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Griechenland beschäftigt sich. . .

. . . also immer noch mit der Migration. In den letzten Jahren häufen sich aber auch eine Annährung zwischen der Türkei und Griechenland und die Auseinandersetzung mit der gemeinsamen Geschichte. So thematisieren sowohl "Brides",  "Zimt und Koriander" als auch "Waiting for the Clouds", eine Literaturverfilmung eines überaus erfolgreichen Romans, die auch auf der diesjährigen Berlinale lief, die Vertreibung der Griechen aus dem kleinasiatischen Raum.

Verbunden damit sind auch die Dokumentarfilme, die sich dem Rembetiko, einer Form des griechischen Volkliedes, das orientalische Wurzeln hat, widmen. Diese Musik brachten die Vertriebenen mit nach Griechenland, wo sie weiter entwickelt wurde und auch heute dank des Traditionbewußtseins des Landes weiterlebt. Populär wurde sie durch Marcos Vamvakaris, den der Film "Es gibt keine Herzen, wie das Meine" portraitiert und gleichzeitig die Geschichte des Remebtikos zeichnet.

Dabei verwendet der Filmemacher Georgios Zervas zahlreiche audiovisuelle Archivaufnahmen und bringt damit dem Zuschauer nicht nur Vamvakaris, sondern auch das Umfeld und die Bedeutung des Rembetiko näher. Der Film "Methexis" zweier junger Regisseure begeleitet drei Männer: Der eine ist Hobby-Bouzouki-Bauer, der andere Pfaffer und der dritte Mauerer. Sie haben alle drei verschiedene Formen des griechischen Volkslieds zu ihrer Leidenschaft gemacht.

Man merkt den Regisseuren an, dass der Film ihr erster dokumentarischer Versuch ist. Die Schnitte sind zu Beginn viel zu schnell und während des Films oft vollkommen unbegründet und überflüssig. Sie lassen dem Zuschauer kaum Zeit, das Gesehene zu verstehen und schaffen es auch nicht, sich Zeit zu nehmen für Dinge, die sie in den Mittelpunkt stellen. Andererseits werden manche Themen viel zu lange überreizt, so dass die Argumentation manchmal sehr plakativ wirkt.

Die 19. Griechischen Filmwochen boten dem interessierten Münchner Publikum eine gute Mischung. Die ausgewählten Filme gaben die Möglichkeit, sich mit geschichtlichen und aktuellen Themen des Landes auseinanderzusetzen, egal ob im fiktionalen oder dokumentarischen Bereich. Aber auch Filme des zeitgenössischen griechischen Kinos waren dabei, die einfach nur gute Filme sein möchten und sich nicht die komplizierte nationale Geschichte auf den Rücken stemmen. Vielleicht dient dieser Bericht dazu, dass sich nächstes Jahr ein paar mehr deutsche Münchner auf den Weg zum Gasteig machen und einfach mal schauen, was ausländische Filme jenseits Hollywood, Frankreich, Italien und Spanien zu bieten haben.

besucht von Despina Grammatikopulu

 
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