"
aus China, "Die Reise des jungen Che" aus Brasilien
und "Mar adrento" aus Spanien. "Der
Untergang" erhielt keine Nominierung.
Auch bekannte Schauspieler wurden reichlich nominiert: Jamie
Foxx , Leonardo DiCaprio, Liam Neeson, Javier Bardem, Uma
Thurman, Hillary Swank, Nicole Kidman, Annette Benning, Kate
Winslet, Renée Zellweger, Kevon Spacey, Jim Carrey und Kevine
Kley.
Fatih Akin erhielt in Barcelona den Europäischen
Filmpreis für sein Drama "Gegen die Wand". Damit
ging zum zweiten mal in Folge die begehrte Trophäe an einen
deutschen Film. (Vorjahr: "Goodbye Lenin") Zugleich
ging auch der Publikumspreis für die beste Regie an Akin.
Daniel Brühl wurde für seine Rolle in "Was nützt die
Liebe in Gedanken" mit dem Publikumspreis als bester
europäischer Darsteller ausgezeichnet. Zum besten Regisseur
des Jahres wurde der Spanier Alejandro Amenábar für "Mar
Dentro", als bester europäischer Kameramann Eduardo
Serra "Das Mädchen mit dem Perlen-Ohrring" ernannt.
Als besten außereuropäischen Film zeichnete die europäische
Film-Akademie "2046", von Wong Kar-Wai aus.
In diesem Monat steht die 100 000. FSK Prüfung an,
was Anlaß dazu gibt in Wiesbaden diesen Akt zu zelebrieren.
Unter anderem wird Doris Ahnen, die für Jugendschutz
zuständige Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend
Rheinland-Pfalz, ein Grußwort sprechen. Geladen sind
Persönlichkeiten aus der Film- und Videobranche, der Politik
sowie befreundete Institutionen und die Presse. Im Anschluss
findet ein Empfang statt. Seit 1949 werden unabhängigen
Gremien Filme zur Prüfung vorgelegt, welche ( fast ) jeden
Film kennzeichnen, der in Deutschland in die Kinos kommt, seit
Mitte der achtziger Jahre auch Videos. Bis zu drei Spielfilme
täglich werden von ehrenamtlich tätigen und unabhängigen
Prüferinnen und Prüfern gesichtet, diskutiert und mit einem
FSK Alterskennzeichen versehen. Die FSK ist eine sogenannte
regulierte Selbstkontrolle, gesetzliche Grundlage ist das
Jugendschutzgesetz (JuSchG).
Die BBC muss sich darum bemühen, ihren
Produktionsstandard zu halten. Zur Zeit finden starke
Umstrukturierungen statt wie auch der Umzug der Sport- und
Kinderabteilungen nach Manchester. Auf die Kürzungen im
Budget reagierten nicht nur die Mitarbeiter sondern auch das
Publikum kritisch. Es seinen fast alle intelligenten Formate
gestrichen worden. Daher möchte Mark Thompson, der neue
Generaldirektor von BBC, die Umwälzungen möglichst zügig
hinter sich bringen. Denn im Jahr 2006 steht die Erneuerung
der Charter an, in der die Verteilung der Rundfunkgebühren
für die nächsten zehn Jahre festgelegt wird. Momentan
erhält die BBC als einzige Anstalt Rundfunkgebühren.
Thompson möchte sicherstellen, dass die Gebühren auch
vernünftig ausgegeben werden. Stellenkürzungen sind dafür
unumgänglich. Ungefähr 2.900 von den insgesamt 27.600
Arbeitsplätzen sind betroffen. Meldungen über den Abbau von
14.000 Stellen erwiesen sich als Gerücht. Trotzdem sind die
Mitarbeiter beunruhigt, die Stimmung ist gedämpft. In den
nächsten drei Jahren sollen 320 Millionen Pfund eingespart
werden.
Maria Perschy, die als erfolgreichste österreichische
Schauspielerin der sechziger Jahre galt, ist im Alter von 66
Jahren gestorben. Sie hat äußerst vielseitig in Komödien,
Horrorfilmen, Dramas und Kriegsfilmen mitgespielt. Richtig
bekannt wurde sie in Hollywood durch Filme wie "Mister
Dynamit - Morgen küsst euch der Tod" oder "Ein
Goldfisch an der Leine". Im österreichischen Eisenstadt
am 23. September 1938 geboren, erlag Maria Perschy 66-jährig
am Freitag einem Krebsleiden. Die Schauspielerin war zwei Mal
verheiratet und hinterlässt nun eine Tochter im Alter von 37
Jahren. Maria Perschy war in Komödien wie "Dr. med.
Fabian - Lachen ist die beste Medizin" (1969) zu sehen,
aber auch in Horror-Filmen ("Die Folterkammer des Dr. Fu
Man Chu", 1969) und Kriegsdramen ("The Password is
Courage", 1962) besetzte sie Rollen.
Zur Zeit arbeiten einige Programmdirektoren und
Chefredakteure aus großen ARD-Häusern an einem neuen
Abendangebot. Es geht hauptsachlich um die Vorverlegung der
Tagesthemen von 22.30 auf 22.15 Uhr. Anne Will und Ulrich
Wickert sollen eine Viertelstunde früher erscheinen und damit
näher an das heute-journal, das um 21.45 Uhr im ZDF beginnt,
rücken. Nach internen ARD Umfragen empfinden die meisten
Zuschauer den Start der Newsshow als verspätet. Ein Anzeichen
dafür sind die zurückgehenden Marktanteile. Die
nachfolgenden Entertainment Shows verschöben sich aufgrund
des Tagesthemen-Transfers auf 22.45 Uhr. Die Zeit zwischen
Tagesschau und Tagesthemen müsse auch neu geplant werden, da
sie sich um 15 Minuten verkürzt. Deswegen gibt es jetzt in
der ARD die Idee, politische Magazine wie Panorama um eine
Viertelstunde auf 30 Minuten zu kürzen. Über das
Freitagsformat "exclusiv" wurde ebenfalls
diskutiert. Es bleibt vorerst erhalten, zusätzlich soll aber
auf jeden Fall ein neues Reportermagazin entstehen, ähnlich
zum "ZDF.reporter". Der Grund dafür ist, dass die
Sendung sehr erfolgreich läuft und in Sitzungen oft als
Vorbild genannt wird.
Das ZDF hat vor nur noch die Hälfte für die
Übertragung der kommenden UEFA-Cup-Spiele zu zahlen. Nachdem
die ARD komplett aussteigt, will das ZDF die
Übertragungspreise für UEFA-Pokal-Spiele um ca. 50 Prozent
drücken. Im Schnitt will der Mainzer Sender für die Spiele
bis zum Viertelfinale nur noch die Hälfte zahlen. Laut
Nikolaus Brender dem ZDF-Chefredakteur, müsse man mit den
Gebührenmitteln der Zuschauer vernünftig umgehen. Um die
neue Harald-Schmidt Show zu finanzieren, hat die ARD
beschlossen zum Ende der Saison aus dem UEFA-Vertrag
auszusteigen. Dies führte nach Bekanntgabe zu großem Unmut
bei den Bundesliga-Klubs. Laut "SZ" hatten sich ARD
und ZDF im Vertrag mit der Agentur Sportfive dazu
verpflichtet, zahlreiche Spiele bis zum Ende der Saison zu
kaufen und zu übertragen. Die Auswahl der Spiele, die das ZDF
haben könne, sowie auch die Preise müssen nach Brender
künftig deutlich flexibler von Sportfive angeboten werden.
Diese Strategie stößt in Stuttgart auf großes Missfallen.
"Mir fehlt dafür das Verständnis, weil der UEFA-Cup
nach wie vor ein attraktiver Wettbewerb ist, mit ausverkauften
Stadien bei uns und in Schalke", sagte VfB-Finanzvorstand
Ulrich Ruf der "SZ". Das private Deutsche Sport
Fernsehnen wolle nach dem Ausstieg der ARD zwar öfter von den
UEFA-Spielen senden, will aber auch kein finanzielles Risiko
eingehen. Viel Geld wird für die UEFA-Cup teilnehmenden
Vereine somit nicht zu erwarten sein.
Den Meisten ist er aus der US-Serie Law & Order
bekannt, vielen auch vom Broadway, wo Orbach drei Jahrzehnte
lang erfolgreich wirkte. Diverse Kinofilme hat er in
Nebenrollen bereichert, so etwa "Prince of the
City," "F/X," "Verbrechen und andere
Kleinigkeiten" oder "Mr. Saturday Night." Er
starb 69 jährig an Krebs.
Sein Versuch im deutschen Sportfernsehen als
Talkmaster zu punkten, wurde nach 15 Versuchen ab sofort
eingestellt. Die Zuschauer haben die Sendung abgelehnt.
Kaum zwei Monate nach dem Tod von Marlon Brando wird
er von seiner früheren Geschäftsführerin wegen sexueller
Nötigung verklagt. Sie ist nicht die Einzige, die Forderungen
stellt: Eine alte Freundin, die beim Salatwaschen ihren
Diamantring in seiner Küchenspüle verloren hatte, verlangt
Ersatz für das edle Stück, seine ehemalige Haushälterin das
Auto und ein Haus in Los Angeles. Und dann wäre da noch eine
Fluggesellschaft, deren Flüge zu seinem
Südsee-Ruhesitz (für 500.000 Dollar) er nicht bezahlt
haben soll.
Das Jahr 2004 verspricht ein gutes zu werden;
jedenfalls für die Moral und die Wirtschaft des deutschen
Films. Nach einem eher ernüchternden Jahr 2003 stiegen die
Besucherzahlen bisherigen Analysen zufolge um satte 12
Prozent. Deutsche Filme waren mit 20,7 Prozent Marktanteil
daran maßgeblich beteiligt. Bullys "(T)Raumschiff
Surprise" konnte 9,2 Mio. Zuschauer in die Kinos
schleusen, "7 Zwerge - Männer allein im Wald" 6,2
Mio., "Der Untergang" 4,2 Mio. Es entstanden
preisgekrönte Filme wie "Gegen die Wand" oder
"Die fetten Jahre sind vorbei" und zahlreiche
weitere Produktionen, die auch international Anklang gefunden
haben. Sogar die Kinderfilme "Bibi Blocksberg und das
Geheimnis der blauen Eule", "Lauras Stern" und
"Das Sams in Gefahr" konnten ihre Zielgruppe
begeistern und knackten allesamt die
Einmillionenzuschauermarke.
Da kommt in der Branche gute Stimmung auf, der Glaube an den
deutschen Film bekommt Aufwind. Hoffen wir, dass der Trend
sich fortsetzt.
Jim Carrey der in London seinen neuen Film "Lemony
Snicket´s Rätselhafte Begegnungen" präsentiert hat,
musste aus seinem Hotel fliehen weil ein Feuer ausgebrochen
war. Dieser Vorfall hat Ähnlichkeiten mit seinem
vorgestellten Film in dem es ebenfalls um einen Hausbrand
geht. Carrey erklärte Reuters Television am Donnerstag:"
In dem Film geht es um Feuer und Ausnahmezustände. Als ich
aufgestanden bin um eine Pressekonferenz zu geben, brannte
plötzlich mein Haus nieder und ich stand auf dem Balkon wie
ein Maid die mit sehr hoher Stimme schreit."
"Niemand rettete mich, keiner kam mir zu Hilfe und ich
musste meinen eigenen Weg nach draußen finden." Aber
Carrey war nicht der Einzige der von dem Feuer, das
anscheinend in der Küche ausbrach , betroffen war. Brad Pitt
und Matt Damon mussten ihre Pressekonferenz für den Film
"Ocean´s Twelve", die in dem gleichen Gebäude
stattfand, ebenfalls unterbrechen. Aber niemand wurde in dem
Feuer verletzt.
Am Sonnabend ist einer der besten Theaterregisseure
seiner Zeit Peter Palitzsch im Alter von 86 Jahren an
Lungenversagen gestorben. Er arbeitete in Ost-Berlin bei
Bertolt Brecht, später ging er in den Westen und wurde neben
Peter Zadek und Rudolf Noelte einer der bedeutendsten
Regisseure der Nachkriegszeit. Der Theatermacher wurde am 11.
September 1918 im schlesischen Deutmannsdorf geboren. Seine
Karriere hatte an der Volksbühne Dresden angefangen. Er wurde
später von Bertholt Brecht zum Assistenten und Dramaturg an
das neu gegründete Berliner Ensemble eingeladen. Er hat mit
Manfred Wekwerth als Co-Regisseur gearbeitet und inszenierte
Brechts "Arturo Ui" mit Ekkehard Schall und
"Frau Flinz" mit Helene Weigel. Doch 1961 verließ
Palitzsch das Berliner Ensemble. Er war als Gastregisseur
tätig und wurde später Schauspielintendant am Staatstheater
Stuttgart und später Mitglied im Schauspieldirektorium
Frankfurt am Main. Nach der Wiedervereinigung kehrte der
Regisseur nach Berlin zurück, um von 1992 bis 2000 erneut
Mitglied des Berliner Ensembles zu werden. Peter Palitzsch hat
die deutschsprachige Theaterbühne mit seiner Kunst stark
geprägt und wurde zu einem wahrhaft großen Regisseur des
deutschen Theaters.
Einer der erfolgreichsten französischen Produzenten
ist am 15. Dezember im Alter von 64 Jahren gestorben. Er
produzierte Filme wie "Cyrano von Bergerac",
"Die Verlobung des Monsieur Hire", "Tango
mortale", "Abendanzug", "Der Husar auf dem
Dach" und viele andere. Er galt als Verfechter der Kultur
des französischen Kinos und als Mann, der immer ganz für
seinen Beruf lebte. Auch in Amerika machte er sich einen Namen
in Zusammenarbeit mit Independent-Produktionen. Sein
aktuellster Film "Les Yeux clairs" befindet sich
zurzeit in der Postproduktion.
Die südkalifornische Polizei hat im Kampf gegen
Raubkopierer in fünf Kopierstationen illegale CDs und DVDs im
Wert von 200 Mio. Dollar sichergestellt. Eine derart
umfangreiche Aktion ist den Behörden bisher nicht gelungen.
Auch Equipment zur illegalen Vervielfältigung konnte
beschlagnahmt werden. Festgenommen wurde niemand, gegen
Verdächtige wird jedoch ermittelt. Um diesen Coup zu landen
hatte die Polizei eine sechsmonatige Ermittlungsphase mit 65
Detectives der California High Tech Task Force zu bewältigen.
Die Kopierstätten fanden sich in offiziellen Firmen, nicht
als illegale Vervielfältiger zu erkennen. Die MPAA und RIAA
standen der Aktion zur Seite.
Die MPAA startet in eine neue Phase. Sie will über
100 Server, die an sogenannten Torrent-Tauschbörsen
teilhaben, mit einer Prozesslawine bombardieren. Die Betreiber
könnten die Inhalte ihrer Server kontrollieren und die
Verteilung illegaler Inhalte verhindern - ebenso wie sie oft
pornographischen Content nicht zulassen. Die Aktion ist
umstritten, da sie nicht als Langzeitlösung angesehen wird.
Betroffen sind Server in den USA, Großbritannien, Finnland
und den Niederlanden. Die MPAA möchte damit das Zeichen
setzen, dass diejenigen, die die Verteilung illegaler Inhalte
zulassen, gefunden und dafür haftbar gemacht werden können.
Die MPAA startet in eine neue Phase. Sie will über
100 Server, die an sogenannten Torrent-Tauschbörsen
teilhaben, mit einer Prozesslawine bombardieren. Die Betreiber
könnten die Inhalte ihrer Server kontrollieren und die
Verteilung illegaler Inhalte verhindern - ebenso wie sie oft
pornographischen Content nicht zulassen. Die Aktion ist
umstritten, da sie nicht als Langzeitlösung angesehen wird.
Betroffen sind Server in den USA, Großbritannien, Finnland
und den Niederlanden. Die MPAA möchte damit das Zeichen
setzen, dass diejenigen, die die Verteilung illegaler Inhalte
zulassen, gefunden und dafür haftbar gemacht werden können.
Als zweiter öffentlich-rechtlicher Fernsehsender
möchte das ZDF in Zukunft auch mehr junge Leute ansprechen.
Momentan fokussiert der Sender eher Zuschauer mit einem Alter
von über 50 Jahren. Das sei nicht gewollt, so der
Unterhaltungschef des ZDF Manfred Teubner. Ein wichtiger Zug
in der Umstrukturierung wird die Reduzierung der
Volksmusiksparte sein. Zumindest müsse das Format etwas mehr
Event-Charakter bekommen und seltener, dafür aber zur
Prime-Time gesendet werden. Insgesamt strebt das ZDF ein
jüngeres dynamischeres Image an. Alte Moderatoren wie Dieter
Thomas Heck oder Carolin Reiber sollen nach wie vor die
angestammte Zielgruppe versorgen. Doch der Sender möchte sich
in Zukunft hauptsächlich auf die Erfolgsträger Thomas
Gottschalk, Johannes B. Kerner und Carmen Nebel konzentrieren.
Außerdem sollen gute Reality-Formate verstärkt produziert
werden. Das Flaggschiff "Wetten, dass…?" mit
Thomas Gottschalk bleibt natürlich erhalten. Eventuell
erhält Gottschalk wieder einen Sendeplatz für seine einst
sehr erfolgreiche Late-Night-Show.
Premiere wird bei der Fußball-WM 2006 der einzige
deutsche Fernsehsender sein, der alle 64 Spiele live
übertragen wird. Mit der Schweizer Sportrechte-Agentur
Infront hat der kostenpflichtige Sender eine entsprechende
Vereinbarung bekannt gegeben. Bei den öffentlich-rechtlichen
Sendern ARD und ZDF werden mindestens 48 Spiele zu sehen sein,
darunter natürlich alle deutschen Spiele. Alle Spiele sollen
auch im hochauflösenden Fernsehformat HDTV zu sehen sein,
denn Premiere will alle Möglichkeiten des digitalen
Fernsehens nutzen. Außerdem will der Sender einen eigenen
24-Stunden-WM-Kanal einrichten der permanent Berichte und
Analysen zur WM überträgt. Premiere-Chef Georg Kofler zeigte
sich "stolz darauf, dass Premiere die WM in Deutschland
als einziger TV-Sender komplett live übertragen darf."
Über die Höhe der Kosten für die Übertragungsrechte machte
Premiere keine Angaben.
Disney hat angekündigt die Blu-ray Disc zu
unterstützen. Seit einiger Zeit liefern sich die HD-DVD von
Toshiba, NEC und Sanyo und die Blu-ray Disc von Sony den Kampf
um die Nachfolge der DVD. Die Blu-ray Disc kann höhere
Kapazitäten vorweisen, nämlich 25 GB als Single-Layer und 50
GB als Dual-Layer. Die HD-DVD schafft 15 GB bzw. 30 GB. Auch
beim Support der Hersteller hat die Blu-ray Disc die Nase
vorn. HD-DVD-Befürworter argumentieren, dass derart hohe
Kapazitäten gar nicht nötig wären. Wenn es um die Sicherung
von Hollywood-Inhalten geht, kann die HD-DVD bereits 50%
vorweisen, die Blu-ray Disc erst 35%. Die HD-DVD lässt sich
außerdem mit herkömmlichen Methoden (wie DVD) produzieren,
während das Herstellungsverfahren für die Blu-ray Disc
aufwändiger ist. Das bringt wiederum den Vorteil des besseren
Kopierschutzes für die Sony-Lösung mit. So bleiben die
beiden Lager relativ gleichstark. Die Formate sollen Ende 2005
auf den Markt kommen. Die Studios sind aber hinsichtlich einer
Einigung über die Formate zuversichtlich gestimmt.
Der Medienfonds als Finanzierungsquelle für Filme
kann die Anleger im Endjahresgeschäft 2004 nicht überzeugen.
Die Platzierungssummen bleiben teilweise stark hinter den
Erwartungen zurück. So hat der Anbieter DCM seinen Fonds
"IMF 4" sogar jüngst vom Markt genommen und die
Anleger eins zu eins wieder ausbezahlt. Im letzten Jahr waren
Medienfonds sehr beliebt, aber die nachträgliche Aberkennung
der Steuervorteile bei manchen Fonds hat die Anleger
verunsichert. Nun sind auch aktuelle Modelle von diesem
Misstrauen betroffen. Anleger, die an Steuervorteilen
interessiert sind wie sie eigentlich bei Medienfonds genutzt
werden können, investieren lieber in andere Fondsvarianten -
z. B. in Schiffe - deren steuerliche Vorteile gesichert sind.
Erfahrungsgemäß steigern sich die Platzierungszahlen bis
Ende des Jahres zwar noch gewaltig, der Anteil der Medienfonds
scheint aber zu sinken. Allerdings sollte man bedenken, dass
der allergrößte Teil der Filmfondsfinanzierungen nach
Hollywood abwandert. German Film Production liegt als deutsche
Produktionsfirma mit seinem vergleichsweise kleinen Volumen in
der Platzierung relativ weit vorne.
Bei der Verleihung der Annie-Awards konnte Pixar mit
seinem aktuellsten Kinoerfolg "Die Unglaublichen"
(OT: The Incredibles) 14 Kategorien für sich beanspruchen,
darunter "Best Animated Feature". Auf Platz zwei
landeten "Shrek 2" und "Shark Tale"
(Große Haie - Kleine Fische) von DreamWorks mit je 7 Annies.
Die Preise werden von der ASIFA-Hollywood und der
International Animated Film Society organisiert. Die insgesamt
21 Kategorien reichen von "Production Design" über
"Character Animation" bis zu "Effects
Animation" und werden auch mehrfach vergeben.
Weitere Gewinner der Kategorie "Best Animated
Feature" waren "Ghost in the Shell 2: Innocence"
(DreamWorks Animation und Go Fish Pictures) und "The
SpongeBob SquarePants Movie" (Nickelodeon Movies/Paramount
Pictures).
Thomas Gruber, der Intendant des Bayrischen Rundfunks,
wurde in der Hauptversammlung der ARD zum neuen Vorsitzenden
des öffentlich rechtlichen Sendeverbunds gewählt. Er wird am
1. Januar 2005 den NDR Intendanten Jobst Plog in seiner
Funktion ablösen. Zunächst ist Gruber für ein Jahr
gewählt, dem aber sehr wahrscheinlich ein zweits folgen wird.
Jobst Plog musste sich in seiner Amtszeit mit der großen
medienpolitischen Auseinandersetzung um die Erhöhung der
Rundfunkgebühren beschäftigen. Mit 88 Cent mehr im Monat auf
17,03 Euro fiel die Erhöhung der Gebühr jedoch weit geringer
aus, als von ARD und ZDF gewünscht. Die Sender hatten eine
Erhöhung um 2,01 Euro pro Monat gefordert. Bayern,
Nordrhein-Westfalen und Sachsen hatten jedoch vor einem Jahr
mit erheblichen Sparmaßnahmen und einer Reform ihrer Struktur
gedroht, welche aber auf die nächste Gebührenperiode am 1.
April 2005 verschoben worden ist. Dann tritt die neue Gebühr
in Kraft, die ab dem Jahr 2007 auch für internetfähige
Computer gilt. Für PCs die bereits eine Einsteckkarte haben,
mit welcher der PC als Rundfunkempfänger genutzt werden kann,
gilt die Gebühr schon ab April 2005. Grubers Amtszeit wird
also vor allem durch Geldgeschäfte bestimmt sein. Die ARD
wird Geld allerdings nicht mehr in dem Maße zu Verfügung
haben wie sie es gerne hätte, denn gemeinsam mit dem ZDF muss
sie 230 Millionen Euro für die Fußballweltmeisterschaft 2006
aufwenden. Ein Sparprogramm in Höhe von 54 Millionen Euro -
gestreckt auf die nächsten vier Jahre - hat Gruber seinem
eigenen Sender, der einen Jahresetat von ca. 900 Millionen
Euro hat, bereits auferlegt. Damit sollen die erwarteten
Mehreinnahmen kompensiert werden, die es durch die geringe
Gebührenerhöhung ja nicht gibt. Gruber, seit zwei Jahren
Intendant des BR und zuvor Hörfunkdirektor setzte sich bei
der Wahl gegen den Fernsehdirektor Gerhard Fuchs durch.
Im Kampf gegen die Tauschbörsen musste die MPAA eine
Schlappe einstecken. Sie hatte zwölf Klagen gegen Nutzer
eingereicht, von denen lediglich die IP-Adresse bekannt ist.
Elf dieser Klagen wurden vorerst auf Eis gelegt. In einer
Sammelklage wollte die MPAA alle Fälle auf einmal abhandeln.
Diese Forderung wurde vom Richter William Alsup aber
abgelehnt. Der Zusammenhang zwischen den einzelnen Fällen
könne nicht ausreichend nachgewiesen werden. Dieser
Sachverhalt kommt den Angeklagten zu Gute, da sie einzeln mehr
Möglichkeiten für ihre Verteidigung haben. Der eine Fall,
der vom Gericht zugelassen wurde, wird die Ermittlung des
Angeklagten anhand seiner IP-Adresse über den Provider
Pacific Bell zur Folge haben.
In den USA gehen 25 griechische Anwälte aufgrund der
Darstellung ihres Volkshelden "Alexander des
Großen" auf die Barrikaden. Im neusten Film von Oliver
Stone wird der Feldherr als homo- oder zumindest bisexuell
dargestellt. Der große Alexander küßt seinen Geliebten
Hephaistion. Ein Sprecher der Anwälte erklärte, man wolle
das Einblenden der Zeile "Vorsicht, alles frei
erfunden" im Vorspann erzwingen: "Es gibt kein
einziges historisches Dokument, aus dem die angebliche
Homosexualität Alexanders hervorgeht." Wenn man jedoch
die Geschichte genauer betrachtet geht aus ihr hervor, dass
der Makedone Männer oft maßloser liebte, ganz seinem großen
Vorbild Achilleus entsprechend. Warner Brothers und Oliver
Stone haben sich bis jetzt noch nicht geäußert.
Nach der Übernahme des Musiksenders Viva durch die
MTV-Mutter Viacom sind für das Jahr 2005 drastische
Sparpläne vorgesehen. Die teureren Sendungen wie die
"Sarah Kuttner Show" tauchen in der Planung nicht
mehr auf, Ersatz ist nicht in Sicht. Eventuell wird Sarah
Kuttner auf MTV eine neue Show starten, jedoch mit deutlich
geringerem Aufwand. Ebenfalls Charlotte Roche fällt den
Einsparungen zum Opfer. Die Hoffnungsträger und
Aushängeschilder des deutschen Musikfernsehens wurden rüde
abserviert, MTV nutzt seine neue Monopolstellung scheinbar
gnadenlos aus. Die meisten der aktuellen Sendungen werden
durch in den USA eingekaufte untertitelte Reality-Shows
ersetzt, zwischen 13.30 Uhr und 23 Uhr verschwindet die Musik
fast vollständig aus dem Programm. Von der angekündigten
Steigerung der Programmvielfalt keine Spur - aber die
vorläufigen Programmpläne sagen ja laut MTV noch gar nichts
aus…
Der US-Star Bruce Willis hat für Aufregung in
Hollywood gesorgt: Er hat sich beim Dreh vom Aktion-Streifen
"Tränen der Sohne" eine Verletzung zugefügt und
ein Filmstudio auf Schadenersatz verklagt. In dem Film spielt
er einen US-Offizier, der in einer Rettungsaktion eine
Ärtztin und mehrere Zivilisten, der aus einem
Bürgerkriegsgebiet befreit. Die Schmerzen will der Action
Held nicht mehr einfach so hinnehmen und "extreme
mentale, körperliche und emotionale Schmerzen" sollen
entschädigt werden, so der Internetdienst
"E!Online". Bei den Dreharbeiten wurde der
49-jährige von einem Projektil am Kopf getroffen. Durch die
leichtfertige Handlung von einem Zuständigen für
Spezialeffekte und Revolution Studios wurde Bruce Willis
extrem gefährlichen Aktivitäten ausgesetzt. Die Höhe der
von dem Schauspieler verlangten Summe ist nicht bekannt. Die
Webseite "The Smoking Gun" berichtete, dass Willis
die Klage bereits im Oktober bei einem Gericht in L. A.
eingereicht hat.
Die beliebte ARD-Serie "Berlin-Berlin" wurde
in New York für die Folge "Sven gegen Alex" mit dem
Emmy ausgezeichnet. Vor rund 1000 geladenen Gästen hielt der
36-Jährige Produzent Holger Ellermann, seine Dankesrede im
New Yorker Hilton-Hotel. Mit seinem Drehbuchautoren David
Safier und dem betreuenden Redakteur beim Norddeutschen
Rundfunk (NDR) Bernhard Gleim, nahm er den Preis aus den
Händen von Soap-Schauspielerin Lesley-Anne Down ("Reich
und Schön") in Empfang. Hinter der Bühne präsentierte
Ellermann seine Trophäe stolz dem Blitzlichtgewitter.
"Es ist die erste deutsche Serie, die diesen Preis
gewonnen hat. Das zeigt, dass sich in der deutschen
Comedy-Szene viel getan hat", sagte er. Die
Hauptdarstellerin Felicitas Woll, die "Lolle"
spielt, konnte bei der Preisverleihung nicht dabei sein. Sie
wurde jedoch von Ellermann über das Handy aus dem Schlaf
gerissen. "Fe, Du wirst es nicht glauben: Wir haben es
geschafft", jubelte er ins Handy. Keine Auszeichnung
hingegen bekam die Serie Schimanski mit Götz George, der
versucht seine Enttäuschung zu verbergen. "Nominiert
werden ist ja schon gut", sagte "Schimanski"
und zuckte mit den Schultern.
Bei der 56. Bambi-Verleihung gab es dieses Jahr wieder
bewegende Momente und gefeierte Auftritte. Hollywood-Stars wie
Tom Hanks, Sophia Loren und auch "Ohnsorg-Legende"
Heidi Kabel, bescherten der Medienpreis-Gala in Hamburg
Höhepunkte. Die begehrte Trophäe ging auch an Popstars wie
Elton John, Seal und Shania Twain die unter viel Beifall der
1000 geladenen Gäste auf die Bühne kamen. Auch die
italienische Designerin Donatella Versace durfte einen Bambi
entgegennehmen. Tom Hanks erhielt für seinen Film
"Polarexpress", in dem der er fünf verschiedene
Rollen spielt, den Bambi von der italienischen Film-Diva
Sophia-Loren. Seinen Respekt drückte der Oscar-Preisträger
mit Kniefall und Handkuss der 70-Jährigen aus. Die Live-Show
die von der ARD übertragen wurde, überzog mehr als eine
halbe Stunde, verlief aber ohne Pannen. Da die meisten Stars
schon vorher wussten ob sie eine Auszeichnung bekommen oder
nicht, gab es aber auch keine großen Überraschungen.
"Gegen die Wand"-Star Sibel Kekilli machte sich
unter Tränen ihrer Wut über die Boulevardpresse, wegen
Berichten über frühere Pornofilme, Luft. Sie forderte
Respekt für ihr neu begonnenes Leben. Der 57-jährige Elton
John sowie Nelson Mandela und DaimlerChrysler-Chef Jürgen
Schrempp, die eine Auszeichnung für ihren Kampf gegen die
Immunkrankheit Aids bekamen, forderten dazu auf "die
Herzen" zu öffnen und den Kampf gegen Aids nicht
aufzugeben.
Die erste Klagewelle gegen Nutzer von
Filmtauschbörsen ist in den USA angelaufen. Es wurden am
Dienstag, nach Angaben des MPAA, Klagen gegen Verletzungen des
Urheberrechts in Denver, New York, San Francisco und ST. Louis
eingereicht. Offen bleibt noch ob auch in weiteren Städten
Klagen eingereicht wurden. In den meisten Fällen richtet sich
die Klage gegen unbekannt, jedoch wurden einige IP-Adressen
über eine Kabelgesellschaft aus St. Louis identifiziert. John
Malcolm, Senior Vice President des US-Filmindustrieverbands
sagte: "Es spielt keine Rolle, ob es 10 oder 500
Verfahren sind. Der Punkt ist, dass Piraten sich nirgendwo
mehr sicher fühlen können." Unter den Beklagten
befinden sich allerdings auch Personen, die lediglich einen
Film auf ihrem Computer haben. Sehr harte Strafen, von bis zu
30.000 Dollar pro getauschten Film sieht das
Urheberrechtsgesetz vor. Es sollen sogar Strafen von 150.000
Dollar verhängt werden falls der Film mutwillig verbreitet
wurde. Scharfe Kritik kommt von den Verbraucherschützern die
sagen, dass vor allem Menschen verfolgt werden die nur einen
Film besitzen.
Jetzt heißt es auch für Reiner Calmund ab in den
Quotenkeller. Nach der dritten Ausgabe von "Big
Boss" liegt der Marktanteil bei 12,4 Prozent. Momentan
steht es nicht gut um das Event-Programm von RTL. Das
Inseldrama "Verschollen" schließt sich mit 12,5
Prozent an und die Kuppelshow "Bachelorette" bringt
es nur auf 7.9 Prozent. Dabei sah es bei "Ich bin ein
Star - Holt mich hier raus!" doch mit 39.9 Prozent
Marktanteil so gut aus. Es wurde bereits auf die sinkenden
Quoten reagiert und der Sender hat den Werbepreis für einen
30-Sekunden-Spot in der Sendezeit von "Big Boss" von
61 890 Euro auf 43 140 Euro gesenkt. Vielleicht sollte man das
Publikum auswechseln?
Ottfried Fischer kündigte eine Pause von "Der Bulle von
Tölz" an, wahrscheinlich kam es zu einem Streit zwischen Fischer
und dem Sender Sat. 1. Der Schauspieler und Kabarettist sagte der
Münchner "Abendzeitung" am Montag, das die Chemie nicht mehr
stimme. Dem Sender ginge es laut Fischer nicht mehr um gute TV -
Unterhaltung, sondern nur noch darum wie man am besten Geld sparen
könne. Ein Jahr Pause kündigte Ottfried Fischer am Samstag bei
"Wetten, dass ..." in Leipzig an. Dieses Jahr will der
51-Jährige nutzen, um zu seinen Wurzeln dem Kabarett zurückzukehren.
Er gebe den "Bullen von Tölz" aber nicht vollständig auf,
es komme darauf an wie der Sender sich verhält. Der Sat. 1 - Chef
Roger Schwawinski erklärte, im liege die Sendung und Ottfried Fischer
sehr am Herzen. "Ich freue mich auf eine weitere langjährige
Zusammenarbeit", betonte Schawinski.
Der öffentliche Rundfunksender RBB steht unter starker Kritik
des Berliner Datenschutzbeauftragten Hans-Jürgen Garstka. Der Sender
kauft Adressen von TV-Zeitschriftenabonnenten, gibt diese weiter an die
GEZ, welche dann die Adressen mit den Listen der Gebührenzahler
abgleicht. Es kann von der GEZ dann erkannt werden, wer von den
Abonnenten Gebühren zahlt und wer nicht. Nichtzahler werden natürlich
zur sofortigen Zahlung aufgefordert. Die GEZ bestätigte dieses
Vorgehen und gab bekannt das sie sehr erfolgreich damit sein. Die
Senatskanzlei rechtfertigt den Adressenhandel des RBB "Das
Vorgehen ist geboten, da ehrliche Gebührenzahler ansonsten für die
Schwarzseher aufkommen". Die Datenschutzbeauftragten halten dieses
Vorgehen allerdings für rechtswidrig, deswegen soll künftig der
Berliner Datenschutzbeauftragte Hans-Jürgen Garstka mit einbezogen
werden, bevor derartige Regelungen getroffen werden. Auch die
Datenschützer in Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern,
Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Schleswig-Holstein
haben das Vorgehen des RBB stark angegriffen. "In der Kritik steht
dabei im Besonderen die Beschaffung von jährlich mehreren Millionen
Adressen hinter dem Rücken der Betroffenen".
Der vom Publikum beliebtester James Bond aller Zeiten Pierce
Brosnan (51) ist entgültig raus. Für ihn war es eine ziemlich böse
Überraschung, dass er den berühmten englischen Agenten des
Geheimdienstes nicht mehr spielen darf. In einem BBC-Fernsehinterview
verriet er, er sei wütend gewesen, als er die Nachricht bekommen hat
und die Unterhaltung sei auch ziemlich kurz gewesen. Nach langem hin
und her wäre ihm die Rolle von Produzenten sicher versprochen, doch er
sei am Boden zerstört, als es doch hieß, er sei bei dem nächsten
Bond Film nicht mehr dabei. Inzwischen ist er der Meinung, dass es doch
die beste Entscheidung für ihn war, weil man aufhört, wenn es am
schönsten ist. Über seinen Nachfolger wird noch mit anderen
Kandidaten verhandelt. Noch im Juli 2004 hat der irische Schauspieler
in einem Interview gesagt, dass die Bond Geschichte hinter ihm liege.
Von 1995 bis 2004 hat er vier Mal die 007-Agentenrolle gespielt. Der
letzte Film "Stirb an einem anderen Tag" war der
erfolgreichste der ganzen Reihe.
Die Zeit der krisensicheren Jobs ist auch bei den
öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF vorbei. Es wird über
Personalabbau und Einstellungstopps diskutiert. Die Anstalten müssen
in den kommenden Jahren auf Millionensummen verzichten. Laut Angaben
des stellvertretenden Vorsitzendem Fritz Pleitgen beläuft sich die
Summer bei der ARD auf 280 Millionen Euro. Verantwortlich machen die
Anstalten die Ministerpräsidenten, da sie die Gebührenerhöhung von
1,09 Euro auf 88 Cent gesenkt haben. Beim ZDF drohe nach Angaben des
Personalrats der Abbau von 300 Arbeitsplätzen. Der Bayerische Rundfunk
will eines seiner zwei Orchester auflösen. Der MDR muss 90 Millionen
Euro einsparen und stellt deshalb das Engagement bei Kultur- und
Filmfestivals auf dem Prüfstand. Beim WDR, der größten ARD-Anstalt
müssen die Einsparungen durch den ganzen Sender gehen was auch die
Umstellung von analogen auf digitale Technologie beeinflussen wird.
Für die ganz kleinen Anstalten wie Radio Bremen ist die Lage sehr
prekär. Die niedrigere Gebührenerhöhung bedeutet für die Bremer
Mindereinnahmen von einer Million Euro. Laut Medienexperte Horst Röper
gehe es den öffentlich-rechtlichen Anstalten gar nicht so schlecht, da
sie in der Lage sind im Sportbereich "erhebliche Ausgaben zu
stemmen". Allerdings gab es in diesem Bereich eine "enorme
Verteuerung" an der die Privatsender mitverantwortlich sind.
Röper fordert mehr finanzielle Transparenz.
Für ein neues Projekt sucht ein britischer Fernsehsender
freiwillige, die ihren Körper nach ihrem Tod für wissenschaftliche
Zwecke zur Verfügung stellen. Laut Channel 4 soll der menschliche
Zerfall nach dem Tod analysiert werden. Bisher gab es in
Großbritannien Studien zur Verwesung die nur an Schweinen
durchgeführt wurden. Dies soll sich ändern denn Wissenschaftler seien
auf dem Gebiet der Verwesung noch sehr unwissend und es können bei
menschlichen Verwesungen bessere Ergebnisse erzielt werden. Bei Toten
bei denen die Todeszeit, wie etwa bei Morden, genau festgestellt werden
kann, ist man am besten in der Lage die Verwesungsprozesse zu
verstehen. Channel 4 versicherte das die Sendung " Staub zu
Staub" einem rein wissenschaftlichen Zweck diene. Die
Dokumentation werde von führenden Wissenschaftlern überwacht und an
einem geheimen Ort gedreht. "Anatomie für Anfänger", bei
der Gunther von Hagens (Körperwelten) eine menschliche Sezierung
durchführte, wurde ebenfalls von Channel 4 gesendet.
Der TV-Liebling Harald Schmidt plant ein Comeback bei der ARD.
Nach einer zwölfmonatigen Kreativpause soll der Entertainer Mittwochs
und Donnerstags nach den Tagesthemen zu sehen sein. Am 23. Dezember
soll die Show erstmals auf Sendung gehen, ein Name für die Sendung
stehe aber noch nicht fest. Durch Einsparungen an anderen Stellen will
die ARD die Sendung finanzieren, denn Harald Schmidt zähle laut Jobst
Plog (ARD-Vorsitzender und NDR- Intendant) zur Grundversorgung. Die
Show wird voraussichtlich aus Schmidts früherem Studio in
Köln-Mülheim gesendet und es werden neben Manuel Andrack
wahrscheinlich auch andere bekannte Gesichter zu sehen sein. Zwischen
Plog und Schmidt haben konkrete Gespräche erst nach dem Ende der
Engelke-Show stattgefunden, die nach fünf Monaten wegen zu schlechter
Quote ihr Ende fand. Mit "Schmidteinander" hatte Harald
Schmidt beim WDR und bei der ARD erste TV Erfolge gefeiert und sein
Comeback führt ihn zu diesem Sender zurück.
1200 helfende Hände hat Michel Moore, Filmemacher von
"Bowling for Columbine" und "Fahrenheit 9/11"
angeheuert um die US- Präsidentschaftswahlen zu überwachen. Vor den
Wahllokalen in Florida und Ohio werden nun Bürger mit Kameras den
Hergang kontrollieren und dokumentieren. Genau in diesen Staaten liegen
nach Umfragen die Stimmanteile von Amtsinhaber George W. Bush und
seinem demokratischen Herausforderer John Kerry dicht beieinander.
Moore erklärt, dass dies eine Botschaft an diejenigen sei, die eine
Stimmabgabe unterdrücken wollten: "Einschüchterung der Wähler
(...) wird nicht toleriert". Probleme sollen nach Angaben schon
bei der Stimmabgabe in Florida aufgetaucht sein. Vor vier Jahren
entschied eine Mehrzahl von nur 537 Stimmen über den Sieg von G.W.
Bush im Bundesstaat und somit über seinen Amtsantritt als
Präsidenten.
Bis jetzt hatte man den Eindruck, dass das Programm bei den
Privatsendern für die Werbung und nicht für den Zuschauer
gemacht wird. Seit neustem lehnen aber auch die großen
Konzerne mit dem nötigen Kleingeld für Werbung die
Programmgestaltung ab. Immer die gleichen Standards und
Geschichten bringen es plötzlich nicht mehr. Und auch die
Reality-Shows hat man langsam über und lässt sie eher links
liegen, als sich wieder darüber aufzuregen. Die Quoten fallen
und damit auch die Werbepreise. Hitgaranten garantieren nur
noch Misserfolg. Dass die Zuschauer umschalten war man bisher
ja gewöhnt, aber dass sich jetzt auch Deutschlands größte
Werbekunden lautstark um die Programmqualität im
Privatfernsehen sorgen ist neu. Auf der Fachtagung der
Organisation Werbungtreibender im Markenverband (OWM) Mitte
November begannen die Attacken der Werbechefs von Nivea,
Ferrero, Mercedes und Co., die alljährlich Millionenbeträge
für Fernsehreklame ausgeben. Man wolle wieder ein breites
Umfeld für alle Zielgruppen. Dauerkritik von Kirchen,
Landesmedienanstalten und Fernsehräten hat nichts gebracht,
erst musste die ökonomische Seite sich einschalten, die Angst
hat, dass ihre Produkte zwischen Dschungelfieber und
Schönheitsoperation untergehen. Wird plötzlich die Werbung
zum Beschützer von Qualität und Anspruch, oder will man die
Werbepreise nur weiter drücken? Für die Media-Agenturen, die
dafür sorgen, dass möglichst jeder Spot ohne Streuverlust
bei der gewünschten Zielgruppe ankommt, waren bislang nicht
Inhalte sondern Reichweiten wichtig. Dieser Logik wollen die
Konzerne jetzt aber nicht mehr folgen. Obwohl die Quoten
stimmen, möchte man sich nicht mehr unter einem bestimmten
Niveau platzieren lassen. Für die Programmgestalter klingt
das alles aber nur nach Preisdrückerei. Weniger Investitionen
aber aufwändigere Programme fordern passe nicht zusammen.
Für die Kanäle sei es zunehmend schwieriger langfristig zu
planen. Am Ende bleibe nur noch die Möglichkeit im Ausland
bewährte Formate und ihren Erfolg billig auf deutsche
Bildschirme zu kopieren und andere TV-Sender mit
Preisnachlässen auszubooten. Fürs Publikum zeichnen sich
trotz der Debatten keine Änderungen ab. Solange die
Werbeeinnahmen nicht wieder steigen, bleibt das Programm wie
es ist. Vielleicht wird man ja bald durch die Programme zappen
- auf der Suche nach Werbepausen.
Das "Kreative Multitalent" Philippe de Broca
ist am Freitag im Alter von 71 Jahren im Krankenhaus eines
Pariser Vorortes an Krebs gestorben. Der Erfolgsregisseur
wurde durch Komödien wie "Cartouche der Bandit"
(1961) und "Abenteuer in Rio" ("L'Homme de
Rio", 1963) bekannt. Dem Kinostart seines jüngsten Films
"Vipère au poing" Anfang Oktober konnte er schon
nicht mehr selbst beiwohnen. Seine Karriere begann der am 15.
März 1933 in Paris geborene De Broca als Regieassistent bei
Claude Chabrol. In seinen Filmen spielten Schauspiellegenden
wie Jean-Paul Belmando, Yves Montand, Philippe Noiret,
Catherine Deneuve, Daniel Auteuil und Jeanne Moreau.
Jamie Lee Curtis kündigt das Ende ihrer Filmkarriere
an. Die Komödie "Verrückte Weihnachten" ist der
letzte Film der 46-jährigen. Sie zieht sich aus dem
Showgeschäft zurück da sie der Meinung ist, dass es sehr
anstrengend wenn nicht unmöglich ist in Hollywood als
Schauspielerin über 40 zu arbeiten. Hollywood unterliegt
ebenfalls dem Schönheitswahn und ist zu sehr auf
Äußerlichkeiten fixiert. Die Stars jagen nur ihrer
verlorenen Jugend und ihrem vergangen Ruhm hinterher.
"Ich wollte immer mit Würde abtreten, und jetzt ist der
richtige Zeitpunkt gekommen", sagte Curtis gegenüber der
"Financial Times Deutschland". In den aktuellen
Hollywood Mainstream-Produktionen ist eher selten wenn nicht
sogar nichts von den ehemaligen Filmdiven zu sehen. Melanie
Griffith, 47, scheint von der Bildfläche ebenso verschwunden
zu sein wie Goldie Hawn, 58, die nur noch als Produzentin
tätig ist. Demi Moore, 42, will sich demnächst als Mutter
eines ertrunkenen Kindes versuchen - in einem Horrorfilm.
Hollywood braucht eben junge Stars die sich als Sexsymbole
vermarkten lassen.
Am Sonntag hat ein Feuer im Kadokawa-Daiei Filmstudio
das Studio 3 in dem momentan ein Film mit monströsen
Kreaturen gedreht wird zerstört. Laut Angaben der Feuerwehr
brach das Feuer um 0:45 Uhr aus. Der Brand zerstörte das
komplette 720 Quadratmeter große Gebäude. Zum Glück wurden
keine Menschen verletzt jedoch der im Studio gelagerte
Schaumstoff und Farbe fielen den Flammen zum Opfer.
Das 24. Internationale Festival der Filmhochschulen
München hat am Samstag den 20. November mit einem
sensationellen Ergebnis abgeschlossen. Obwohl das Festival
dieses Jahr zwei Tage länger dauerte waren bis auf eine
Ausnahme alle 24 Programme restlos ausverkauft. Damit konnte
wieder eine Auslastung von 99 Prozent und ein Zuschauerzuwachs
von 46 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erreicht werden. Das
Münchner Publikum hat die Chance den internationalen
Filmnachwuchs kennen zu lernen begeistert angenommen. 60
geladene Filmstudenten und deren Professoren aus Ländern wie
Australien, Brasilien, Indien, China und Kanada, sowie über
100 akkreditierte Journalisten zeigen das große Interesse des
Fachpublikums am wichtigsten internationalen
Studenten-Festival. Insgesamt wurden bei der Preisverleihung
im Gloria Kino sieben Filme ausgezeichnet. 52 Filme von 35
Filmschulen aus 25 Ländern wurden zuvor von der
fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz des US-Regisseurs Hal
Hartly gesichtet. Insgesamt ist zu sagen, dass das Festival
überaus erfolgreich verlaufen ist.
Sat 1, bisheriger Hauptsponsor der Berlinale ist
abgesprungen. Nur zwei Monate vor dem Event muss die Crew um
Festivaldirektor Dieter Kosslik nun einen neuen Sponsor
finden, um das Event in der gewohnten Form umsetzen zu
können. Der Ausstieg von Sat.1 kommt jedoch nicht vollkommen
überraschend, da auch dieser Konzern in der momentan
anhaltenden Medienkrise sparen muß. Verhandlungen mit einem
neuen Hauptsponsor für das Festival sind aber auch schon im
Gange. Geheim bleibt nur, wer dies werden soll. Und so wie es
scheint, wird der Rückzug von Sat.1 dem Bestehen des
Festivals keinen Strich durch die Rechnung machen. Immerhin
werden 6,5 Mio. Euro von den 10 Mio. Euro Gesamtbudget vom
Staat beigesteuert und auch der letzte Sponsoren-wechsel von
Mercedes zu VW verlief ohne größere Hindernisse.
Sensationelle Halbzeitbilanz beim Festival der
Filmhochschulen: An den ersten beiden Tagen
(15. & 16. November) waren bis auf eine Ausnahme alle
Vorstellungen ausverkauft. Für die verbleibenden
Vorstellungen in den nächsten vier Tagen sind noch einige
wenige Karten an der Tageskasse im Festivalzentrum (Filmmuseum
München, St.-Jakobs-Platz 1) erhältlich. US-Regisseur Hal
Hartley, der dieses Jahr die Festival-Jury leitet, zeigt sich
begeistert über die Qualität der gezeigten Filme von
Filmstudenten aus 25 Ländern. Am Samstag, den 20. November
erhalten die besten Filme des Wettbewerbs im Münchner GLORIA
Kino Auszeichnungen im Wert von insgesamt 25 000 Euro.
Im Hause der ARD wird momentan darüber nachgedacht
den Scheibenwischer künftig erst um 23.30 Uhr zu senden.
Grund dafür ist die Rückkehr von Satiriker Harald Schmidt.
Durch die spätere Sendezeit befürchten Bruno Jonas, Mathias
Richling und Georg Schramm, dass sie das Zielpublikum gar
nicht mehr erreichen würden. Eine Idee ist es den
Scheibenwischer immer dienstags um 23 Uhr vor Maischberger
auszustrahlen was aber für die Talkfrau bedeuten würde immer
erst 23.30 auf Sendung zu gehen. Der BR-Intendant und
Scheibenwischer-Befürworter Thomas Gruber hält die
Ausstrahlung am Dienstag für die richtige Lösung. Er wird ab
Anfang 2005 die Leitung der ARD übernehmen. Dem gegenüber
spricht sich der aktuelle ARD-Programmchef Gunter Struve für
eine "politisch-satirische Stunde der Sonderklasse"
aus. Es wird am heutigen Dienstag darüber entschieden was mit
dem Scheibenwischer passieren soll. Es steht jedoch fest,
sollte Gruber die Scheibenwischer-Frage nicht für sich
entscheiden würde ihn das als künftigen ARD-Chef
beschädigen.
Die Firma TC Unterhaltungselektronik ist momentan auf der Suche
nach Investoren für ihre neueste Entwicklung, eine Tauschbörse namens
Cybersky, über die die Benutzer ihre empfangenen Fernsehsender
Tauschen können. Dem Benutzer wird angeblich der freie Empfang aller
weltweiten Fernsehsender ermöglicht. Man schließt einfach seinen
Fernseher an den PC und kann dann das laufende Programm das andere
Zuschauer gerade ins Internet einspeisen empfangen. Die Aufgabe der
Software beschränkt sich lediglich darauf die Tauschpartner
zusammenzuschalten und die Datenübertragung zu organisieren. Bekannt
wurde die Firma TC durch den jahrelangen Rechtsstreit mit dem Sender
RTL um das Gerät namens Fernseh-Fee, das bei Werbung sofort das
laufende Programm wechselt.
Nach dem Mord an dem Regisseur Theo van Gogh, hat die
niederländische Produktionsfirma Column die Vergabe von
Ausstrahlungsrechten für den Kurzfilm "Submission" vorerst
gestoppt. Man wolle sich erst beraten wie man mit dem Film weiter
verfahren solle. Der Film zeigt Gewalt gegen Frauen im Islam und war
auch der Grund für die Messerattacke auf Van Gogh. Die Redaktion von
"Spiegel TV" hat den Film bereits Vorliegen und signalisierte
auch Interasse daran den Film zu senden. Ausschnitte des Films zeigte
man bereits am Sonntag auf dem Magazin-Platz auf RTL. Wenn die
Rechtefrage geklärt sei, werde man den Film in eine Diskussionssendung
eingebettet senden. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung sei
auch, dass dieser einzelne Film nicht den umfangreichen Werken des
Regisseurs gerecht werde. Allerdings will Column den Film schon in den
nächsten Tagen freigeben. Dass der Anschlag auf Van Gogh allerdings
nach hinten losging zeigt, dass der Film selbst nun die Aufmerksamkeit
der gesamten Welt auf sich gezogen hat.
Christian Ude der Oberbürgermeister von München wird am
Sonntag den 14. November für das 24. Internationale Festival der
Filmhochschulen München den Startschuss geben. Beginnen wird das
Festival mit dem Eröffnungsfilm "Der Wald vor lauter
Bäumen" von Maren Ade, der im ARRI-Kino laufen wird . Das
Festival soll, wegen des großen Erfolges im letzten Jahr von vier auf
sechs Tage ausgedehnt werden. Außerdem werden alle zehn
Wettbewerbsprogramme wiederholt. 52 Spielfilme, Dokumentationen und
Animationsfilme von 35 Filmschulen aus 25 Ländern werden vom 15. bis
zum 20. November auf dem Festival präsentiert. Einige der jungen
Regisseure werden ihre Werke persönlich vorstellen und Auskunft geben.
Für Filmstudenten besteht sogar die Möglichkeit sich in Workshops
fortzubilden. AVID bietet z.B. Kurse im Umgang mit digitalen
Montagesystemen an und wird eine Werksführung veranstalten die, die
neuesten Entwicklungen im Bereich der Filmtechnik zeigt. Die Kanzlei
Nörr, Stiefenhofer & Lutz zeigt in einem Seminar den richtigen
Umgang mit Urheberrecht. Der Jury Präsident Hal Hartly wird am 20.
November um 11 den Uhr Studenten einige seiner Kurzfilme im Filmmuseum
vorstellen und erklären. Diese Veranstaltung wird öffentlich und
kostenlos sein. Am Samstag den 20. November um 18. Uhr findet außerdem
die Preisverleihung statt.
Vom Hauptverband Deutscher Filmtheater wird gefordert, dass das
sechsmonatige Auswertungsfenster für Kinofilme eingehalten wird. Der
Geschäftsführer des HDF Andreas Kramer ist dafür, dass das
sechsmonatige Auswertungsfenster eine Grundkonstante sein sollte. Der
Verband wird aber in Zukunft Verkürzungen dieses Fensters aufzeigen.
Denn einen Fall gab es schon, Michael Moors "Fahrenheit 9/11"
wurde schon im Fernsehen gezeigt während der Film noch in den Kinos
lief. Dies soll nach dem HDF aber ein Einzelfall bleiben. Für deutsche
Filme sind die Zeiträume der einzelnen Verwertungsstufen klar
geregelt, sie finden ihre Grundlage im Filmförderungsgesetz. Für
ausländische Filme gilt dies allerdings nicht und aus Ländern wie den
USA kommt das größte Filmangebot.
Klauen, kopieren, klonen heißt in Deutschland seit einiger
Zeit das Motto. Produzenten rufen deshalb nach neuen Gesetzen und wollen
künftig den dreistesten Nachahmer zum "Goldenen Kopierer"
küren. Der Angriff der Klon-Krieger ist nicht nur eine Zumutung für
den Zuschauer sondern gefährdet auch eine ganze Industrie.
Europäische Fernsehproduzenten verdienen schätzungsweise rund 500
Millionen Euro im Jahr mit dem Handel von Format- und Sendelizenzen.
Wer Sendungen nachmacht oder verfälscht oder nachgemachte oder
verfälschte sich verschafft, wird bislang gar nicht bestraft, es sei
denn mit Missachtung oder Naserümpfen bei den TV-Messen in Cannes oder
Los Angeles. Zum Entsetzen aller Programmentwickler hat der
Bundesgerichtshof im letzten Jahr entschieden, dass "Formate für
eine Fernsehshowreihe" nicht urheberrechtlich zu schützen seien.
Geklagt hatte eine französische Produktionsfirma gegen den SWR wegen
der Reihe "Kinderquatsch mit Michael", in der sie ihre
Sendung "L'école des fans" wiedererkannte. Ganz anders in
Brasilien. Ein Gericht sprach dem "Big Brother"-Produzenten
Endemol Lizenzansprüche in Höhe von 1,5 Millionen zu. Ein Ansatz zum
Schutz wäre die Übernahme der angelsächsischen Copyright-Regelungen.
Dieser Ansatz stößt in der Politik auf Resonanz. Eigentlich soll
bereits seit dem Jahr 2000 die "Format Recognition and Protection
Association" (Frapa) als neutrale Instanz bei Formatstreitigkeiten
vermitteln - doch in Deutschland wird die Organisation mit Sitz in
Köln kaum genutzt.
Theo van Gogh, Nachfahre des Bruders von Vincent van Gogh,
wurde gestern in Amsterdam auf offener Straße erstochen und
erschossen. Er erlag noch am Tatort seinen schweren Verletzungen. Der
47-jährige galt als "Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit",
so Regierungschef Jan Peter Balkenende, der den Mord für unerträglich
hält, falls er tatsächlich auf die kritischen Filme van Goghs
abziele. Der Filmemacher drehte Kurzfilme, in denen er die
multikulturelle Gesellschaft und den Islam kritisierte
("Submission"). Dadurch erhielt er bereits Morddrohungen und
stand seitdem unter Polizeischutz.
Die Polizei konnte den 26-jährigen Tatverdächtigen in einer
anschließenden Verfolgungsjagd stellen, bei der sowohl der
Verdächtige als auch ein Polizist durch zahlreiche Schusswechsel
verletzt wurden. Die niederländische Regierung zeigte sich schockiert
über den Vorfall und betonte, dass keine voreiligen Schlüsse gezogen
werden sollten. Jedenfalls lasse man keinen Angriff auf die
Meinungsfreiheit ungestraft.
Die aktuellste Brennerstudie der FFA (für Deutschland) belegt
eine eventuelle Trendwende im Raubkopiegeschäft. Zwar steigt die Zahl
der illegalen Vervielfältigungen nach wie vor, jedoch deutlich
langsamer als in der vergangenen Zeit. Im Gegensatz dazu sind die
Deutschen immer flächendeckender mit CD- und DVD-Brennern
ausgerüstet: Fast jeder zweite Haushalt besitzt inzwischen einen
CD-Brenner und 3,1 Mio. Haushalte einen DVD-Brenner. Die Filmindustrie
sieht in diesen Zahlen einen Erfolg ihrer Maßnahmen gegen Raubkopien.
Die Kampagne "Raubkopierer sind Verbrecher" ist der
Zielgruppe zunehmend bekannt. Illegale Kopieraktionen im großen Stil
werden mittlerweile mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft. Auch
die verschärften Sicherheitsvorkehrungen haben zu einem geringeren
Angebot an illegalen Abfilmungen im Kino geführt. Die Piraterie ist
damit keineswegs gestoppt, jedoch kann sich die Filmwirtschaft über
erste Erfolge freuen.
Mit DocuZone sollte im Laufe des Herbst 2004 in einigen Kinos
die digitale Projektion eingeführt werden. Nun haben sich 18 Verleiher
gegen das Projekt ausgesprochen. Die finanziellen Vorteile der
digitalen Distribution seien nicht ersichtlich. Außerdem könne sich
eine Verzerrung des Wettbewerbs besonders im Dokumentationsfilmbereich
ergeben. Diese Befürchtungen resultieren vor allem aus einer
unzureichenden Informationspolitik seitens DocuZone. Daher forcieren
die Skeptiker einen "Runden Tisch" um die offenen Fragen und
die weitere Vorgehensweise zu klären.
DocuZone ist ein Projekt, bei dem über 180 Kinos in 8 europäischen
Ländern mit 2K-Projektoren ausgestattet werden um ab Frühjahr 2005
digitale Projektionen zu ermöglichen.
Warner Independent Pictures (WIP), eine Filiale des US-Majors,
die vor einem Jahr gegründet wurden und sich zum größten Teil mit
dem Verleih ausländischer Autorenfilme beschäftigt, wird das neue
Werk von Jean-Pierre Jeunet, "A Very Long Engagement", am 26.
November auf dem amerikanischen Markt einführen. D.h. der Film wird
kaum einen Monat nach dem französischen Start anlaufen. Geplant ist
das der Film in 16 Großstädten mit 180 Kopien laufen soll. Der
ehemalige Miramax-Mitarbeiter und jetzige WIP-Chef Mark Gill, wird die
direkte Verantwortung über die gesamte Vermarktungsstrategie haben. In
den USA hat Gill erfolgreich mehrere Produktionen, wie z.B. " Das
Leben ist schön" oder "Die fabelhafte Welt der Amelie",
in Originalfassung Vermarktet. Ab 2005 habe WIP weiterhin vor, c.a.
zehn ausländische Filme im Jahr zu koproduzieren. Dabei werde es sich
aber um Produktionen handeln die mit max. 20 Mio. Euro budgetiert sind.
George Lucas, Regisseur von "Star Wars", "Raiders
of the Lost Ark" und "American Graffiti," soll Juni 2005
mit dem Lifetime Achievement Award des American Film Institutes
ausgezeichnet werden. Er wurde vergangenen Freitag als Preisträger des
jährlichen Preises, der zum 33. Mal vergeben wird, ausgewählt und
folgt somit anderen Hollywood-Größen wie Elizabeth Taylor, Steven
Spielberg, Alfred Hitchcock, Sidney Poitier und Orson Welles.
Die IHK verlieh dieses Jahr zum 33. Mal den
Ernst-Schneider-Preis auf den Medientagen München. Autoren von HR,
NDR, RBB, WDR, 3Sat, DeutschlandRadio sowie Redakteure der
"Badische Zeitung" bekamen den Preis, der herausragende
Leistungen der Wirtschaftsberichterstattung im Fernsehen, Hörfunk oder
der regionalen Tagespresse auszeichnet. Gefördert werden soll damit
eine hohe Allgemeinverständlichkeit, gute Recherchearbeit und
ideenreiche Umsetzung wirtschaftlicher Nachrichten.
Das Fernsehen ist für 44 Prozent der Deutschen das wichtigste
Medium. Dies zeigt eine Studie die der ProSiebenSat1- Vermarkter
SevenOne Media zum start der heutigen Medientage in München.
Printmedien und Radio sind laut IFAK-Institut mit jeweils 19 Prozent
auf Platz zwei und auf Platz drei befindet sich das Internet mit 13
Prozent. Ebenfalls auf Platz eins steht das Fernsehen wenn es um die
Informations- und Unterhaltungsmedien geht. Denn laut der IFAK-Studie
sind 74 Prozent der Befragten der Meinung, dass das Fernsehen die beste
Unterhaltung bietet. Zwölf Prozent entschieden sich für das Radio und
nur vier Prozent für die Printmedien. Auch beim Informationsmedium
entschieden sich mehr als die Hälfte aller Befragten für das
Fernsehen, 19 Prozent für Zeitungen und Zeitschriften und nur 11
Prozent für das Radio. Es wurde auch gefragt welches Medium sich am
stärksten mit der Gesellschaft entwickeln würde, woraufhin sich 45
Prozent für das Fernsehen entschieden, 39 Prozent für das Internet
und nur fünf bzw. drei Prozent glaubten das sich auch die Printmedien
weiterentwickeln würden.
Der Auslandssender German TV, der im März 2002 auf Sendung
ging, ist vor einigen Wochen in die Diskussion geraten. Grund dafür
war ein Bericht, der von Kulturstaatsministerin Christina Weiss
vorgelegt wurde. Aus diesem ging hervor, dass die Kundenzahlen des
Senders weit hinter den erwarteten Planungen zurückliegen. Seitens
einiger Politiker wurde daraufhin die Abschaltung von German TV
gefordert. Der Rundfunkrat des WDR hat sich aber für den erhalt von
German TV stark gemacht, woraufhin Weiss wenig später erklärte, dass
die Finanzierung des Senders bis 2005 gesichert sei. Gestern fand eine
Sitzung des WDR Rundfunkrates statt, in welcher der Vorsitzende
Reinhard Grätz erklärte, dass es durchaus wichtig ist diesen Sender
zu fördern, da gerade dieser Sender ein realistisches Bild der
Deutschen Gesellschaft zeigen würde. Außerdem zeigte er sich
optimistisch den auf sieben Jahre angelegten Projektplan, mit seinen
erwarteten 70.000 Abonnenten zu erfüllen.
Geschmacklose Witze oder Auftritte zweitklassiger Promis bei
der Reality-Schmonze "Big Brother" drohen langsam zum Alltag
zu gehören. Juden,- und Türkenwitze im Fernsehen sollen für gute
Quoten sorgen und werden an allen moralischen Grundwerten vorbei,
weiterhin ausgestrahlt. Eine "Rundum-Kontrolle" sei bei einer
live Sendung unmöglich. Die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM)
habe bereits 500 Fälle überprüft und wäre zum Schluss gekommen,
dass solche Vorfälle schwer zu kontrollieren und fast unvermeidbar
seien, so der KJM-Chef Wolf-Dieter Ring. Der 23 jährige Italiener
Michelle, der den sogenannten "Menschenzoo" bis vor kurzem
bewohnt hat, unterhielt mit taktlosen Judenwitzen die anderen
übermüdeten Bewohner. Doch das ist leider kein Einzellfall in dem
Fernsehcontainer, bereits früher hat es Äußerungen dieser Art
gegeben. Aufgrund der Verletzung der Menschenwürde wurde ein
Bußgeldverfahren gegen den Sender Premiere, der die Show 24 Stunden
live ausstrahlt, angekündigt. Die Strafe könnte bis zu 500.000 Euro
betragen. Die Medienanstalten verlangen von der Produktionsfirma
Endemol, dass die Kandidaten besser und genauer ausgesucht werden
sollen. Doch das widerspricht dem Prinzip solcher Shows, je schmutziger
und kranker es da zugeht, desto höher die Quote. Die Kandidaten sind
schließlich nicht zufällig so strukturiert wie sie sind.
Der Telekommunikationsgigant Viacom kauft derzeit Schritt für
Schritt Aktienanteile der europäischen Musiksendergruppe Viva auf. Der
Stand von einer Aktienmehrheit von 76 % im August ist längst
übertroffen. Inzwischen hält Viacom eine Mehrheit von 95% und damit
auch die Möglichkeit über einen sogenannten "Squeeze out"
die verbleibenden Aktionäre dazu zu zwingen, sich auszahlen zu lassen.
Doch schon jetzt hat der Gigant Viacom faktisch die Kontrolle über
Viva. Über das Börsenparket hinaus ist diese Übernahme für den
Zuschauer der Musiksender sehr bedeutsam. Viacom hält nämlich neben
den neuen Anteilen an Viva auch die Mehrheit am Musiksender MTV. So ist
Viacom jetzt Monopolist im Musik-Fernsehen. Die Zukunft wird zeigen, ob
der faktische Zusammenschluss der Sender die Vielfältigkeit und
Angebot des Programms, wie es Verantwortliche der Sender gerne
verlauten lassen, wirklich steigert oder die nun fehlende Konkurrenz
die Qualität zu Gunsten des Gewinns schrumpfen lässt.
In Chemnitz wurden auf dem Kinderfilmfestival Schlingel wieder
die Preise vergeben. Ins Rennen um die vier Hauptpreise gingen diesmal
9 Filme, die von der Internationalen Fachjury und/oder der
Europäischen Kinderjury bewertet wurden. Den Hauptpreis der Stadt
Chemnitz, der von der Fachjury vergeben wird, erhielt der schwedische
Film "Misa Mi". Mit dem Europäischen Kinderfilmpreis wurde
"Der Blaue Schmetterling" aus Kanada/Großbritannien
ausgezeichnet. Der Preis des besten Kinderdarstellers geht an die
Schauspielerin Klara aus dem Film "Fia!". Das Publikum kürte
"Chefsache Max" aus den USA als seinen Liebling. Eine lobende
Erwähnung der Fachjury ging an die Filme "Kuschelbär" und
"Album" und die Kinderjury zeichnete so nochmals
"Chefsache Max" aus. Im Wettbewerb um den
CineStar-Jugendfilmpreis entscheiden Jugendliche ansässiger Gymnasien.
Zum Preisträger wählten sie den Film "Trommelschläge" aus
Südafrika. Eine lobende Erwähnung der Jugendjury ging an "Bonjour
Monsieur Shlomi" aus Israel. Am Animationsfilmwettbewerb nahmen 20
Kurzfilme und zwei Beiträge in Spielfilmlänge teil. Die Kinderjury
der Gebrüder-Grimm-Grundschule Chemnitz entschied sich dabei für
"Eingeschachtelt" aus Großbritannien.
"Wetterwechsel" aus Simbabwe wurde lobend erwähnt. Ebenfalls
wurde der DEFA-Förderpreis an den Film "Bin ich sexy?"
vergeben.
Der Superman-Darsteller Christopher Reeve ist im Alter von 52
Jahren nachdem er am Samstag nach einem Herzstillstand ins Koma
gefallen war, gestorben. Der Schauspieler war seit einem Unfall vor
neun Jahren querschnittsgelähmt. Reeve widmete sich neben der
Schauspielerei auch sozialen Themen. So setzte er sich u.a. für einen
besseren Versicherungsschutz für Schwerverletzte ein und forderte
Hollywood öffentlich auf, sich verstärkt solchen Themen anzunehmen.
Trotzt seiner Lähmung spielte er 1998 die Hauptrolle in dem TV-Remake
von Alfred Hitchcocks "Fenster zum Hof". Auch in der
Fernsehserie "Smallville" trat er an der Seite des jungen
Superman auf. Zu seinen größten Auftritten zählt aber bis heute die
Oscar-Preisverleihung im März 1996: "Lassen Sie uns weiterhin
Risiken eingehen und heiße Themen angehen. Es gibt keine
Herausforderung, egal welcher Art, die wir nicht annehmen
könnten."
Ab April 2005 werden GEZ-Gebühren auch für Computer fällig.
Eigentlich sollten erst ab 2007 GEZ-Gebühren erhoben werden doch die
Ministerpräsidenten haben es sich noch einmal anders überlegt. Laut
aktueller Meldungen sieht der neue Plan wie folgt aus: Ab April 2005
müssen alle internetfähigen PCs / Labtops bei der GEZ angemeldet
werden. Für PCs mit eingebauter TV Karte sind natürlich auch
weiterhin Gebühren zu entrichten. Es fallen für den PC im
Privathaushalt jedoch keine Gebühren an, wenn mindestens ein Fernseher
bei der GEZ angemeldet ist. Für gewerblich genutzte Rechner beginnt
die Gebührenpflicht erst ab 2007.
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, verklagt
Tele München-Chef Herbert Kloiber den Fernsehsender RTLII auf
Schadensersatz. Dies, obwohl er selber mit 31,5 Prozent am Sender
beteiligt ist. Dem Senderchef Josef Andorfer wirft Kloiber vor, mit ihm
"willentlich, nachhaltig und fortgesetzt" gegen Verträge
verstoßen zu haben. Tele München sei viel Geld u.a. durch geringere
Werbeeinnahmen entgangen, da RTL II über 50 Kinofilme zu
ungünstigeren Zeiten ausgestrahlt hat, als mit dem Filmrechtehändler
im Vorfeld vereinbart. Außerdem sollen durch falsche Auslegung der
Verträge viele Abrechnungen inkorrekt sein. Wie die "Süddeutsche
Zeitung" angibt, insistiert Kloiber auf der Abnahme einer von RTL
II gekauften Serie, welche aber für den Sender uninteressant geworden
sei. Die erste Klage soll beim Landgericht München nächste Woche
eintreffen - weitere Klagen Kloibers werden kommen.