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Wer mit mehreren Kameras und separatem Tonrekorder dreht, kennt das Problem, all die Files synchron anzulegen. Profi-Lösungen sind teuer, ein Kölner Startup bietet Alternativen.

 

Zwei Kameraleute aus Köln, Ulrich Esser und Maximilian Kaiser, die häufig mit nicht synchronisierten Kameras wie DSLRs oder Blackmagics gedreht haben, standen, wie so viele immer wieder vor dem Problem, all die Files zuzuordnen und synchron anzulegen.

 

Die Industrielösungen für Profis sind bis heute recht teuer und umständlich. Sie ersannen eine kompakte Lösung, die zudem auch noch preiswerter sein sollte, als andere Geräte. Dabei haben sie das Rad nicht neu erfunden, analoge LTC- oder auch VLC Timecodegeneratoren gabe es schon in den 80 er Jahren und manche sogar recht kompakt, etwa die Lösungen von Alpermann & Velte.

 

Doch irgendwie hat es die Branche verschlafen, kleine, leichte und simple Generatoren anzubieten, welche die mühsame Arbeit in der Postproduktion erleichtern. Hier setzt das Startup Tentacle Sync an und bietet als Paket kleine einfache Generatoren sowie eine Software an, welche das mühsame Synchronlegen der Film,- und Tondateien automatisiert.

 

Eine Mini-Klinkenbuchse dient als Ein,- und Ausgang für Timecodesignale. Hierüber kann das kleine Gerät entweder externen Timecode einlesen und darauf takten oder aber den eigenen Timecode generieren. Eine Mini-USB Buchse dient als Ladeverbindung für den eingebauten Akku und als Verbindung zur internen Software. Bevorman ein bestimmtes Projekt beginnt, müssen die kleinen Geräte einmalig pro Projekt von einem Notebook, Tablett oder Smartphone aus eingestellt werden.

 

Ein Tentacle Gerät dient dann als Master, weitere Geräte synchronisieren sich, über ein Kabel kurz verbunden, mit dem Mastertimecode. Der interne Akku soll 40 Stunden durchhalten, bevor er wieder geladen werden muss.

 

Akustischer Timecode (LTC) wurde also schon mehrere Jahrzehnte auf Audiospuren aufgenommen. Auch der Tentacle zeichnet, falls es sich um eine Kamera oder Tongerät ohne Timecode-Buchsen handelt, den Timecode auf eine Tonspur auf. Das ist auch der kleine Nachteil,- wer seinen Ton nur direkt in der Kamera aufzeichnet, verliert eine kostbare Tonspur.

 

Mit Hilfe unterschiedlicher Adapterkabel kann Tentacle sowohl den akustischen, als auch den digitalen Timecode an Kameras oder Rekorder weitergeben.

 

Nach dem Dreh kann man die Aufnahmen dann in dem eigens dafür mitgelieferten Programm, der "Tentacle Sync Studio Software" einladen und diese legt die Files automatisch synchron. Dank Exportfunktionen in viele gängige Schnitt-Softwareprodukte kann das Ergebnis dann als Quicktime oder XML-Datei für FCP7 sowie Adobe Premiere oder als AAF für Avid ausgegeben werden.

 

Zwei Geräte kosten im Set 369,- Euro, die diversen Adapterkabel müssen je nach Gerät, dazugekauft werden.

 

Bild: Pressefoto Tentacle