Eigentlich schlucken heimische Fernsehzuschauer so ziemlich alles.
Ungewöhnlich, dass sich hier und da doch mal jemand beklagt über
eines der vielen unterirdischen TV-Spiele. Marianne Wellershoff lässt
im Spiegel höflich aber begründet, ihrem Unmut freien Lauf. Das macht
Mut für ein kritischeres Fernsehjahr!.
Die Story von Alexander dem Großen wird zum Wettlauf mit der Zeit.
Baz Luhrmann und Oliver Stone wollen im Frühjahr oder Sommer beginnen,
ein Epos über den klassischen mazedonischen Feldherren zu drehen.
Darsteller von Mel Gibson bis Leonardo di Caprio stehen in den
Startlöchern, die Hauptrolle zu übernehmen. Damit treten sie in die
Fußstapfen früherer Alexander-Verfilmungen etwa von 1956 mit Richard
Burton.
Berühmt wurde er mit der Regie zu "Butch Cassidy und Sundance
Kid" und "Der Clou". Doch auch mit späteren Arbeiten
wie "Tollkühne Flieger" oder "Garp und wie er die Welt
sah" setzte er sich filmische Denkmähler. Am 27. Dezember starb
er in seinem New Yorker Apartment
Wim Wenders fühlt sich von seinen Partnern, darunter auch der
derzeitige Holding-Vorstand Christian Leonhardt, betrogen. Vorbei die
Glanzzeiten, als z.B. die "Das Werk AG" bei ihrem Börsengang
gleich am ersten Tag 115 Prozent zulegte. 2 Millionen Euro Steuern habe
er in den letzten zwei Monaten nachgezahlt, und von der
Cash-Ausschüttung seiner Partner bei Gründung der AG, in Höhe von 8
Millionen Mark pro Kopf, habe er auch nichts mitbekommen. Nur
Aktienanteile hat er bekommen, die einer Sperrfrist unterlagen, und er
somit zwischenzeitlich in Liquiditätsmangel kam. Da musste er dann
Anteile für 600.000 Euro gesellschaftsintern verkaufen, um Steuern
zahlen zu können. Und nun soll dies nur ein Darlehen gewesen sein,
dass er zurückzahlen soll. Ganz am Boden scheint Wenders jedoch noch
nicht zu sein, immerhin hat er zusammen mit einem Partner dem
Insolvenzverwalter ein Angebot gemacht, um seine damals in die AG
eingebrachten Road-Movies-Anteile zurückzukaufen.
Der französische Independant Verleih "Mercure Distibution"
wird liquidiert. Unter der Leitung von Jaques Le Glou hatte der Verleih
international anerkannte Filme wie "Harry meint es gut mit
Dir" oder "Schöne Venus" erfolgreich vertrieben. Le
Glou kündigte allerdings an, dass er schon einen Vertrag mit
"Films Distibution" als Berater unterschrieben hat, bleibt
dem französischen Film somit erhalten.
Die private Beteiligungsgesellschaft Permira übernimmt den Pay-TV
Sender Premiere, inklusive eines Großteils der Aktien. Premiere ist
der erste Teil des zusammengebrochenen Kirch-Imperiums, der einen neuen
Investor gefunden hat. Für das 4.te Quartal 2002 erwartet Premiere
ausserdem einen Rekordzuwachs an Abonennten, allein für Dezember etwa
100.000.
Gilles Jacob, derzeitiger Präsident der Filmfestspiele in Cannes,
ist bereits seit 25 Jahren dabei, davon 20 Jahre als Kopf der
Auswahlkommission. Diesen Job gab er allerdings vor 2 Jahren an Thierry
Fremaux und Veronique Cayla ab, hatte aber immer noch einen wichtigen
Anteil bei der Auswahl für die Hauptkategorien. Er wurde einstimmig
von den 28-Jurymitgliedern wiedergewählt, und erhielt einen neuen
Drei-Jahres-Vertrag als Präsident.
In Ihrer 81. Sitzung am 17. Dezember 2002 in Berlin, unter dem
Vorsitz von Herrn Gunther Witte, vergab die Filmförderungsanstalt (
FFA ) Fördergelder für vier Drehbuchprojekte und die Fortentwicklung
eines Drehbuchs. Die neuen Einreichungstermine für das Jahr 2003 sind
der 31. Januar, 30. April, 30. Juli und 30. September.
Von den knapp 10% Marktanteil des deutschen Films hierzulande,
wurden gut 2/3 von Bernd Eichingers Constantin Film in die Kinos
gebracht. Dazu gehören auch die 6 erfolgreichsten „deutschen"
Produktionen dieses Jahres, „Bibi Blocksberg"
(2,1 Millionen), das fernwehige „Nirgendwo in
Afrika" (1,3) die erotisch verklemmten „Knallharten
Jungs" (1,0), das Science-Fiction-Abenteuer „Resident
Evil", Doris Dörries „Nackt"
und die zweite Auflage von „Erkan & Stefan".
Nicht auszudenken wo wir ohne Eichinger wären ...
In der vergangenen Nacht fand deutschlandweit die
Premiere des 2.Teils der „Herr der Ringe"-Verfilmung statt.
Begeistert verließen die zum Teil verkleideten Tolkien-Fans in den
frühen Morgenstunden die nahezu ausverkauften Kinosäle. Heute sollen
„Die zwei Türme" weltweit in die Kinos kommen, mit allein 1000
Kopien in Deutschland. In vielen Städten wurde dem Premierenpublikum
ein besonderes Vorprogramm geboten. Aufgrund zahlreicher
Kartenvorbestellungen wird dem Film schon jetzt ein gigantischer Erfolg
prophezeit und als ernstzunehmende Konkurrenz für Harry Potter und
James Bond betrachtet.
Für die amerikanische Filmindustrie scheint 2002 ein absolutes
Rekordjahr gewesen zu sein, sofern sich die bisher geschätzten
Einnahmen von 10 Mrd.
$ bewahrheiten
werden.Sechs Filme durchbrachen die 200 Mio. $-Grenze und weitere18
spielten immerhin noch 100 Mio. $ ein. Besonders vor dem Hintergrund
eine ansonsten eher vor sich plätschernden Wirtschaftssituation ist
das Ergebnis für Amerika ein großer Erfolg. Für 2003 und 2004 sind
bereits zahlreiche Fortsetzungen von Kinoerfolgen wie Matrix,
Terminator, Spider Man und Herr der Ringe geplant. Man darf gespannt
sein, ob im nächsten Jahr an die rekordverdächtigen
Einspielergebnisse angeknüpft werden kann.
(Quelle:
Financial Times) 18.12.02
Es bleibt spannend
The Blues Brothers strike back
Michael und Rainer Kölmel werden mithilfe der nun zugesicherten
Finanzierung durch die Stadtsparkasse Leipzig das insolvente
Unternehmen Kinowelt übernehmen. Verwunderlich bei diesem Deal ist,
dass den Kölmelbrüdern, angesichts der Tatsache, dass sie diejenigen
waren, die das Unternehmen den Zustand der Insolvenz beschert haben,
dennoch ein derartiges Vertrauen entgegengebracht wird. Auch, dass die
Staatsanwaltschaft gegen Michael Kölmel wegen des Verdachts auf
Untreue und Insolvenzverschleppung ermittelt, scheint man nicht so
ernst nehmen zu wollen.
Hollywoodfirmen, wie Disney, Warner Bros., oder MGM wollen sich
gerichtlich gegen den Verleih und Verkauf von „gesäuberten Filmen“
wehren. Damit schließe man sich einer Klage von Filmemachern an, die
sich gegen - angeblich - speziell auf Zensur spezialisierte Firmen
wendet. Zuvor versuchte das Video-Unternehmen Clean Ficks sich gegen 16
prominente Regisseure das Recht einzuklagen, anstößige, brutale und
erotische Szenen aus Videos herauszuschneiden. Der Verband der
Regisseure reagierte daraufhin mit einer Gegenklage.
In dem neuem James Bond-Streifen „Die Another Day“ stehen
koreanische Agenten auf der Seite der Übeltäter und machen dem
britischen Spion das Leben schwer. Jetzt meldet sich Nordkorea in der
Realität zu Wort und ruft die USA dazu auf, den Film nicht länger in
den Kinos zu zeigen. Dieser sei eine Beleidigung für die gesamte
koreanische Nation und stelle das Land als einen Teil der „Achse des
Bösen“ dar.
Am Donnerstag wurde in England der 56 jährige Allen Watts
verurteilt. In seiner Video-Kopierfirma hatte er jahrelang Blockbuster
wie „Herr der Ringe“, „Gladiator“, „Matrix“ u.a. eine
halbe Million Mal illegal auf Video kopiert. Der Schwindel fiel auf,
als zahlreiche Kunden ihre Videobänder wegen mangelhafter Qualität
wieder in Videotheken zurück brachten. Daraufhin schaltete die
englische Anti-Piracy-Vereinigung FACT Privatdetektive ein.
Am Donnerstag begann ein Team von Ermittlern der Pariser
Staatsanwaltschaft mit der Untersuchung wegen falscher Buchführung
gegen die Vivendi Universal's in Paris. Auch die Privatresidenz des
ehemaligen Vorsitzenden Jean-Marie Messier wurde dabei durchsucht.
Die Irak-Politik von George W. Bush scheint in Hollywood keinen
Nährboden zu finden. Über 100 amerikanische Prominente protestierten
in einem Brief an den US-Präsidenten gegen eine militärische Lösung
des Irak-Konflikts. Unter den Unterzeichnern finden sich Namen, wie Kim
Basinger, Matt Damon, Helen Hunt, Samuel L. Jackson, Susan Sarandon,
oder Ethan Hawke, aber auch Persönlichkeiten aus Diplomatie und
Militär. Schauspieler Martin Sheen überreichte den Protestbrief mit
den Worten: „Ich war immer der Überzeugung, dass Krieg nur
Verzweiflung widerspiegelt, und ich weigere mich, verzweifelt zu sein“.
Angeblich soll aus finanziellen Gründen das „katholische Institut
für Medieninformation“ eingestellt werden, wodurch auch der „Filmdienst“,
sowie die „Funkkorrespondenz“ in ihrer Existenz bedroht wären. In
einem Brief an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz
schreiben Vertreter der Kurzfilmtage: „Für uns
wie für alle filmkulturell arbeitenden Institutionen in Deutschland
ist der „filmdienst“
eines der wichtigsten Medien der Reflektion und der Information. Sein
enormes Fachwissen, seine Kompetenz, sein Stamm versierter Autoren und
vor allem seine inhaltliche Qualität machen ihn unersetzbar.“
Der deutsche Film hat es schwer dieses Jahr, nur magere 10%
Marktanteil konnte er gegen die Ausländische Konkurrenz (vornehmlich
natürlich Amerika) erkämpfen. Dabei ist das Ergebnis auch noch ein
wenig verfälscht, weil z.B. die Bernd Eichinger Produktion „Resident
Evil“ als deutscher Film zählt, obwohl mit ausländischen
Darstellern und einem US-Team gedreht wurde. Kleine Lichtblicke dieses
Jahres waren Sandra Nettelbecks „Bella Martha“ und Caroline Links
Romanverfilmung „Nirgendwo in Afrika“, der immerhin 1,3 Millionen
Menschen ins Kino lockte. Erfolgreichster deutscher Film dieses Jahres
jedoch war „Bibi Blocksberg“, mit knapp 2 Millionen Zuschauern
Der in Insolvenz gegangene britische Pay-TV Sender ITV hat einen
Schuldenberg in Höhe von 1,24 Milliarden Pfund hinterlassen. Um diesen
etwas abzubauen, sollen die ehemaligen Abonnenten, die sich zu besseren
Zeiten für das digitale
Fernsehen entschieden haben, jetzt einmalig 39,99 Pfund zahlen,
oder die Box zurück geben. Es wird geschätzt, dass noch etwa 1
Millionen Set-Top-Boxen existieren, da nach der Pleite von ITV diese
benutzt werden konnten um Freeview zu sehen, der Ersatzservice für
ITV, der 29 freie Kanäle anbietet.
Pedro Almodóvar erhielt für seinen Liebesfilm „Sprich
mit ihr“ ( „Habla Con Ella“ ) gleich drei Filmpreise. Auf der
Zeremonie in Rom wurde er nicht für das beste Drehbuch und die beste
Regie ausgezeichnet, sondern auch für den besten Film des Jahres.
Dagegen gab es Enttäuschung bei den Hoffnungsträgern für Roman
Polanskis Film „Der Pianist“. Dieser in Babelsberg gedrehte
Streifen spielte bereits im Vorfeld eine Favoritenrolle für die
Auszeichnung zum „Film des Jahres“, doch immerhin erhielt er „den
Preis für die beste Kamera“.
Der Verkauf der Muppet-Firma Jim Jenson rückt immer
näher. Nachdem der Billionär Haim Saban ein Angebot vorgelegt hat,
folgen ihm nun immer mehr Interessenten. Allerdings sind Firmen wie
Walt Disney und Viacom dabei nicht vertreten. Es wird aber spekuliert,
dass sie sich bisher vor allem aus taktischen Gründen zurück gehalten
haben und sich erst in letzter Sekunde einmischen werden. Der
Filmrechtehändler EM-TV, dem die Muppet-Firma Jim Jenson gehört,
benötigt dringend bis Ende des Jahres Bargeld um ein Darlehen in Höhe
von $65 Millionen zu begleichen. „Classic Media“ soll bereits eine
Absichtserklärung für ein Gebot an der Muppet Firma unterschrieben
haben.
Der italienische öffentlich-rechtliche Fernsehsender RAI, der drei
Kanäle betreibt, steht nach Missmanagement und heißen politischen
Auseinandersetzungen vor einer schweren Krise. Gewerkschaften, welche
die Mehrheit der etwa 10000 Angestellten vertreten, kündigten einen
Streik für den zwanzigsten Dezember an, damit endlich ein neues
Management eingesetzt wird.
Albert Wiederspiel wurde zum neuen Leiter des Hamburger Filmfests
ernannt und wird damit seinen Vorgänger Josef Wutz ab Januar nächsten
Jahres ablösen. Seine langjährige Zusammenarbeit mit internationalen
Firmen, wie beispielsweise 20th Century Fox, Universal Pictures, oder
Tobis StudioCanal, durch die er unzählige Kontakte zu
Produktionsfirmen und Festivals knüpfen konnte, macht ihn seiner neuen
Aufgabe würdig. Der Leitungswechsel wurde durch eine Neuorganisation
des Filmfests begleitet - dieses wird ab 2003 zu einer Tochterfirma der
Hamburger Filmförderung.
Die DVD-Version des japanischen Films „Spirited Away“ soll
dessen Farbe fehlerhaft wiedergeben. Das behaupten drei Käufer in
einem Gerichtsprozess vor dem Kyoter Landesgericht. Sie fordern nun als
Entschädigung für jeden von sich $81 und eine Ersatz-DVD. Sie
beanstanden, daß der Film durch einen roten Farbton verdunkelt wird,
der den Filmgenuss erheblich beeinträchtigt. Eine Computeranalyse der
DVD stützt ihre Behauptung. Falls die Schadensersatzklage Erfolg hat,
könnte dies weitreichende Folgen für Disney haben. Drei Millionen
DVD-Kopien sollen bereits seit Juli in Umlauf sein. Disney plant
allerdings keine Entschädigung für die bereits verkauften DVD's.
Am Montag Nachmittag wurde vom Kölner Oberbürgermeister und
Kuratoriumsvorsitzenden Fritz Schramma und den Trägern des Deutschen
Kamerapreises Köln der Verein Deutscher Kamerapreis Köln e. V. ins
Lebens gerufen. Seit 1982 gibt es den Kamerapreis mit dem bisher zwölf
mal herausragende Kamera- und Schnittleistungen ausgezeichnet wurden.
Die Stadt Köln zeigt damit die Wichtigkeit von qualitativ hochwertiger
Arbeiten in der Medienproduktion und unterstreicht die Bedeutung Kölns
als Medienstandort. Mit dem Deutsche Kamerapreis Köln werden Beiträge
in den szenischen Kategorien Spielfilm, Fernsehfilm, Kurzfilm und in
den nichtszenischen Kategorien Bericht, Reportage und
Dokumentation/Kulturfilm prämiert. Der 13. Wettbewerb beginnt am 6.
Januar 2003 und endet am 24. März 2003.
(Quelle: Agentur Ulrike Boldt) 04.12.02
Europäischer Filmpreis
Verleihung in Rom
Am 7. Dezember findet in Rom die Verleihung des Europäischen
Filmpreises statt. Acht Filme sind für die begehrte Trophäe
nominiert, u.a. „Der Pianist“ (Roman Polanski), „8 Frauen“
(François Ozon) und „Sprich mit ihr“ (Pedro Almodovar), die alle
drei als heimliche Favoriten gehandelt werden. Polanski wurde außerdem
auch als bester europäischer Regisseur neben Andreas Dresen
(Deutschland), Aki Kaurismäki (Finnland) und Ken Loach
(Großbritannien) nominiert. Der deutsche Film „Nichts bereuen“ von
Benjamin Quabeck mit Daniel Brühl gehört zu den Nominierten für den
Fassbinder-Preis „Europäische Entdeckung 2002“. Der Europäische
Dokumentarfilmpreis Prix Arte wurde bereits gewählt und geht an den
französischen Film „Sein und Haben“ von Nicolas Philibert.
Die 54 Kandidaten zur Nominierung für den Oskar „Bester
ausländischer Film“ stehen fest. Für Deutschland tritt dabei „Nirgendwo
in Afrika“ von Caroline Link an, für Frankreich Francois Ozon’s
„8 Frauen“.
Die desaströsen Zusammenbrüche deutscher Filmhändler betrachten
die großen US Studios als Chance, verlorenen Boden zurückzugewinnen.
Je weniger Konkurrenten es in Deutschland gibt, desto leichteres Spiel
haben Sie 2003 ihre Ware zu ihren Bedingungen abzusetzen.
Schauspieler Clint Eastwood hat Autor und Verlag einer Biografie
verklagt, in der einige Stationen seines Lebens nach seiner Auffassung
falsch oder unschön dargestellt wurden. Vor allem die Darstellung, er
sei ein Kriegsängstlicher Feigling, Atheist und habe Frauen
geschlagen, entbehre jeder Grundlage. Für die Beschädigung des
Eastwood-Images verlangt der Star ein Schmerzensgeld von 10 Millionen
US Dollar.
Nach eigenen Angaben seien sich Kirch Media und der Bauer-Verlag in
allen Punkten über den Inhalt des Kaufvertrages der ProSiebenSat1
Media AG einig. Der Geschäftsführer der Münchner Kirch Media,
Hans-Joachim Ziems, erklärte: "Wir wollen sämtliche Verträge
bis Ende Januar abschließen und unterzeichnen" (...)"Beide
Parteien sind mit diesem Stand der Verhandlungen sehr zufrieden".
Die insolvente Kirch Media hatte sich Ende Oktober für einen Verkauf
des Kerngeschäfts an den Hamburger Verlag entschieden. Sämtliche
Verträge sollen nun bis Ende Januar abgeschlossen und unterzeichnet
sein.
Der spanische Film schreibt für das Jahr 2002 rückläufige Zahlen.
Während 2001 noch ein Anteil von 18,5% bzw. 26,2 Mio. verkaufte
Kinokarten zu verzeichnen waren, sind es dieses Jahr nur noch 13,4%
bzw. 16,2 Mio. Besucher. Dementsprechend liegt der Spanische Film, mit
Einnahmen von 72,1 Mio. Dollar, weit hinter den ausländischen
Produktionen, die insgesamt 464 Mio. Dollar einspielen konnten.
Spaniens größter Erfolg ist wohl "The other Side of the Bed".
Seit seinem Kinostart im April diesen Jahres brachte dieser Film 10,9
Mio. Dollar ein.
Caroline Links Romanverfilmung „Nirgendwo in
Afrika" ist für den „Best Foreign
Language Film Golden Globe Award" nominiert worden, der am
19.Januar.2003 in Los Angeles verliehen wird. Bereits am
23.Oktober.2002 ist der Film von der Export Union des Deutschen Films
als Kandidat für eine Oscarnominierung als bester nicht-englischer
Film ausgewählt worden. Der Kinostart in den USA ist für das
Frühjahr 2003 geplant.
Eine riesige Star-Trek-Ausstellung im Wert von 30 Mio. Dollar wurde
diese Woche im Londoner Hyde Park eröffnet und ist dort wohl die
Größte seit dem Jahre 1851. Die Veranstaltung erstreckt sich über
7000 m² und lockt die Fans der Science-Fiction Serie mit
Flugsimulatoren und interaktiven Bildschirmen, die sich fünf
Jahrzehnten Star-Trek-Geschichte widmen. Ab Februar 2003 ist eine
weltweite Präsentation der Ausstellung in Planung.
Das Ehepaar Liza Minelli und David Gest hat den Musiksender VH1 auf
einen Schadensersatz in Höhe von 23 Millionen Dollar verklagt. Das
Paar hatte bereist 60 Stunden Filmmaterial für eine Reality - Show
produziert, als der Fernsehsender kurzfristig eben diese Show absagte.
Während „Liza und David"
dem Sender Diffamierung und Vertragsbruch vorwerfen, begründet VH1
seine Entscheidung mit der fehlenden Kooperationsbereitschaft des
Paares.
Das deutsch-amerikanische Verhältnis wird erneut auf
die Probe gestellt. Diesmal sorgt der ARD-Dokumentarfilm „Das
Massaker in Afghanistan - Haben die Amerikaner zugesehen?" des
irischen Filmemachers Jamie Doran für Aufruhr auf Seiten der
US-Regierung. Der Film soll diesen Mittwoch ausgestrahlt werden und
grausame Kriegsverbrechen der Amerikaner belegen. Die US-Regierung
weist diese Beschuldigungen weit von sich. Ihrer Ansicht nach sollen
Gegner der Militäraktion in Afghanistan für den Fortbestand der
Vorwürfe gesorgt haben. Die UNO wird nun versuchen den Fall
aufzuklären.
Dem Führungswechsel im Hause Vivendi und seines Pay-TV-Senders „Canal
Plus“ fiel ein weiterer Arbeitspatz zum Opfer. Nun muss der
Vorstandsvorsitzende der Europäischen Abteilung „StudioCanal“
Richard Lenormand bis zum Ende dieses Jahres seinen Arbeitsplatz
räumen. Dieser löste einst Vincent Grimond ab, der seinerseits der
Abteilung wesentlich zu seinem großen Einfluss auf dem europäischen
Filmmarkt verholfen hat.
Die Filmcharts in den Vereinigten Staaten Amerikas stehen Kopf.
Nicht etwa der feiste Zauberlehrling Potter oder der kecke Agent Bond
führen sie an, sondern die kleine simple Komödie „Maid in Manhatten“
mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes in den Hauptrollen. Im
Wocheneinspiel konnte die Ulkromanze am US Box-Office ganze 19
Millionen Dollar verzeichnen.
Schauspieler Sean Penn ist nach Bagdad gereist und will sich für
ein besseres Verständnis zwischen der USA und dem Irak einsetzen. Er
wolle keine Regierung kritisieren, aber er sei überzeugt, dass die
amerikanische Öffentlichkeit nach wie vor zu wenig über den Irak
bescheid wisse. Man würde noch viel gewichtigere Beweise benötigen,
um tatsächlich einen Krieg gegen Sadam Hussein rechtfertigen zu
können. Während seines dreitägigen Aufenthalts traf sich Sean Penn
mit Außenminister Tariq Aziz und besuchte u.a. ein Kinderkrankenhaus
in Bagdad.
Kanadas einflussreichste Filmförderungsagentur Telefilm verkündete
gestern, dass von der Liste der Produktionsfirmen, die nächstes Jahr
Förderkontingente bekommen sollen, fünfzehn Firmen gestrichen werden.
Da nun lediglich noch fünf Produktionsfirmen in den Genuss der
Förderung kommen, ist diese konzentrierende Maßnahme als durchaus
drastisch zu bezeichnen.
Der Hollywood-Star Nick Nolte (61), bekannt aus Filmen wie „48
Stunden“, ist zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt worden, da er
unter Einfluss der Partydroge GHB (Gammahydroxybuttersäure) auf dem
Highway 1 in der Nähe von Malibu (Kalifornien) erwischt worden war.
Gleich nach der Festnahme meldete er sich zur Therapie an, und
entschuldigte sich auch vor Gericht für sein Verhalten.
Der zweite Teil der Tolkien-Trilogie wurde am Dienstag dieser Woche
in Paris uraufgeführt. Ein ganzes Jahr lang mussten die Fans auf die
„die zwei Türme“ warten, doch nun dürfen sie sich auf ein
dreistündiges Kinoerlebnis freuen, das vor allem durch seine
Spezialeffekte fasziniert und wieder einmal die Grenzen des technisch
Machbaren ein gutes Stück hinausschiebt. Die meisten Stars aus „Herr
der Ringe“ waren selbstverständlich bei der Premiere in Paris
anwesend und einstimmig bezeichneten sie ihren Regisseur als „Genie“
und „großen Kommunikator“. Jackson habe es mit Hingabe und
Beharrlichkeit geschafft, alle Fäden des 270 Mio. Dollar teuren
Projekts kunstvoll zu verweben.
Tom Sizemore, bekannt aus „Der Soldat James Ryan“ und „Black
Hawk Down“, wurde verhaftet, weil er anscheinend eine Frau
belästigt, ins Gesicht geschlagen und zu Boden geworfen hat. Er kam
vorläufig für 2500 Dollar Kaution frei, bis zur Verhandlung am 8.
Januar.
Zwei Journalisten des Fernsehsenders Channel 4 wurden
in Bangladesh verhaftet und sind in ein Gerichtsverfahren verwickelt,
dessen Urteil sogar die Todesstrafe sein könnte. Zaiba Malik und Bruno
Sorrentino reisten im letzten Monat nach Bangladesh, um die dortige
politische Situation zu dokumentieren. Eigentlich hatten sie einen
Aufenthalt von nur drei Wochen in Planung, doch man entschied sich noch
für einige Aufnahmen des Inlandes. Nun werden sie durch die Regierung
beschuldigt, das Ansehen des Landes schmälern zu wollen, indem man ein
fundamentalistisches Staatsystem darstelle.
Die Staatsanwaltschaft München hat ein
Ermittlungsverfahren gegen Leo Kirch und einige seiner Ex-Manager wegen
„Verdachts Strafbarer Handlungen“ eingeleitet. In der Fahndung
überprüfe man Millionendarlehen an ehemalige Führungskräfte und
Sohn Thomas Kirch, sowie den unzulässigen Transfer ursprünglicher
Firmenwerten, wie z.B. eines Anteils am spanischen Fernsehsender
Telecicnco. Die Ermittler haben bereits mehrere Vernehmungen
durchgeführt, die Befragung von Leo Kirch steht allerdings noch bevor.
Schauspielerin Winona Ryder wurde ausgerechnet am Nikolaustag wegen
ihres Kaufhausdiebstahls in Beverly Hills verurteilt. 240 Stunden
sozialer Tätigkeit und eine dreijährige Bewährungszeit, so das
Strafmaß. Verbunden war das Urteil mit der richterlichen Warnung, beim
nächsten Diebstahl ins Gefängnis zu müssen. Bei ihrer Festnahme
sagte sie aus, ein Regisseur habe sie angewiesen, für einen Film
stehlen zu üben.
IDeutsche und französische Fernsehsender weigern sich, die
Verleihung des Europäischen Filmpreises diesen Samstag zu übertragen.
Ihrer Meinung nach, würde die Entwicklung der europäischen Filmkultur
nicht in Ihrer Verantwortung liegen, und dies obwohl der
deutsch-französische Sender ARTE einen der Preise sogar sponsert.
William Henson, oder auch „Tex“ Henson, war bekannt durch seine
Arbeit bei Disney, wo er z.B. die Serie „Chip und Chap“ oder auch
„Bullwinkle“ kreierte. Zuletzt unterrichtete er in Dallas Animation
und zeichnete Cartoons für die örtliche Zeitung. Nach einem
Autounfall in seiner Nachbarschaft, erlag er im Alter von 78 Jahren im
Dallas Parkland Memorial Hospital seinen schweren Kopfverletzungen.
In sehr ungewöhnlicher Weise wurden die Videorechte des
chinesischen Films „Hero“ an die Vertriebsbranche verkauft. In
einer Auktionsveranstaltung in Peking wurde weit mehr Geld, als der
Mindestpreis von 956.000 Dollar, für den neuen Streifen geboten.
Letztendlich konnten drei Firmen unter Zusammenschluss und einer
Bezahlung von 2,15 Mio Dollar die Rechte ergattern. Die Organisierung
der 90-minütigen Auktion übernahm die Koproduktionsfirma des Films .
„FireDancer“, der Film des ermordeten afghanischen Regisseurs
Jawed Wassel, ist in die Liste der Filme aufgenommen worden, aus denen
eine Jury fünf Filme für eine Oscarnominierung auswählen wird. Es
ist der erste afghanische Film der bisher für eine Nominierung in die
engere Auswahl gezogen wurde. Der Produzent des Films, Nathan C.
Powell, wird beschuldigt Wassel im Oktober 2001 ermordet zu haben. In
seinem Auto fand man Körperteile und in seinem Gefrierschrank den Kopf
von Wassel. Powels Rechtsanwalt gab an, dass sein Klient schizophren
ist und wütend wurde als Wassel die Vereinigten Staaten beschuldigte
die Anschläge des 11. September angestiftet zu haben. Am 11. Februar,
sechs Wochen vor der Oscarverleihung, wird die Jury die Nominierten
bekannt geben.
Im Alter von 66 Jahren ist der Schauspieler Klaus Löwitsch an
Bauchspeicheldrüsenkrebs Dienstag morgen in einer Münchner Klinik
gestorben. Noch vor kurzem plante Löwitsch ein Comeback auf den
Fernsehbildschirm. Drei neue Projekte sollten bereits in Planung sein.
Infolge eines öffentlichen Prozesses wegen sexueller Nötigung und
Körperverletzung wurde es ab Mitte 2001 still um den Schauspieler.
Bekannt wurde Löwitsch in der Rolle des TV-Polizisten „Peter Strohm“.
Seine Laufbahn begann er im Ballet der Wiener Volksoper, danach folgten
diverse Münchner Bühnen. Auch in der Film- und Fernsehbranche konnte
er Fuß fassen. Durch die Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder
konnte er sich schließlich nach mehreren zweitklassigen Produktionen
als Charakterschauspieler etablieren. 1970 erhielt er den
Bundesfilmpreis und 1998 den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen
Fernsehpreis.
Disney wird wohl mit seinem neuen Animationsfilm „Treasure Planet“
nicht die 100 Mio. Dollar Produktionskosten wieder einspielen können,
was den Quartal-Gewinn voraussichtlich von 222 Mio. Dollar auf 175 Mio.
Dollar reduzieren wird. Zu diesem Schluss kam der Vorstand, nachdem „Treasure
Planet“ an dem sonst so lukrativen Thanksgiving-Wochenende nur 16,6
Mio. Dollar eingespielt hatte. Disney erwartet außerdem, dass die
Einnahmen im ersten Quartal 2003 etwa um 1 Cent pro Aktie sinken
werden.
Bis Ende des Jahres werden 6,6 Millionen oder 18 Prozent der
privaten Haushalte in Deutschland über ein DVD-Abspielgerät
verfügen, teilte die DVD-Arbeitsgemeinschaft am Freitag in Hamburg
mit. Im Vergleich zum Vorjahr betrage die Steigerung 135 Prozent und
liege damit weit über den Prognosen, die zuletzt im April auf 5,2
Millionen Geräte angehoben worden waren. Die Wachstumsrate in
Deutschland werde von keinem anderen Land Europas übertroffen.
„Sumuru“ spielt auf einem fernen Planten, auf dem zwei
Astronauten bruchlanden, und der von Amazonen ähnlichen Frauen regiert
wird, die die Männer unterdrücken. Gedreht wurde etwa 6 Wochen in
Johannisburg, unter großer deutscher und englischer Beteiligung. Die
Hauptdarstellerin „Sumuru“ wird von der deutschen Alexandra Kamp
gespielt, und die Special Effects kommen von der Firma Framewerk, einer
Tochterfirma von „Das Werk“. Auch der Fernsehsender RTL ist mit 11%
an dem Projekt beteiligt, und eventuell soll aus dem Film heraus auch
eine Serie entstehen.
Der Berliner Rechtehändler und Filmproduzent Senator Entertainment
gab am Freitag einen Verlust von 59,5 Mio. Euro innerhalb der ersten
neun Monate diesen Jahres bekannt. Im Vorjahr dagegen konnten sie noch
einen Gewinn von 6,9 Mio. Euro verbuchen. Als Grund für diesen enormen
Einbruch nannten sie Abschreibungen in Höhe von 95 Mio. Euro.
Außerdem halbierte sich der Umsatz von 115,9 Mio. Euro auf 60,6 Mio.
Euro. Dies lag vor allem an der verspäteten Fertigstellung von
internationalen Filmprojekten. Eine Veränderung scheint nicht in Sicht
zu sein. Schuld daran sollen Filme wie Harry Potter und James Bond
sein, die die Kinos dominieren. Senator Film plant jetzt einen Wechsel
vom Neuen Markt in den geregelten Markt.
„Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ hat nun, 17 Tage
nach seiner Premiere, die 200 Mio. Dollar Grenze überschritten. Damit
landet der neue James-Bond-Streifen auf Platz zwei, nachdem er letzte
Woche noch an der Spitze der Filmcharts lag. Dabei spielte „Die
Another Day“ schon nach 10 Tagen 100 Mio. Dollar ein. Der neue Harry
Potter Film konnte aber nicht seinen letzten Rekord halten. „Der
Stein der Weisen“ erreichte bereits nach 15 Tagen die 200 Mio. Dollar
Grenze.
Die ARD will aufgrund der aktuellen Medienkrise im nächsten Jahr
einen zweistelligen Millionenbetrag einsparen. Programmdirektor Günter
Struve meinte: „Es wird weniger Serien und weniger Experimente geben“.
Man konzentriere sich im nächsten Jahr auf das über Werbung
finanzierte Vorabend-Programm und die Fernsehrechte für die Fussball -
Bundesliga übernehme man nur, wenn kein anderer Sender interessiert
sei.
Der französische Schauspieler Daniel Gélin ist im Alter von 81
Jahren an einem Nierenleiden gestorben. Seine Laufbahn begann am
Theater und seit den 50er Jahren ist er von der Kinoleinwand nicht mehr
wegzudenken. International bekannt wurde er mit „La Ronde“ („Der
Reigen“, 1950, Max Ophüls). Die Liste der Filme, in denen er
mitgespielt hat, scheint kein Ende zu nehmen. Aber auch als Theater-
und Filmregisseur, Lyriker, sowie Schriftsteller war er tätig.
Die Koelmel-Brüder haben die Zahlungsfrist für den Kauf von „Kinowelt“
überschritten. Der entsprechende Geldtransfer in einer Höhe von 32
Millionen Euro hätte am Mittwoch, den 27. November stattfinden sollen.
Obwohl Insolvenzverwalter Wolfgang Ott noch am 22. November erklärte,
er würde bei Nichteinhaltung der Vereinbarungen die Abmachung
rückgängig machen, gewährt er jetzt aufgrund einer Erklärung der
Sparkasse Leipzig eine Aufschiebung des Fristtermins.
Frankreich, Europas führende Nation in punkto Filmproduktion,
überlegt, aus dem pan-europäischen Koproduktionsfonds „Eurimages“
auszusteigen. Dies beinhaltet ein Bericht der „Centre National de la
Cinematographie (CNC)“, der sich mit dem Nutzen des Filmfonds
beschäftigt. Nach Angaben der CNC könne der Fonds nur noch
Filmproduktionen in ihrer Finanzierung vervollständigen. Mit Hilfe des
„Eurimages“ sei man aber nicht in der Lage, Koproduktionen ins
Leben zu rufen.
Der Ex-Finazchef von EM.TV belastet Thomas und Florian Haffa mit
neuen Vorwürfen. Ulrich Goebel sagte am Dienstag, er habe im September
2000 auf fehlerhafte Halbjahreszahlen hingewiesen. Trotz dieser Warnung
hätte man die Halbjahreszahlen in den Wochen darauf bekräftigt. Erst
im Oktober korrigierten die Haffa-Brüder die Zahlen öffentlich und
lösten damit eine Kurssturz der Aktie aus. Goebels Aussagen
bestätigen die Staatsanwaltschaft in ihrer Annahme auf Kursbetrug.
Nach und nach fällt die gesamte „Das Werk AG“ wie ein
Kartenhaus in sich zusammen. Zuerst geht die „Holding“ den Bach
runter, nun wandeln auch die GmbHs der AG auf dem Pfad der Insolvenz.
Unternehmensangaben zufolge ist die drohende Zahlungsunfähigkeit der
„Das-Werk-GmbHs“ in Berlin, Hamburg, München u.v.a. verantwortlich
für die weiteren Insolvenzanträge. Bezeichnenderweise fiel die Aktie
der „Das Werk AG“ seit Ende August von 0,83 Euro auf 0,15 Euro am
gestrigen Mittag.
Die legendären Lauscher von Mr. Spock aus der Science-Fiction-Reihe
„Star Trek“ sollen anfang Dezember versteigert werden. Die Ohren,
die der bisheriger Besitzer vor fast zehn Jahren in einer Fernsehshow
gewann, werden inklusive Echtheits-Zertifikat von Spock-Darsteller
Leonard Nimoy verkauft. Das Auktionshaus rechnet mit einem Preis
zwischen 1.500 und 2.000 Pfund.
Die Filmstiftung NRW hat zum ersten Mal ein Stipendium für
Dokumentarfilmer vergeben. Auf diese Weise soll ein hochwertiges
Dokumentarfilmprojekt für das Kino entwickelt werden. Mehr als 70
Anträge hatte die Jury unter Vorsitz von Gerd Ruge zu begutachten. Die
zwei Projekte „Weiße Raben“ von Tamara Trampe und „Celluloid
Dreams“ von Uli Gaulke & Jeanette Egger wurden für ein
Stipendium im Wert von 100.000 Euro und 62.888 Euro ausgewählt. Das
Projekt „Die Poesie des Todes“ von Seyhan Derin erhält eine
initiale Unterstützung. Auf der Jahresfilmprogrammprämienverleihung
am Montag wurden die Gewinner bekannt gegeben. Geplant ist eine
jährliche Vergabe des Stipendiums.
Der französisch-amerikanische Medienkonzern „Vivendi Universal“
hat sich mit einer Gruppe französischer Investoren darauf geeinigt auf
Grund seiner hohen Verschuldung seine Anteile am Wasserversorger „Vivendi
Environnement“ zu verkaufen. Dies würde bedeuten, dass sich die
Schulden bis Ende des Jahres auf etwa 14 Mrd. Euro (verglichen mit 37
Mrd. Euro Ende 2001) reduzieren ließen. Ferner zeigte „Vivendi
Universal“ Interesse an einer Übernahme des Mobilfunkunternehmens
„Cegetel“, an dem sie bereits zu 44 Prozent beteiligt sind. Dies
würde allerdings zu einer weiteren Erhöhung der Verschuldung führen.
Für die Zusage der Kölmel-Brüder, das Kerngeschäft des
insolventen Medienunternehmens für 32 Millionen Euro zurückkaufen zu
wollen, liegt bis jetzt keine finanzielle Deckung vor. Nachdem die
Staatsanwaltschaft gegen die Brüder wegen Verdachts der Untreue
ermittelte, hat die Sparkasse Leipzig angeblich ihre Kreditzusage
wieder zurückgezogen. Der Konkursverwalter hat den Brüdern bis
Mittwoch kommender Woche eine Frist gesetzt, die Kaufsumme
bereitzustellen.
Und wieder einmal wollte man in Berlin Stars eine kleine Freude
machen, indem man Ihnen einen Bambi schenkt. In der Disziplin „Musiker“
konnte der Pop-Psychopath Michael Jackson eine dieser Trophäen mit auf
seine Ranch nehmen und auch der ersten schwarzen Oscar-Gewinnerin Halle
Barry warf man ein Kitz in den Schoß. Zu guter Letzt ehrte man noch
fleißig Maria Schell samt Bruder Maximilian und schon flossen die
Tränen.
Mittwoch Abend fand in Berlin die Premiere des aktuellen
Bond-Abenteuers statt. Pierce Brosnan und Halle Berry, die
Hauptdarsteller des Films, wurden mit Rufen der Begeisterung von Fans
des kecken Geheimagenten gehuldigt. Das nunmehr zwanzigste Mal
schlürft Bond seinen Martini und natürlich muss auch diesmal wieder
wirklich die ganze Welt vom obligatorischen Bond-Nemesis bedroht
werden. Man kann sich diesmal gar auf kleine, andächtige Zitate
älterer Episoden freuen.
Das Müncher-Film-Festival, Deutschlands Zweitgrößtes, wird ab
1.Oktober 2003 von Andreas Max Stroehl, der bisher am Goethe-Institut
Leiter der Film- und Fernsehabteilung war, geleitet. Er löst damit
Eberhard Hauff ab, der das Festival seit seiner Gründung im Jahre 1979
geleitet hat. Stroehl hat bereits am Dienstag angekündigt, dass er die
einzelnen Kategorien schärfer definieren, und auch die Anzahl der
gezeigten Filme reduzieren will. Allerdings möchte er sich auch mehr
auf die jungen Filmemachern konzentrieren.
Der italienische Fernsehsender RAI hat am Mittwoch zwei seiner
Vorstandsmitglieder verloren, und zwar die einzigen zwei, die aus der
Opposition der italienischen Regierung kommen. Sie protestieren damit
gegen die Politik des General-Direktors und eines weiteren
Vorstandmitgliedes, die beide von Premierminister Berlusconi eingesetzt
worden waren.
Nach achtjähriger Zusammenarbeit mit der britischen Firma „Aardman
Animation“, die z.B. für „Chicken Run“ Knetfiguren-Animationen
realisierten, gab Michael Rose bekannt, dass er „Aardman Animations“
verlassen werde um sich dem Aufbau seiner eigenen Firma „Sirolo Films“
zu widmen. Mit Hengameh Panahi, dem Gründer von „Celluloid Dreams“,
mit dem er bereits 1994 im Rahmen der Aardman „Wallace & Gromit“-
Kollektion gearbeitet hat, strebt er eine formlose Kooperation an.
Trotz seines Alleingangs wird er „Aardman“ aber nicht völlig den
Rücken kehren, sondern bereits im Februar, bei der neuen „Aardman“
Produktion von Nick Parkers „Wallace and Gromit“, die von „DreamWorks“
unterstützt wird, dabei sein. Aardman , die im Frühjahr nächsten
Jahres die Filme „Tortoise And The Hare“ und „Flushed Away“
planen, werden nun einen neuen Firmenchef ernennen.
Im Alter von 74 Jahren starb der US-Schauspieler und
Oscar-Preisträger James Coburn an einem Herzinfarkt, der ihn ereilte
als er zusammen mit seiner Frau im gemeinsamen Haus Musik hörte.
Bekannt wurde er mit Filmen wie die „Die glorreichen Sieben“ und
„Pat Garrett and Billy the Kid“. Auf der Leinwand war er meist als
Raubein oder Bösewicht in zahlreichen Western-, Kriminal- und
Kriegsfilmen zu sehen. Aber auch sein komödiantisches Talent durfte er
in einigen Filmen unter Beweis stellen. Eine Arthritiserkrankung zwang
ihn in den 80er Jahren zu einem Rückzug aus dem Filmgeschäft.
Laut der Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung wird Ende des
Jahres in jedem 7. deutschen Haushalt ein DVD-Abspielgerät stehen. Von
den DVD-Recordern werden allerdings gegenwärtig noch nicht sehr viele
verkauft. Doch längerfristig rechnet man damit, dass sie den
Videorecorder ersetzten werden, allerdings noch nicht in den nächsten
drei bis vier Jahren. Was daran liegt, dass sich der Wechsel von einer
Technik zur nächsten auf Seiten des Kunden eher langsam vollzieht und
der Kunde durch wechselseitig inkompatible Standards verunsichert ist.
Dabei überwiegen die Gründe der DVD deutlich gegenüber der
Videokassette. Sie sind einfacher in der Handhabung und auch das lange
Spulen entfällt. Um die 800 Euro kostet allerdings ein DVD-Recorder
und auch die leeren DVDs sind erheblich teurer als die
Videoleerkassetten. Ein Ende des Videorecorders scheint also doch noch
nicht in Sicht zu sein. Es ist eher wahrscheinlich, dass mehrere
Techniken nebeneinander existieren werden.
Kaum ist die Diskussion um die Freigabe ab 6 Jahren verebt, gibt es
auch schon wieder neue Schlagzeilen um den vor kurzem angelaufenen
Harry Potter Streifen. Aufmerksame Kinogänger entdeckten unzählige
Fehler und bombardierten am Wochenende die Webseiten der Produzenten.
Doch Anstoß der Kritik waren nicht etwa Abweichungen vom Original der
Schriftstellerin Joanne K. Rowling, sondern zahlreiche Anschlussfehler
und Umgereimtheiten in der Regie- und Kameraführung. So wurden
z.B. der Bahnhof und das Haus von Harrys Onkel kurzerhand an andere
Schauplätze verlegt. Auch ist es Harry möglich sich ohne Probleme auf
seinen kurz zuvor gebrochenen Arm zu stützen. Ebenfalls entdeckten die
Zuschauer Drähte an denen die scheinbar fliegenden Eulen befestigt
waren..
Die irische Regierung will angeblich den Filmförderungsbeitrag um
12,5% kürzen. Schockiert von den Nachrichten, erklärte Tania Banotti,
die ausgehende Chefin von „Film Makers Irland“, dass die irische
Filmindustrie nicht kampflos aufgeben werde. FMI hatte sich für eine
Erhöhung des Filmförderungsbeitrags ausgesprochen, so dass diese
Kürzung, Banotti zufolge, eine ziemlich enttäuschende Nachricht
gewesen sei. Der Chef des Film-Boards Rod Stoneman rechtfertigte die
Kürzungen als eine Maßnahme gegen die wachsende Krise in der irische
Wirtschaft.
Nach nur einem Jahr Tätigkeit als Chef des tschechischen Fernsehens
droht Jiri Balvin die Entlassung. Nach monatelangem Chaos innerhalb des
staatlichen Fernsehens wurde Balvin ursprünglich als ordnende Hand
begrüßt. Jetzt werden ihm zahlreiche Fehlentscheidungen und
kriminelle Verhaltensweisen in Zusammenhang mit einem Angebot für eine
2 Millionen Dollar teuere Außenübertragungseinheit vorgeworfen.
Russell Crowe, der schon seit seinem Angriff auf den
Programmdirektor der British Academy Film Awards nicht mehr als ganz
beherrscht gilt, hatte wieder mal Ärger. In dem Londoner-Szene
Restaurant „Zuma“ prügelte er sich mit dem neuseeländischen
Geschäftsmann Eric Watson auf der Herrentoilette. Streitpunkt war wohl
eine unbekannte brünette Dame. Als die Polizei eintraf war allerdings
wieder Ruhe eingekehrt ...
Der neue Harry Potter bekam von FSK und FBW die sehr begehrte, weil
geldbringende, Altersfreigabe ab 6 Jahren. Dies scheint angesichts der
teilweise nervenaufreibenden Szenen doch sehr fragwürdig, und man
bekommt so ein Gefühl, als ob sich da jemand dem Druck der großen
Major-Studios gebeugt hat. Gut, die FSK weist zusätzlich darauf hin,
dass kleine Kinder unter 8 Jahren von ihren Eltern begleitet werden
sollten, aber wofür haben wir dann die Altersfreigaben?
Kurz nach Mitternacht lief der zweite Teil von Harry Potter in den
deutschen Kinos an. Obwohl die „Kammer des Schreckens“ allein in
Berlin in 35 Kinos präsentiert wurde, war es Spätentschlossenen kaum
möglich, noch eine der restlichen Kinokarten zu ergattern. Nach
Angaben von „Warner Bros.“ startete „Harry Potter 2“ in
Deutschland mit einer Rekordzahl von 1200 Filmkopien. Vor wenigen Tagen
feierten bereits zahlreiche Fans die Weltpremiere in London.
Ein russischer TV-Sender hat sich bereit erklärt, mehrere Millionen
Dollar für einen Weltraumtrip zu bezahlen, denn der Gewinner einer
Gameshow soll die einmalige Gelegenheit erhalten, die Internationale
Weltraumstation „ISS“ zu besuchen. „Channel One“ macht keine
Angaben darüber, wie viel der Deal mit der russischen Rumfahrtbehörde
kosten wird, aber es wird eine erste Bezahlung von ca. 2 Millionen
Dollar angenommen. Für die Teilnehmer der Gameshow wird zwar keine
Altersbegrenzung festgelegt, allerdings sind eine gute körperliche
Verfassung, sowie Englischkenntnisse Voraussetzung..
In der Nacht zum 9.11.02 wurde der US-Schauspieler Merlin Santana in
einem parkenden Auto erschossen. Eine noch ungeklärte Anzahl
Unbekannter näherten sich dem Wagen und schossen auf den sich auf dem
Beifahrersitz befindenden Santana, der kurze Zeit später starb. Der
26-Jährige wurde bekannt durch Nebenrollen in Filmen und Serien, wie
etwa die „Bill Cosby Show“.
Das deutsche Kino scheint immer mehr Akzeptanz in Hollywood zur
gewinnen. Eine dritte deutsche Kinowelle entwickelte sich mit Filmen
wie „Lola Rennt“ oder „Bella Martha“ als stärkste Vertreter.
Corina Danckwerts, Produzentin und Auslandsbeauftragte der Export-Union
des Deutschen Films in Los Angeles, erklärt, dass der deutscher Film
sich „thematisch verjüngt hat“ und sei „selbstbewusst,
eigenständig und weniger Hollywood-fixiert“. Natürlich aber hat die
Verbreitung der deutschen Filmes im amerikanischen Publikum noch viele
Probleme, z.B. in der Synchronisierung und der Adaption.
Die Besucherzahlen in deutschen Kinos sind in den ersten drei
Quartalen des Jahres 2002 um insgesamt 8 % gesunken. Der Grund für
diesen Rückgang seien nach Ansicht des „FFA“ eine Kombination aus
sehr schönem Wetter im August und September, den Überschwemmungen in
Ostdeutschland und weniger neuen Filmpräsentationen in den deutschen
Kinos. Ebenso habe dieses Jahr ein „Blockbuster“, wie der „Schuh
des Manitu“ gefehlt, der 2001 unzählige Besucher in die Kinos
lockte. Nun erhofft man sich durch Filme, wie „Harry Potter“, „James
Bond“, oder „Herr der Ringe“ mehr Kinobesucher im vierten
Quartal.
Steven Spielberg ist diesen Montag nach Kuba gereist, um noch am
selben Tag an der Premiere von „Minority Report“ teilzunehmen.
Höhepunkt während seinem einwöchigen Aufenthalt wird das Treffen mit
Fidel Castro sein. Spielberg fordert von der US-Regierung eine
Aufhebung der seit 40 Jahren bestehenden Blockade gegen den
Karibikstaat. Es habe keinen Sinn, dass Washington mit Nordkorea und
China Handel treibe, aber nicht mit mit Kuba. Außerdem wünsche er
sich, dort einen seiner nächsten Filme zu drehen.
Im Februar 2000 steht die „EMTV“- Aktie bei 116 Euro und die
Firma ist an der Börse 27 Milliarden Mark wert. Dann fällt die Aktie
tief und liegt Ende des Jahres nur noch bei 5 Euro. Jetzt lautet die
Anklage auf Kursbetrug. Thomas und Florian Haffa sollen im August 2000
falsche Halbjahreszahlen gemeldet haben. Erst im Oktober gestanden die
Brüder, dass Bilanzierungs-Fehler begangen wurden. Eine Gewinnwarnung
kündigte „EMTV“ erst im Dezember an.
Der israelische Film „Broken Wings“ von Regisseur Nir Bergman
gewann den Grand Prix (83,000 Dollar) beim 15. Internationalen Fimfest
in Tokyo. In den Kategorien „Bester Regisseur“ und „Bestes
Drehbuch“ gewannen Carlo Rola für seinen Film „Sass“ und Jason
Xenopoulos für sein Werk „Promised Land“. Die Darsteller-Preise
gingen an die Schauspieler Donatella Finocchiaro für „Angela“ und
an Graham Greene für „Skins“. Yuji Nakaes Film „Hotel Hibiscus“
bekam den „speziellen Preis“ der Jury.
Der amerikanische Filmregisseur Woody Allen übt scharfe Kritik an
der Politik, der die US-Regierung unter Präsident George W. Bush
nachgeht. Bushs Gründe für einen zweiten Krieg gegen den Irak seien
nicht überzeugend genug, es bestehe keine Rechtfertigung. Der
Stadtneurotiker Allen nimmt an, dass Bushs Beweggründe persönlicher
Natur seien: Nach der massiven Unterstützung seiner Person nach dem
11. September, hätte Bush „sonst keine andere Idee“.
Wie letzten Donnerstag angekündigt wird sich die deutsche
Filmproduktions-, und Filmverleihfirma Senator Entertainment aus der
Liste der Aktien des Neuen Marktes zurückziehen. Die Gründe hierfür
sind das Abwenden vieler Investoren von diesem Gebiet, sowie die
Ankündigung der Frankfurter Börse, diesen Aktienindex zu schließen.
Die mit der Listung verbundenen Kosten seien darüber hinaus
angesichts der Rückzüge vieler Aktieninhaber nicht länger tragbar.
Die Produktionsfirma, die sich um die Verfilmung der Harry Potter
Romane kümmert, hält sich strikt an ein jüngst eigens aufgestelltes
Regelwerk: Die „Do's and Don'ts“ der Pottervermarktung. Dieses
verbietet alle möglichen Blicke hinter die Kulissen der
Mammutproduktion, wie zum Beispiel „Making of“- Berichte, um einer
möglichen Entzauberung des Pottermythos entgegenzuwirken.
Stuntman Michael Barber, der als einer von neun Fallschirmspringern
für den neuen Bruce Willis-Film „Tears of the sun“ aus einem
Flugzeug absprang, ist offensichtlich ins Meer gestürzt. Seit zwei
Tagen suchen Rettungskräfte verzweifelt nach ihm, konnten jedoch keine
Spur finden. Die Produktionsfirma Revolution Studios spricht von einem
tragischen Unfall.
Heute startet das ZDF eine Internet/TV Show namens „iDay“ und
verstößt damit gegen den Rundfunkstaatsvertrag. Dieser sieht
Internetaktivitäten der öffentlich-rechtlichen Sender nur als
Programmbegleitung vor, das ZDF hingegen kehrt das Prinzip schlichtweg
um. „iDay“ ist ausschließlich über das Internet per Livestream
erreichbar, wobei das Fernsehen nur eine begleitende Rolle spielt. Der
„Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. ( VPRT )“
fordert jetzt die Medienpolitik und die Räte der
öffentlich-rechtlichen Sender zum wiederholten Male auf, dem
Expansionswillen im Internet ein Ende zu setzen. Private
Medienunternehmen könnten sich aus Kostengründen niemals solche „Internetrekorde“
leisten.
Der tschechische Regisseur Karel Reisz ist im Alter von 76 Jahren
gestorben. Sein Tod ist angeblich auf eine Blutkrankheit
zurückzuführen. Karel Reisz ist als 12-jähriger Junge aus der von
Nationalsozialisten besetzten Tschechoslowakei nach Großbritannien
geflüchtet und wurde dort zu einem der führenden Filmemacher. Er
wurde durch Filme bekannt, wie „The gritty Saturday Night and Sunday
Morning“, oder „Morgan: A Suitable Case For Treatment“, doch sein
größter Triumph ist wohl „The French Lieutenant's Woman“.
Der Film- und Fernsehschauspieler Wolfgang Preis ist diesen Mittwoch
im Alter von 92 Jahren gestorben. Neben seinem Studium im Bereich
Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft, nahm er parallel
Schauspielunterricht und absolvierte eine Tanzausbildung. Später
übernahm er Filmrollen unter anderem in „Canaris“, „Der 20.Juli“,
“Rosen für den Staatsanwalt“, oder „Der längste Tag“. Zuletzt
trat er 1997 als Alexander von Humboldt in der venezolanischen
Produktion „Aire libre“ vor die Kamera.
Der bekannte Charaktermime Kevin Spacey rief die Internetseite www.triggerstreet.com
ins Leben, um unentdeckten Talenten den Weg in die Filmbranche zu
erleichtern. Die Seite basiert auf dem Grundgedanken, dass die alten
Hasen der Filmindustrie Ihre Erfahrung an junge Talente weitergeben
sollen. Filmschaffenden soll es sogar ermöglicht werden, ihre
fertiggestellten Kurzfilme auf der Seite zu präsentieren und an einem
Online-Filmfestival teilzunehmen, das drei mal im Jahr stattfindet.
Regisseur und Co-Drehbuchautor Heinrich Breloer gewann für seinen
Dreiteiler „Die Manns - Ein Jahrhundertroman“ den „International
Emmy“. Die Fernsehproduktion erhielt zwar bereits den Grimme-Preis
und den Deutschen Fernsehpreis, doch der „Emmy“ ist wohl ihr
größter Erfolg. Sichtlich erfreut zeigte sich Heinrich Broloer, als
ihm Schauspielerin Joan Collins den „Fernseh-Oscar“ überreichte.
Seit Wolfgang Petersens Untersee-Drama „Das Boot“, das 1985 einen
„Emmy“ gewann, hat es keinen deutschen Sieger mehr gegeben.
Alte TV- Serien-Jahre erleben ja seit einiger Zeit ein Revival im
Kino, allerdings nicht immer mit Erfolg. „Twin Peaks“ und „Mit
Schrim, Charme und Melone“ waren eher keine Kassenknüller, dafür
räumte aber „3 Engel für Charlie“ einiges ab. Jetzt soll die
80ziger Jahre Serie „21 Jump Street“ verfilmt werden. Es ging um
Cops im jugendlichen Alter, die Verbrechen auf der Highschool
aufklärten. Hauptdarsteller war damals Johnny Depp, der aber
inzwischen mit seinen 39 Jahren zu alt sein wird, um einen
Highschool-Teenager zu spielen.
In diesem Jahr findet in Köln erstmals das „Film+“-Festival
statt, das sich vor allem der Kunst des Filmschnitts widmen wird. Im
Vordergrund steht dabei die Kombination von Filmvorführung und
Diskussion. Auf diese Weise soll den Cuttern die Möglichkeit gegeben
werden sich mit Regisseuren und Schauspielern über Theorie und Praxis
des Editierens auszutauschen. Ferner soll Klaus Dudenhöfer für sein
Lebenswerk, das Filme wie „Des Teufels General“ und „Serengeti
darf nicht sterben“ mit einschließt, ausgezeichnet. Höhepunkt wird
die Verleihung des 4. Schnitt-Preises in Höhe von 7500 Euro sein, mit
dem die beste Schnittleistung in einem deutschen Kinofilm gewürdigt
wird.
Die wegen Kursbetrugs angeklagten Brüder Florian und Thomas Haffa
(ehemalige Vorstände von EM-TV) werden wohl nicht auf die Hilfe von
Sat1-Chef Urs Rohner hoffen können. Rohner sagte am Montag aus, dass
er im Jahr 2000 zwar mit Thomas Haffa über einen Erwerb von 250 Folgen
der US-Serie „Die Simpsons“ gesprochen hat, aber dieser Vertrag auf
Grund zu hoher Preisforderungen von EM-TV nicht zu stande gekommen ist.
Die Haffa-Bruder gaben allerdings an, dass es eine mündliche Zusage
von Rohner über den 200 Millionen-Deal gab. Ihr Ziel ist es zu
beweisen, dass im Herbst 2000, als ihrer Meinung nach der Vertrag mit
Rohner zustande gekommen war, die Unternehmenskrise noch nicht
vorherzusehen war. Auch Leo Kirch, der vor zwei Wochen zu diesem
Prozess ausgesagt hatte, konnte kein Zustandekommen des Vertrags
bestätigen. Aber auch bei dem stark verschuldeten EM-TV kann man nicht
von besonders rosigen Zeiten sprechen, da ihnen nun auch noch ein
Rechtsstreit um die Anteile an der Formel 1 droht.
Für die Drohungen gegen einen L.A. - Journalisten im andauernden
Seagal-Erpressungsfall ist angeblich Seagal selbst und nicht ein
Mafiosi, wie zuletzt angenommen, verantwortlich. Bisher wurde Alexander
Proctor für die Einschüchterung der Reporterin beschuldigt, doch
dieser teilte einem FBI-Informanten mit, dass Steven Seagal für
die Drohungen verantwortlich sei.
Im Rahmen eines Vertrages mit Buena Vista International Television (BVI-TV)
sichert sich Kirch Media die Ausstrahlungsrechte an diversen Filmen von
„Touchstone“ , „Walt Disney Pictures“ und „Miramax“. Neben
Filmen wie „Signs“ und „Sweet Home Alabama“ konnte man für
ProSieben die Disney-Zeichentrickserien „Tarzan“ und „Buzz
Lightyear“ an Land ziehen. Untergangsstimmung scheint man also schön
kaufen zu können.
George Clooney, der den Ruf eines großherzigen Mannes genießt,
wurde von einer Frau mit einem sterbenden Kind im Krankenhaus
kontaktiert. Der von dem Schicksal des todgeweihten Mädchen stark
berührte Clooney telefonierte drei ganze Monate regelmäßig mit
Mutter und Tochter. Über das betreffende Krankenhaus erfuhr Clooney
jedoch, dass dieses Mädchen gar nicht existiert: Die angebliche Mutter
war einfach nur ein Fan, der seine Stimme gut verstellen konnte.
Celebrity Big Brother Gewinner verurteilt das Format
Jack Dee, Celebrity Big Brother Gewinner aus England, verurteilt die
neue Sendung als „müdes Format eines Senders der keine Ideen mehr
hat“. Er selbst habe damals bei der ersten Sendung des Celebrity Big
Brother gedacht, er würde nur ein paar Bücher lesen und nach zwei
Tagen rausfliegen. Er hatte nicht damit gerechnet, dass daraus so eine
große Sache werden würde, und bereut inzwischen, mitgemacht zu haben.
Am Dienstag war Premiere des neuen Kodak-Materials Vision2 500T in
München. Kodak verspricht mit dem neuen Material eine feinere
Körnung, mehr als 10 Blenden Umfang, natürlichere Töne und geraderen
Farbverlauf. Erreicht wurde dies durch Neuentwicklungen in der
Emulsionstechnik. Das alte Vision 500T Material wird allerdings noch
eine Weile erhaltbar sein, bis es dann komplett vom neuen Vision2 500T
abgelöst wird. Ausserdem ist damit zu rechnen, dass es demänchst auch
andere Produkte der alten Vision-Reihe in der neuen Vision2 Version
geben wird.
Der ehemalige Kulturminister Frankreichs Jacques Toubon wurde als
neuer Chef von „Eurimages“, dem Fond des Europarates für
Koproduktion, Verleih und Ausstellung gewählt. Toubon, der in
Frankreich viele Ministerposten erhielt, wird der Nachfolger von Gianni
Massaro, der Ende Oktober zurückgetreten ist.
Anstoß der Kritik ist der neue James Bond Film „Stirb an einem
anderen Tag“, in dem sich der Geheimagent eine Zigarre anzündet. Die
britische Anti-Raucherorganisation „Ash“ vermutet dahinter einen
raffinierten Zug der Tabakindustrie. Doch diesen Verdacht weist Brosnan
weit von sich. Er selbst habe vorgeschlagen, dass Bond im Film eine
Zigarre - angesichts der kubanischen Umgebung - rauchen könnte. Auch
die Produktionsfirma kann den Wirbel nicht ganz nachvollziehen. Denn
wenn James Bond auf Menschen schießt, hält es sich mit der
Vorbildfunktion ja auch ziemlich in Grenzen. Heute feiert „Stirb an
einem andern Tag“ in London seine Weltpremiere, zu der Königin
Elizabeth II persönlich erscheinen wird.
Die Produktions- und Filmvertriebsfirma Internationalmedia (IM)
kündigte am Montag umgreifende Kostsenkungen und Kündigungen an. Die
Firma, die Ihren Hauptsitz in München hat, prognostiziert, dass sie
durch eine Reduzierung der Angestelltenanzahl auf knapp 60 Mitarbeiter,
die Gehaltsliste um ein Drittel kürzen kann. Zusammen mit
Sparmaßnahmen in der Entwicklung und Produktion erwartet man bei IM,
ungefähr 30 Millionen Dollar im Jahr zu sparen.
Am 17. November feierte der Kultregisseur Martin Scorsese seinen 60.
Geburtstag. Zuletzt hat er mit seinem aktuellen Projekt „Gangs of New
York“ Schlagzeilen gemacht, da der Film ursprünglich schon letzten
Winter hätte starten sollen. Aufgewachsen als Sohn sizilianischer
Arbeiter, entschied sich Scorsese nach einem Priesterseminar zu einem
Filmwissenschaftsstudium und arbeitete nebenher als Regieassistent und
Cutter. Mit „Hexenkessel“ (1973) und „Taxi Driver“ (1976)
begann seine langjährige Zusammenarbeit mit Robert de Niro, mit dem er
insgesamt neun Filme machte. Obwohl er in seinem Leben mit einigen
Preisen ausgezeichnet wurde, u. a. mit dem begehrten Preis des American
Film Instituts für sein Lebenswerk, bekam er bisher noch keinen Oscar,
hoffen wir, dass ihm dies mit seinem neuen Film gelingen wird.
Die „Filmstiftung NRW“ und der „israelische Filmfonds“ haben
ein Abkommen für engere Beziehungen zwischen den beiden Filmindustrien
beschlossen. Das Abkommen umfasst die Bereiche Filmverleih und
Drehbuch-Entwicklung und soll deutschen, sowie israelischen Produzenten
und Autoren zugute kommen werden
Die Darsteller diverser amerikanischer Sitcoms und Serien wurden von
ihren Produzenten angewiesen, ihre Dialoge schneller zu sprechen. Dies
soll sie intelligenter wirken lassen und bei dem jungen Publikum besser
ankommen. Auch die Drehbuchautoren erhöhen die Zahl der Dialogworte
drastisch, um den Darstellern genügend Futter bieten zu können.
Genannt wird der beschleunigte Sprechstil „fast track dialogue“ und
soll wahre Dialogfeuerwerke abbrennen.
Der große Kassenschlager „Die Monster AG“ von Disney und Pixar
spielte allein im weltweiten Kinovertrieb über 520 Mio. Dollar ein,
von den Video und DVD Einnahmen mal ganz abgesehen. Nun meldet sich
aber ein Comic-Zeichner namens Stanley Mouse, der behauptet die beiden
Hauptfiguren, der einäugige Mike und das große Monster Scully,
würden auf einem Comic von ihm aus den 60-ern stammen. Er verklagte
Disney und Pixar, will auch ein Stück vom Käse haben. Disney weist
sämtliche Vorwürfe allerdings weit von sich. Nun muss der Richter
entscheiden.
Jeffrey Jones, bekannt aus „Ferris macht blau“ und seinen
Auftritten in „Jagd auf roter Oktober“ oder „Amadeus“, ist dem
sexuellen Missbrauch von Kindern angeklagt. Die Polizei observierte den
56-jährigen schon seit längerem, wegen einem sexuellem Übergriff auf
ein minderjähriges Kind. Dabei fand sie mehrere belastende Hinweise,
unter anderem auch Kinderpornographie. Der bis jetzt auf Kaution Freie,
kann jetzt wohl mit einer längeren Haftstrafe rechnen.
Die Schauspielerin Käte Jaenicke ist im Alter von 79 Jahren in
München gestorben. Die gebürtige Danzigerin spielte u.a. in dem
Erfolgsfilm „Die Blechtrommel“ von Volker Schlöndorff und wurde
durch zahlreiche TV-Serien, wie „Alle meine Tiere“, „Der Alte“,
„Derrick“, oder „Holocaust“ bekannt. Käte Jaenicke war früher
ständiger Gast am Berliner Renaissance-Theater, in den Bühnen am
Kurfürstendamm, am Kleinen Theater am Zoo in Frankfurt und am
Nationaltheater Mannheim.
Ein 15-jähriger Junge aus Washington erlitt schwerste Verbrennung,
als er sein eigenes, in Alkohol getränktes Hemd in Brand setzte. Er
versuchte angeblich einen der Stunts nachzuahmen, die in der
umstrittenen MTV-Sendung „Jackass“ gezeigt werden. Ein MTV
-Sprecher versicherte allerdings, dass dieser Stunt niemals in dieser
TV-Reihe gezeigt wurde und appellierte an alle Jugendlichen,
solcherlei Stunts auf keinen Fall nachzuahmen. Schließlich seien an
„Jackass“ ausschleißlich professionelle Stunt-Leute beteiligt.
Italien und Island haben ihre Kandidaten für den Oskar in der
Rubrik „Besten fremdsprachiger Film“ ausgewählt. Roberto Benignis
„Pinocchio“, der mit einem Budget von 40 Mio. Euro die bislang
teuerste italienische Produktion ist, wird Italien im Kampf um die
begehrte Trophäe vertreten. In nur 5 Wochen konnte der Film
allein in Italien 24,3 Mio. Dollar einspielen. Island wird vertreten
von dem Film „Das Meer“ („Hafid“) von Regisseur Baltasar
Kormakur.
Dem Europäischen Animations-Verband „Cartoon“ zufolge,
erreichte die Produktion von Animationsfilmen in Europa einen
Höhepunkt mit 34 sich momentan in der Produktionsphase befindenden
Filmen dieser Machart. Obwohl die Produktion hoch ist, haben
amerikanische und japanische Animationsfilme mehr Erfolg in den
europäischen Kinos. Finanzierungs-Institutionen wie der französischer
CNC, die britische Film Council oder die Deutsche Regionale
Filmförderungen, spielen die größte Rolle in der Entwicklung des
europäischen Animationsfilmes heute.
Der britische Filmverleih Winchester Entertainment hat ein
sieben-jähriges Abkommen mit Universal Studios für den Verleih von
Videos in Großbritannien geschlossen. Im Gegenzug soll Universal auch
anfangen Winchester-Titel auf Video und DVD zu veröffentlichen.
Der 59-jährige Regisseur Larry Clark schlug Hamish McAlpine, dem
Chef der britischen Filmverleihfirma „Metro Tartan“ in einem
Londoner Restaurant nach einem heftigen Wortgefecht ins Gesicht. Der
vor allem für seinen Film „Kids“ bekannte Filmemacher schmiss
einen Tisch hinterher und musste vom Sicherheitspersonal des
Restaurants in die Schranken gewiesen werden. Die Folge dieses
Ausrasteres war, dass sich „Metro Tartan“ dagegen entschied, Clarks
neusten Film „Ken Park“ auf dem London Film Festival zu zeigen.
Die großen Hollywoodstudios stellen ab Montag insgesamt 170
verschiedene Filme unter der Adresse „movielink.com“ in das
Internet. Hier kann sich der US-Amerikaner nun neue und klassische
Werke gegen Endgeld auf die Festplatte ziehen; allerdings löschen sich
die Filmdateien nach 24 Stunden nachdem sie geöffnet wurden von selbst
um dem Raubkopieren Einhalt zu gebieten. Bislang kann man sich
ausschließlich in den USA an diesem kurzen Vergnügen erfreuen.
Der Medienfond CP Medien nahm zwei weitere Filme in seine
Produktionsliste auf. Die Pathe-Produktion „The Night Of The
Medicis“ und der Film „Diamond Dead“, sind die neue Werke die CP
Medien neben Robert Altmans „The Company“ produzieren wird. Die
Produktion des letzten Films hat schon in Chicago angefangen. Das
Pathe-Projekt wird in Bayern und Baden-Württemberg gedreht, was CP
Mediens Bemühen unterstreicht, Deutschland als Filmproduktionsland zu
stützen. Die Firma unterstützte daher den Appell des Verbands
Deutscher Medienfonds an der Schröder-Regierung, um die
Finanzierungsparameter zur verbessern. Dies würde das Drehen in
Deutschland finanziell enorm erleichtern.
Der Tiefflug des Werbemarkts wirkt sich nach wie vor negativ
auf die wirtschaftliche Lage von ProSieben/SAT. 1 aus. Im dritten
Quartal dieses Jahres verzeichnete der Konzern einen Rückgang der
Erträge um ganze zehn Prozent, was auf die katastrophale Lage der
deutschen Werbeindustrie zurückgeführt wird. ProSieben/SAT. 1 sollen
derzeit in Verhandlungen mit dem Bauer-Verlag stehen, um die Zukunft
der KirchMedia zu entscheiden.
Die britische Filmindustrie wurde aufgefordert, sich grundsätzliche
neu zu gestalten. Filmratvorsitzender Sir Alan Parker meinte, die
Filmindustrie würde noch weiter zerfallen, sollte man seine Warnung
nicht berücksichtigen. Man produziere zu wenig großartige Filme und
die wenigen, wirklich guten Produktionen präsentiere man in einem viel
zu kleinem Rahmen. Man bräuchte ebenso eine bessere Ausbildung für
den technischen Stab der Filmproduktionen und neue Investitionen, um
Hollywood-Produktionen nach Großbritannien zu lenken.
Vor dem Hintergrund einer depressiven Stimmung im deutschen
Filmmarkt, hat „Focus Features“ zusammen mit „Constantin Film“
einen Deal im Bezug auf drei neue Filme erreicht - „21 Grams“, „Lost
in Translation“ und „Eternal Sunshine Of The Spotless Mind“. Es
ist bislang der größte Kauf im mailändischen Filmmarkt „MIFED“,
denn „Focus Features“ verlangte große Summen für die Filme.
Allein „21 Grams“ soll 4 Millionen Dollar gekostet haben und der
Preis für die anderen zwei Filme wird in Hinblick auf Stars, wie Jim
Carey und Kate Winslet mit Sicherheit noch höher liegen.
Der „Filmpreis des Nordischen Rates“ für das Jahr 2002 ging an
Aki Kaurismäkis „Der Mann Ohne Vergangenheit“, welcher auch für
den Oskar in der Kategorie "bester fremdsprachiger Film"
nominiert ist. Der Nordischen Filmpreis beträgt insgesamt 46,270
Dollar und wird vollständig an Regisseur Kaurismaki ausgezahlt, da er
Regisseur, Drehbuchautor und Produzent des Filmes ist. „Der Mann ohne
Vergangenheit“ ist bisher Kaurismäkis erfolgreichster Film.
Gigant Kirchmedia steht kurz vor seiner Rettung, nachdem ein
deutsches Konsortium Gespräche über den Kauf der bankrotten Firma
führt. Es ist zu erwarten, dass der „Bauer Verlag“ und die „Hypo
Vereinsbank“ einen Deal bis Mitte Dezember erreichen werden. Ein
Sprecher von Kirchmedia sagte dass Sonys „Columbia Tristar“ auch
einen Teil des Konsortiums sein könnte.
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