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Testosteronvon Giorgos Panoussopoulos Von vorn herein: Schade um den guten Film, der an seinem Ende leidet, denn ansonsten handelt es sich beim Beitrag von Panoussopoulos um einen witzigen, überdrehten Film, der mehr einer Komödie als einem Thriller gleicht, wie er angekündigt wird. Petros ist ein junger charmanter Matrose, der sich ursprünglich für einen Tag beurlauben läßt, um den alten Käfer aus der Garage seiner Tante zu befreien. Also geht er auf Land, um genauer zu sein auf die Insel - die Insel der Frauen. Denn alle Männer scheinen hier vom Boden verschluckt zu sein. Petros ist das einzige männliche Exemplar und als solches heiß begehrt von den weiblichen Geschöpfen. Zu Beginn ist der junge Mann auch sehr geschmeichelt von den vielen Angeboten für schnellen Sex nahezu an jeder Ecke der Insel. Doch als er zum Sexualobjekt praktisch jeder Frau - ob Witwe, junges Mädchen, alte Schrulle, heiße Künstlerin, schmutzige Automechanikerin, deutsche FKK-Liebhaberin, oder Ärztin mit Kinderwunsch wird, beginnt der Matrose einerseits an seiner Wahrnehmung und andererseits an den Frauen zu zweifeln. Panoussopoulos schafft es während des Films die Lösung des Rätsels immer hinter humorvollen Dialogen, skurrilen Situationen und manchmal auch mit wunderbar surrealistischen Bildern zu verbergen. Haben wir es mit dem Traum eines paranoiden, sexhungrigen Matrosen zu tun oder erleben wir seinen Alptraum inmitten wild gewordener Amazonen? Diese Spannung ist es, die den Film lebendig erhält und die natürlich auch die Frage aufwirft, wie man so einen Film enden läßt. Pannoussopoulos entscheidet sich in den letzten Zügen des Films das Rätsel zu lösen. Petros trifft auf seinem letzten Fluchtversuch an den Klippen auf einer zum Mann umgewandelten Opernsängerin, die ihn in die Fluten singt - eine wunderbar surrealistische Situation, die noch damit weiter übersteigert wird, in dem Petros, fast ertrinkend, eine Nixe zur Hilfe kommt. Und dann kommen die Bilder, die man befürchtet hat: schreiende, mit Fackeln durch die Insel ziehende Frauen, die Petros in einer stillgelegten Marmormine in den Tod treiben. An seiner Beerdigung nehmen schließlich auch zahlreiche Männer teil und weisen eben damit doch auf die Paranoia als Lösung hin. Wie gesagt: Schade um den ansonsten überaus komischen und erfrischend frivolen Film.
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