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RTL macht das Rennen

Dritten Programme stark

Noch gestern veröffentlichte Sat.1 die jüngsten Zahlen und hatte mit Zuwächsen in allen Segmenten geworben. Im Ergebnis hat jedoch RTL das Rennen um den Marktführerplatz der TV-Sender gewonnen. Bereits zum elften Mal in Folge hält damit das rheinische TV-Unternehmen die größten Marktanteile, auch wenn die 15,1% aus dem letzten Amtsjahr von Helmut Thoma nicht mehr erreicht wurden (2003: 14,9%). Dies mag an der starken Konkurrenz liegen. So erreichten beispielsweise die Dritten hinter der ARD 13,4% und reihen sich damit auf Rang drei ein. Pro7 und Sat.1 hoffen nach den neuerlichen Zahlen auf dem Beginn einer Trendwende. Kein leichtes Unterfangen im Sportjahr 2004. Olympia und Europameisterschaft werden für ARD und ZDF wohl wieder die meisten Quoten bringen.

(Quelle: Süddeutsche) 31.12.2003

Sat.1 mit neuen Zahlen

Marktanteile gestiegen

Trotz einiger Turbulenzen in den vergangenen Wochen, hat der Saban Sender Sat.1 positive Nachrichten zu vermelden. Erstmals seit 1993 konnte Sat.1 seinen Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr wieder steigern. Der Anstieg beim Gesamtpublikum beträgt im Vergleich zu 2002 0,3 Prozentpunkte von 9,9 auf 10,2 Prozent. In der werberelevanten Zielgruppe konnte man den Zuschaueranteil sogar auf 11,6 Prozent steigern. Selbstbewusst hieß es folglich in einer Pressemitteilung, man habe "als einziger großer Sender" seinen Marktanteil in der Primetime bei den 14- bis 49-Jährigen in diesem Jahr steigern können (plus 0,7 Prozentpunkte). Dies sei neben erfolgreichen Neustarts wie "Die dreisten Drei - Die Comedy WG" und "Genial daneben - Die Comedy Arena" vor allem den bewährten Serien, TV-Movies und Comedy-Formaten sowie der breit angelegten Event-Strategie zu verdanken. Auch das "Das Wunder von Lengede" sei im Ergebnis das erfolgreichste eigenproduzierte Event in der Geschichte des deutschen Privatfernsehens.

(Quelle: Mediabiz) 30.12.2003

Verdacht der Untreue

Thomas Kirch im Visier

Thomas Kirch, Sohn des früheren Medienunternehmers Leo Kirch, wird offenbar von der Staatsanwaltschaft in München gesucht. Gegen ihn ist ein Ermittlungsverfahren wegen Untreue eingeleitet worden. Der Gesuchte wird zur Zeit in den USA vermutet, wo er ein Ferienhaus an der Atlantikküste und eine Wohnung in Boston besitzt. «Wir würden ihn gerne befragen, wenn wir die Möglichkeit dazu hätten», so Oberstaatsanwalt Christian Schmidt-Sommerfeld. Vom Insolvenzverwalter des zusammengebrochenen Kirch-Imperiums hat Thomas Kirch bereits einen umfangreichen Katalog mit Fragen zu Einkünften aus Firmen seines Vaters und zu Darlehen über 133 Millionen Euro erhalten. Keine Ermittlungsverfahren plant die Staatsanwaltschaft jedoch gegen Altbundeskanzler Helmut Kohl und den ehemaligen Bundesfinanzminister Theo Waigel, die als Berater Kirchs fungierten. Über den genauen Inhalt der Beraterverträge ist bis heute nichts Näheres bekannt.

(Quelle: Handelsblatt) 29.12.2003

Neuer Chef der französischen Filmexporteure

Chef von Roissy-Films

Raphaël Berdugo soll künftig den französischen Verband der Filmexporteure, den ADEF (das Pendant zum Verband deutscher Film Exporteure, VDFE), leiten. Bei Roissy war er bereits für eine Vielzahl nationaler und internationaler Produktionen verantwortlich.

(Quelle: Screen International) 24.12.2003

Frohe Weihnachten

Liebe Movie-College Freunde,

wo immer Ihr auch seid, wie auch immer Ihr die Weihnachtstage begeht, mit der Familie, Freunden, mit Euch selbst, ob Ihr es ungezwungen oder streng organisiert, glücklich oder auch nicht, verbringt. Auch wenn sie Euch das schon seit Monaten einreden wollen, das mit den Geschenken ist nicht die Hauptsache. Schaut Euch in die Augen und nehmt Euch mal wieder Zeit für Einander oder für Euch selbst.

Nachdem "No-Intelligence"-Fernsehformate wie "Superstars" in den Zuschauerquoten langsam abstürzen, besteht auch berechtigte Hoffnung, dass die Sender ihren Zuschauern endlich wieder mehr echte Filme anbieten werden. Gute Geschichten und starke Konzepte werden dann wieder gefragt sein. Und dann gibt's da noch einen Traum von einer Oscarnacht mit einem deutschsprachigen Werk und der stillen Hoffnung, dass gute europäische Filme auch in den jeweiligen Nachbarländern die verdiente  Anerkennung finden werden.

Wir wünschen Euch von ganzem Herzen ein angenehmes, ein friedliches, ein sorgenfreies Weihnachten und für das neue Jahr 2004 vor allem Gesundheit, Freude, Zufriedenheit und jede Menge geniale Filmideen.

Euer Movie-College-Team

 

23.12.2003
Länder vs. Bund

Keine gemeinsame Kulturstiftung

Zwei Jahre liefen die Verhandlungen zur Novellierung der Kulturstiftung der Länder, jetzt hat die Bayerische Staatskanzlei zum wiederholten Male die Gespräche scheitern lassen. Noch im Frühsommer sah es so aus, als könnte die Vereinigung der 16 Kulturstiftungen mit der jungen Bundeskulturstiftung gelingen. Doch die Forderungen des Freistaates Bayern wollte Kulturstaatsministerin Christina Weiss nicht akzeptieren. So forderte Bayern ein Vetorecht für jedes Land und die Vereinbarung von Finanzierungsgrundsätzen, die vorsehen sollten, welche Projekte in welcher Höhe gefördert werden. Beides erschien dem Bund als eine unzumutbare Einschränkung in der Handlungsfähigkeit. Die Tür zur gemeinsamen Stiftung ist nach Aussage von Christina Weiss zwar verschlossen, "aber der Schlüssel liegt im München." Zunächst einmal hat jedoch die kleinkarierte Debatte um föderalistische Macht die Konstitution der reichsten und größten Kulturstiftung verhindert.

(Quelle: Süddeutsche)  23.12.2003
Hanno Huth als Berater

Keine Vertragsverlängerung

Der Vorstandschef des Filmproduzenten und - verleihers Senator Entertainment Hanno Huth wechselt zurück in die Filmproduktion. Als Grund für sein Ausscheiden führt der 50-Jährige den Wunsch an, wieder Filme zu produzieren. "Ich kann nicht gleichzeitig Vorstandsvorsitzender sein und so nebenher gute Filme machen", so Huth. Im Sommer hatte die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz dem Vorstand "massive Managementfehler" vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt wegen des Verdachts auf Kursmanipulation und Kapitalanlagebetruges. Huth sagte, er sei guter Dinge, dass das Verfahren bald eingestellt werde. Der Filmproduzent von "Das Wunder von Bern" und "Stalingrad" wechselte 1983 zu Senator und hatte dort seit 1999 den Chefposten inne. Als Nachfolger ist der bisherige Geschäftsführer der Senator Filmproduktion, Christopher Borgmann im Gespräch.

(Quelle: Hollywoodreporter)  23.12.2003
Flexplay-DVD in Anwendung

Einweg-DVDs für César-Juroren

Wie bereits im Movie-College berichtet wurde vor kurzem die Flexplay-DVD entwickelt. Es handelt sich um eine Einweg-DVD die 24 Stunden nach erstem Öffnen der Verpackung unleserlich wird und damit nur für einen begrenzten Zeitraum nutzbar ist. Bedingt wird dies durch einen chemischen Prozess auf der Oberfläche, der durch die Luft in Gang gesetzt wird, wenn das Medium aus der Verpackung genommen wird. Entwickelt wurde diese DVD um damit besser gegen die starke DVD-Piraterie vorgehen zu können. So zeigt sich die neue Technologie nun das erste Mal bei der Verleihung des französischen Filmpreises "César" in Anwendung. Der Verleiher "MK2" hat seinen neuen Film "Elephant" von Gus Van Sant als Einweg-DVD an die Juroren gegeben. So soll verhindert werden, dass der Film nicht schon vor den offiziellen Kinostart in falsche Hände weiter gegeben werden kann. So besteht nun die Chance, dass "Elefant" mindestens bis zur "César"-Verleihung am 21. Februar 2004 unveröffentlicht bleibt.

(Quelle: MediaBiz)  22.12.2003
Französische Filme

Weniger Besucher im Ausland

Das französische Kino musste im ablaufenden Jahr einen Rückgang der internationalen Zuschauerzahlen um 12 % verzeichnen. Während in Ländern wie Japan, Russland oder England der Marktanteil sogar deutlich stieg und in den USA zumindest konstant blieb, fiel er in den direkten Nachbarländern, darunter auch Deutschland (-48%), dramatisch. Dies gab Margaret Menegoz, Chefin von Unifrance, der Exportorganisation des französischen Films in Paris bekannt.

(Quelle: Hollywood-Reporter)  21.12.2003
Erfolg ohne Ende

Good Bye Lenin nominiert

"Good Bye Lenin" von Wolfgang Becker ist von Vertretern der in Hollywood ansässigen Auslandspresse für den Golden Globe Award in der Kategorie "bester nicht englischsprachigen Film" nominiert worden. Neben dem deutschen Erfolgsfilm sind noch vier weitere Filme im Rennen. "The Barbarian Invasions" aus Kanada, "Monsieur Ibrahim" (Frankreich), "Osama" (Afghanistan) und "The Return" (Russland). "Die Nominierung durch die HFPA ist eine große Ehre für uns, und wir danken unserem Weltvertrieb Bavaria Film International und dem US-Verleiher Sony Pictures Classics für ihre außergewöhnliche Arbeit und das große Engagement im Vorfeld", sagt der Produzent Stefan Arndt von X Filme Creative Pool. Good Bye Lenin verzeichnet in Deutschland mittlerweile rund 6,5 Millionen Besucher. Bavaria Film International hat die Komödie inzwischen in insgesamt 65 Ländern verkauft. Damit zählt der Film über die letzten Tage der DDR bereits jetzt zu den erfolgreichsten deutschen Streifen im europäischen Ausland. Die 61st Annual Golden Globe Awards Ceremony findet am 25. Januar 2004 im Beverly Hilton Hotel statt. Die dort vergebenen Auszeichnungen gelten als Barometer für die Oscar- Nominierungen im April 2004.

(Quelle: German-Cinema)  19.12.2003
Deutscher Shooting Star 2004

Maria Simon nominiert

Maria Simon wird deutscher Shooting Star 2004 und tritt damit ihrem "Good Bye Lenin" Filmpartner Daniel Brühl in die Fußstapfen. Die gebürtige Leipzigerin machte dieses Jahr durch ihre Rollen in "Lichter" und "Lenin" auf sich aufmerksam, wofür sie sogar mit einer Nominierung zum Deutschen Filmpreis geehrt wurde. Die von der European Film Promotion geleitete Initiative wird unterstützt vom MEDIA-Programm und einzelnen Organisationen in verschiedenen europäischen Ländern, die für die Nominierungen verantwortlich sind. In Deutschland übernimmt diese Aufgaben die Export Union des Deutschen Films. Jedes Jahr werden so junge Schauspieler, die in ihren Heimatländern schon einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt haben durch Auftritt auf verschiedenen Festivals, wie der Berlinale, auch auf internationalem Parkett vorgestellt.

(Quelle: Mediabiz)  18.12.2003
Finnischer Pilotversuch

TV auf dem Handy

Ab Herbst nächsten Jahres soll in Helsinki der Pilotversuch zur Übertragung von Fernsehprogrammen auf Handys gestartet werden, bei dem zunächst 500 Nutzer den neuen Service testen werden. Beteiligt sind die finnischen Rundfunkanstalten, die Mobilfunkgesellschaften TeliaSonera und Radiolinja und der Handyhersteller Nokia, der für die technische Ausrüstung verantwortlich sein wird. Starten wird man mit drei Sendern, dem öffentlich-rechtlichen Senders YLE und die privaten Sender MTV3 und Nelonen.

(Quelle: Mediabiz)  17.12.2003
Verdienstorden

Jean Reno geehrt

Der französische Schauspieler Jean Reno ist in Frankreich von Staatschef Jacques Chirac mit dem Nationalen Verdienstorden ausgezeichnet worden. Dabei wurden insbesondere die Errungenschaften des Schauspielers herausgestellt. Reno sei "einer jener ganz großartigen Schauspieler, die durch einen unsichtbaren Faden, ein Einverständnis, eine Freundschaft mit dem Publikum verbunden sind", so der Präsident zu dem inzwischen 55-Jährigen bei der Auszeichnung in Paris. Der in Marokko geborene Reno gehört zu den erfolgreichsten französischen Schauspielern. In Deutschland wurde er durch "Im Rausch der Tiefe", "Leon - Der Profi" und "Mission: Impossible" bekannt.

(Quelle: Yahoo)  16.12.2003
Unerwartet!

Ciampi stoppt Mediengesetz

Gestern hat sich der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi, gegen das von Berlusconi am 5. Dezember beschlossene Mediengesetz ausgesprochen. Völlig unerwartet teilte Ciampi dem Parlament mit, seine Unterschrift, ohne die das Gesetz nicht rechtskräftig wird, zu verweigern. Wie Ciampi begründete, würde der Pluralismus in Italien, durch das Gesetz gefährdet werden. In den vergangenen Wochen ist es in Italien selbst zu Demonstrationen gekommen.

(Quelle: Tagesschau)  16.12.2003
Lebenswerk-Oscar 2004

Blake Edwards wird geehrt

Der amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Blake Edwards, verantwortlich für Filmhits wie "Frühstück bei Tiffany" (1960) und die Serie "Der rosarote Panther", soll im nächsten Jahr bei der 76. Oscarverleihung den Ehrenoscar für sein Lebenswerk erhalten. Als sein besonderer Erfolg neben "Tiffany" gilt die Neuverfilmung der Ufa-Komödie "Victor/Victoria" von 1982, in der seine Frau Julie Andrews die weibliche, wie auch die männliche Hauptrolle übernahm. Weitere seiner herausragenden Filme sind "Unternehmen Petticoat" (1959), "Die Tage des Weines und der Rosen" (1962), "Das große Rennen rund um die Welt" (1965) sowie "Was hast Du denn im Krieg gemacht, Pappi?" (1966). Besonders beliebt in seinen Filmen sind sein Wortwitz, Slapstick und die Verwechslungssituationen. Seine Vorgänger in der Kategorie ‚Ehrenoscar' sind Stars wie Gene Kelly, Harold Lloyd und Greta Garbo. Bei der vergangenen Verleihung wurde Peter O'Toole mit dem Lebenswerk-Oscar geehrt. Für Edwards wird es trotz seiner zahlreichen Filme der erste Oscar sein. Bisher erhielt er lediglich eine Nominierung für das Drehbuch zu "Victor/Victoria". Zu seinen letzten Taten in der Filmbranche zählen bisher seine Regiearbeit 1993 zu dem Pink Panther-Sequel "Son Of The Pink Panther" und die Komödie "The Birth Of The Pink Panther" mit Steve Martin, zu der Blake Edwards das Drehbuch schrieb und die 2005 anlaufen soll.

(Quelle: Spiegel)  15.12.2003
Schmidt und kein Ende

Was zeigt Sat.1 um 23.15 Uhr?

Der Sender Sat1 hat am Mittwoch erstmals über die Neubesetzung des Sendeplatzes der Harald Schmidt Show gesprochen. "Die gigantische Reaktion auf Harald Schmidts Rückzug hat uns dazu bewogen, seine legendären Sendungen noch einmal auszustrahlen", sagte der neue Sat1-Geschäftsführer Roger Schawinski. Im Grunde genommen ist der Sender jedoch gezwungen, zur Konserve zu greifen, da ein Nachfolgeformat kurzfristig nicht auf die Beine zu stellen ist. Die Programmänderung gilt vorerst bis zum 16. April. Eine eventuelle Schmidt-Nachfolge-Show wird dementsprechend nicht vor April an den Start gehen. Für die Zukunft ist Schawinski jedoch optimistisch. Er rechnet fest mit der Rückkehr des Entertainers zu Sat1 und werde sich so bald wie möglich mit Harald Schmidt treffen. Nebenher macht sich all der Wirbel um die Late Night Show für den Sender bezahlt. Am Dienstagabend sahen mit 1,79 Millionen mehr Zuschauer als sonst die "Harald Schmidt Show".

(Quelle: Handelsblatt)  12.12.2003
Frauenhandel im TV?

Verkauf Dich an den Bachelor!

Politikerinnen aller Parteien melden sich zu der RTL-Serie "Der Bachelor" zu Wort und fordern deren Absetzung. In der Sendung geht es um einen Junggesellen, der angeblich Millionär sei und eine Frau fürs Leben sucht. Zahlreiche Kandidatinnen werden ihm vorgestellt und buhlen um seine Gunst, denn schließlich entscheidet er sich, wen er zunächst in die engere Wahl nehmen und für welche letzte Frau er sich dann entscheiden will. Gerade wie sich die jungen Frauen gegenseitig auszustechen versuchen und sich dem Bachelor anbiedern, findet harte Kritik bei den Politikerinnen. So findet Sabine Bätzing (SPD): "Das Frauenbild, das dem Publikum vermittelt wird, ist erschreckend und erinnert mich an den arabischen Kamelhandel." Auch ihre Kollegin Katherina Reiche (CDU) sieht es ähnlich und glaubt in der Show einen Rückschritt für die Frauenbewegung zu erkennen. Alice Schwarzer habe umsonst gekämpft, wenn die Frauen in der RTL-Sendung ein solches Selbstbewusstsein zeigen. Auch in Österreich werden die Stimmen der Kritikerinnen in Politik und Gesellschaft lauter. Es ist abzuwarten, ob und wie die Politik in den beiden Ländern tätig werden kann.

(Quelle: Spiegel)  11.12.2003
Burda ohne Einbrüche

Neue Zahlen

Der Burda-Verlag, Nummer zwei der Verlagsbranche, rechnet nach den neuesten Zahlen mit einem konstanten Betriebsergebnis. Für 2004 wird kein nachhaltiger Konjunkturimpuls erwartet. Der Umsatz soll aber bei stabilem Gewinn weiter steigen, so das Unternehmen. Insbesondere die meisten großen Unternehmen der Branche hatten zuletzt durch die Werbekrise in Deutschland einschneidende Verluste hinnehmen müssen. Burda blieb dagegen relativ unbeschadet. Offenbar entwickeln sich insbesondere die Titel "Focus", "Bunte" und "Freizeit Revue" gut. Die drei etablierten sich zu den Cash-Cows des Portfolios und sichern in vorderster Linie die Deckungsbeiträge des Unternehmens. Allein das Wirtschaftsmagazin "Focus Money" hat in der Vergangenheit Verluste geschrieben.

(Quelle: Handelsblatt)  10.12.2003
Sir Peter Ustinov

Bayerischer Filmpreis

Am 16. Januar, wird an den britischen Schauspieler Sir Peter Ustinov, der Ehrenpreis des Bayerischen Filmpreises vergeben. Der 82 jährige Peter Ustinov, hat in mehr als 40 Filmen mitgespielt und ist zur Zeit im Kinofilm "Luther" zu sehen. Nun erhält er die Auszeichnung, mit der auch Roman Polanski, im vergangenen Jahr geehrt wurde.

(Quelle: Cinema)  10.12.2003
Buena Vista Musiker

Rubén González ist tot

Der kubanische Piano-Spieler Rubén González, Mitglied des Buena Vista Social Club, ist im Alter von 84 Jahren an den Folgen einer schweren Arthrose in Havanna gestorben. 1919 in Santa Clara (südöstlich von Havanna) geboren, galt González als einer der legendärsten Figuren der kubanischen Musik. Einer Klavierausbildung an der Musikhochschule von Cienfuegos sollte eigentlich eine Karriere als Konzertpianist folgen, jedoch entschied sich González dann doch für die kubanische Musik. 1941 musste er sein Medizinstudium wegen wirtschaftlicher Probleme abbrechen, worauf er aber 1943 mit Arsenio Rodríguez seine erste Schallplatte aufnahm, die ihn über die Grenzen Kubas hinaus v.a. in Lateinamerika bekannt machte. 1996 begann er nach seiner Ruhesetzung Ende der achtziger Jahre erneut Musik zu machen. In hohem Alter und anfangs ohne Klavier schaffte er es diesmal zu Weltruhm. Bald darauf erschien das Solo-Album "Introducing Rubén González", wodurch der US-Pianist Ry Cooder auf ihn aufmerksam wurde und die CD "Buena Vista Social Club", auf der González zusammen mit Compay Segundo, den Chef des Buena Vista Social Club, Ibrahim Ferrer, Omara Portuondo, Eliades Ochoa und einigen anderen kubanischen Musikern spielt, produzierte. Der CD folgte der gleichnamige Film von Wim Wenders, der González, der zu dieser Zeit als einer der besten Pianisten weltweit galt, Compay & Company auch in Europa bekannt und beliebt machte. Fast das gesamte Ensemble im Rentenalter, gingen die Buena-Vista-Stars noch auf internationale Tourneen. Zuletzt trat González 2002 in Mexiko und Kuba auf, worauf sich sein Gesundheitszustand durch Lungen- und Nierenproblemen zusätzlich rapide verschlechterte. Bereits im Juli dieses Jahres war sein Kollege Segundo im Alter von 95 Jahren gestorben.

(Quelle: Spiegel)  09.12.2003
Lenin-Preisregen

Der Weg zum Oscar?

Nach der Oskarprämierung von Caroline Links "Nirgendwo in Afrika" hat nun auch "Goodbye Lenin" seinen ersten großen internationalen Erfolg eingefahren. Man muss natürlich abwarten, wo die Welle der Filmpreise endet, aber das Prädikat "bester europäischer Film" ist dem Regisseur Wolfgang Becker nicht mehr zu nehmen. Die emotionale Rührung war in der Folge auch offensichtlich. "Damals hätten wir beinahe aufgegeben, so schrecklich waren die Dreharbeiten", sagte er. Insgesamt sahnte der Film in insgesamt 16 Kategorien ab. Geehrt wurden u.a. Drehbuchautor Bernd Lichtenberg, sowie Hauptdarsteller Daniel Brühl. Die Publikumspreise gingen an Saß, Brühl und Becker. Den Preis für die beste Regie erhielt Lars von Trier mit seinem "Theaterklassiker" Dogville.

(Quelle: Spiegel)  08.12.2003
David Hemmings

Schauspieler gestorben

Der Schauspieler David Hemmings, bekannt aus Kultfilmen wie "Blow-Up" mit Vanessa Redgrave und "Barbarella", starb im Alter von 62 Jahren an einem Herzanfall während des Filmdrehs zu seinem neusten Film "Samantha's Child" in Rumänien. Angefangen hatte er als Kinderstar und Seifenoperdarsteller. Nach seinen Erfolgen in den Sechzigern begann er als Regisseur und Produzent von Fernsehsendungen, wie das "A-Team" und "Airwolf". Erst in den letzten Jahren meldete er sich als Schauspieler in Filmen, wie "Gladiator", "Gangs of New York" und "Die Liga der außergewöhnlichen Gentelmen" zurück.

(Quelle: BBC)  08.12.2003
Will Quadflieg

Schauspiel-Legende gestorben

Einer der bekanntesten deutschen Schauspieler, Will Quadflieg, ist bereits am 27. November im Alter von 89 gestorben. Am 15. September 1914 im rheinischen Oberhausen geboren, sammelte er schon als Gymnasist Bühnenerfahrungen und vertiefte diese nach dem Abitur durch privaten Schauspielunterricht. Sein erstes Engagement erhielt er 1933 in seiner Heimatstadt, darauf folgten Gießen, Gera und Düsseldorf, bevor er 1937 an die Berliner Volksbühne und später ans Schiller-Theater ging, wo er von Heinrich George weiter ausgebildet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging er bis 1964 ans Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg. Hier arbeitete er sechs Jahre lang mit Gustaf Gründgens u.a. An dessen legendären "Faust"-Inszenierung, die bis heute zu den Meilensteinen der Theatergeschichte zählt. In dieser Zeit trat er auch häufig im Schauspielhaus Zürich auf und spielte zwischen 1952 und 1959 in Salzburg den "Jedermann". 1938 begann er mit seinem Debüt "Der Maulkorb" (nach Heinrich Spoerl) auch Filme zu drehen, während er, dem Theater immer noch treu, gleichzeitig auch für "Maria Stuart" und dem "Urfaust" auf der Bühne stand. Danach trat er vermehrt in zeitgenössischen Stücken, wie Max Frischs "Die chinesische Mauer" (1965) und Peter Shaffers "Equus" (1974) auf. Nach einer Pause Ende der sechziger Jahre entdeckte ihn schließlich der Regisseur Rudolf Noelte neu und sorgte für die künstlerische Rehabilitierung. Unter Jürgen Flimm spielte er in den Neunzigern in "König Lear", "Der Entertainer" und der "Wildente". Auch in zahlreichen Fersehrollen, wie Dieter Wedels Mehrteiler "Der große Bellheim", überzeugte er. Zuletzt war er am Hamburger Thalia Theater engagiert, wo er sich 1999 von der Bühne verabschiedete. Bis zu seinem Tod war Will Quadflieg nicht nur auf der Bühne engagiert. Er nahm auch Stellung zu Umweltthemen, Tierversuchen, Kultur und Politik und trat immer für die Pflege der deutschen Sprache ein. Als Pionier der heutigen Hörbücher, sprach er in den sechziger Jahren Interpretationen von Gedichten und andere literarische Texte für die deutsche Grammophon Gesellschaft.

(Quelle: Spiegel)  04.12.2003
Green verabscheut Reality TV

Die Shows sind eine Schande

Der britische Schauspieler Robson Green, äußerte über sogenannte "Reality TV Shows", dass sie billig und intellektuell karger Ersatz für gutes Fernsehen seien. Green sagte weiter, dass die Verbreitung und Vermehrung solcher Sendungen für das Land ungesund wäre. Das Problem, so Green sind die Aktionäre, die nicht mehr bereit sind in gute Programme zu investieren. Ihre Philosophie ist es stattdessen, die Investition schnell wieder heraus zu bekommen. Und da Reality Shows, wie Casting Sendungen in den Kosten billig sind und durch ihren Erfolg, schnell, viel Geld erbringen, sind sie beliebtes Investitionsgebiet.

(Quelle: Mediaguardian)  04.12.2003
Berlusconis Welt

Rai soll privatisiert werden

Berlusconi, dem die drei größten privaten Fernsehsender Italiens, sowie das größte Verlagshaus gehören, ließ ein neues Mediengesetz verabschieden. Das mit Mehrheit angenommene Gesetz, regelt den Besitz von Medienkonzernen neu und legt die Sparten Film, Verlagswesen, Print, Rundfunk, Musik und Internet zusammen. Demzufolge, könnte Berlusconi die Werbeeinnahmen seines Mediakonzerns, um eine Milliarde Euro erhöhen, ohne mit bisher existierenden Gesetzen in Konflikt zu kommen. Darüber hinaus, plant Berlusconi auch, den öffentlichen Fernsehsender RAI zu privatisieren. Die Opposition, sieht das neue Gesetzespaket als verfassungswidrig an und appeliert an den Staatspräsidenten Ciampi, den Entwurf nicht zu unterzeichnen.

(Quelle: Spiegel)  03.12.2003
Filmfest Mannheim-Heidelberg

Die Preisträger 2003

Auch das 52. International Filmfestival Mannheim-Heidelberg hat nun seine Pforten geschlossen und die Gewinner bekannt gegeben. In insgesamt acht Wettbewerben wurden 11 Preisträger ermittelt. Eine Internationale Jury, bestehend aus Mitglieder aus Belgien, Kanada, Deutschland und Ungarn, verlieh den Großen Preis von Mannheim-Heidelberg in zwei Sparten. Bester Spielfilm wurde "Plastic Tree" von Eo Il-Seon aus Korea und den Titel Bester Kurzfilm erhielt "Perebisnes" von Andrus Tuisk aus Estland. Mit dem Spezialpreis der Jury wurde der Schwede Daniel Lind Lagerlöf für seinen Film "Miffo" geehrt. Den Rainer Werner Fassbinder Preis gewann Matias Bize für den Film "Sábado" (Chile). Lobend erwähnt wurden der Japaner Ryuichi Hiroki für "Vibrator" und Blanca Lewin für den Film "Sábado", ebenfalls aus Chile. DerPublikumspreis ging an Goran Rebic für "Donau, Dunaj, Duna, Dunav, Dunarea" (Österreich). Eine zweite Jury, die FIPRESCI-Jury, bestehend aus Mitglieder aus Serbien-Montenegro, den USA, Schweden, Estland und Deutschland, verlieh den Preis der Internationalen Filmkritik an "De arm van Jezus" von dem Niederländer André van der Hout. Die Ökumenische Jury (Schweiz, Deutschland, Dänemark) verlieh ihren Preis and den iranischen Film "Khamoushiye" von Vahid Mousaian. Weiterhin wurden "Levity" von Ed Solomon (USA), "Sábado" von Mathias Bize und "Pod edno nebe" aus Bulgarien von Krassimir Krumov von den Mitgliedern der Jury der Kinobesitzer empfohlen.

(Quelle: Filmfestival)  03.12.2003
Patricia Roc verstorben

Gedenken an britische Darstellerin

Die britische Schauspielerin Patricia Roc ist am vergangenen Dienstag im Alter von 88 Jahren in Locarno an einem Nierenleiden gestorben. Die Schauspielerin, die 1915 ihre Karriere im Theater begann, war zwischen 1945 und 1950 in Großbritannien ein Star, lebte aber zuletzt zurückgezogen in Minusio bei Locarno. Von 1938 bis 1960 spielte sie in rund 40 Filmen, zog sich aber bereits im Alter von 45 Jahren aus der Branche zurück. Ihren größten Erfolg hatte die Darstellerin mit der Hauptrolle im Film "When the Bough Breaks" von Lawrence Huntington (1947). Zuvor spielte sie in britischen Kostümfilmen wie etwa "The Farmer's Wife" (1941) und "The Wicked Lady" (1945).

(Quelle: der Standard) 31.12.2003

Francis Thomson gestorben

Trauer um Dokumentarfilmer

Der Dokumentarfilm-Regisseur Francis Thompson ist nach Zeitungsberichten am zweiten Weihnachtsfeiertag im Alter von 95 Jahren an Lungenentzündung gestorben. Der Regisseur hatte 1965 einen Oscar für seinen Film "To Be Alive!" gewonnen, der für die Vorführung auf drei Leinwänden gedreht worden war. Zu Thompsons herausragenden Arbeiten zählte auch der Film "N.Y., N.Y", der einen Tag in der Metropole dokumentiert. Dabei filmte er Stadt und Menschen vor allem durch Speziallinsen, Prismen und Spiegel. Mit seiner Technik, parallel ablaufende Geschehnisse gleichzeitig auf mehreren Leinwänden zu zeigen, gab der Regisseur wesentliche Anstöße für die Entwicklung von Imax-Filmen, die dem Publikum das Gefühl vermitteln, sich mitten in der Handlung zu befinden.

(Quelle: Abendblatt) 30.12.2003

"Mr. Bean" mal ganz ernst

Klinikaufenthalt

Der britische Komiker Rowan Atkinson, bekannt als "Mr. Bean", hat wegen extremer Depression fünf Wochen in einer Prominentenklinik in den USA zugebracht. Nach Zeitungsberichten hatten vor allem schlechte Kritiken zu der Agentenkomödie "Johnny English" die Lebenskrise ausgelöst. Wie es hieß, will Atkinson nach den Verrissen ein Jahr lang nicht mehr arbeiten. Trotz der schlechten Kritiken aus der Fachpresse war "Jonny English", ein Film über einen tölpelhaften britischen Agenten, in den Kinos ein großer Publikumserfolg.

(Quelle: N-TV) 24.12.2003

Schmidt Nachfolge geregelt

Anke Engelke geht an den Start

Comedy Star Anke Engelke wird ab dem Frühjahr vier mal in der Woche auf Sendung gehen und damit bei Brainpool TV die Nachfolge von Harald Schmidt antreten. "Anke Engelke ist nicht nur Deutschlands witzigster, sondern auch vielseitigster weiblicher Star", so der neue Sat.1-Chef Roger Schawinski. "Von der ersten Stunde an war sie auf unserer Wunschliste die klare Nummer eins - meine Traumbesetzung." Engelke sei vor allem durch ihre großartigen Interviews, perfekte Sketch-Comedy, sowie ihren Gesang die Idealbesetzung für den Sendeplatz. Auch der Comedy Star selbst freut sich auf den neuen Job. "In Sachen Entertainment ist Late Night das Größte. Bislang war es eine heimliche Liebe, ein stiller Traum." Vor Engelke war auch Sandra Maischberger (ARD) als Schmidt-Nachfolgerin gehandelt worden. Harald Schmidt präsentiert heute seine letzte Show nach acht Jahren bei Sat.1.

(Quelle: Spiegel)  23.12.2003
Kopierschutz-Knacker frei

Gericht gab Hacker Recht

Der 20-jährige Jon Lech Johanson wurde am vergangenen Montag von dem Vorwurf der Entwicklung und Verbreitung von Kopierschutzknackprogrammen freigesprochen. "Die Revision wurde abgelehnt", teilte Richter Skjeggestad der Presse mit. Erneut gab damit ein Gericht dem Angeklagten Recht, daß die Anwendung der Software DECSS für den privaten Gebrauch nicht gegen geltendes Gesetz verstoße. Für die Motion Picture Association of America ist dies ein schwerer Rückschlag. Die Branchenvereinigung zeigte sich in einem Statement überaus enttäuscht und forderte den Gesetzgeber auf, "diesen augenscheinlichen Defekt in Norwegens Gesetzen schnellstmöglichst zu beheben". Verbraucherschützer sahen in dem Urteil allerdings einen Sieg für die freie Meinungsäußerung und die Bürgerrechte.

(Quelle: MediaBiz)  23.12.2003
UK Independents

Bessere Regeln

Ofcom, der Regulator der Medienindustrie, stellte gestern ein neues Konzept, dass die Handelsabkommen zwischen Fernsehanstalten und unabhängigen Produzenten regeln soll, vor. Mit den neuen Regulierungen erhofft man sich die Finanzlage der Produzenten, durch mehr Macht bei Verhandlungen mit Rundfunkanstalten, zu verbessern. Dazu gehört u.a., dass BBC, ITV, Channel Five, Channel 4 und S4C Preislisten für den Ankauf der Rechte von Filmen erstellen müssen, die Premieren und eine Anzahl von Wiederholungen umfassen. Regelungen, die Rundfunkstationen die Rechte von Vertrieb an andere Länder und Premiere in Großbritanien sichern, werden abgeschafft. Jedoch wird Ofcom nicht in Debatten zwischen unabhängigen Produzenten und einer Fernsehanstalt eingreifen. Sie schlugen vor Widersprüche durch Schlichtung oder Vermittlung durch einen Nichtbeteiligten, der als Schiedsrichter fungieren soll, vor. Die Vorschriften werden folgendes Jahr, sobald sie von Ofcom offiziel genehmigt sind, in Kraft treten. John McVay, Vertreter der unabhängigen Produzenten, zeigte sich zufrieden. Seiner Meinung nach wäre es ein Schritt in die richtige Richtung. Auch Andrew Zein von Tiger Aspect betonte, dass es vor allem für die kleinen Produktionsfirmen, die die Mehrheit in Großbritannien ausmachen, Verbesserungen bringen würde.

(Quelle: Mediaguardian)  19.12.2003
Pay TV kriegt Hormonschub

Vollerotik ab 2004

Die Landesmedienanstalten (DLM) haben gestern dem Abosender Premiere die Genehmigung erteilt, Erotik Programme anzubieten. Damit wird erstmals im deutschen Fernsehen legal und offiziell ein so genanntes "Vollerotik"-Programm zu sehen sein. Der Start bei Premiere wird nach Angaben aus Senderkreisen wohl im ersten Quartal 2004 erfolgen. Der Abosender plant mit "BlueMovie" und "Erothek" gleich zwei Pornoangebote. Georg Kofler hatte sich seit langem dafür eingesetzt, die Pornografie zum regelmäßigen Bestandteil seines Programms zu machen, um die Attraktivität des Senders für neue Abonnenten zu stärken. Er hat den Medienaufsehern wiederholt zugesichert, für größtmöglichen Jugendschutz zu sorgen. Danach lassen sich die Filme nur nach einem komplizierten und kostspieligen Verfahren abrufen. Darüber hinaus benötigt der Nutzer zusätzlich zu seinem Decoder eine weitere Smart Card, um sich vor dem Abruf der Filme zu legitimieren.

(Quelle: Spiegel)  19.12.2003
DSF in der Gewinnzone

Fußball neues Zugpferd

Seit zehn Jahren existiert der Sportsender DSF und schrieb seither kontinuierlich Verluste in Millionenhöhe. Im Jahr 2003 könnte der Sender zum ersten Mal knapp die Gewinnschwelle erreichen. "Der Break-Even ist 2003 zum Greifen nahe. Wenn das Jahr noch ein paar wenige Tage hätte, würden wir die Gewinnschwelle erreichen", so Senderchef Rainer Hüther. "Nächstes Jahr erreichen wir einen deutlich siebenstelligen Gewinn im unteren mittleren Bereich", kündigte er an. Der frühere Sportkanal von Leo Kirch wurde im Mai 2003 vom Handelskonzern Karstadt-Quelle übernommen. In diesem Zusammenhang erwarb der Sportsender darüber hinaus die Übertragungsrechte der Sonntagsspiele der Fußball-Bundesliga. Dadurch hatte das DSF in der laufenden Saison zusätzliche Werbekunden und Zuschauer gewonnen.

(Quelle: Handelsblatt)  18.12.2003
Die Rückkehr des Königs

Kinostart

In der vergangenen Nacht haben tausende Cineasten den Kinostart von der "Rückkehr des Königs" miterlebt. In zahlreichen deutschen Städten, strömten als Elben und Hobbits verkleidete in das finale Fantasyereignis der Triologie "Der Herr der Ringe". Mit der Rekordauflage von 1330 Kopien, ist der Film nun täglich in den deutschen Kinos zu sehen. Die ersten beiden Teile von Peter Jackson, haben bisher 1,8 Mrd. US Dollar eingespielt. Für den dritten Teil wird eine ähnlich positive Bilanz erwartet.

(Quelle: N-TV)  17.12.2003
Jeanne Crain

Hollywoodstar gestorben

Die Hollywoodschauspielerin Jeanne Crain starb im Alter von 78 Jahren an einer Herzattacke vergangenen Sonntag in ihrem Haus in Santa Monica. Besonders in den vierziger und fünfziger Jahren war sie in vielen Filmen wie "The Gang's All Here", "Home in Indiana" und "Winged Victory" u.a. neben Frank Sinatra ("The Joker is Wild"), Glenn Ford ("The Fastest Gun Alive") und Kirk Douglas zu sehen und wurde 1949 für ihre Hauptrolle in dem kontroversen Film "Pinky" von Elia Kazan sogar für den Oscar nominiert. Darin spielte sie eine junge schwarze Frau, die vorgibt weiß zu sein. Ihre Karriere begann 1945 als sie von 20th Century Fox in einem Schönheitswettbewerb entdeckt und unter Vertrag genommen wurde. Sie heiratete Paul Brinkman und bekam mit ihm sieben Kinder. In den Sechzigern zog sie sich von der Schauspielerei zurück und arbeitete auf ihren beiden Farmen.

(Quelle: BBC)  16.12.2003
Italien ohne Fernsehfieber

Aufruf zum Streik

Die Kulturverbände in Italien haben zur Befreiung von der "Skalverei des Fernsehens" aufgerufen. Unter dem Motto ein Buch statt einer Soap Opera waren die Italiener somit aufgerufen, sich am vergangenen Wochenende dem ersten TV-Streik im Land anzuschließen. "Wir wollen den Leuten klar machen, dass es andere Wege gibt, um die Zeit zu geniessen", so eine Sprecherin des Mailänder Kulturverbands. Das Fernsehen sei nach Meinung des Verbandes der dominierende Grund für Isolation und Schwerfälligkeit. Der Initiative schlossen sich Dutzende von Restaurants, Kunstgalerien, Museen und Buchhandlungen an, die an diesem Wochenende Vergünstigungen zwischen 20 und 40 Prozent anboten. Experten schätzen nach ersten Analysen ein, dass sich rund 400.000 Italiener am Streik beteiligt haben. Nach einer Umfrage eines Forschungsinstituts bezeichnen 68 Prozent der Befragten das Niveau der italienischen Sender als "niedrig" oder sogar "sehr niedrig". Auch die staatliche RAI kommt nicht gerade gut weg: Nur rund 34 Prozent der Zuschauer halten die Programme für befriedigend. Etwas besser sieht es da für Ministerpräsident Silvio Berlusconis Mediaset-Gruppe aus. Mit den Sendern Canale 5, Rete 4 und Italia 1 sind über 41 Prozent der Befragten zufrieden.

(Quelle: BBC)  15.12.2003
Bertelsmann verurteilt

Konzern soll 200 Mio. Euro zahlen

Ein Geschworenen-Gericht in Kalifornien hat den deutschen Medienkonzern Bertelsmann am Donnerstag wegen Vertragsbruchs für schuldig gesprochen. Danach muss der deutsche Medienkonzern zwei früheren Beschäftigen über 200 Millionen Euro zahlen. Die Kläger und ehemalige Beschäftigte von Bertelsmann Andreas von Blottnitz und Jan Henric Buettner behaupten, ihnen sei eine Erfolgsbeteiligung während ihrer Zeit bei der Bertelsmann AG (Gütersloh) zugesichert worden. Von 1995 bis 1997 war Buettner Geschäftsführer von AOL Deutschland. Von Blottnitz übernahm seinen Posten bis 1999. Als dieses Versprechen ausblieb, hatten sie das Unternehmen auf einen "fairen Anteil" an dem Erlös aus dem Verkauf der 50-Prozent-Bertelsmann-Beteiligung an AOL Europe verklagt. Ulrich Koch, Chef-Syndikus von Bertelmann, bewertet die Höhe des verhängten Urteils als viel zu überzogen und stellt in Aussicht, einen neuen Prozess zu beantragen oder gegen das Urteil Berufung einzulegen.

(Quelle: Handelsblatt)  12.12.2003
Jeder will ihn

Schmidt weiter umworben

Die Nachrichten über Harald Schmidt überschlagen sich und täglich häufen sich die Angebote für den Qualitäts-Showmaster (noch) von Sat1. Nach dem ZDF zeigt sich nun auch die ARD, vertreten durch Günter Stuve, daran interessiert, den Talkmaster zurück ins öffentlich-rechtliche Fernsehen zu holen. So erklärte der Programmdirektor des Ersten: "Harald Schmidt ist ein Kind der ARD, wie es kaum ein anderes gibt. Wir hoffen, dass er seine Heimat wiederfindet ." Dennoch sei noch kein offizielles Angebot an den Late-Night-Quotenbringer gemacht worden. Dieser hält sich mit klaren Aussagen zurück und wartet ab, nicht zu letzt, weil selbst bei Sat 1 noch alles offen ist. Hier hat der neue Geschäftsführer Roger Schawinski noch nicht aufgegeben und will sich mit Schmidt in Ruhe aussprechen. Zugleich erklärt sich auch die Bühne des Berliner Ensembles durch Intendant Claus Peymann interessiert. An dem Traditionstheater bietet man dem Moderator mit Theatererfahrung ein Engagement an.

(Quelle: Abendblatt)  11.12.2003
Der Mäzen im Mittelpunkt

WDR Chef wirbt um Schmidt

Noch hält sich WDR Chef Pleitgen vornehm zurück, aber bereits wenige Tage nach der Verkündung vom Ende der Harald Schmidt Show meldet der Intendant öffentlich Interesse an Schmidt an. Mit seinem intellektuellen Anspruch sei der TV-Satiriker "für das öffentlich-rechtliche Fernsehen wie geschaffen". Pleitgen versicherte, er respektiere den offensichtlichen Wunsch Schmidts, derzeit in Ruhe gelassen zu werden. Er werde aber auch nicht tatenlos zusehen, wie der Entertainer von der Konkurrenz umworben wird. Auch das ZDF will Schmidt an sich binden. "Interesse ist auf jeden Fall da", sagte ein Sprecher des Mainzer Senders. "Es gibt bislang keine Gespräche oder Kontakte." Hierfür sei es noch zu früh. Generalsekretär Markus Söder unterstreicht jedoch den Nachdruck des Senders. "Harald Schmidt statt ‚Blond am Freitag' wäre ein Quantensprung in der Qualität." Hans Hermann Tiedje, Vorstand von WMP EuroCom AG denkt in diesem Zusammenhang in ganz anderen Dimensionen. "Wer Schmidt hat, kann was kriegen, z. B. leichter eine Gebührenerhöhung."

(Quelle: Süddeutsche)  10.12.2003
Kreativpause

Ersatz für Schmidt

Nach achtjährigem Bestehen der erfolgreichen "Harald Schmidt Show", verkündete der Entertainer, dass es die Sendung im kommenden Jahr nicht mehr geben wird. Wie Schmidt erläutert, braucht er erst mal eine Kreativ- und Bildschirmpause. Gespräche über eine neue Late-Night-Show sind schon im Gange. Roger Schawinski, der neue Sat1 Chef, plant ein brandaktuelles Format a la David Letterman und Jay Leno. Nach einem geeigneten Moderator wird augenblicklich gesucht. Die letzte Sendung, Schmidts alt bewerter Show, wird am 23. Dezember ausgestrahlt.

(Quelle: Spiegel)  09.12.2003
Kritik der Film-Akademie

Fehlender Bildungsauftrag

Fernsehen ist auch im medialen Zeitalter nicht bloße Unterhaltung. Wer auf billige Shows setzt, statt dem öffentlichen Bildungsauftrag nachzukommen, verfehlt die Ziele des medialen Systems. Zu dieser Erkenntnis ist zumindest Stefan Arndt, Chef der Deutschen Filmakademie, gekommen. So nett auch Shows wie "Unsere Besten" seien, "es gibt eine Bildungspflicht der Öffentlich-Rechtlichen und wir finanzieren dieses System." Aus diesem Grund, so Arndt, hätten es die Deutschen auch schwer auf dem internationalen Markt. Wer ausländische Projekte hierzulande nicht zeigt, braucht sich nicht zu wundern, wenn der Absatz deutscher Projekte stagniert.

(Quelle: Süddeutsche)  08.12.2003
Saban räumt auf?

Sat1-Chef entlassen

Haim Saban, neuer Besitzer des TV-Konzerns ProSiebenSat.1, räumt völlig unerwartet den Vorstand des Unternehmens auf. Nachdem sich der Konzern vor wenigen Wochen von TV-Vorstand Ludwig Bauer trennte, wurden jetzt Sat1-Chef Martin Hoffmann und Nachrichtenvorstand Claus Larass entlassen. Künftig wird der Schweizer Roger Schawinski, der u.a. Tele24, den ersten landesweiten Privatsender in der Schweiz gegründet hat, für Sat1 verantwortlich sein. Larass, dessen Posten nicht neu besetzt werden soll, muss den TV-Konzern zum Jahresende entlassen. Den Abschied von Larass, der früher als Chefredakteur und Herausgeber der Bild tätig war, hatte man in der Branche erwartet, da Saban schon seit längerem auf eine Vorstandsverkleinerung drängte. Bei Sat1 hatte Larass die Integration von N24 und des früheren Sat1- Nachrichtenbereichs maßgeblich geprägt. Als N24-Geschäftsführer wird Torsten Rossmann sein Nachfolger. Rossmann war bislang Konzernsprecher bei ProSiebenSat.1. Schawinskis Rauswurf ist hingegen eine Überraschung, er sollte dem Sender helfen das kommende Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Bereits nach der Übernahme letzten Sommer hatte Saban die Personalpolitik zu ändern. Zunächst schickte er Vertraute, wie den Belgier Guillaume de Posch, der jetzt auch die operativen Geschäfte verantwortet, in den Aufsichtsrat.

(Quelle: Spiegel)  05.12.03
Carl Schenkel gestorben

Regisseur von "Abwärts"

Der aus Bern stammende Filmemacher und Drehbuchautor Carl Schenkel starb vergangenen Montag im Alter von 55 Jahren überraschend an Herzversagen. Angefangen hatte er nach einem Soziologiestudium mit einem Werbefilm über Frankfurt. Danach folgten Assistenzzeiten bei Wolfgang Staudte in Berlin und bei Sigi Rothemund und Harald Reinl München. Bei der Kinderserie "Timm Thaler" fungierte er als Regie-Assistent. Sein Filmdebüt hatte der Schweizer 1981 mit "Kalt wie Eis". Der Fahrstuhl-Thriller "Abwärts", den er 1984 drehte, wurde sein größter Erfolg und machte ihn über Nacht zu dem Hoffnungsträger des deutschen Films. Götz George und Wolfgang Kieling übernahmen darin die Hauptrollen und Hannes Jaenicke war das erste Mal als Schauspieler zu sehen. Sein auf einer waren Geschichte beruhendes Krebs-Drama "Zwei Frauen" wurde 1990 sogar für den Deutschen Filmpreis nominiert. Als letztes drehte er in Deutschland den Krimi "Kalte Küsse" mit Marie Bäumer und Jochen Nickel in den Hauptrollen und den Wirtschafts-Thriller "Feindliche Übernahme" mit Klaus Löwitsch und Désirée Nosbusch. Schenkel lebte seit Jahren in den USA, wo er u.a. den Schach-Thriller "Knight Moves - Ein mörderisches Spiel" (mit Christopher Lampert), "Tarzan And The Lost City" und den Horrorfilm "Die Hexen von Bay Cove" drehte. In seiner Wahlheimat Los Angeles war er aber vor allem fürs Fernsehen tätig. So entstand der Thriller "Silhouette" mit Faye Dunaway. Die TV-Version von Agatha Christies "Mord im Orient-Express" wurde zu einem seiner letzten Projekte.

(Quelle: Spiegel)  04.12.2003
Video on demand

Startprobleme

Die Erfolgsprognosen für das Fernsehen der Zukunft mit Video on Demand haben sich in der Realität bisher noch nicht bewahrheitet. So prognostizierten Analysten für das Jahr 2006 Umsätze von 2,5 Mrd. $ bei europaweit 8,5 Millionen Abonnenten. Von einem Massenmarkt für Pay-per-View-Angebote kann derzeit jedoch keine Rede sein. Aus diesem Grund liegt die Testphase der Telemünchen-Gruppe erst einmal auf Eis. "Wir können jederzeit wieder starten. Aber nur gegen fixe Lizenzgebühren", so ein Sprecher. Ein Erlös-Sharing-Modell, wie in der Testphase praktiziert, rechnet sich für den Filmhändler nicht. Seit Anfang November bietet T-Online in seinem Portal Spielfilme zum Herunterladen an. Die Zugriffsberechtigung zum Preis von 3,50 bis 4 Euro pro Film gilt jeweils 24 Stunden. Das Ziel des T-Online Konzerns sind 500 laufend aktualisierte Filme im Programm. Aber auch Konkurrent Arcor ist mit dem Markt für Video on Demand unzufrieden. "Unsere Umsatzerwartungen sind eher zurückhaltend. Der Markt befindet sich noch im Aufbau."

(Quelle:Financial Times)  04.12.2003
Disney-Konflikt wächst

Disney und Gold gegen Eisner

Die Krise bei Disney hat sich durch vermehrte Kritik an der Firmenpolitik des Vorsitzenden Michael Eisner durch Stanley Gold, einem weiteren Mitglied des Aufsichtsrates, verschärft. Gold, der gestern ebenfalls von seinem Amt zurücktrat, hielt Eisner in einem fünfseitigen Brief schlechte Führung vor und kritisierte weitere Mitglieder der Führungsspitze seine Entscheidungen nur noch bestätigt, anstatt auch geprüft zu haben. Sein abrupter Entschluss folgte dem Vorbild von Roy Disney, der Eisner Habgier und Geldscheffelei vorgeworfen hatte. Beide waren sich in den letzten Jahren über Kritik gegenüber Eisner immer einig und hatten sogar im vergangenen Jahr versucht Eisner seines Amtes zu entheben. Jetzt riefen beide zu Protesten der Aktionäre gegen Eisner auf. Jedoch ist es zu bezweifeln, dass sie damit Erfolg haben werden, da der Konzern im letzten Jahr, besonders durch "Fluch der Karibik", wieder schwarze Zahlen verzeichnen konnte. Und gerade Eisner, seit 1984 in seiner heutigen Position, verhalf dem Unternehmen und den Aktionären zu großen Gewinnen. Trotzdem kündeten Disney und Gold an sich mit den Aktionären zu treffen und über die derzeitige Führung des Konzerns zu sprechen.

(Quelle: Media Guardian)  03.12.2003
Disney ohne Disney

Nur der Dollar zählt

Letzten Sonntag legte Roy Disney sein Amt als Vize-Vorsitzender im Aufsichtsrat von Walt Disney nieder. Es war weniger eine freiwillige Entscheidung als vielmehr durch den Druck des Rates begründet, denn man hatte dem 73 jährigen Neffen des verstorbenen Gründers Walt Disney mitgeteilt, dass man die Regelung mit der Altersgrenze von 72 Jahren auch auf ihn anwenden werde. Damit verlässt das letzte Familienmitglied den weltweiten Mega-Konzern. Er hatte seit 1954 für das Unterhaltungsunternehmen gearbeitet und nimmt seinen Hut nicht ohne deutliche Kritik an der Konzernführung. Es sei, laut eines Schreibens von Disney, auch eigentlich der Vorsitzende Michael Eisner der gehen müsse und nicht er selber. Der seit 1984 das Unternehmen führende Eisner habe die Firmenpolitik so bestimmt, dass das Unternehmen nun in der Öffentlichkeit als "habgierig, seelenlos und stets auf der Suche nach dem schnellen Dollar" wahrgenommen werde. Auch die wirtschaftliche Lage des Konzerns nach Filmflops, negativer Entwicklung bei den Vergnügungsparks und Problemen bei dem eigenen TV-Sender ABC seien Eisner anzurechnen. Dennoch war es Roy Disney selber gewesen, der 1984 mitgeholfen hatte, Michael Eisner an die Führungsspitze zu bringen. Damals hatte Disney auch für wenige Monate den Aufsichtsrat verlassen. War es einst nur ein Schachzug um Eisner zur Macht zu verhelfen, so ist es heute ein definitiver Abschied im Streit mit eben dieser Person.

(Quelle: Media Guardian)  02.12.2003
Coca-Cola bei BBC

Nur inoffizielle Sponsoren

Die BBC wurde gestern durch die Ankündung, dass Coca-Cola neuer Sponsor der Musik Charts bei Top of the Pops wird, in harte Diskussionen um die Werbung von Fast Food bei Kindern verwickelt. Coca-Cola wird laut Vertrag die Single und Album Charts für zwei Jahre sponsern. Deswegen wirft man der Firma vor, ihr Versprechen hinsichtlich Werbung an unter 12jährige zu brechen. Die Zusicherung die Werbung für ihre Getränke nicht an Kinder zu richten, brachte dem Konzern damals viel Zulauf. Die BBC erlaubt als öffentlich bezahltes Unternehmen kein direktes Sponsoring seiner Programme. Genehmigt sind lediglich Erwähnungen von unterstützenden Firmen anderer Events und Produkte.

(Quelle: Media Guardian)  02.12.2003
Berlinale 2004

Erste Kandidaten für Wettbewerb

Die ersten Filme für den Wettbewerb um den Goldenen Bär sind in Berlin bereits eingetroffen. "Die Nacht singt ihre Lieder" heißt der neue Film des deutschen Regisseurs Romuald Karmakar ("Der Totmacher"), der am Wettbewerb teilnehmen wird. Die Liebestragödie, basierend auf einem Theaterstück des norwegischen Autors Jon Fosse, spielt in Berlin und handelt von Enttäuschungen und Erwartungen eines jungen Paares. Vom amerikanische Regisseur Ron Howard, der dieses Jahr einen Oscar für "A Beautiful Mind" erhielt, kommt der Western "The Missing", der auf Motiven von Thomas Eidsons Roman `The Last Ride" beruht. In den Hauptrollen spielen Tommy Lee Jones und Cate Blanchett. "La vida que te espera ("Your Next Life") von Manuel Gutierrez Aragón, der zu den bekanntesten und renommiertesten Regisseuren Spaniens gehört, erzählt eine tragische Liebes- und Familiengeschichte in der ländlichen Abgeschiedenheit Nordspaniens. Aus Kroatien kommt mit "Svjedoci" ("Die Zeugen") von Vinko Bresan ebenfalls ein Wettbewerbsbeitrag. Der Film hat in seinem Heimatland schon zahlreiche Preise gewonnen und wurde für den Auslands-Oscar nominiert. Doch hat er auch für Furore gesorgt, da er vor dem Hintergrund des Jugoslawien-Krieges die fatalen psychischen Auswirkungen von Kriegs- und Gewalterfahrung behandelt. Die dänische Regisseurin Annette K. Olsen kommt mit ihrem zweiten Film "Forbrydelser" ("In Your Hands") nach Berlin. Darin erzählt sie sensibel die Begegnung einer jungen Pastorin mit den Insassen eines Frauengefängnisses.

(Quelle: Spiegel)  02.12.2003
Filmschulfestival München

Preisverleihung

Gestern Abend ging das Filmschulfestival mit der Preisverleihung, bei der insgesamt zwölf Filme ausgezeichnet wurden, die von der fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz von Peter Sehr aus 77 Beiträgen ausgewählt worden waren, zu Ende. Der VFF Young Talent Award für den besten Film, dotiert mit 3000 Euro, ging an "Dremano Oko" von Vladimir Perisic aus Frankreich. Den Student Camera Award für beste Kamera (1000 Euro) erhielt Martijn van Broekhuizen als Kameramann in dem niederländischen Film "Untertage" von Jiska Rickels. Mihal Brezis und Oded Binnun wurden für ihr Drehbuch zu "Oneg Shabat" (Sabath Entertainment) mit dem Luggi-Waldleitner-Preis, gestiftet von der Familie Waldleitner ausgezeichnte. Oscar-Preisträger Rolf Zehetbauer ("Cabaret") war eigens gekommen, um den nach ihm benannten Preis für die beste Szenografie an "Machine" von Jonathan Bentovim, mit einem Szenenbild von Emily Harris (London Film School) zu überreichen. Der ESP-Förderpreis (Stipendium des European Subsidy Program for Young Film Professionals für ein Praktikum bei einer renommierten europäischen Kinoproduktion) erhielt "Lidé z Autobusa" (Passengers) von Vaclav Kadrnka aus Tschechien. Der ProSieben Nachwuchspreis für beste Regie eines deutschen Films ging an Ulrike Grotes "Himmelfahrt". "Fragile" von Sikander Goldau von der HFF München erhielt den Panther-Preis für die beste Produktion eines deutschen Films. Der Special Prize of the Jury ging an "Zwölf 1/2 Minuten" von Joscha Douma. (Filmakademie Baden-Württemberg) und an "Grauzone" von Karl Brettschneider und Christian Haake (Universität für Musik und Darstellende Künste, Österreich). Besonders erwähnt wurden "Excursion" von Cris Jones aus Australien, "Lucie & Vera" von Julia von Heinz, Berlin und "Sea Monsters" von Mark Walker aus Großbritannien.

(Quelle: Movie-College)  01.12.2003

 

November 2003

 

Regensburger Kurzfilmwochen

Die Preise sind raus!

Die Regensburger Kurzfilmwoche ist vorbei. Seit dem 19.11.2003 wurden Filme aus den unterschiedlichsten Ländern vorgestellt und von einer Jury prämiert. Beim Internationalen Wettbewerb erhielt "Skazki Na Bolote" (Russland 2002) von Mikhail Jeleznikov den Kurzfilmpreis des Bayerischen Rundfunks. Den Kurzfilmpreis der Stadt Regensburg gewann "Grauzone" (Österreich 2003) von Karl Bretschneider. "Skazki Na Bolote" (Russland 2003) von Mikhail Jeleznikov wurde besonders erwähnt. Zum Publikumsliebling wurde der polnische Film "Kontroler" von Peter Vogt gekürt. Im Deutschen Wettbewerb gewann "Ich und das Universum" (2003) von Hajo Schomerus den Short Film Award, Andresa Hells "Auf Historischer Mission - Eine Gutenacht-Geschichte" erhielt den Regensburger BMW-Kurzfilmpreis und "Kleiner Havelländischer Hauptkanal" von Dagie Brundert wurde mit dem Max-Bresele-Gedächtnispreis geehrt. Publikumsliebling im Deutschen Wettbewerb war "Finow" von Susanne Quester. Die deutsch-französische Produktione "Rue du Paradis" von Stefan Hofmarksrichter erhielt im Rahmen desRegionalfensters den Regionalpreis. Eine besondere Erwähnung bekam dabei "Wiesbaden Home Video" von Boris Kasbauer. Den Förderpreis des FilmFernsehFonds ging an "Vergessen" von Adam Neumann. Sikander Goldaus "Fragile" wurde besonders erwähnt.

(Quelle: Regensburger Kurzfilmwoche)  28.11.2003
Kriegsgegner Sean Penn

Zurück in den Irak

Schauspieler und Regisseur Sean Penn, der sich bereits letztes Jahr Dezember auf einer Friedensmission im Irak aufhielt, plant eine weitere Reise dahin, um die Menschen und ihr Leben in dem von Krieg zerstörten Land kennen zu lernen. Noch vorher will er seine Notizen von seiner ersten Reise, bei der er Aufsehen erregte, weil er sich öffentlich gegen den Krieg aussprach, im ‚San Francisco Chronicle' veröffentlichen lassen. Derzeit ist er in einen $15 Millionen-Streit mit dem Produzenten Steve Bing, mit dem er einen Film zusammen machen wollte, verwickelt. Der Oscar-Nominierte ("Dead Man Walking", "Sweet and Lowdown", "Ich bin Sam") behauptet, dass Bing ihm seine Rolle wegen seiner Opposition gegen den Irakkrieg verwehrt. Bing wiederum klagt Penn an, dass er ihn erpressen würde.

(Quelle:BBC)  27.11.2003
Kurzfilmwettbewerb

Clips über die Wahrheit

Ein Aufruf für einen Kurzfilmwettbewerb der ganz anderen Art wurde unter dem Motto "Bush in 30 Sekunden" bekannt gegeben. Hierbei sind junge Filmemacher angesprochen, einen 30 Sekunden Film zu erstellen, der die Wahrheit über George W. Bush erzählt. Einreichungen via Internet werden bis zum 05.12.2003 akzeptiert. Der Beitrag des Gewinners wird schließlich in der Woche im Fernsehen gezeigt, in der Bush seine nächste Rede zur Lage der Nation hält. Die Jurymitglieder sind Michael Moore, Donna Brazile, Jack Black, Janeane Garofalo, Margaret Cho und Gus Van Sant.

(Quelle:bushin30seconds)  26.11.2003
US- Senat erlaubt mehr TV-Konzentration

Neue Diskussion entfacht

Der US-Senat hat in den USA die Stellung der Mediengiganten entscheidend gestärkt und per Gesetz legitimiert, dass Medienkonzerne Ihren Einfluss auf lokale Fernsehmärkte erhöhen dürfen. Dennoch wurde in einem Kompromissvorschlag auch ein neues Limit festgesetzt, wonach Medienanstalten in den USA maximal 39% der Öffentlichkeit erreichen dürfen. Erst im Juni wurde ein Limit von 45% Prozent zugelassen und damit die Macht der Mediengiganten vor allem auf lokalen Ebenen gestärkt. Insbesondere von Seiten der Medien wird dieser Einschnitt stark kritisiert. Erst im September diesen Jahres hatte der Senat verboten, daß Medienkonzerne auch Einflüsse in Print und Radio erhalten.

(Quelle: Mediaguardian)  26.11.2003
"Friends" und "Ally McBeal"

Schauspielerin gestorben

Die Schauspielerin Kellie Waymire, bekannt aus den Fernsehserien "Ally Mc Beal" und Friends" ist am 13. November verstorben. Sie starb in Los Angeles, durch einen angeblich unentdeckten medizinisch schlechten Zustand. Die Autopsieresultate gaben keine eindeutigen Hinweise. Kellie Waymire war unter Anderem bekannt durch ihre Arbeit beim Theater wie in den Stücken "Sylvia" oder "utterly irresistible". Ihre Fernsehkarriere begann sie in Sendungen wie "One Life to Live", "Seinfeld" und "Startrek: Voyager". Sie wurde 35 Jahre alt.

(Quelle:ShowBiz)  25.11.2003
Als Hauptpreis neue Brüste

Oder lieber Sender auf den OP!?

In einer belgischen Radio und Fernsehsendung "Zwart of Wit" (schwarz auf weiß), können die Teilnehmer Schönheitsoperationen wie Brustoperationen gewinnen. Parlamentsabgeordnete Magda De Meyer, kritisiert dieses Konzept des Talkshowmasters Jürgen Verstrepen aufs heftigste. De Meyer will die Gewinne sogar verbieten lassen, denn sie tragen zur Vorstellung bei, dass jemand ausschließlich auf Grund seiner Äußerlichkeiten geachtet würde. Verstrepen sieht das alles gelassen und freut sich über die kostenlose Werbung. Schließlich haben sich nun schon 380 Personen in der Show beworben. Eine vergleichbare Sendung gab es in Deutschland auch schon, bei der, der Radiosender 89.0 RTL Schönheitsoperationen an flachbrüstige Frauen verloste.

(Quelle: Spiegel)  25.11.2003
Verbot statt Aufstand

Berlusconi-TV auf Linie

Der Titel der Sendung hatte bereits eine versteckte Programmatik. "Raiot", das klingt beinahe wie riot, Aufstand. Dennoch gab es dafür keine Gelegenheit. Die staatliche italienische Fernsehanstalt RAI hat mal wieder eine regierungskritischen Satiresendung aus dem Programm gestrichen und dies mit rechtlichen Problemen begründet. Tatsächlich steckt natürlich mehr dahinter. In der ersten Folge hatte die Komikerin Sabina Guzzanti mangelnde Informationsfreiheit in Italien kritisiert und sich unter anderen als Ministerpräsident Silvio Berlusconi verkleidet. Daraufhin wollte die RAI Führung alle weiteren Sendungen rechtlich prüfen lassen. Der Sender RAI wird indirekt von der Regierung Berlusconi kontrolliert. Allein im Vorjahr wurden zwei Sendungen gestrichen.

(Quelle: Spiegel)  24.11.2003
Till Eulenspiegel

Oscar-Chancen?

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat in diesem Jahr elf Filme für eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Animationsfilm vorgeschlagen, von denen letztendlich drei der elf Filme nominiert werden. Über die Nominierung darf sich auch Eberhard Junkersdorfs "Till Eulenspiegel" freuen. Nur ein Problem gibt es noch: erst muss der Film rechtzeitig in den USA in die Kinos kommen. Disney hat gleich vier Produktionen im Rennen, neben "Bärenbrüder", "Das Dschungelbuch 2" und "Ferkels großes Abenteuer" startet der große Favorit "Findet Nemo", der einzige komplett am Computer entstandene Film. Alle anderen Produktionen sind auf die traditionelle Art und Weise entstanden. Japan schickt mit "Sennen joyu" ("Millennium Actress") und "Tokyo Godfathers" zwei Filme ins Rennen. Die weitern Nominierten, die auf einen Academy Award hoffen dürfen, sind "Looney Tunes: Back in Action", "Pokémon Heroes", "Die Rugrats auf Achse" und "Belleville Rendezvous". Die am Ende Nominierten werden zusammen mit allen Kategorien am 27. Januar bekannt gegeben und die Verleihung wird am 29. Februar 2004 stattfinden.

(Quelle: Mediabiz)  21.11.2003
Filmkomponist Michael Kamen

55jährig gestorben

Der amerikanische Filmkomponist Michael Kamen, bekannt für seine Soundtracks zu "Brazil" und "Leathel Weapon", ist am Dienstag 55jährig an einem Herzinfarkt gestorben. Der Musiker und Komponist litt seit 1996 an Multipler Sklerose. 1948 in New York geboren, wurde er schon während seines klassischen Musikstudiums an der Julliard-Schule mit seiner Band, dem New York Rock'n Roll Ensemble, durch fünf veröffentlichte Alben bekannt. Danach arbeitete er in den siebziger Jahren u.a. mit Bob Dylan und Pink Floyed zusammen und fungierte 1974 sogar als musikalischer Direktor der "Diamond Dogs"-Tour von David Bowie. Seinen ersten Einsatz als Filmkomponist hatte er 1976 bei Richard C. Sarafians Spionage-Thriller "The Next Man", wo auch Sean Connery mitspielte. Den entgültigen Durchbruch in der Welt des Films hatte er aber erst 1985 mit seiner Komposition zu "Brazil" von Terry Gilliam. Weitere Projekte waren die vier "Leathel Weapon"-Filme, wobei er bei dem ersten mit Eric Clapton ("It's Probably Me") zusammenarbeitete, "Stirb langsam" und 1992 "Robin Hood". Die Ballade "(Everything I Do) I Do It For You", die er als Titelsong zusammen mit Bryan Adams für den Kevin-Costner-Film geschrieben hatte, brachte ihm seinen ersten Grammy und eine Oscar-Nominierung ein. Erfolgreich wurde auch die Filmballade "All For Love" für "Die drei Musketiere" (1995), die unter der Zusammenarbeit mit Adams, Sting und Rod Steward entstand. Ein zweites Mal wurde er mit "Have You Ever Really Loved A Woman" ("Don Juan de Marco"), wieder eine Adams-Kooperation, für den Oscar nominiert. Seinen zweiten Emmy gewann er 2001 für das Album "S&M". Darauf ‚klassifizierte' er als Dirigent des San Francisco Symphony Orchestra Songs der Rockband Metallica.

(Quelle: Spiegel)  20.11.2003
70. MIFED in Mailand

Gemischte Reaktionen

Die Ergebnisse des 70. Mailänder Filmmarktes MIFED sind bei den deutschen Vertretern mit gemischten Gefühlen aufgenommen worden. Während die Verkäufer überwiegend gute Abschlüsse vermelden konnten, war die Stimmung der Einkäufer eher durchwachsen. So wurden beispielweise die deutschen Beiträge "Hierankl " und "Verschwende Deine Jugend " nach Mexiko verkauft. Ein Verkaufshit war auch "Die Geschichte vom weinenden Kamel." Als glückliche Einkäufer präsentierte sich lediglich die Falcom Media Group. Sie erwarb "The Daltons vs. Lucky Luke" und "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran". Im Ergebnis wurde das Angebot jedoch als sehr mittelmäßig beurteilt. Die interessanten Filme habe man schon von anderen Festivals gekannt und seit langem verhandelt. Das MIFED-Angebot habe sich dieses Jahr durch relativ teure Genreware und noch unbekanntere Autorenfilmer ausgezeichnet, während die bekannten Namen eher enttäuschten. Das Angebot der Dokumentarfilme sei dagegen so groß gewesen wie nie.

(Quelle: MediaBiz)  20.11.2003
"Lernort Kino-Schul-Film-Wochen"

Erster Erfolg

In Sachsen-Anhalt, Saarland, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein und Thüringen haben sich für diesen November und Dezember bereits rund 110.000 Schüler angemeldet. Laut Angaben des Instituts für Kino und Filmkultur e.V. (IKF) erwartet man die Teilnahme von über 340.000 Schülern bis Jahresende. 170 Kinos werden währen der Filmwochen Filme für Schüler von der Grundschule bis zur Abiturstufe in der Unterrichtszeit zeigen. Jeder der Filme, wie "Das fliegende Klassenzimmer", Billy Elliot" und "Good Bye Lenin" wurden von der IKF den Altersstufen entsprechend empfohlen. "Gran Paradiso" oder "Verrückt nach Paris" sollen den Kindern und Jugendlichen im "Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen" das Thema näher bringen. Außerdem werden Sonderveranstaltungen mit Regisseuren und Schauspielern, wie Peter Lohmeyer, Kai Wiesinger und Martina Gedeck stattfinden. Für teilnehmende Lehrer werden zur pädagogischen Vor- und Nachbereitung Arbeitsmaterialien für den Unterricht ausgehändigt. "Dies ist ein großer Erfolg und zeigt eindrucksvoll, dass hier ein Bedarf besteht", sagte Horst Walther, der Leiter des Kölner Instituts, das das Projekt initiert hat.

(Quelle: MediaBiz)  19.11.2003
20.000 Unterschriften

Petition für Saruman

Wie schon am 14.11. berichtet wurde, haben sich etliche "Herr der Ringe" - Fans zusammengetan und eine online - Petition unterzeichnet. Bis heute konnten so 20.000 Unterschriften gesammelt werden, die fordern, dass wenigstens die siebenminütige Kampfszene zwischen Saruman und Gandalf in den dritten Teil "der Herr der Ringe" Einzug erhält. Wenn die Petition allerdings nicht erhört wird, müssen sich die Fans mit der DVD - Fassung begnügen, in der die Szene erhalten geblieben ist.

(Quelle: Spielfilm)  18.11.2003
Kinoeinspiel auf Tauchfahrt

Quartalsbericht bei Constantin

Die Constantin Film AG hat im dritten Quartal 2003 einen Umsatz von 34,4 Mio. Euro erzielt. Damit stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,2 Mio Euro. Einbrüche gab es dagegen im Zeitraum Januar bis September 2003. Der Rückgang der Umsatzerlöse beläuft sich hierbei auf Euro 24,3 Mio. Euro. und ist im Wesentlichen auf das geringe Umsatzvolumen aus dem Kinobereich sowie auf die reduzierten sonstigen Umsatzerlöse zurückzuführen. Die Bilanzsumme der Constantin Film AG beläuft sich zum 30.09.2003 auf Euro 276,2 Mio. (31.12.2002: Euro 233,0 Mio.) Die Investitionen in das Filmvermögen stiegen im Vorjahresvergleich um 137 Prozent auf ein Gesamtvolumen von Euro 79,0 Mio. und entfallen mit Euro 66,5 Mio. auf Eigenproduktionen und Euro 12,5 Mio. auf Fremdproduktionen.

(Quelle: Constantin)  17.11.2003
SWR Mediapreis

Harald Schmidt ausgezeichnet

Harald Schmidt, Late Night Ikone von Sat.1, erhält den Hans Bausch Mediapreis des Südwestrundfunks 2003. Als Laudator wird am 21. November SWR-Intendant Peter Voß persönlich auftreten, um Schmidt für seine Verdienste zu ehren. In der Begründung hieß es, Schmidt gelinge es, "der Fernsehunterhaltung immer wieder frische Impulse zu geben und gerade jüngere Zuschauer zu einem distanzierteren, kritischeren und selbstkritischeren Umgang mit dem Medium Fernsehen anzuregen."

(Quelle: medieabiz)  14.11.2003
Rückwärtsgang an Universitäten?

Briefe gegen "Kahlschlag"

Pro Jahr müssen 600 Stellen abgebaut werden um die 10% Budgetkürzung aufzufangen. Die diversen Fachschaften an den Universitäten fordern derweil die Studenten auf, gegen den Kahlschlag Briefe an die Verantwortlichen zu senden. Bis es allerdings möglich ist die Studiengebühren in Bayern einzuführen, muss das Bundesverfassungsgericht über die Änderung des Hochschulrahmengesetz entscheiden, in welchem das Verbot von Studiengebühren bislang noch verankert ist. Wie Hartmut Beister, Sprecher der Landesvertretung Akademischer Mittelbau äußerte, gibt es nur eine Möglichkeit den steigenden Studentenzahlen an den Hochschulen gerecht zu werden: "Den Ministerpräsidenten stoppen!".

(Quelle: Spiegel)  13.11.2003
ARD-Vorsitzender fordert

Einbeziehung in Rundfunkdebatte

ARD-Vorsitzender Jobst Plog forderte in einem Schreiben an die Ministerpräsidenten von Bayern und Rheinland-Pfalz, die ARD an der Diskussion über Strukturreformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu beteiligen. Noch diese Woche soll eine Ministerpräsidentenkonferenz unter Vorsitz von Stoiber in München stattfinden. Plog hofft, dass man den Intendanten der neun Landesrundfunkanstalten davor noch die Möglichkeit gibt, zu den Vorschlägen der Ministerpräsidenten aus Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern Stellung zu nehmen. Man erwartet, dass die Strukturreform mit den ARD-Anstalten diskutiert wird, bevor die Ministerpräsidentenkonferenz dazu Entscheidungen trifft.

(Quelle: mediabiz)  13.11.2003
Deutscher Kurzfilmpreis 2003

BKM vergoldet Kurzfilme

Insgesamt waren dieses Jahr für den Deutschen Kurzfilmpreis 2003 zehn Filme vom Kulturstaatsministerium nominiert wurden. Allein mit dieser Nominierung ist eine Prämie von 12.500 Euro verbunden. Ausgezeichnet mit dem Kurzfilmpreis in Gold wurden Edina Kontsek für "Der Schüler" in der Kategorie ‚Laufzeit bis 7 Minuten', Sven Taddickens "Einfach so bleiben" (‚Laufzeit 7-15 Minuten') und Oliver Husain für den Animationsfilm "Q". Für diese Auszeichnungen erhalten die Filmemacher zusätzlich eine Prämie von je 30.000 Euro. Das Preisgeld ist für alle Nominierten und Preisträger an die Herstellung eines neuen Kurzfilms oder Films mit künstlerischen Rang gebunden.

(Quelle: mediabiz)  12.11.2003
Rundfunkreform

Alles spart, ARD und ZDF auch?

Die Ministerpräsidenten von Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben ein Papier zum Umstrukturierung des öffentlichen Rundfunks vorgelegt. Dabei knüpfen die Politiker an die Forderung Edmund Stoibers bei den Medientagen in München an, auch eine gemäßigte Anhebung der Rundfunkgebühren nicht zu unterstützen. Die Reformvorschläge der Ministerpräsidenten sehen in erster Linie Kürzungen und Streichungen vor. So sollen neue Kredite in Zukunft unter dem Posten "zusätzliche Sparmaßnahmen" laufen. Wer also Schulden macht, muss im Ergebnis mehr sparen. Auch beim Personal sind tiefe Einschnitte erforderlich. Zudem müsse die Zahl der Rundfunksender von neun auf sechs reduziert werden. Kleinere Sender wie Radio Bremen oder HR sollen mit großen zusammengehen. Entsprechendes gilt jedoch für die Fernsehsender. So könnten die Kultursender ARTE und 3Sat zusammengelegt werden. Prestigeträchtige teure Digital-Programme wie beispielsweise der ZDF-Theaterkanal sollten sogar ganz wegfallen. ZDF Chef Markus Schächter sprach in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung von "massivsten Eingriffen in die Rundfunkverfassung." Vor allem durch die Einschränkungen im digitalen Bereich würden in erster Linie die privaten Sender aus Köln und München profitieren. SWR Chef Peter Voß ging sogar noch einen Schritt weiter und drohte mit dem Gang nach Karlsruhe.

(Quelle: Spiegel)  12.11.2003
Filmförderungsgesetz

Verabschiedung von der Filmförderung

Bereits diesen Donnerstag könnte das neue Filmförderungsgesetz im Bundestag verabschiedet werden. Nachdem sich letzte Woche die Kulturstaatsministerin Christina Weiss mit ARD und ZDF darüber geeinigt hatte, dass die öffentlich-rechltichen Sender auf einen zweiten, zuvor vehement verlangten Sitz in der Vergabekommission der Filmförderungsanstalt (FFA) verzichten, sie die parteilose Kulturstaatsministerin nun den Weg frei für ein erfolgreiches Beenden des Gesetzgebungsverfahrens.

(Quelle: mediabiz)  11.11.2003

Tatsächlich stellt sich der Ministerin und dem neuen Gesetz keine Partei oder Organisation mehr entgegen, denn kritische Stimmen insbesondere aus dem Lager der Independent Filmer werden nicht berücksichtigt. Hier mangelt es an einer Vereinigung der zahlreichen unabhängigen Filmer zu einer starken Interessensvertretung. Mehrheitlich bewertet man bei den Independents die neuen Richtlinien der FFA als Sicherung des Zugangs zu Fördermitteln für Diejenigen, die bereits über ausgiebige Mittel und Möglichkeiten verfügen, während kleine Firmen und unabhängige Filmer weiter aus dem Markt verdrängt werden könnten.

Movie-College (mehr zum FFG)

No (Soap) Sex please

Teenager gegen unrealistische Sexszenen

Teenager finden Sexszenen in Soaps, wie "EastEnders", zu unrealistisch, da Beziehungen sich zu schnell entwickeln und immer zu einem vorhersehbar moralistischen aber unwahrscheinlichen Resultat führen: Schwangerschaft. BBC-Direktor Stephen Whittle gab zu, dass man mit "EastEnders" in der Klemme stecke. Würde man es ‚realistischer' machen und die weiblichen Darsteller würden nach Sex nicht immer schwanger werden, käme es zu einem Aufschrei unter bestimmten Gruppen, da Teenager oftmals Soaps als Leitbild in Fragen Beziehung und Sex nehmen. Andere Jugendliche empfanden jedoch, dass der Realismus ‚moralischen Botschaften' geopfert wurde und die Serien viel zu oft einen predigenden Ton erhielten, der aus dem Mund von Sozialarbeitern stammen könnte. Weiterhin beschwerten sich die Teenager, dass Affären zwischen den Charakteren sich zu schnell und zu oft entwickelten nur um etwas geschehen zu lassen. Auch erkannten sie, dass Treue, Respekt und Vertrauen in den Beziehungen hervorgehoben wurden, und dass es immer Konsequenzen hatte, wenn diese Werte verletzt wurden.

(Quelle: mediaGuardian)  11.11.2003
Programmreform bei Arte

Stärkere Zuschauerbindung

Ab Januar 2004 will Arte mit neuen Programmen und neuem Programmschema mehr Zuschauer locken. Vor allem soll Dokumentationen und Kurzfilmen ein größerer Senderplatz eingeräumt werden. Auch will man sich vermehrt Magazinen, Kultur und Information widmen, bei denen neue Moderatoren zur Zuschauerbindung beitragen sollen. Das Fernseh- und Spielfilmangebot wird weiterhin ein Eckpfeiler des Arte-Programms bleiben, so Programmdirektor Victor Rocaries. Neu sind der Dokumentationssendeplatz "Arte Entdeckung", das deutsch-französische Magazin "Karambolage", das tägliche "Kulturjournal", die Sendung "Performing Arts", der Kurzfilmsendeplatz "Medium" und das internationale Nachrichtenmagazin "Arte Reportage".

(Quelle: mediabiz)  07.11.2003
Berlinale 2004

Retrospektive: New Hollywood

Das Kino des New Hollywoods wird unter dem Titel "Trouble in Wonderland" Thema für die Retrospektive der Berlinale im nächsten Jahr. Es werden insgesamt 66 Filme von großen Regisseuren, wie Martin Scorsese, Arthur Penn, Peter Bogdanovich und Francis Ford Coppola und mit Schauspielern wie Robert De Niro, Al Pacino und Peter Fonda aus der Umbruchperiode des amerikanischen Films zwischen 1967 und 1976 gezeigt. Die Studioära war zu dieser Zeit am Ende und der Film wurde aus den Studios auf die Straße geholt. Die Retrospektive wird vom Filmmuseum Berlin, unter der Leitung von Hans Helmut Prinzler, organisiert.

(Quelle: mediabiz)  06.11.2003
Realty bytes

Neuer TV-Wahn in den USA

Hast du das Zeug zu einem Pornostar? Dies ist keine unmoralische Frage, sondern eine neue Show im amerikanischen TV. Geplant ist die Sendung von Silhouette Productions in sieben Teilen auf diversen pay-per-view channels. In jeder Folge werden vier Frauen für Fotoaufnahmen, Interviews und andere "Überraschungen" nach Los Angeles gebracht. Die Zuschauer wählen dann acht Kandidatinnen in das große Finale zur Wahl der Pornoqueen. Die Produzenten betonen dabei, dass es sich keinesfalls um eine Sendung handelt, die ausschließlich Männer anspricht. Sie sei durchaus auch für Ehefrauen oder Freundinnen geeignet, die sich für reality TV interessieren.

(Quelle: CNN)  06.11.2003
Wallace & Gromit

Dreharbeiten haben begonnen

Die Dreharbeiten zu dem neuen Wallace & Gromit Film haben nun nach zweijähriger Vorbereitungszeit begonnen. "Curse of the Wererabbit" soll der Knetanimationsfilm von Nick Park diesmal heißen. Zwei neue Figuren, Lady Tottington und Lord Victor Quartermaine, werden von den Schauspielern Helena Bonham Carter und Ralph Fiennes gesprochen. Peter Sallis wird erneut seine Stimme Wallace leihen. Die Produktionszeit ist auf 18 Monate angesetzt. Den Verleih des Films, der September 2005 in die Kinos kommen soll, übernimmt Steven Spielbergs DreamWorks Pictures.

(Quelle: Movie-College)  05.11.2003
"Freakstars 3000" 

In Berliner Kinos

"Freakstars 3000", ein Film bestehend aus noch ungesehenen Szenen des VIVA-Formats, von und mit Behinderten, soll ab dem 20. November mit drei Kopien regulär in die Berliner Kinos kommen. Das ungewöhnliche Projekt, produziert von Royal Produktion und Filmgalerie 451, wurde bereits auf den Internationalen Filmtagen in Hof vorgestellt und soll am 16. November an der Berliner Volksbühne Premiere feiern.

(Quelle: Mediabiz)  05.11.2003
Digitale Alpenantennen

DVB-T in Österreich

Am Montag wurde in Wien ein Vertrag unterzeichnet der einen Testbetrieb für den digitalen Fernsehempfang über Antenne (DVB-T - Digital Video Broadcast - Terrestric) regelt. Danach soll vom 1. April bis 30. Juni 2004 in 150 Haushalten in Graz das digitale Fernsehen über die Hausantenne mit entsprechenden digitalen Endgeräten empfangen werden können. Es wird erwartet, dass die Verbraucher die neue Technik bereitwillig annehmen werden. Hierfür spricht, dass 200.000 Österreicher bereits Angebote wie das vom ORF digital über Satellit empfangen. Zu dem Projekt fanden sich neben dem ORF auch die Telekom Austria, Siemens Österreich und die Rundfunk- und Telekom-Regulierungs GmbH zusammen. Sie beschlossen auch für den digitalen Sendebetrieb einen herkömmlichen analogen Kanal zu verwenden und ihn in vier digitale aufzusplitten. Der ORF erhält zwei Kanäle, ATVplus den dritten und der vierte bleibt zunächst reserviert für neue technische Möglichkeiten.

(Quelle: MediaBiz)  04.11.03
Bambi -Verleihung

Die Auszeichnungen

Gerstern wurde erneut der Bambi des Münchner Burda-Verlags verliehen. Mal wieder wurde dabei der Film "Good Bye Lenin" geehrt. So wurden die Hauptdarsteller Daniel Brühl, Florian Lukas und Katrin Saß in der Kategorie "Film National" ausgezeichnet. Acht Tage vor seinem 100. Geburtstag wurde darüber hinaus Schauspieler-Legende Johannes Heesters geehrt. Den Bambi für die beste Moderatorin nahm Elke Heidenreich entgegen. Einen Bambi als "TV-Ereignis des Jahres" erhielt auch "Das Wunder von Lengede" und seine Hauptdarsteller Heino Ferch, Jan Josef Liefers, Heike Makatsch, Armin Rohde und Nadja Uhl.

(Quelle:Mediabiz)  28.11.2003
Ägyptische Filmpionierin

Mary Queeny gestorben

Die ägyptische Film-Pionierin und Schauspielerin Mary Queeny starb 90-jährig letzten Dienstag in ihrem Haus in Kairo an einer Herzattacke. Geboren im Libanon, zog sie 1933 nach Kairo, wo sie die Staatsbürgerschaft erhielt. Sie produzierte und spielte in mehr als 45 Filmen. Zu ihren bestbekanntesten gehören "The Seventh Wife", "Sacrificing My Love" und "Prisoner No 17". 1944 gründete sie gemeinsam mit ihrem Ehemann, dem Regisseur Ahmed Galal eine Produktionsfirma, die Ägypten an die Spitze der arabischen Filmindustrie brachte und vielen jungen Schauspielern und Filmemachern zu ihrem Durchbruch in der Branche verhalf.

(Quelle:BBC)  27.11.2003
23. internationales Festival der Filmschulen

Gestern eröffnet

Gestern Abend wurde im Münchner ARRI-Kino mit dem Dokumentarfilm "Die Geschichte vom weinenden Kamel" das 23. internationale Festival der Filmhochschulen eröffnet. 77 Spielfilme, Dokumentationen und Animationsfilme von 43 Filmschulen aus aller Welt werden bis Sonntag im Filmmuseum der  Öffentlichkeit präsentiert. Am Sonntag werden die besten Filme von einer Jury, deren Vorsitz Bundesfilmpreisträger Peter Sehr ("Kaspar Hauser", "Love the hard way") übernommen hat, prämiert. Das Movie-College ist live dabei und berichtet.

(Quelle:Movie-College)  27.11.2003
SeaQuest-Darsteller Brandis

begeht Selbstmord

Der Tod des jungen Schauspielers Jonathan Brandis, war nach Angaben des Bestatters ein Selbstmord. Brandis, der in Spielbergs "SeaQuest DSV" mitspielte, starb am 12. November. Seine Fernsehkarriere begann er mit sechs Jahren, wie Kellie Waymire in der Soap "One Life to Live". Gastrollen hatte er unter Anderem in "L. A. Law" und "Who's the Boss?". Für das Kino spielte er Rollen in Filmen wie "Die unendliche Geschichte 2" oder "Sidekicks" mit Chuck Norris. Er wurde 27 Jahre alt.

(Quelle:CNN)  26.11.2003
Indiskretion der Medien

soll Verhaftung  verhindert haben

Auf einem Begräbnis, dem der türkische Primeminister beiwohnte, "maßregelte" der Polizeichef, Tayyip Erdogan, die örtliche Presse, die Details zweier Selbstmordattentäter enthüllte. Diese Indiskretion der Medien, brachte andere Mitglieder des Terror Netzwerkes dazu fünf Tage später, ein zweites Attentat, diesmal auf das britische Konsulat und die HSBC Bank auszuführen, behauptet Erdogan. Durch die Enthüllung der Identitäten der ersten Terroristen, konnten die des zweiten Attentates den Fingern des Sicherheitsservice entgehen. "Im Namen der Pressefreiheit, mussten 27 Menschen sterben" so Celalettin Cerrah, Führer des Sicherheitsservice.

(Quelle: Guardian)  25.11.2003
Jungautor verweigert Preis

Sponsoren ausländerfeindlich

Letzten Donnerstag weigerte sich Hari Kunzru, einer von Großbritanniens vielversprechendsten jungen Autoren, einen von der ‚Daily Mail' und ‚Mail on Sunday' gesponserten Preis anzunehmen. Den mit £5,000 dotierten ‚Llewellyn Rhys' Preis, den er für sein Debütwerk "The Impressionist" bekommen sollte, wies er wegen der anhaltenten "Feindseligkeit der Zeitungen gegen schwarze und asiatisch-stämmige Briten" zurück. Er hätte nicht gewusst, dass seine Verleger sein Buch für den Preis eingeschickt hatten. Als Sohn eines Immigranten spüre er die Vorurteile, die auch von der Presse gefördert werden, nur zu deutlich. "Ich hege nicht den Wunsch auch noch davon zu profitieren", begründete er. Der 33jährige Autor nahm selbst nicht an der Preisverleihung teil und lies sein Statement stattdessen von seinem Agenten Jonny Geller verlesen. Dieser erklärte im Namen von Kunzru weiter, dass "The Impressionist" ein Roman über die Absurdität einer Welt, in der die Rasse der hauptbestimmende Faktor der Identität einer Person ist, sei. Deswegen bat Kunzru darum das Preisgeld dem Flüchtlingsparlament zu spenden. Peter Wright, Herausgeber der ‚Mail on Sunday' erklärte sich bereits damit einverstanden. Gleichzeitig wurden sich die Preisrichter und Sponsoren darüber einig, den Preis so schnell wie möglich an einen anderen Autor zu verleihen. Außerdem forderten die Herausgeber Kunzru auf die Artikel zu benennen, in denen die Zeitungen Ausländerfeindlichkeit unterstützten, und selbst einen Artikel zu verfassen, in dem er seine Meinung zu den Aktionen der Regierung in Hinblick auf das Thema erläutert.

(Quelle: Mediaguardian)  24.11.2003
Gute Zahlen, schlechte Stimmung

Rücktritt von Schulte-Hillen

Trotz guter Zahlen bei Bertelsmann gibt es beim Medienkonzern Querelen um eine gemeinsame Linie. In der Folge hat gestern Aufsichtsratschef Schulte-Hillen seinen Rücktritt bekannt gegeben. Damit ist der 63-Jährige das letzte Opfer im Machtkampf um die Zukunft des Unternehmens. Zentraler Streitpunkt bei Bertelsmann ist der Handlungsfreiraum der Manager, der nach Meinung der Gründerfamilie Mohn zu groß geworden ist. "Es ist gefährlich, Manager zu haben, welche insgeheim ihre persönlichen Ziele im Unternehmen als vorrangig bewerten", klagte Reinhard Mohn. Aus diesem Grund forderte er wieder einen wachsenden Machtanspruch der Gründerfamilie, die 75% des Unternehmens hält. Aus diesem Grund musste auch im Sommer 2002 Konzernchef Middelhoff, der Bertelsmann in die Internet-Ära geführt und ihm Milliardengewinne verschafft hatte, gehen. Zu auffällig hatte er wohl mit dem Gedanken geliebäugelt, den Familienkonzern zu einem "ganz normalen" börsennotierten Unternehmen zu machen. Zum neuen Gegner der Gründerfamilie wurde dann Aufsichtsratschef Schulte-Hillen. Endpunkt der Auseinandersetzung war schließlich eine geplante Fusion der Bertelsmann-Musiktochter BMG mit Sony Music. Als einziger im Aufsichtsrat stimmte Schulte-Hillen gegen die Pläne.

(Quelle: Süddeutsche Zeitung)  21.11.2003
Ish gegen Premiere

Konkurrenz beim Abofernsehen

Kabelnetzbetreiber Ish möchte in Zukunft dem Abosender Premiere Konkurrenz machen. So bietet das Unternehmen als einer der ersten Kabelnetzbetreiber in Deutschland digitale Programmpakete an - inklusive Kinohits auf Bestellung. Zunächst beschränkt sich die Reichweite des neuen Angebotes auf eine halbe Million Haushalte in Düsseldorf, Köln, Bochum, Dortmund und Neuss. Im nächsten Jahr soll die Kapazität auf vier Mill. Haushalte ausgebaut werden. Die notwendige Box ist für drei Euro Monatsmiete zu haben. Pro Programm wird dann ein Euro berechnet, bei mindestens drei Monaten Mindestlaufzeit. Insgesamt bietet der Netzbetreiber 38 Pay-TV- Programme.

(Quelle: Handelsblatt)  20.11.2003
New Reality in Rußland